Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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sarsimba
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Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Beitrag von sarsimba »

Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt mit Beruf und Stillen? Wie alt waren eure Kleinen beim Arbeitsanfang und wie funktioniert euer Stillen und die Beikost? Wie lange seit Ihr auf Arbeit? Habt ihr eine Tagesmutter oder Kinderkrippe? Wie schlafen eure Kleinen auswärts?
Bei uns ist es zwar noch etwas hin mit dem Arbeitsbeginn, mache mir aber jetzt schon einige sorgenvolle Gedanken. Beim Großen konnte ich ja 2 Jahre zu Hause bleiben und war bezüglich Essen ganz entspannt und habe auch ca. 2 Jahre gestillt, bis er nicht mehr wollte. Nun werde ich wieder anfangen, wenn unsere Maus 9 Monate ist. Sie ist momentan 4 Monate und wird nach Bedarf gestillt. Ich habe vor wieder 6 Monate voll zu stillen und dann mit Beikost zu beginnen, sofern sie nicht schon vorher großes Interesse zeigt. Meine Frage ist nun: Schaffe ich es bis dahin, dass meine Maus für ca. 5 Stunden ohne MuMi auskommt? Oder soll ich schon anfangen MuMi abzupumpen und einen Vorrat anzulegen, für den Fall??? Die Beikostmengen sind ja recht klein. Ich kann mich leider nicht mehr genau errinnern wie das beim Großen war. Isst sie mit 9 Monaten mittags schon eine eigene Portion, oder braucht es anschließend noch MuMI? Wie ist das mit dem Vormittag? Außerdem schläft sie nur beim Stillen ein und habe Sorge, dass sie dann bei der Tagesbetreuung nicht schlafen kann. Fragen über Fragen, die mich Momentan überrumpeln, aber ich soll meinem Chef so schnell wie möglich mitteilen, wie lange und wann ich mir das Arbeiten vorstellen könnte. Meine momentane Vorstellung - gar nicht, wenn es um die Kleine geht - aber das geht finanziell leider nicht und ich möchte den Arbeitsplatz auch nicht verlieren. Nur um so eine grobe Vorstellung zu bekommen, wie das alles mit 9 Monaten aussehen "könnte"!
Wirbelwind 08/2005 & Lausemaus 10/2011

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Atlasnaja
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Re: Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Beitrag von Atlasnaja »

Also meine Tochter isst bisher auch eher kleine Mengen, allerdings kommt sie mit 8 1/2 Monaten gut 5-6 h ohne Mama aus (also ohne Milch und Essen). Es sollte also bei Dir schon gehen.
mokuschka
hat viel zu erzählen
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Re: Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Beitrag von mokuschka »

Mein Sohn ist jetzt 7 Monae alt und mit Papa in Elternzeit.
Er isst vormittags ein Portiönchen und nachmittags nochmal. Aber immer so 1 - 1/2 Stunde später 150 ml Mumi. Die Zeiten kann mein Mann mittlerweile ein bißchen schieben, so dass so wenig Mumi wie möglich getrunken wird, wenn ich weg bin. Bis er so 6 Monate alt war hat er allerdings höchsten 2,5 Stunden ohne Mumi ausgehalten und dann auch so 150 - 200 ml verdrückt.
Einen Vorrat habe ich zusammengepumpt. Im Notfall könnten Sie einen Tag ohne mich über die Runden kommen.
Alles tiefgefroren und für den kommenden Tag im Kühlschrank langsam aufgetaut.
Als unser Sohn 7 Wochen alt war, habe ich wieder angefangen zu arbeiten.
Verschiedene Pumpen habe ich auch probiert. Die beste war eine elekt. Pumpe aus der Apotheke mit Doppelpumset. Das verkürzt die Pumpzeit enorm.

Fazit: Bei uns klappts gut!

Grüße,
mokuschka & 4 (`96/`06/`08/`11)
honigtopf2010
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Registriert: 22.11.2010, 21:29

Re: Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo, ich glaube, das wird alles gut funktionieren, weil es ja offensichtlich nicht anders geht. Die Kleinen sind doch recht flexibel. Was die Beikost angeht, hätte ich bei Wiedereinstieg zu dieser Zeit abpumpen müssen. Mit 11 Monaten und nach der Eingewöhnung sah es da schon anders aus. Was ich aber finde, was man sagen darf, ist, dass es anstrengend ist zu arbeiten und zu stillen. Besonders, wenn man nachts auch ran darf.
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
Luzia
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Re: Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Beitrag von Luzia »

Ich habe mit Stillkind gearbeitet, der Papa war mit dem Kind zu Hause. Es hat wunderbar geklappt. Allerdings frage ich mich im Nachhinein, wie ich das alles geschafft habe, denn rückblickend erscheint mir das alles enorm viel, aber ich glaube, wenn man muss, dann werden ganz andere Kräfte frei. Wir hatten immer einen üppigen Vorrat an abgepumpter Milch zu Hause. So konnte ich entspannt arbeiten, weil ich wusste, dass auch bei Verzögerungen auf dem Heimweg genug da ist. Und Papa und Kind waren zu Hause auch entspannt. Eingeschlafen wurde bei mir nur mit Stillen, beim Papa entweder beim Flaschetrinken oder auch mal einfach nur so. Abgepumpt habe ich, bis das Kind ca. 10 Monate alt war. Ab da gab's dann noch ein paar Reste Mumi aus dem Gefrierschrank und dann nur noch direkt von mir außerhalb meiner Arbeitszeiten. Bei der Arbeit hatte ich während der ersten Monate meine Stillpausen zum Abpumpen in Anspruch genommen.
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danica
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Re: Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Beitrag von danica »

Also, Dir stehen gesetzlich geregelte Stillzeiten (§7 Mutterschutzgesetz) zu, nach denen Du allerdings fragen musst, denn sie werden nur auf Verlangen der stillenden Mutter gewährt.

Diese darfst Du zum einen nutzen, um zum Stillen nach Hause zu fahren oder Dir Dein Kind ggf. bringen zu lassen (dann muss Dein Arbeitgeber Euch einen freien ungestörten Raum zum Stillen zur Verfügung stellen - KEINE Toilette oder so etwas, sondern einen normalen Raum) - zum anderen darfst Du sie aber auch (je nach DEINEM Bedarf) an das Ende der Arbeitszeit legen, um früher wieder zu Hause sein zu können. DU entscheidest, wann Du die Stillzeiten nimmst, Du kannst sie also auch an die Mittagspause dranhängen, um eine ganz lange Pause zu haben oder Du hängst eine an die Mittagspause und eine legst Du vor den Feierabend - je nachdem, wie es für DICH und Dein Kind praktisch ist und passt. Sie werden Dir voll bezahlt und nicht abgezogen oder auf die Pause oder den Urlaub angerechnet - es ist also ganz normale Arbeitszeit, in der Dein Arbeitgeber Dich freistellen muss. Es gibt hierzu keine Altersbegrenzung beim Kind, und die WHO empfiehlt Stillen bis zum Ende des zweiten Lebensjahres (und darüber hinaus).

Ganz wichtig: es handelt sich um StillZEITEN (NICHT PAUSEN!!) und um STILLzeiten (NICHT ABPUMPZEITEN!!) - es kann Dir also nicht vorgeschrieben werden, dass Du abpumpen musst oder erreichbar sein musst oder in der Nähe bleiben musst. Auf den Wegen von der Stillzeit und zum Arbeitsplatz zurück gelten auch die ganz normalen Versicherungen in der Berufsgenossenschaft (wie beim normalen Arbeitsweg auch).

Der Arbeitgeber KANN ein Attest von einem Arzt Deines Vertrauens darüber verlangen, dass Du noch stillst. Wenn Deine Krankenkasse die Kosten dafür nicht übernimmt, muss der Arbeitgeber sie übernehmen. Der Arbeitgeber kann Dir aber auch hier nicht vorschreiben, welchen Arzt Du aufzusuchen hast, denn es gilt das Recht der freien Arztwahl (Kinderarzt, Gynäkologe, Hausarzt, wer auch immer).

Ich habe zuerst einmal vorsichtig beim Betriebsrat angefragt, dort die Auskunft bekommen, dass viele Mütter noch stillen, wenn sie wieder arbeiten und das in meiner Firma kein Problem sein sollte - und falls da irgendwer komisch reagiert, sollte ich mich wieder melden. Als ich mit meinem Chef über den Wiedereinstieg sprach und die Personalabteilung mit dabei war, hat die Dame aus der Personalabteilung gemeint, es sei aber ungewöhnlich (Kind war fast ein Jahr alt) und ich hab ihr die Empfehlung von der WHO und UNICEF vorgebetet und dazu einen Flyer in die Hand gedrückt - danach hat sie dazu nur gesagt, dass sie das nicht wusste, aber gut findet, dass ich so gut für mein Kind da sein möchte. Damit möchte ich sagen: sei Dir bitte bewusst, dass Dein Arbeitgeber möglicherweise gar nicht weiß, welche Vorteile das für ihn hat, wenn er Dir die Stillzeiten (zu denen er zwar auch verpflichtet ist) so problemlos wie möglich gewährt.

Als da wären: Du bist zufriedener mit Deinem Job und Deinem Arbeitgeber, Du bist tendenziell weniger krank, Dein Kind wird sich normaler Gesundheit erfreuen (also höchstwahrscheinlich nicht so oft krank wie Flaschenkinder, das reduziert Deine Ausfalltage), Dein Kind wird sich sicherer fühlen, also habt Ihr beide weniger Streß aufgrund der Trennung durch die Arbeit - das macht Dich belastbarer für einen guten Job und noch einige andere mehr... Solltest Du mit Kunden arbeiten, kannst Du Deinen Arbeitgeber lobend erwähnen als ein besonders familienfreundliches Unternehmen, das wirft ein gutes Licht auf Deinen Chef - die Kunden werden ihn dann weiterempfehlen. Es ist also ein echter Gewinn, auch wenn es ihn natürlich ein wenig Zeit kostet.

Sollte Dein Arbeitgeber das alles oder teilweise verweigern, kannst Du ihn der zuständigen Aufsichtsbehörde melden. Die wird ihn dann zur Einhaltung des Mutterschutzgesetzes zwingen, ggf. mit Strafandrohung oder Strafen. In der Regel handelt es sich um das Gewerbeaufsichtsamt Deiner Stadt.

Laut Mutterschutzgesetz sind die Stillzeiten wie folgt geregelt (das sind aber nur die MINDESTzeiten, wobei es tendenziell sehr schwer wird, ohne Besonderheiten beim Kind z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder andere körperliche Einschränkungen längere Zeiten auszuhandeln - die müsste dann nämlich auch ein Arzt attestieren, und zwar mit Begründung):

(1) Stillenden Müttern ist auf ihr Verlangen die zum Stillen erforderliche Zeit, mindestens aber zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal täglich eine Stunde freizugeben. Bei einer zusammenhängenden Arbeitszeit von mehr als acht Stunden soll auf Verlangen zweimal eine Stillzeit von mindestens 45 Minuten oder, wenn in der Nähe der Arbeitsstätte keine Stillgelegenheit vorhanden ist, einmal eine Stillzeit von mindestens 90 Minuten gewährt werden. Die Arbeitszeit gilt als zusammenhängend, soweit sie nicht durch eine Ruhepause von mindestens zwei Stunden unterbrochen wird.

(2) Durch die Gewährung der Stillzeit darf ein Verdienstausfall nicht eintreten. Die Stillzeit darf von stillenden Müttern nicht vor- oder nachgearbeitet und nicht auf die in dem Arbeitszeitgesetz oder in anderen Vorschriften festgesetzten Ruhepausen angerechnet werden.

(3) Die Aufsichtsbehörde kann in Einzelfällen nähere Bestimmungen über Zahl, Lage und Dauer der Stillzeiten treffen; sie kann die Einrichtung von Stillräumen vorschreiben.

(4) Der Auftraggeber oder Zwischenmeister hat den in Heimarbeit Beschäftigten und den ihnen Gleichgestellten für die Stillzeit ein Entgelt von 75 vom Hundert eines durchschnittlichen Stundenverdienstes, mindestens aber 0,38 Euro für jeden Werktag zu zahlen. Ist die Frau für mehrere Auftraggeber oder Zwischenmeister tätig, so haben diese das Entgelt für die Stillzeit zu gleichen Teilen zu gewähren. Auf das Entgelt finden die Vorschriften der §§ 23 bis 25 des Heimarbeitsgesetzes vom 14. März 1951 (BGBl. I S. 191) über den Entgeltschutz Anwendung.

Ich weiß, das war in weiten Teilen ein sehr trockener Post, aber ich hoffe, ich konnte helfen. Zur Not melde Dich gern noch einmal.
GLG
Danica

mit drei Jungs, *2010, *2012+2013, *2013,
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"Genau so wie man beim Weben das Ende der prächtigen Fäden, mit denen gewebt wurde, erreicht,
so ist das Leben der Menschen." - Buddha
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blubberin
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Re: Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Beitrag von blubberin »

Luzia hat geschrieben:Ich habe mit Stillkind gearbeitet, der Papa war mit dem Kind zu Hause. Es hat wunderbar geklappt. Allerdings frage ich mich im Nachhinein, wie ich das alles geschafft habe, denn rückblickend erscheint mir das alles enorm viel, aber ich glaube, wenn man muss, dann werden ganz andere Kräfte frei. Wir hatten immer einen üppigen Vorrat an abgepumpter Milch zu Hause. So konnte ich entspannt arbeiten, weil ich wusste, dass auch bei Verzögerungen auf dem Heimweg genug da ist. Und Papa und Kind waren zu Hause auch entspannt. Eingeschlafen wurde bei mir nur mit Stillen, beim Papa entweder beim Flaschetrinken oder auch mal einfach nur so. Abgepumpt habe ich, bis das Kind ca. 10 Monate alt war. Ab da gab's dann noch ein paar Reste Mumi aus dem Gefrierschrank und dann nur noch direkt von mir außerhalb meiner Arbeitszeiten. Bei der Arbeit hatte ich während der ersten Monate meine Stillpausen zum Abpumpen in Anspruch genommen.
Ich habe zwar erst als er sechs Monate alt war, angefangen wieder zu arbeiten aber es lief ähnlich, wir hatten ein, zwei Wochen vorher mit Beikost begonnen (einfach zu unseren Essenszeiten meistens as angeboten) aber er wurde danach eigentlich immer noch gestillt, als ich arbeiten ging, hat meine SchwieMa die Betreuung übernommen, einmal hatten wir einen Vorrat an abgepumpter Milch und zum anderen habe ich während der Arbeitszeit abgepumpt, das wurde ihm dann per Fläschchen von SchwieMa gefüttert ... im Schnitt hat er damals alle drei Stunden eine Portion getrunken, hatte er kurz bevor ich wiederkam (max. sechs Stunden an zwei Tagen gearbeitet + 2h Weg) Hunger angemeldet hat sie ihn mit einem Stück Gurke vertröstet ... er hat dann aber auch relativ schnell mehr gegessen und die Milch die er danach wollte wurde immer weniger, mit acht Monaten hat er nicht direkt nach dem Essen noch Milch bekommen, sondern erst wieder, wenn er sich wieder von selbst gemeldet hat. Mit neun Monaten kam er zur Tagesmutter, ich habe dann immer bevor ich ihn hingebracht habe (fünf Minuten Fußweg) zu Hause gestillt und es dann gewagt, dass er eben von halb neun bis drei verzichtet und dann als erstes bei der TaMu auf der Couch gestillt und es hat super geklappt.

Sie hatte mir auch angeboten, dass ich ihr abgepumpte Milch da lasse und sie gibt ihm die, aber da ich zu der Zeit schon nicht mehr so gut abpumpen konnte, wollte ich es so probieren und es hat gut geklappt.

Schlafen ist hier gar kein Problem, zu Hause schlief und schläft er selten einen Mittagsschlaf oder eben nur beim Stillen aber bei der Tagesmutter hat es von Anfang an geklappt, da waren die anderen Kinder, die auch schlafen gegangen sind und da hat er dann auch einfach geschlafen ... naja manchmal wird er wach und dann geht kurz jemand rein, und dann schläft er aber auch sehr schnell wieder ohne großes Trara.

Ich persönlich finde übrigens so Kleine bei einer Tagesmutter besser aufgehoben, weil sie sich doch meistens mehr auf die wenigen Kinder konzentrieren kann und auf sie eingehen als es in einer Krippe der Fall ist (meine persönliche Meinung).
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Fleur
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Re: Beruflicher Wiedereinstieg und Stillen

Beitrag von Fleur »

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich mir ähnliche Gedanken gemacht habe, bevor ich wieder arbeiten musste. Ich gehe seit meine Tochter ca. 8 Monate alt ist wieder arbeiten, etwa 6 Std. pro Tag. Mein Partner hat Elternzeit. Das klappt gut - allerdings hat er sich auch vorher schon intensiv gekümmert.

Unser Tagesablauf in Kürze: Morgens stille ich, meistens schläft sie dann wieder ein, und ich gehe arbeiten. Wenn sie später richtig wach wird, bekommt sie einen von Papa nach Spezialrezept :wink: zubereiteten Getreide-Obstbrei und trinkt mit Begeisterung aus dem Doidy-Cup oder einem Strohhalmbecher Wasser. Außerdem knabbert sie mit ihren Mausezähnchen gerne an Brot und Apfelstücken.

Mittags gibt es Brei und Fingerfood, manchmal will sie auch Milch, trinkt aber nie viel davon. Ich pumpe bei der Arbeit 1 mal ab, allerdings muss ich für eine ganze Mahlzeit mehrmals pumpen. Meiner Chefin habe ich nur gesagt, dass ich entweder einen Schlüssel für mein Büro brauche oder aber einen Raum, in dem ich ungestört abpumpen kann. Hab dann an meinem ersten Arbeitstag den Büroschlüssel bekommen. Die Kollegen haben anfangs etwas blöd reagiert, wenn sie vor verschlossener Türe standen, aber der Flurfunk hat wohl schnell weitergetragen, warum ich mich neuerdings einschließe. Habe mir zum Glück außer von meiner Chefin keine blöden Bemerkungen anhören müssen (sie brüllte mal über den ganzen Flur, ob ich denn auch schön abgepumpt hätte... :roll:

Wenn ich nach Hause komme, schläft meine Tochter oft, meistens beim Papa auf dem Rücken im Bondolino. Er legt sie aber zwischendurch auch hin zum Schlafen - allerdings schläft sie dann nicht so lange. Wenn sie wach wird, gibt es eine ausgiebige Stillrunde, die wir beide sehr genießen. Abends gibt es eine Mischung aus Fingerfood und Brei, und zum Einschlafen wird nochmals gestillt. Nachts wird sie 1-2 mal wach, um zu stillen, das ist wieder etwas mehr geworden, seit ich arbeiten gehe. Und am WE machen wir es ähnlich, nur dass ich nicht abpumpe, sondern stille. Es ginge evtl. auch ganz ohne abpumpen, aber da ich von Anfang an Probleme mit zu wenig Milch hatte, pumpe ich vorsichtshalber ab, damit es nicht weniger wird (allerdings hab ich den Eindruck, es wird eher mehr...). Ich benutze auch noch das BES, aber wohl mehr aus Gewohnheit, denn die Mengen, die sie daraus trinkt, werden immer weniger.

Es ist schön zu sehen, dass mein Partner und meine Tochter eine so innige Beziehung haben. Anfangs war es wohl in erster Linie für ihn schwer. Er hatte Angst, dass er sie nicht richtig ernähren kann und sie vielleicht nichts essen, sondern lieber stillen will. Aber nach kurzer Zeit hatte er den Bogen raus, was und zu welchen Zeiten sie gerne essen/trinken möchte. Ich merke aber, dass ich, wenn ich dann zu Hause bin, ganz viel Baby brauche, so als müsste ich die Zeit der Trennung wieder aufholen. Es funktioniert also ganz gut. Habe allerdings keine festen Arbeitszeiten, so dass ich keinen Druck habe, zu einer bestimmten Zeit da zu sein. Das stelle ich mir schwierig vor.
Viele Grüße
Fleur
mit Frühlingskind 04/11, *L. 12/13 & Herbstkind 10/14
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