Hallo!
Ich hab nach Loris' Geburt "lange" (naja...gute drei Wochen tägliches Üben mit der Hebi, also auch nicht sooo lange, bis wir von der Pumpe weg waren) ums Stillen "kämpfen" müssen und es (vielleicht auch wegen der Startschwierigkeiten) immer sehr genossen. Niemals hätte ich gedacht, dass ich irgendwann die Nase voll haben könnte.
Aber nun bin ich an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr mag.
Wir stillen nur noch zum Einschlafen, mittags und abends, wenn er kränklich ist oder Zähne bekommt auch mal noch tagsüber - aber das ist eher die Ausnahme.
Unsere Nächte sind sehr unterschiedlich. Ganz selten glaube ich, dass er erst morgens kommt. Öfter ist es so, dass er nachts noch sehr oft stillt und im Schlaf selbst an- und abdockt. Die Nächte sind eigentlich auch nicht mein Problem, eher das Stillen an sich.
Ich bin inzwischen sooo oft genervt, wenn er zum Einschlafen ewig lang rumnuckelt, mir dabei mit den Füßen in den Bauch tritt und mit der freien Hand an meiner Brust rumspielt. Dummerweise hat er kürzlich auch noch den Leberfleck an meiner Brust entdeckt, an dem er jetzt immer genüsslich rumkratzt - das Teil ist seitdem fast dauerentzündet, weil die Stelle kaum zu bedecken ist und ich somit nicht viel unternehmen kann, außer ihn immer wieder zu ermahnen.
Während ich das hier schreibe fühle ich mich fast schon wie eine Rabenmama, aber im Moment hab ich einfach nur die Nase voll vom Stillen.
Andererseits weiß ich nicht, ob es vielleicht nur eine Phase ist und ich es bereuen würde, ihn jetzt abzustillen.
Davon abgesehen scheint er es ja wirklich noch zu brauchen und verlangt ganz energisch nach seiner Milch...
Ach Mensch, was mache ich nur???
Kennt ihr solche Gefühle?
Ich weiß selbst nicht so wirklich, was ich mir an Ratschlag erhoffe...vielleicht muss ich mir auch enfach mal den Frust von der Seele schreiben, damit er schneller verfliegt *hoff*.
Ich sende also einfach mal ab...
Ich mag nicht mehr :(
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
- miramisu
- möchten wir nicht mehr missen
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- Registriert: 25.10.2010, 10:43
Ich mag nicht mehr :(
Liebe Grüße von Miramisu und den Schätzen




- Nema
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2877
- Registriert: 08.01.2011, 22:08
Re: Ich mag nicht mehr :(
Hallo Miramisu,
JA, ich kann Dich verstehen. Es gab hier auch immer mal wieder Phasen, wo ich es sehr genossen habe und auch wieder Phasen in denen ich sehr genervt war. Für mich war die Dauernuckelei wirklich das schlimmste und teilweise lag ich da und war einfach nur abgenervt weil sie sich nicht abdocken liess aber auch nicht richtig eingeschlafen ist. Unsere beiden sind ja ziemlich gleichalt und das war schon im Sommer. Ich habe daraufhin beschlossen, dass ich ihr das Stillen ja nicht wegnehmen möchte aber meine Gefühle auch nicht ignorieren und so habe ich ganz sanft das Dauernuckeln eingeschränkt. Kennst Du "Schlafen statt Schreien" von E. Pantley. Sie empfiehlt darin das Kind immer wieder sanft abzudocken und wenn es noch weiter nuckeln will eben kurz wieder dran lassen und dann wieder abdocken. Ich hatte zunächst das Gefühl, es bringt gar nichts und habe es einige Wochen probiert. Irgendwann hat sich dann aber ein Erfolg eingestellt, d.h. sie hat gestillt und sich dann aber zum Einschlafen an mich gekuschelt und nicht mehr gestillt und das war dann ein Kompromiss, mit dem ich gut leben konnte.
Mittlerweile habe ich nachts abgestillt, allerdings eher durch einen Zufall. Ich war krank und hatte starken Husten und bin daher auf die Couch ausgezogen. Mein Mann hat mir gesagt, er weckt mich, wenn sie Hunger hat bzw. da das Haus sehr hellhörig ist, dachte ich, dass ich sie bestimmt hören würde. Aber sie ist wohl in der Nacht nur ein paar mal kurz aufgewacht und liess sich leicht vertrösten. In der 3. Nacht hat sie komplett durchgeschlafen OHNE einmal zu fragen. Da es für sie scheinbar nicht so schwer war und für mich eine RIESENerleichterung, die ich mich niemals gewagt hätte anzugehen, haben wir es dabei belassen.
Oh, jetzt habe ich ganz viel geschrieben und eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich an Deiner Stelle die Dinge, die Dich wirklich stören einschränken oder unterbinden würde. Damit habt Ihr noch die Chance auf eine längere und harmonische Stillbeziehung. Wenn Du es nun nur "erträgst", wird es Dir irgendwann zuviel und dann wird es eventuell einen drastischen Schnitt geben. Ich würde versuchen das Dauernuckeln schon sanft aber innerlich mit einer konsequenten Haltung einzuschränken. Ich denke, wenn er spürt, dass es Dir wichtig ist, wird es schon irgendwann gehen. Allerdings hat es bei uns schon länger gedauert (mind. 6 Wochen) und hat einen langen Atem erfordert. Aber meine Tochter hat kein einziges Mal weinen müssen und für uns war es der richtige Weg.
Alles Gute für Euch
Nema
JA, ich kann Dich verstehen. Es gab hier auch immer mal wieder Phasen, wo ich es sehr genossen habe und auch wieder Phasen in denen ich sehr genervt war. Für mich war die Dauernuckelei wirklich das schlimmste und teilweise lag ich da und war einfach nur abgenervt weil sie sich nicht abdocken liess aber auch nicht richtig eingeschlafen ist. Unsere beiden sind ja ziemlich gleichalt und das war schon im Sommer. Ich habe daraufhin beschlossen, dass ich ihr das Stillen ja nicht wegnehmen möchte aber meine Gefühle auch nicht ignorieren und so habe ich ganz sanft das Dauernuckeln eingeschränkt. Kennst Du "Schlafen statt Schreien" von E. Pantley. Sie empfiehlt darin das Kind immer wieder sanft abzudocken und wenn es noch weiter nuckeln will eben kurz wieder dran lassen und dann wieder abdocken. Ich hatte zunächst das Gefühl, es bringt gar nichts und habe es einige Wochen probiert. Irgendwann hat sich dann aber ein Erfolg eingestellt, d.h. sie hat gestillt und sich dann aber zum Einschlafen an mich gekuschelt und nicht mehr gestillt und das war dann ein Kompromiss, mit dem ich gut leben konnte.
Mittlerweile habe ich nachts abgestillt, allerdings eher durch einen Zufall. Ich war krank und hatte starken Husten und bin daher auf die Couch ausgezogen. Mein Mann hat mir gesagt, er weckt mich, wenn sie Hunger hat bzw. da das Haus sehr hellhörig ist, dachte ich, dass ich sie bestimmt hören würde. Aber sie ist wohl in der Nacht nur ein paar mal kurz aufgewacht und liess sich leicht vertrösten. In der 3. Nacht hat sie komplett durchgeschlafen OHNE einmal zu fragen. Da es für sie scheinbar nicht so schwer war und für mich eine RIESENerleichterung, die ich mich niemals gewagt hätte anzugehen, haben wir es dabei belassen.
Oh, jetzt habe ich ganz viel geschrieben und eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich an Deiner Stelle die Dinge, die Dich wirklich stören einschränken oder unterbinden würde. Damit habt Ihr noch die Chance auf eine längere und harmonische Stillbeziehung. Wenn Du es nun nur "erträgst", wird es Dir irgendwann zuviel und dann wird es eventuell einen drastischen Schnitt geben. Ich würde versuchen das Dauernuckeln schon sanft aber innerlich mit einer konsequenten Haltung einzuschränken. Ich denke, wenn er spürt, dass es Dir wichtig ist, wird es schon irgendwann gehen. Allerdings hat es bei uns schon länger gedauert (mind. 6 Wochen) und hat einen langen Atem erfordert. Aber meine Tochter hat kein einziges Mal weinen müssen und für uns war es der richtige Weg.
Alles Gute für Euch
Nema
Nema mit Tochter (2010) und Sohn (2013)
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honigbienchen
- Mod a.D.
- Beiträge: 4048
- Registriert: 19.10.2005, 16:02
- Wohnort: NRW
Re: Ich mag nicht mehr :(
Miramisu, du bist sicher keine Rabenmama, du hast nur ganz lange Zeit vielleicht zu wenig auf dich selbst geachtet bzw. auf das, was dir angenehm oder unangenehm ist.
Schau auch auf dich und auf das, was dir gut tut, dann regelt sich ganz vieles wieder, spielt sich neu ein.
Du musst nicht bis zum endgültigem Stillende so stillen wie jetzt.
Und wenn es dir hilft, dir dies hier von der Seele zu schreiben, wirst du sicher ganz viele finden, die dir zulesen.
Schau doch auch mal in den thread, da hast du ja auch schon mitgeschrieben.
Ich denke, du wirst sicher eine Lösung finden, wie das Stillen für euch wieder angenehmer wird, wie gesagt, schau dazu vielleicht ein mal mehr auf dich
LG.
Schau auch auf dich und auf das, was dir gut tut, dann regelt sich ganz vieles wieder, spielt sich neu ein.
Du musst nicht bis zum endgültigem Stillende so stillen wie jetzt.
Und wenn es dir hilft, dir dies hier von der Seele zu schreiben, wirst du sicher ganz viele finden, die dir zulesen.
Schau doch auch mal in den thread, da hast du ja auch schon mitgeschrieben.
Ich denke, du wirst sicher eine Lösung finden, wie das Stillen für euch wieder angenehmer wird, wie gesagt, schau dazu vielleicht ein mal mehr auf dich
LG.
Annette
Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
Karl Rahner
Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
Karl Rahner
-
MarzipanHerz
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 719
- Registriert: 22.01.2012, 13:48
Re: Ich mag nicht mehr :(
Oh ja und wie gut ich Dich verstehen kann. Diese Phase kommt und geht bei mir immer wieder.... Manchmal wird es mit dem Stillen mehr und dauert ewig. Dann nervt es und manchmal geniesse ich diese Zweisamkeit mit meinem Sohn total.
Auch bei uns ist es so, dass ich mittags zum Einschlafen und abends zum Einschlafen stille... Manchmal denke ich er nuckelt mich wund nachts, vor allem dann wenn die Zähne kommen und manchmal ist es einfach total friedlich und schön, wie er sich an mich kuschelt und schläft.
Er dockt auch nachts an und ab wie er will.
Bei mir war es übrigens auch so, das ich am Anfang hart um das Stillen dürfen gekämpft habe.
Mein Sohn wird jetzt 16 Monate alt.. und immer wieder bekomme ich zu hören, ich soll doch Abstillen ich würde zugrunde gehen und immer wieder denke ich ja stimmt, ich will nicht mehr... aber als ob er es merken würde, wird unsere Stillbeziehung dann wieder schön....
Ich kann Dir keinen Ratsdchlag geben, wenn Du denkst, es geht absolut nicht mehr, kann ich Dich absolut gut verstehen, wenn Du abstillen willst. Aber wie alt ist Deine Kleine/Dein Kleiner denn? Hast Du eine Alternative zum Einschlafstillen? Für meinen scheint es absolut keine Alternative dazu zu geben und das ist eigentlich auch immer so ein Punkt, der mich davon abhält, wenn es mir schlecht geht, weil ich denke, es wird dann erst richtig hart....
fühl Dich gedrückt!!
Auch bei uns ist es so, dass ich mittags zum Einschlafen und abends zum Einschlafen stille... Manchmal denke ich er nuckelt mich wund nachts, vor allem dann wenn die Zähne kommen und manchmal ist es einfach total friedlich und schön, wie er sich an mich kuschelt und schläft.
Er dockt auch nachts an und ab wie er will.
Bei mir war es übrigens auch so, das ich am Anfang hart um das Stillen dürfen gekämpft habe.
Mein Sohn wird jetzt 16 Monate alt.. und immer wieder bekomme ich zu hören, ich soll doch Abstillen ich würde zugrunde gehen und immer wieder denke ich ja stimmt, ich will nicht mehr... aber als ob er es merken würde, wird unsere Stillbeziehung dann wieder schön....
Ich kann Dir keinen Ratsdchlag geben, wenn Du denkst, es geht absolut nicht mehr, kann ich Dich absolut gut verstehen, wenn Du abstillen willst. Aber wie alt ist Deine Kleine/Dein Kleiner denn? Hast Du eine Alternative zum Einschlafstillen? Für meinen scheint es absolut keine Alternative dazu zu geben und das ist eigentlich auch immer so ein Punkt, der mich davon abhält, wenn es mir schlecht geht, weil ich denke, es wird dann erst richtig hart....
fühl Dich gedrückt!!
LG
MarzipanHerz
Mit my eifon on the Road
daher so sorry für alle Rechtschreibfehler etc....
mein Rockstar Oktober 2010
MarzipanHerz
Mit my eifon on the Road
mein Rockstar Oktober 2010