Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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alessi_a
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Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von alessi_a »

Mein Kleiner wird nächste Woche 4 Monate alt. Wir hatten bisher recht passable Nächte, 2-3 Stillen, meist ist er direkt eingeschlafen, zumindest die ersten beiden Male.

Das Einschlafen in den frühen Morgenstunden wurde dann zur Herausforderung aber jetzt geht kein einziges mal mehr ohne Weinen oder Protest oder Gebrabbel. Er schläft da halt nicht mehr ein und will auch nicht mehr an der Brust nuckeln.

Ich lege ihn zum Schlafen ins Babybay, wenn er wenigstens an mir dran schlafen würde, dann wäre es mir ja noch egal, aber fürs Kuscheln ist er noch zu klein .

Sorry, wenn ich euch mit meinem Schlafproblem nerve. ist das typisch für sein Alter? oder woran kann es liegen? er hat eine leichte Erkältung und niest und hustet, auch mal nachts. Oder gar was mit dem Zahnen?

Ich werde jetzt auch einen Schlafsack von Odenwälder ausprobieren, damit wenigstens die Temperatur für ihn stimmt, für den Fall, dass es daran liegt.
alessi mit dem Zirkusdirektor! *07.10.11
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Minchen
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Re: Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von Minchen »

Ach Mensch, Du hast ja im Moment zu tun.. :(

Leider wird Dich meine Antwort vermutlich ebenso wenig zufriedenstellen wie beim letzten Mal: vermutlich wirst Du nicht herausfinden, was ihn so stört und die Phase wird bald wieder vorrüber sein... Meine haben alle am besten um den 2. und 3. Monat geschlafen. Dann kam vieles auf einmal, das sie beim Schlafen störte: Zahnen, Entwicklungsschritte, Wachstum usw. ...

Grad bei meinem ersten war ich total verzweifelt. Da lief es ähnlich, wie alles, was ich von Euch lese. Ich war fix und fertig und habe immer alle beneidet, deren Kinder - angeblich - besser schliefen als meines. Aber im Endeffekt hilft es ja nichts, denn dadurch schläft er ja nicht besser... :?

Geholfen hat mir am Ende (bis heute, denn zwei meiner drei schlafen noch immer nicht durch) Geduld, durchhalten und das ganze versuchen entspannter zu sehen. Ist mir auch nicht leicht gefallen und schnell gelungen, aber wenn man es geschafft hat, geht es wirklich besser. Ich habe mir immer wieder gesagt, dass er irgendwann schon schlafen wird - ohne mein Zutun, ganz von allein. Dass er nur jetzt so klein und niedlich ist und das ohnehin viel zu schnell vorbei geht. Dass er mich eben braucht, es ihm nicht gut geht. Dass es doch im Grunde noch so einfach ist, für ihn da zu sein.

Nebenbei musst Du sehen, dass Du Dich entlasten kannst: mit hinlegen, wenn er schläft (falls Du das kannst), vielleicht mal an Papa abgeben morgens. Das haben wir oft gemacht: meine Kinder standen lange zwischen 5 und 6 Uhr auf, das hat dann eben der Papa übernommen und ich durfte nochmal schlafen. Oder am WE mal Papa rausschicken mit Baby und die Badewanne genießen. Oder mal abends mit Baby ins Bett. Da tue ich mich bis heute schwer, aber immer wenn ich es mache, geht es mir am nächsten Tag deutlich besser!

Was Du unabhängig davon versuchen kannst: kennst Du Viburcol Zäpfchen? Die wirken bei uns gut, wenn die Kinder zahnen - drauf steht auch: bei krankheitsbedingter Unruhe. Bei meiner Kleinen wirkt manchmal chamomilla in hoher Potenz - auch bei Entwicklungsschüben.

Ruhiger wurd es bei meinen Kindern immer, wenn sie laufen konnten, am schlimmsten war es immer bei Krankheit und den entscheidenden Schüben (Drehen, Krabbeln, Laufen).

Ich wünsche Dir von Herzen, dass es bald besser wird, ich weiß, wie sehr das zerürben kann. :(

Achso, ganz vergessen: warum findest Du, er sei zu klein zum Kuscheln?! Je kleiner, je kuscheliger! :D
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alessi_a
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Re: Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von alessi_a »

Hallo Minchen!

Danke für deine Antwort. Es tut zumindest schon mal gut zu wissen, dass man nicht ganz alleine da steht.
Mein Mann nimmt ihn morgens und ich kann dann nochmal fast 2 h schlafen, danach gibt er ihn mir wieder und wir schlafen stillend weiter oder dösen zumindest, so dass ich eigentlich vor 9.00 nicht aufstehen muss. Das ist schon mal ganz viel wert.

Am Wochenende nimmt er ihn auch morgens und ich kann dann etwas weiterschlafen.
Ich finde, er will irgendwie nicht kuscheln, er ist eher unruhig im Bett, ausser wenn er schläft. Aber wach an Mama anschmiegen, das macht er (noch) nicht.
Ich hab die Viburcol Zäpfchen sogar da! ich versuche mal heute abend eins, Chamomilla geb ich ihm auch, nachdem er eingeschlafen ist, so gegen 21.00.

Er hat halt grad diesen Schub der 19. Woche, der sich ja schon Wochen vorher ankündigt und fängt jetzt an mit Drehen. Bestimmt reagieren alle Kinder unterschiedlich auf die Schübe, unser Mini ist sehr sensibel und wach. Er "verpennt" wirklich rein gar nix, wird alles verarbeitet :)
Ich hoffe, es ist nur eine Phase, die auch dann wirklich nicht so lange anhält. Er konnte mal richtig gut schlafen, so 2. und 3. Monat, wie auch du geschrieben hast. Danach war es rum, mit der 12. Woche eben....
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Mumpitz
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Re: Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von Mumpitz »

Hallo alessi_a,
Ich kann Dir leider auch keine Tipps geben, da ich seit etwa zwei Wochen mit dem selben Problem kämpfe.
Kann Dir nur solidarische Grüße und Durchhalteparolen schicken (es ist nur eine Phase, es geht vorbei...)

Bei uns war es so, daß unser Sohn (wird morgen 4 Monate) anfangs 5 Stunden Nachtruhe eingelegt hat
und dann noch 2-3 mal pro Nacht gestillt wurde. Dabei schlief er ein und ich konnte ihn in sein Babybalkon legen.
Nur beim letzten Stillen wachte er meist beim Ablegen auf und wollte nicht alleine sein. Dann hab ich ihn mir zu
mir ins Bett geholt. Manchmal ist er auch zappelig und schlägt um sich, aber wenn er dann mal schläft, dann
ganz eng am Mama gekuschelt. Gerade die Kleinen brauchen doch so viel Nähe und Wärme...

Neuerdings ist aber die ganze Routine dahin - auch wir stecken voll im 19-er Schub. Er schläft max. 2,5h abends,
und ab da mind. alle 2h manchmal auch stündlich stillen. Wenn er dabei einschläft - gut. Allerdings schlägt er
sich immer den Bauch so voll, daß er (da kein Bäuerchen wenn er eingeschlafen ist) kurze Zeit später wegen
Blähungen wieder aufwacht. Dann geht Einschlafstillen natürllich nicht mehr :(
Heute nacht bin ich mit ihm von 3 bis 4 Uhr im Wohnzimmer auf- und abgegangen bzw. auf Pezzi-Ball gehüpft,
bis er wieder eingeschlafen war. Danach konnte ich ihn ganz sacht neben mich ins Bett legen, Babybalkon
brauche ich gar nicht versuchen! Sobald ich ihn da hineinlegen will, wird er immer wieder wach.

Gestern habe ich ihm ein Dinkel-Lavendel-Kuschelwärmekissen mit ihn die Kiste gelegt, das hat zumindest für
die erste Schlafrunde gewirkt. Vielleicht sollte ich heute nacht einfach mal das Kissen wieder wärmen und es
ein weiteres Mal versuchen. Was uns auch sehr beim Einschlafen (tagsüber) hilft, ist das musikalische
Einschlafwunder - kannst Du kostenlos downloaden unter: http://www.einschlafwunder.de
Mumpitz
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Minchen
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Re: Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von Minchen »

Na, das klingt ja schonmal gut, ich habe das auch immer sehr genossen, dass mein Mann mich morgens schlafen ließ... Heute klappt das bei uns nicht mehr - mein Baby macht zwar mit, aber einer der beiden größeren kommt garantiert immer reingepoltert.... :roll: 8)
Ich weiß, man will das nicht hören mit einem Kind, es klingt ja auch immer so überheblich, dennoch: mit nur einem Kind bist Du noch sehr flexibel. Da kann einem jemand eben mal das Kind abnehmen, man kann sich eben mal auf die Couch legen, stillend mit Baby. Aber wenn man ätzende Nächte mit dem Baby hat und dann tagsüber auch noch durchgehend funktionieren muss - das ist so... *seufz* Wenn Du Dich also wieder sehr elend fühlst, dann denk dran, dass es noch schlimmer kommen kann! :lol:

Aber es ist echt spannend, Du beschreibst wirklich die Babyzeit mit meinem ältesten. Er war genauso: bloß nicht schlafen. Grad bei den Schüben bin ich fast irre geworden. Ich weiß, dass hier viele nichts von dem Buch halten, aber bei mir passte alles, als hätte jemand über meinen Sohn geschrieben. Den 19er Schub hat er 8 Wochen durchgezogen, ich bin fast wahnsinnig geworden. Er schlief tagsüber nur bei dauernder Bewegung, blieb ich stehen oder wagte ich es, irgendwo rein zu gehen, er wachte sofort auf. :roll: Ich bin in der Zeit den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen, er schlief selig, dann kamen wir nach Hause und ich war fix und fertig - er aber hellwach und ließ sich nicht ablegen ohne Geschrei... :( Eine harte Zeit, ich kann mich noch gut daran erinnern.

Lass Dich auf ihn ein. Lass Dich von ihm führen. Alles andere wird Euch beiden nicht helfen. Meiner ist heute 4 und hat noch immer sehr heftige Phasen. Aber er ist ein wunderbarer kleiner Junge geworden und jede durchwachte Nacht war es wert!

Kuscheln: das haben meine auch lange so nicht gemacht. Kuscheln mit so einem kleinen wäre bei mir eher stillkuscheln oder schlafkuscheln gewesen. Meine Jüngste ist die einzige, die auch so einfach kuschelt - der Große hat das erst gemacht, als wir nicht mehr stillten. Der Kleine mag eigentlich auch immer lieber stillen als "nur" kuscheln... 8)

Ich verstehe Dich wirklich soooo gut! Aber es ist tatsächlich vorbei gegangen und heute denke ich wirklich manchmal wehmütig an die Zeit zurück - das hätte ich damals nicht für möglich gehalten...
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Leyket
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Re: Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von Leyket »

Hallo alessia_a,

ich kann mich da wieder mal nur anschließen :)
Auch wir haben diese Phase(n) durch und sind da noch laaaaaaange nicht am Ende der Phasen angelangt :wink:
Unser Mini nimmt auch jeden Schub gleich Wochen vorher mit ins Bett, WENN er dann mal ins Bett zu bekommen ist... momentan haben wir mal wieder Zähne, oder was anderes... einen neuen Zahn hab ich jedenfalls heute früh gefunden und die letzten Nächte waren allesamt laut... und kurz *gähn*

Dass dein Mann manchmal die Frühschicht übernimmt finde ich toll. Tanke Kraft so oft du kannst :) Es wird vielleicht so bald nicht besser, wahrscheinlich nur immer wieder anders 8)

Und darin kann ich mich Minchen auch nur nochmals anschließen:
Versuche mal dich auf ihn einzulassen.
Ich hab festgestellt, je weniger ich ändern wollte, umso besser konnte ich die Situation annehmen und umso ausgeruhter fühlte ich mich, obwohl der Schlaf objektiv nicht mehr oder besser wurde.
Was mir dabei geholfen hat:
Ich hab aufgeschrieben wie ich die letzte Stunde/letzten 2 Stunden vor dem Einschlafen gestaltet habe, was in mir vorging als es an schlafen gehen ging, als er eingeschlafen war und was ich dachte/fühlte, wenn er wieder wach wurde... (wurde mir von einer Beratungsstelle empfohlen, das mal zu probieren)
Es hat genau einen Abend gedauert bis ich merkte, dass meine eigene Unruhe die Situation keineswegs besser macht, dass mein Kind das nicht tut nur um mir den Schlaf zu rauben und dass ich mit Ruhe viel besser Herr(in) der Situation werde.
Vielleicht versuchst du ja auch mal sowas ähnliches? Vielleicht hilft ja diese Form oder eine andere der Selbstreflektion auch bei dir?

Ich wünsche dir einen ruhigen Abend :) Und ganz viel Kraft.
Schlafentzug ist grausam und wird nicht umsonst als Foltermethode angewandt. Unsere Kinder sind jedoch die niedlichsten Folterknechte, nicht wahr?
Gute Nacht und liebe Grüße,
Melly (die sich jetzt zu ihrem kleinen Folterknecht legt, der hoffentlich noch etwas schlummert bevor der Stillmarathon wieder beginnt)
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Melly mit Juli (8 1/2) und neuer Liebe Marco
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alessi_a
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Re: Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von alessi_a »

so, ich melde mich zurück mit einem neuen Ansatz.
Ich war heute in einer Beratungsstelle und hab die Person dort für äusserst kompetent empfunden.
Ich hab ihr erklärt, wie sich der Nachtschlaf verändert hat, seitdem der Tagschlaf (im KiWa) gut geworden ist.

Sie hat mir geraten, es mit dieser Methode zu probieren, wenn es für uns praktikabel ist:

Unser Kind darf lernen, alleine einzuschlafen, denn alle Kinder wachen nachts auf. Manche finden wieder alleine in den Schlaf, andere brauchen die Brust, Bewegung, Tragen, Pezziball etc. um wieder einschlafen zu können.

Ich werde ihn jetzt, wenn er müde ist, wach ins Bett legen und bei ihm bleiben. Beruhigen und sanft in den Schlaf helfen. Sie hat gemeint, oft ist es nur eine Sache von 1-2 Tagen, dass das Kind lernt, sich in den Schlaf zu geben. Auf keinen Fall alleine schreien lassen natürlich. Das machen wir sowieso, wenn er nicht durchs Stillen eingeschlafen ist. Also in sein Bettchen legen, zu ihm kuscheln und dann hoffen, dass er schnell einschläft.

Die Message war die, dass wenn er es schon tagsüber lernt, alleine einzuschlafen (was ich mir ja wünsche) wird es auch nachts besser wieder in den Schlaf finden. Hilfsmittel sind erlaubt, aber nur soviel wie nötig und so wenig wie möglich.

Also Hand auf den Bauch legen, oder Beinchen anziehen lassen, Lied singen, Streicheln. Aber eben nicht in den Schlaf tragen, stillen, Fön anschalten oder so was.
Und vor allem ihm auch mal die Chance geben, alleine einzuschlafen, denn ich bin durch die Nähe zu ihm (er schläft im Babybay in kann mittlerweile meinen Kopf fassen) bin ich bei jedem kleinen Geräusch in Alarmstellung und will ihn ganz schnell zum Einschlafen bringen, bevor er mir ganz wach wird. Dadurch nehme ich ihm eigentlich die Möglichkeit, es auch mal alleine zu schaffen.

Das ist eigentlich das, wo ich hin will, denn wir wollen ja auch mal in Urlaub fahren und da gibt es kein Babybay, wo ich zusammen mit ihm drin liegen kann. Ich kann ihn aber auch nicht direkt neben mir schlafen lassen, da bin ich zu angespannt. Also wäre es gut, ihn ein ein Bettchen legen zu können, was aber direkt bei mir steht.

Wir haben hier im Moment den Zustand, dass ich nur noch "halb" einschlafstille, also nicht mehr neben ihm liege, sondern auf der Bettkante und wenn er eingeschlafen ist, dann ablege. Und für tagsüber brauchen wir den fahrenden Kinderwagen. Steht der Wagen, wacht mein Kleiner dann relativ schnell auf. Ich denke mal, das kennen viele hier.

Er hat ja auch schon mal 6 std. am Stück geschlafen, das gabs alles mal. Das war für sie ein Zeichen dafür, dass er sich eigentlich schon sehr gut selber regulieren kann.
Natürlich ist das ganze so was wie ein Entzug, aber wenn wir hier einigermassen normal wieder schlafen wollen, ist es ein Versuch wert. Zu Anfang war er gepuckt, bis er 12 Wochen alt war. Das tun wir mittlerweile auch nicht mehr. Also war das auch ein Entzug, aber er wollte es nicht mehr so richtig und irgendwann kommt die Zeit, wo alle Kinder mal ungepuckt schlafen ;) und auch das Stillen ist mal irgendwann rum.
Ausserdem kann ihn auch so mal der Papi hinlegen und mich damit auch mal entlasten.
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Re: Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von alessi_a »

Ich wollte mal berichten, was sich so in der Zwischenzeit getan hat.
Mein Kleiner schläft abends nun von alleine ein, das heisst bei uns: ich stille ihn nicht mehr in den Schlaf, sondern auf dem Sofa oder so, trag ihn dann noch ein bisschen auf meinem Arm, bis nochmal ein Anzeichen von Müdigkeit kommt (er gräbt seinen Kopf in meine Schulter und weint)

Dann leg ich ihn ein sein Babybay und mich daneben ins Bett. Es gibt dann Protest beim Hinlegen, der ca. 1 Minute geht, aber auf dem Arm oder Bondo gibt es auch Protest. Anschliessend liegt er wach im Bett und ich singe leise Liedchen, halte ihn fest, er schaut mich an und hat eine Hand an meinem Gesicht oder Haar.

Kurz danach kommt der Punkt, wo er den Blick abwendet, der Kopf geht dann noch ein paar mal hin und her und dann fallen ganz langsam die Augen zu. Wenn ich mit dem Finger übers Näschen streiche, gehen die Augen dann auch zu :)

Also, das finde ich schon mal eine feine Sache, denn er schläft friedlich ein und hat ein ganz entspanntes Gesicht dabei. Dieser Anblick ist für mich ein ganz grosser Moment, ich finde es einfach nur wunderschön. Wenn das gemeint ist mit "das Kind soll lernen, alleine einzuschlafen" dann bin ich dabei!

Denn es ist sanft und friedlich. Ich hatte auch schon 2 Abende, wo er noch ein bisschen quaken wollte mit seinem Kuscheltuch. Bin dann in die Küche gegangen und als ich nach ihm geschaut hat (es war plötzlich so still) war er von alleine eingeschlafen. Also, es scheint zu funktionieren.

Dass unser Nachtschlaf trotz allem noch nicht besonders gut ist, ist halt so. Alle 2 Std aufwachen, stillen, erzählen wollen etc. nicht mehr einschlafen, aber auch das wird kommen :) Nachts findet er eben nicht so schnell nochmal in den Schlaf, aber er weiss auch mittlerweile ganz genau, dass ich nicht weit von ihm entfernt bin und ihm dann gerne wieder dabei helfe. Bei Kindern, die im eigenen Zimmer schlafen, ist das sicherlich etwas anders
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Re: Tagschlaf gut, Nachtschlaf Katastrophe

Beitrag von posy »

Das klingt doch schon ganz schön. Gut,der Nachtschlaf - aber das entwickelt sicher auch noch.
Vor allem klingst du jetzt entspannt!
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
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