Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Lauretta
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von Lauretta »

Ich denke, das Hauptproblem hierzulande ist, dass die Eltern glauben, Beikost ist Ersatzkost.
Das Wort Beikost ist doch super! Es ist eben eine kleine Beimischung zur Milch.
Lauretta mit Sonntagskind 01/2009, Spätsommerkind 09/2011 und Sommerbaby 06/2015
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perla
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von perla »

Mein Kia meinte sogar das nach 4! Monaten stillen alleine nicht ausreicht weil mein Zwerg so groß und schwer ist. Er wurde aber trotzdem vollgestillt bis er mit 5 1/2 Monaten so gierig auf unser Essen war das uns der Appetit verging - also man merkt die Beikostreife eindeutig. Hab mich noch 2-3 Tage dagegen gewehrt, da ich ja 6 Monate oder mehr vollstillen wollte und dann hab ich mir überlegt das die 6 Monate der Who nur ein Richtwert sein können weil alle Menschen nun mal verschieden sind. Ich glaube durchaus das es Babys gibt die wesentlich früher oder später soweit sind.

In Österreich wurde in den letzten 2 Jahren wieder auf 4 Monate umgeschwenkt, aber weshalb sollten hier Babys früher beikostreif sein...
Man darf eben nie das Geschäft vergessen das 1 Monat gekaufte Babynahrung darstellt.
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mayra
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von mayra »

Ja, manche mögen früher so weit sein, aber meistens ist das doch eher "Wunschdenken" der Eltern, finde ich. Letztens erst bei einer Freundin "gesehen"... die Kleine wurde ab dem 4. Monat gefüttert, um die Allergierisiko zu minden :roll: Die KLeine lag im Arm und der Brei wurde in sie reingeschaufelt... was macht ihr, wenn euch im Liegen jemand was in den Mund stopft? Runterschlucken, oder?? :roll: Und als sie dann danach weinte, da "war es ihr hier zuviel" aber auf die Idee, das der Brei evtl. nicht satt machen könnte und sie stillen will, kam sie gar nicht, selbst nicht mal, als ich fragte :roll:
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Giraeffchen
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von Giraeffchen »

Ich denke, es ist für viele Mütter da auch einfach ganz schwierig. Beispiel Allergierisiko. Was uns da alles von verschiedenen Ärzten vorgeschlagen wurde wegen Beikost!

Arzt 1: 6 Monate voll stillen, selber Allergene vermeiden. (Welche? Es war nicht deutlich zu erkennen, worauf er reagierte)
Arzt 2: sofort abstillen, Neocate geben
Arzt 3: Aus verdünnter Kuhmilch und Mandelmus eine Ersatzmilch herstellen, mit Gemüsesaft anreichern --> ersetzt eine Stillmahlzeit

...

Wie soll sich eine Mutter, die sich bis dahin nicht mit dem Thema beschäftigt hat, zurecht finden?
Wir haben einen Weg gefunden mit viel informieren, aufs eigene Gefühl hören und auf die Zeichen des Kindes achten- und es ist nur ein Weg von hunderttausenden gewesen, weil es beim nächsten Kind schon wieder ganz anders sein kann.

Was Marykate schrieb, trifft auch meine Gedanken.

Das Problem ist, dass Werbung und Zeitschriften, Kinderärzte und teils auch Hebammen so tun, als ob es nur einen Weg gäbe (bzw. als ob der eigene vorgeschlagene der einzig richtige sei). Dabei gibts für jedes Kind einen eigenen, gemessen an seinen jeweiligen Bedürfnissen.
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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"Es ist gefährlich,
zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

(Astrid Lindgren)
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Seerose
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von Seerose »

marykate hat geschrieben:Hm, ich finde, BEIkost und Vollstillen schließen sich nicht unbedingt aus.
Doch, unbedingt. :wink:

Vollstillen heißt ja, daß das Kind keine andere Nahrung oder Flüssigkeit zu sich nimmt. Also sobald ein Kind zusätzlich z. B. Tee o. ä. bekommt, stillst Du nicht mehr voll.
__________________________________________________

Liebe Grüße,
Seerose
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4tiere
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von 4tiere »

perla hat geschrieben:In Österreich wurde in den letzten 2 Jahren wieder auf 4 Monate umgeschwenkt, aber weshalb sollten hier Babys früher beikostreif sein...
Man darf eben nie das Geschäft vergessen das 1 Monat gekaufte Babynahrung darstellt.
Das ist es doch, die Babykostlobby. Denn bisher konnte ich nirgendwo wirklich einen Bericht finden, dass sich der Gehalt der Muttermilch nach 4 bzw. 6 Monaten Stilldauer sich im negativen Sinne ändert. Und wie wird herausgefunden, was ein Baby in diesem Alter braucht? Es ist aber leicht herauszufinden, was die Hersteller von Ersatznahrung brauchen !!!
Geld -Gewinn ?! :evil:
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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marykate
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von marykate »

Seerose hat geschrieben:Doch, unbedingt.

Vollstillen heißt ja, daß das Kind keine andere Nahrung oder Flüssigkeit zu sich nimmt. Also sobald ein Kind zusätzlich z. B. Tee o. ä. bekommt, stillst Du nicht mehr voll.
Jaaaaaaa, du hast vollkommen recht. Wenn man es GANZ genau nimmt.

Ich finde aber, dass ein himmelweiter Unterschied besteht zwischen Beikost, die eigentlich Ersatzkost ist und Beikost, die babygesteuert eingeführt wird und mit der man – zumindest anfangs – beileibe keine Mahlzeiten ersetzen kann.

Dafür gibt es dann gar keine Begriffsabstufung mehr.

Also ich definiere meinen persönlichen Begriff von "voll stillen": Ich ersetze nicht mutwillig Stillmahlzeiten meines Kindes und das, was es zu sich nimmt ist so wenig, dass es nicht als Mahlzeit einzustufen ist. Besser?

Beziehungsweise: Ich "füttere" nicht zu :wink:
Das trifft es dann wohl am besten.
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Anakinre
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von Anakinre »

Ich finds immer komisch, dass so mit dem Eisenmangel argumentiert wird.
Weil eigentlich kann man Eisen ja super mit Tropfen dazugeben- aber das wird nicht einmal im Ansatz empfohlen.
Komisch, eigentlich...
mit Sternchen im Herzen, großem Bruder (07/11), kleiner Schwester (04/14) und Baby im Tuch (09/19)
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von Morgaine47 »

4tiere hat geschrieben:
perla hat geschrieben:In Österreich wurde in den letzten 2 Jahren wieder auf 4 Monate umgeschwenkt, aber weshalb sollten hier Babys früher beikostreif sein...
Man darf eben nie das Geschäft vergessen das 1 Monat gekaufte Babynahrung darstellt.
Das ist es doch, die Babykostlobby. Denn bisher konnte ich nirgendwo wirklich einen Bericht finden, dass sich der Gehalt der Muttermilch nach 4 bzw. 6 Monaten Stilldauer sich im negativen Sinne ändert. Und wie wird herausgefunden, was ein Baby in diesem Alter braucht? Es ist aber leicht herauszufinden, was die Hersteller von Ersatznahrung brauchen !!!
Geld -Gewinn ?! :evil:
Es gibt da wohl eine neue ominöse Studie, die herausgefunden hat, dass man ab 4 Monate Beikost geben sollte, da das Allergierisiko dann geringer ist. Gerüchteweise habe ich schon gehört, dass die Studie irgendwie von der Babykostlobby finanziert wurde, aber da ich nichts zu der Studie gefunden habe kann ich das nicht bestätigen.
LG
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Nat24
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Re: Nur 6 Monate oder doch kürzer?!

Beitrag von Nat24 »

Seerose hat geschrieben:
Jaaaaaaa, du hast vollkommen recht. Wenn man es GANZ genau nimmt.

Ich finde aber, dass ein himmelweiter Unterschied besteht zwischen Beikost, die eigentlich Ersatzkost ist und Beikost, die babygesteuert eingeführt wird und mit der man – zumindest anfangs – beileibe keine Mahlzeiten ersetzen kann.

Dafür gibt es dann gar keine Begriffsabstufung mehr.

Also ich definiere meinen persönlichen Begriff von "voll stillen": Ich ersetze nicht mutwillig Stillmahlzeiten meines Kindes und das, was es zu sich nimmt ist so wenig, dass es nicht als Mahlzeit einzustufen ist. Besser?

Beziehungsweise: Ich "füttere" nicht zu :wink:
Das trifft es dann wohl am besten.
Diese Definition trifft für mich auch absolut zu, danke! Mein Sohn hatte vor den 6 Monaten deutliches Interesse an Beikost gezeigt und hat dann auch was gekriegt. Ich verstehe auch nicht, was dann daran falsch sein soll. Er wurde weiter gestillt und die Lebensmittel wurden sorgfältig eingeführt.
Gewöhne dich nie an Ungerechtigkeiten.

Hédi Fried
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