Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Sibi
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von Sibi »

Mein Kind ist immer mal wieder erkältet, hat MD, Fieber oder ähnliches. Es war aber mit 6 Monaten schon in der Tagesbetreuung mit 2 anderen Kindern und es erholt sich immer sehr schnell. Meist muss sie so 2-3 Tage zu Hause bleiben. Ich war jetzt schon mehrmals 1 Woche krankgeschrieben - z. t. mit den gleichen Dingen (Erkältung, MD) und brauchte auch einmal ein AB, weil ich allein nicht klarkam. Zum KiA sind wir wegen Krankheit nur einmal, weil mir da der Husten komisch vorkam und ich nicht übers Wochenende warten wollte.

Also mein Kind scheint schon viel krank zu sein, aber ich bin definitiv öfter und länger angeschlagen. Und beim Stillen geht es ja außerdem auch um Langzeitschutz. Kürzlich war hier im Forum ein Artikel verlinkt, wo es auch um Diabetes, Leukämie und ähnliches ging. :shock: Das war Balsam angesichts einer wieder verkorksten Arbeitswoche wegen krankem Kind.
jusl
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von jusl »

Hier findet sich eine Zusammenstellung von Gesundheitsgefahren und -kosten durchs Nichstillen: http://www.afs-stillen.de/front_content ... catart=151

LG
JUlia
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susisstrolche
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von susisstrolche »

Meine Kinder wurden beide recht lange gestillt und waren nicht seltener krank als andere Kinder. Beide waren mit knapp 6 Wochen das erste mal ordentlich verschnupft und haben danach jede Menge normaler Infekte mitgemacht. Schlimmere Erkrankungen blieben allerdings zum Glück aus ;-)
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Giraeffchen
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von Giraeffchen »

annikki hat geschrieben:

ABER: der große geht in den kiga und bringt eine menge "dreck" mit nach hause und will mit seiner schwester spielen. bei ihm gab es keinen "infektionsherd" als er noch klein war.
Ich denke, das ist auch nochmal ein wichtiger Punkt.
Ein erstes Kind kann ich automatisch ganz anders schützen, indem ich bestimmte Orte meide, wenn ich weiß, dort grassiert etwas, das ich ungerne haben möchte. Schützt natürlich auch nicht komplett, klar, aber anders, als wenn es größere Kindergarten- oder Schulkinder in der Familie gibt. Oder ein Elternteil, dass in Kindergarten oder Schule arbeitet.
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von jusl »

Ja, das denke ich auch. Mein erstes Kind war im gesamten ersten LJ GAR NICHT krank. Mein zweites hatte die erste Erkältung im Babyalter, die das erste Kind aus der Kita mitbrachte, ist aber insgesamt dafür jetzt NIE krank, was echt auffällt. Nr. 3 und 4 haben zwar zweifellos die gleiche Keim-Umgebung und wurden gleich lang gestillt und gleich ernährt, sind aber unterschiedlich oft krank; das eine Kind nur ganz selten, das andere öfter. Ist halt auch Veranlagungssache.

LG
Julia
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von SophiesWelt »

Danke jusl für den interessanten Link!

Achja und so richtig arg war es bei uns auch nie… also ich war wegen Kranksein nur einmal beim KiA und das war weil sie ne leichte Lidrandentzündung hatte. Sie ist nur eben jetzt sehr oft verkühlt. Wir sind aber auch oft mit anderen und auch älteren Kindern zusammen.
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Miracleine
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von Miracleine »

Also bei uns ist das von Kind zu Kind auch sehr unterschiedlich!

Benjamin war anfangs nie krank. Bis zur ersten Impfung. :evil: Und dann dast acht Monate am Stück. :evil: Dann war er knapp anderthalb Jahre fast nie krank. Und seit seine Schwester auf der Welt ist, ist er fast dauerhaft krank.

Desgleichen Tianna: Sie ist auch fast seit der Geburt dauerkrank.

Unser KiA sagte uns dazu, dass sich die Kinder immer wieder gegenseitig anstecken können. Bei uns Erwachsenen sei das selten, weil das Immunsystem ausgereift ist. Bei den Kindern funktioniert das leider nur zu gut, weil auch ein ganz leicht mutierter Virus vom Kindlichen Immunsystem noch nicht als bekannt erkannt wird, im Gegensatz zum erwachsenen Immunsystem.
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von honigtopf2010 »

Ist da nicht auch die Frage, wie man Krankheit definiert? Eine leichte Erkältung zählt doch eher nicht dazu? Ich denke auch, dass es typabhängig ist. Stillen ist jedoch prima bei allen Krankheiten, da die Kleinen dann gar nicht erst so abbauen.
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von tania »

mein kind hatte in den ersten zweieinhalb jahren zweimal ein paar tage eine laufende nase (!) und einmal mundfäule (das hat ihn überhaupt nicht beeinträchtigt). seitdem hatte er dreimal fieber für einen tag und dann nochmal ein tag schlapp, immer nicht jammerig und generell gut gelaunt.

generell: ja, stillkinder sind wirklch seltener krank. abr halt seltener als sie es wären, wären sie nicht gestillt worden und nicht seltener als ungestilltes kind xy - eigentlich ja auch logisch ;-)
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Re: Sind Stillkinder wirklich seltener krank?

Beitrag von Gnom »

Meine Hebamme meinte dazu, wichtig sei für das Immunsystem dass die ersten drei Monate gestillt wird, alles darüber hinaus ist "Luxus". Inwieweit das der Realität entspricht weiß ich nicht. Vielleicht wollte sie mich einfach nur trösten, weil für uns aus gesundheitlichen Gründen nach vier Monaten Schluss war.

Bislang war sie erst einmal ernsthafter krank - vor kurzem eine Erkältung, aber sie hat auch viel Kontakt zu anderen Kindern und da bleibt das ja nicht aus.
Liebe Grüße von Marina
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