Flasche und Saugverwirrung in dem Alter?

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kati-hei

Flasche und Saugverwirrung in dem Alter?

Beitrag von kati-hei »

Hallo,
ich danke schonmal jeder, die mir weiterhelfen kann:
und zwar müsste ich aus verschiedenen Gründen wfieder anfangen abzupumpen und die Mumi dann meiner kleinen Paula (die ist jetzt stolze 5 Mo. alt) geben.
Jetzt habe ich aber eine irrsinnige Angst, deswegen wieder Probleme beim Stillen zu kriegen wg. der Saugverwirrung.
Paula ist nämlich mit einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen und hat nach der Magensonde im KH erstmal nur per Flasche MuMi bekommen, sowie auch Schnuller (ohne den jetzt kein Schlaf mehr zu finden ist). Nach 3 Wochen Intensivstation hab ichs dann geschafft, mit Stillhütchen "zuzufüttern", was wunderschön war, trotz der furchtbaren Hütchen. Nach ca. nochmal 4 Wo. haben wir es dann nach einem Soor und viel Schmerzen endlich ohne Hütchen geschafft und seit sie 6 wo. alt ist stille ich auch voll :-).
Allerdings war die Stillbeziehung immer schwierig, sie weint oft an der Brust, Gewichtssorgen, Stressmilch usw. haben mich echt fertig gemacht, so dass ich immer kurz davor war zur Flasche zurückzugreifen. Nach 4 Monaten Schreibaby-Phase (nachdem was sie durchgemacht hat - kein Wunder) wird es langsam immer besser, auch mit dem Stillen, was jetzt oft auch ohne Weinen klappt. Sie ist zwar immer noch vom Gewicht her im untersten Grenzbereich, hat aber ja auch ein halbes Kilo nach der OP abgenommen. Seit einer Woche bekommt sie jetzt auch ein paar Löffel Brei, auf den sie sich stürzt...
Nun bin ich nach dem ganzen Anfangshorror und da es ihr jetzt gut geht, langsam fertig mit den Nerven und brauche mal ein paar Stunden für mich um das auch alles psychisch aufzuarbeiten, daher müsste so lange mein Freund die kleine Kämpferin füttern und in die Uni muss ich auch bald wieder .

Weiß jemand von euch, ob es in dem Alter (5 Mo.) noch Saugverwirrung geben kann, und ist es vielleicht gerade auch jetzt, wo sie noch lernt vom Löffel zu essen, total kontraproduktiv, wieder einen Sauger einzuführen? Ich habe auch noch MuMi aus der Krankenhaus-Zeit vom September eingeforen, kann man die noch benutzen oder sind da jetzt viel weniger Nährstoffe drin?
Vielen Dank für jede Hilfe, freue mich auf Anworten!!!
Kati mit Löwenherzkind (*7.9.2011, wiedergeboren am 12.9.)
jusl
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Re: Flasche und Saugverwirrung in dem Alter?

Beitrag von jusl »

Halo kati-hei,

die Gefahr für Saugverwirrungen und ähnliche Stillprobleme ist umso größer, je jünger das Baby ist und je mehr Stillprobleme es bereits gab. Saugverwirrung kann durchaus auch noch mit 5 (oder 7 oder 9...) Monaten auftreten. Ob speziell DEIN Baby Saugstörungen entwickeln wird, wenn Du jetzt wieder künstliche Sauger einführst, kann Dir niemand vorhersagen. Du musst abwägen: Dein Wunsch, Dein Baby mit der Flasche zu füttern, gegen Deinen Wunsch, eine Stillproblem möglichst sicher zu vermeiden.

Ich kann gut verstehen, dass Du Erholung und Pausen brauchst - aber vielleicht weniger von Deinem Baby selbst, als von der sehr schweren Zeit, die hinter Euch liegt? Falls Du einige Stunden ohne Dein Baby irgendwo hin möchtest, dann ist DAFÜR jedenfalls sicher keine Einführung künstlicher Sauger nötig - Dein Freund kann problemlos in diesen Zeiten feste Nahrung anbieten, und genauso auch Muttermilch einfach mit einem Becher oder Löffel füttern.

Milch ist tiefgefroren einige Monate haltbar. Beim Auftauen kannst Du einfach probieren, ob die Milch noch gut riecht/schmeckt - und entsprechend problemlos verfüttern.

LG und alles Gute!
Julia
Mayotte
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Registriert: 16.10.2009, 17:33

Re: Flasche und Saugverwirrung in dem Alter?

Beitrag von Mayotte »

Huhu!
Jusl hat ja aus fachlicher Sicht schon alles gesagt.
Ich hab künstliche Sauger relativ spät eingefüht (mit 10 Monaten) und hatte trotzdem den Eindruck, dass er etwas schlechter trinkt, aber es klappt weiterhin und er beisst auch nicht, was ebenfalls eine Gefahr sein kann.
Ich wollte aber auch nochmal sagen, dass ich auch mal das Bedüfnis nach einem Babysitter hatte, als meine Große 7 Monate alt war und die Babysitterin hat 2 bis 3 Stunden immer gut überbrücken können, auch bevor sie wirklich was gegessen hat. Bei dem Vater war es das Gleiche. Danach wurde es meistens Hungermäßig problematisch und das erst ab ca. 9 Monaten besser, als meine Kinder wirklich mengenmäßig was gegessen haben.
Da müsstest Du dann etwas überbrücken
Ich wünsche Dir jedenfalls gute Erholung!
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