Also mir ist schon klar, dass das in der Situation wahnsinnig krass ist und ich kann mein Kind ehrlich gesagt schon aus Empathie keine 20 Sekunden schreien lassen (höchstens solange bis ich angelaufen komme) und gut finde ich das alles keineswegs.hexedoro hat geschrieben:Nur ganz kurz: Der Stress, dem das Baby ausgesetzt ist, wenn man es schreien lässt, schadet auf jeden Fall, das ist nachgewiesen. Ich versteh einfach nicht, wie man sein Kind in Todesangst schreien lassen kann, bis es aufgibt.
Ich frage mich nur manchmal, wie wirkt sich das langfristig aus?
Mein Mann, der inzwischen auch nicht mehr schreien lassen könnte (wie er manchmal sagt), aber nach längeren Männerabenden mit seinen Kumpels X und Y doch immer wieder ins Wanken gerät, sagt mir in solchen Rückfall-Momenten immer, schau doch die Kinder von X und Y sehen doch so glücklich aus. Und sie wurden alle Schreien gelassen und die Eltern haben sooo wenig Stress mit ihnen und geschadet hat es ihnen überhaupt nicht.
Und manchmal denke ich auch selber darüber nach, wie sich das wohl langfristig auswirkt? (ohne natürlich dass ich es so machen würde). Ich finde das völlig indiskutabel.
Wenn mein Partner auf meine Emotionen so wenig Rücksicht nehmen würde, wenn ich Panik hätte, wie die Schreien lassenden Eltern auf ihr Kind würde ich ihn wahrscheinlich verlassen, aber Kinder haben ja keine Chance und müssen da eben durch. Aber ich denke halt mit Schaden. Aber vermutlich lässt sich das nicht auf eine bestimmte Auswirkung runterbrechen, sondern kann verschiedene Auswirkungen haben. Jedenfalls könnte eben das Vertrauen zu den Eltern gesört werden (denke ich mal laienhaft). Warum kommen die ständig rein, retten mich aber nicht, oder so ähnlich...?




