bitte um ideen für bessere nächte

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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love123
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bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von love123 »

hat jemand von euch eine idee oder einen vorschlag, was ich machen könnte?
ich sitze hier mal wieder unglaublich müde und weiß langsam wirklich nicht mehr weiter :(
ich muss ein bisschen weiter ausholen, daher könnte es länger werden...

unsere schlafsituation: wir schlafen seit beginn im fb, es ist 2,70 groß, tochter schläft in der mitte.

meine tochter (bald 14 monate alt) war und ist in der nacht keine "gute" schläferin. ich lege sie zwischen 20.30 und 21.30 hin, je nachdem, wie müde sie ist. davor gibt es ein einschlafritual, pyjama anziehen, lied singen, streicheln und kuscheln, einschlafstillen. meistens schläft sie nach 15-30min und das haut meistens auch schon ganz gut hin (früher hat sie richtig gegen das einschlafen gekämpft, das hat gsd fast ganz aufgehört).
soweit, so gut.
und ab dann ist es total mühsam. sie wacht in der ersten zeit im schnitt alle 30min weinend und laut schreiend auf. meistens reicht es, sie kurz in den arm zu nehmen und beim einschlafen zu umarmen und sie schläft weiter. (dabei ist es egal, ob ich neben ihr liegen bleibe oder nochmal aufstehe - sie wacht dauernd auf). ab mitternacht ca. wird es dann kurz meistens etwas besser und sie schläft zumindest mal ne stunde am stück, wenn es ganz gut geht 2. (5-10x in den letzten 14 monaten hab ich sogar mal 3-4std am stück geschlafen).
früher habe ich sie dann immer gestillt. das ist mir dann schon so auf die nerven gegangen (ich kann stillend nicht schlafen), dass ich sie stattdessen kurz auf meinen bauch lege und sie wiege. dabei schläft sie meistens gleich wieder ein. wenn nicht, stille ich sie immer. und ab ca.4h früh stille ich sie eigentlich immer gleich, weil ich einfach zu müde bin, um irgendwas anderes zu tun.
alles in allem würde ich sagen, dass sie so gut wie immer etwa 8-10x wach wird und ich sie 4-10x davon stille.
soweit die situation in "normalen" nächten.
(die mittlerweile schon massiv an meine substanz gehen, aber damit könnte ich zumindest noch leben...)

und jetzt zu den nächten, wie z.b. die letzten drei nächte waren...
sie wacht schreiend und weinend auf. ich lege sie auf den bauch, hilft nix. ich stille eine seite. sie wird ruhig, trinkt, dockt sich ab, schreit und weint sofort wieder. zweite seite stillen. sie wird wieder ruhig, trinkt, nuckelt, dockt sich irgendwann ab, dreht sich zur seite. schreit und weint. rollt sich weinend und schreiend im bett, bis sie bei einer begrenzung landet. dort wirft sie sich dagegen und weint (also gegen mich oder meinen freund. früher schlief sie mal am rand des bettes - und hat es totz langem polster zwischen ihr und der wand permanent geschafft, ihren kopf gegen die wand zu rollen. daher liegt sie jetzt seit ein paar monaten in der mitte.)
wenn ich versuche, sie weiter zu stillen, will sie entweder gar nicht mehr, oder sie reißt mit dem mund an meiner bw rum- oder sie stillt kurz und dann geht es von vorne wieder los.
wenn ich sie auf meinen bauch nehme und wiege beruhigt sie sich manchmal und ich kann sie wieder ablegen, wenn sie tiefer schläft.
aber oft auch nicht. dann rollt sie sich von mir herunter, schreit, weint,... streicheln hilft nicht, trösten hilft nicht. versucht man sie fest zu halten, flippt sie total aus.
immer wieder ist die dann einen moment in ihrer neuen position ruhig - und dann geht es von vorne wieder los.
oft setzt sie sich auf dabei, krabbelt (mit geschlossenen augen) ein, zwei schritte und wirft sich sofort wieder hin.

manchmal hat sie dann blähungen, aber oft auch nicht. manchmal pinkelt sie dann, aber oft auch nicht (ich habe versucht, hier ein muster zu finden, aber keines gefunden). manchmal zahnt sie da grade, aber meistens nicht.

während dieser ganzen heulen-schreien phase hat sie die augen zu und macht sie nie auf. sie reagiert auch überhaupt nicht auf anrede, etc. wenn man leise schschschsch macht, wird sie meistens kurz ein bisschen ruhiger, aber wirklich helfen tut es nicht.
heute nacht dauerte es 2(!!!!!!) stunden, bis sie ENDLICH wieder ruhig geschlafen hat.
verlasse ich während dieser phasen den raum (weil ich aufs klo muss), flippt sie auch total aus, obwohl ihr papa sie tröstet und da ist.
heute nacht bin ich dann einmal kurz mit ihr aufgestanden, hab sie in einem anderen zimmer gewickelt, die lichter angemacht, damit sie die augen aufmacht und aufhört, hat aber leider nichts gebracht. erst zurück im zimmer auf meinem arm, als ich durchgelüftet hab, ist sie "aufgewacht" und hat aufgehört.

sie hat diese phasen immer wieder (alle1-2wochen), manchmal nur 1x die nacht, manchmal tagelang dauernd (wie zb die letzten nächte). ein mal vor ein paar wochen bin ich auch mit ihr aufgestanden, weil ich schon so verzweifelt war, dass ich es nicht mehr ausgehalten hab. ich hab sie hochgenommen, bin mit ihr raus aus dem zimmer - sie hat extrem gebrüllt und tränen geweint - und plötzlich macht sie die augen auf, ist total still und sagt "oh", schaut sich um und ist ganz verwirrt, wo sie jetzt ist. kuschelt sich ruhig an mich und schläft einfach ein.

heute morgen war es ähnlich. sie hat um 7.10 begonnen zu schreien und zu weinen. zwei seiten gestillt, keine veränderung. da ist mein freund aufgestanden, um auf die toilette zu gehen - und sie dreht sich zu ihm, macht die augen auf, lacht, strahlt, fängt sofort zu reden an - papa, dada,eee,... und hat beste laune. :?:

kann es sein, dass sie schlafwandelt? oder habt ihr eine andere idee?
das kann doch nicht immer so bleiben?
kennt das jemand?
mir fällt einfach nichts mehr ein, wie ich ihr helfen kann.
es tut mir so leid, wenn sie so durchs bett wühlt und weint :(
und ich tu mir auch leid mittlerweile. ich bin so müde. ich hasse es, immer müde zu sein.
ich habe aufgegeben zu sagen - es ist nur eine phase. denn die endet nie :(
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Nanthia
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bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von Nanthia »

Google bitte Pavor Nocturnus.
Die Symptome sind typisch. Mein Kleiner ist total krank, daher kann ich gerade nicht mehr schreiben, außer: es ist nicht krankhaft und es geht vorbei.
Lg
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Re: bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von Kerzenschein »

Oje, da kann ich gut verstehen das dein Körper nach Schlaf schreit.

Einen Rat habe ich leider nicht wirklich, ich habe einen sehr braven Schläfer und hab mich deshalb auch nicht großartig mit dem Thema beschäftigen müssen. Ich wünsche dir aber viel Kraft und baldigen Schlaf. Vielleicht hat ja Nanthia bereits die Lösung gepostet :-)
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Malo81
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Re: bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von Malo81 »

Oh je...

Ich hätte beim Lesen auch auf den NAchtschreck getippt. Gerade, dass du nicht an sie rankommst. Wir hatten das einmal- schrecklich. Aber wenn man das so regelmäßig hat wie ihr...
Ansonsten hat unser auch total lange nach dem Einschlafen stündlich aufgeheult und bestimmt alle 2h gestillt und dann mit 20 Monaten war es von einem Tag auf den anderen vorbei. Das wünsche ich euch auch.

Und dir ganz viel Kraft. Sind die Großeltern in der Nähe? Ode kann dein Mann die Kleine am WE mal nehmen, so dass du länger schlafen bzw. einen ausgedehnten Mittagsschlaf machen kannst. Ist es euer 1. Kind? Wenn ja, würde ich mich tagsüber mit ihr hinlegen. Der Haushalt ist egal. Wichtig isst, dass du wieder zu Kräften durch Schlaf kommst. Alles Liebe euch.
Liebe Grüße Y.
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zierfisch
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Re: bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von zierfisch »

Oh ja... nachtschreck. Hatten wir ausgiebig, als bärchen in den hort kam... Ganz furchtbar...
Bei dem hielt es auch ne weile an, wenn er dann wach war.

Aufwecken (vorsichtig, liebevoll) ist auch dass einzige, wozu uns geraten wurde...
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Re: bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von Potsdame »

ich dachte der nachtschreck kommt erst später? können den auch einjährige haben?
zierfisch hat geschrieben: Aufwecken (vorsichtig, liebevoll) ist auch dass einzige, wozu uns geraten wurde...
aufwecken soll man doch gerade nicht, sondern ruhig bleiben und am besten nur abwarten, weil die kinder nicht den unterschied zwischen traum und realität verstehen in dem moment. was ist denn nun richtig?
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
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zierfisch
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Re: bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von zierfisch »

Uns hatte man damals eben erklärt, das bärchen noch in traum “gefangen“ ist und nicht aufwachen kann. Wenn das ganze nur ein paar minuten dauert ist abwarten vermutlich am besten, aber nach ner gewissen zeit (vorallem wenn du sagst, sie wacht auf, erkennt und kann dann direkt ruhig weiter schlafen) ist wecken dann besser...
Ich hab auch gedacht, das könnte noch gar nicht sein. Zumal der klassisch ja auch eher in den frühen morgenstunden ist. Bei bärchen wär es teilweise abends gegen elf.
Bärchen (09/08) & Mäuserich (04/11)
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Re: bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von Figarini »

Ich würde auch auf den Nachtschreck tippen.
Wir hatten es auch, aber allerdings nur ein paar Minuten und er ist dann wieder eingeschlafen. Bei so einer kurzen Zeit würde ich auch nicht wecken.
So, wie du das beschreibst, würde ich in der Tat aber doch auch mal versuchen, sanft zu wecken und wenn sie dann fröhlich ist und auch wieder ohne Probleme einschläft, umso besser. Mir scheint, schlimmer kann es für keinen von euch noch kommen.
Drücke meine Daumen, dass es bald besser wird...
Carolin mit Lukas (*20.10.2005) und Jonas (*14.11.2011)
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Nanthia
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bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von Nanthia »

So jetzt etwas genauer, allerdings vom Handy, deshalb bitte Rechtschreibfehler zu entschuldigen:
Der Nachtschreck tritt am häufigsten im Kleinkind bis frühem Schulalter auf, kann aber auftreten sobald das Kind direkt nach dem Einschlafen in den Tiefschlaf fällt, das ist so ab 9 Monaten der Fall.
Die Kinder sollten nicht geweckt werden, nach Möglichkeit sollte man einfach abwarten bis die Episode vorbei ist, die entstehende Desorientierung durchs Wecken kann das Problem in der nächsten Schlafphase verstärken.
Insgesamt hat man festgestellt, dass das häufige Auftreten des Nachtschrecks meist mit einer erhöhten Belastung tagsüber einhergeht.
Vielleicht mal drüber nachdenken, ob es möglich ist etwas mehr Entspannungsphasen in den Tag einzubauen.
Ein ausgiebiger Mittagsschlaf kann das Phänomen verbessern, da er den Tiefschlafdruck nimmt.
Möchte man unbedingt etwas tun ist das antizipatorische Wecken sie Methode der Wahl, d.h. Man führt mehrere Nächte lang Buch, wann die Episoden auftreten.
Meist zeigt sich hier eine Regelmäßigkeit.
Das Kind sollte dann ca. 15 min vor dem zu erwartenden Ereignis geweckt werden und darf nach 5 min weiter schlafen.
Hierdurch soll es auf lange Sicht zu deutlichen Verbesserungen kommen.
Sooooo, genug Blabla. Für Fragen stehe ich wie immer zur Verfügung :-)
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Re: bitte um ideen für bessere nächte

Beitrag von Minikäfer »

Nanthia hat geschrieben:So jetzt etwas genauer, allerdings vom Handy, deshalb bitte Rechtschreibfehler zu entschuldigen:
Der Nachtschreck tritt am häufigsten im Kleinkind bis frühem Schulalter auf, kann aber auftreten sobald das Kind direkt nach dem Einschlafen in den Tiefschlaf fällt, das ist so ab 9 Monaten der Fall.
Die Kinder sollten nicht geweckt werden, nach Möglichkeit sollte man einfach abwarten bis die Episode vorbei ist, die entstehende Desorientierung durchs Wecken kann das Problem in der nächsten Schlafphase verstärken.
Insgesamt hat man festgestellt, dass das häufige Auftreten des Nachtschrecks meist mit einer erhöhten Belastung tagsüber einhergeht.
Vielleicht mal drüber nachdenken, ob es möglich ist etwas mehr Entspannungsphasen in den Tag einzubauen.
Ein ausgiebiger Mittagsschlaf kann das Phänomen verbessern, da er den Tiefschlafdruck nimmt.
Möchte man unbedingt etwas tun ist das antizipatorische Wecken sie Methode der Wahl, d.h. Man führt mehrere Nächte lang Buch, wann die Episoden auftreten.
Meist zeigt sich hier eine Regelmäßigkeit.
Das Kind sollte dann ca. 15 min vor dem zu erwartenden Ereignis geweckt werden und darf nach 5 min weiter schlafen.
Hierdurch soll es auf lange Sicht zu deutlichen Verbesserungen kommen.
Sooooo, genug Blabla. Für Fragen stehe ich wie immer zur Verfügung :-)
Wow, DAS find ich interessant. Nachdem mein Kleiner mit bald 3 Jahren immer noch so schläft und sich das zeitlich auf 22h und 24 eingrenzen lässt (also häufig 2x pro Nacht), werde ich das vielleicht wirklich mal versuchen. Danke, Nanthia!
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