also heute morgen ist mal wieder so ein moment, wo ich am liebsten...
das kennt ihr ja alle
das hat also alles nicht geklappt. als erstes kam natürlich die geschichte mit dem ablegen. klappte nicht, tragen wir sie seit ihrer geburt ständig durch die gegend. mittlerweile ist es besser geworden, ich kann sie auch mal zehn minuten oder so in ihre wippe setzen und nebenbei essen vorbereiten, brot backen, das katzenklo putzen oder so - alles, was sich auch schnell unterbrechen lässt. dafür bin ich schon SEHR dankbar!
kinderwagen: NEIN. morgens geht mal eine halbe stunde, immerhin. die macht dann der papa am wochenende, ich trage nur noch im tuch - und seit einiger zeit wachsen mir auch so etwas wie rückenmuskeln
tagsüber schlafen, ohne dabei getragen zu werden? ja, an der brust und selten länger als 30 minuten. natürlich nur, wenn ich daneben liege. und nicht wirklich planbar. aber immerhin, die halbe stunde kann ich dann auch liegen, das ist toll!
abends allein einschlafen? NEIN. nachts allein schlafen? NEIN. durchschlafen? NEIN. letzteres erwarte ich auch gar nicht, wirklich nicht. eigentlich war töchterchen von anfang an keine schlechte schläferin (d.h. nachts). schon in der ersten nacht zuhause hat sie es auf einmal vier und einmal drei stunden gebracht, und so ging es dann auch ziemlich lange weiter. das einschlafen war immer schon eine andere geschichte, das hat sich immer schon über stunden hingezogen, weil sie einfach immer wieder aufwacht, meist so nach 20 minuten - ach das kennen ja viele hier. aber ich hatte bis vor fünf, sechs wochen eigentlich nie das gefühl, total übermüdet zu sein. zwischendurch natürlich mal, so minutenweise, aber nicht dauerhaft. dafür schlafe ich aber auch von anfang an neben ihr. ohne mich - keine chance. spätestens nach einer halben stunde (mit viel glück) springen die antennen an und baby wird wach. mittlerweile versuche ich gar nicht mehr aufzustehen, weil mir das selbst zu anstrengend ist - immer wenn ich mich gerade mal vorsichtig entspannt habe... also gehen wir zusammen ins bett, wo ich dann hörbücher höre oder an die decke gucke oder darauf warte, dass sie wach wird und wieder einschlafgestillt werden muss. auch daran habe ich mich gewöhnt und möchte das auch am liebsten mit niemand außenstehendem mehr diskutieren, also familie oder freunde oder so ("also jetzt wird es aber langsam zeit, oder?"). töchterchen braucht die nähe, ich brauche kein geschrei, papa steht dahinter, punkt.
nun sind wir offenbar in die zeit des zahnens gekommen, vielleicht war auch noch ein schub davor, ich weiß nicht. das bedeutet viel einschlafgeschrei, viel aufwachen, bevor der schlaf endgültig kommt, ständiges nächtliches aufwachen, besonders so ab drei, vier uhr. meist zum glück ohne weiteres geschrei, entweder sie schläft auf meinem bauch weiter oder kommt auf die andere seite, brust rein, fertig (mit entwas glück natürlich). das ganze aber auch so sechs bis zehn mal pro nacht. ich muss schon sagen: das schlaucht! ich habe mir schon vor monaten abgewöhnt, nachts auf die uhr zu schauen, viel zu demoralisierend. dafür höre ich jetzt z.b. die zeitungsboten und weiß, wir nähern uns der aufstehzeit... oft bin ich sogar froh darüber, denn dieses ständige hin- und hergewälze ist wirklich nicht schön. zusammengefasst: die ersten monate waren die nächte irgendwie noch eine zeit, wo man sich wenigstens ein wenig erholen konnte - aber wenn das nicht mehr so ist, wird es wirklich hart. das wissen viele von euch bestimmt noch besser als ich
nun gehe ich also (zur zeit) um 18:30 mit meiner tochter ins bett und stehe zwischen sechs und sieben auf. mein freund muss seit ein paar wochen sehr viel arbeiten, d.h. er geht morgens früh aus dem haus und kommt an mindestens zwei abenden die woche erst um 18:15 nach hause, um die kleine dann quasi sofort bettfertig zu machen. gemeinsames abendessen fällt auch weg, alles andere sowieso. (auf dem sofa schläft töchterchen übrigens nicht, das würde ich sonst sofort machen!!) er hat also nciht viel von ihr, und wir voneinander sowieso nicht. das halten wir aber zum glück ganz gut aus, darüber bin ich wirklich froh!
so, und seit ein paar wochen ist baby nun auch tagsüber noch ausgesprochen jammerig. ihre niedliche bläschensprache hat sie gegen ein dauernölen ausgetauscht, dass mir schon die ohren klingeln. ich bin rund um die uhr damit beschäftigt, sie zu bespaßen. länger als zehn minuten hält selten was, dann auf ins nächste zimmer, zum nächsten spielzeug, ans nächste fenster... kaffe trinken mit freundinnen ist zur zeit auch eher schwierig, denn baby fremdelt auch noch, was das zeug hält. dann doch lieber allein zuhause, als eine stunden lang unter gebrüll versuchen, sich im café zu unterhalten
so könnte ich wahrscheinlich noch stundenlang weitererzählen (wenn mein freund nicht gleich zur arbeit müsste...). und ich muss trotz allem zugeben: oft bin ich ganz glücklich so, wie es ist. irgendwie klappt es schon, und meine nerven geben auch mehr her, als ich für möglich gehalten hätte. aber (siehe oben), AN MANCHEN TAGEN/NACH MANCHEN NÄCHTEN... muss es einfach raus! und da ich mein baby nicht anschnauzen kann und freund das nicht verdient hat, kriegt ihr es jetzt zu hören
ganz liebe grüße


