so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichkeit ?
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Schlingoline
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so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichkeit ?
Meine Freundinnen mit Kind stillen eigentlich alle, aber in meinem Bekanntenkreis ( GEburtsvorbereitung, Schwimmen ) treff ich immer wieder auf Frauen, die plötzlich keine Milch mehr haben und Zufüttern müssen und dann bleibt " wen wunderts " plötzlich die Milch aus, nachdem das Stillen die ersten Monate geklappt hat..
Ich kann mir das nicht vorstellen ?
Ich würde gar nicht merken, wenn ich zu wenig Milch hätte ?
ICh kann mir das nur os erklären, dass Wachstümsschübe oder typisches Cluster Feeding mit zuwenig Milch gleich gesetzt wird oder gibts das wirklcih sooo häufig ?
Ich kann mir das nicht vorstellen ?
Ich würde gar nicht merken, wenn ich zu wenig Milch hätte ?
ICh kann mir das nur os erklären, dass Wachstümsschübe oder typisches Cluster Feeding mit zuwenig Milch gleich gesetzt wird oder gibts das wirklcih sooo häufig ?
Schlingoline mit dem kleinen Sensibelchen 19.09.2011, dem wilden Rabauken 1.10.2013 und für immer im Herzen unser Engelchen Eva Maria 07.04.2106 - 13.04.2016
Regenbogenbaby Anna Maria 13.09.2017
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- Leyket
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
Ist für mich auch schwer vorstellbar, dass plötzlich die Milch wegbleibt.
Zumal man ja wirklich häufig diese "6 Wochen" hört. Nach 6 Wochen war nicht mehr genug Milch da. Jedenfalls höre ich das am häufigsten.
Das mutet schon an, dass der Wachstumsschub und die damit verbundenen Eigenarten beim Stillen falsch gedeutet wird und vermutlich wäre ich selbst auch an der 6-Wochen Hürde gescheitert, wenn ich nicht gut genug informiert gewesen wäre.
Zumal man ja wirklich häufig diese "6 Wochen" hört. Nach 6 Wochen war nicht mehr genug Milch da. Jedenfalls höre ich das am häufigsten.
Das mutet schon an, dass der Wachstumsschub und die damit verbundenen Eigenarten beim Stillen falsch gedeutet wird und vermutlich wäre ich selbst auch an der 6-Wochen Hürde gescheitert, wenn ich nicht gut genug informiert gewesen wäre.


Melly mit Juli (8 1/2) und neuer Liebe Marco
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honigtopf2010
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
Nein, einen anatomischen Grund gibt es meines Wissens für die Häufigkeit nicht. Die Expertinnen werden es genauer wissen, aber Studien belegen einen Prozentsatz von weit über 90 Prozent der Mütter, die kurz nach der Geburt stillen. Das sinkt dann rapide nach 4, 6 und 12 Monaten ab. Ursachen sehe ich in einem geringen Informationsstand gepaart mit Unsicherheit, Druck aus der Familie, wenn auch meist gut gemeint und massiver Werbung für entsprechende Babynahrung. Nicht zu vergessen die häufige ärztliche Fehlberatung bei Abweichungen von der 'Norm'. Natürlich bleibt dann durch das Zufüttern letztlich die Milch weg. Grad wenn noch nicht alles so eingespielt ist.
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
- Roxy89
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
gute frage.
beoi mir wurde die milch auch weniger od. besser gesagt nicht mehr. das hatte aber einen grund, der behoben werden konnte.
mein kleiner hat erst wg. gelbsucht u untergewicht nur wenig getrunken u. ich musste pumpen. bin dann als er fit war ohne pumpenrezept entlassen worden u. er war dann so kräftig, dass er schnell mehr wollte u. ich nicht mehr hatte u. dann erst mal zufüttern u. weiter pumpen musste. aber jetzt stille ich schon bald 10 monate u. alles super!
hatte aber auch zeiten die ersten wochen, wo ich angst hatte dass die milch versiegt. meine schwiegermama zB meinte dass ihre milch vom baustress nach 2 wochen aus ging. kann das sein?
glg
beoi mir wurde die milch auch weniger od. besser gesagt nicht mehr. das hatte aber einen grund, der behoben werden konnte.
mein kleiner hat erst wg. gelbsucht u untergewicht nur wenig getrunken u. ich musste pumpen. bin dann als er fit war ohne pumpenrezept entlassen worden u. er war dann so kräftig, dass er schnell mehr wollte u. ich nicht mehr hatte u. dann erst mal zufüttern u. weiter pumpen musste. aber jetzt stille ich schon bald 10 monate u. alles super!
hatte aber auch zeiten die ersten wochen, wo ich angst hatte dass die milch versiegt. meine schwiegermama zB meinte dass ihre milch vom baustress nach 2 wochen aus ging. kann das sein?
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
Meine totale unfachmännische Überlegung ist die:Schlingoline hat geschrieben:Meine Freundinnen mit Kind stillen eigentlich alle, aber in meinem Bekanntenkreis ( GEburtsvorbereitung, Schwimmen ) treff ich immer wieder auf Frauen, die plötzlich keine Milch mehr haben und Zufüttern müssen und dann bleibt " wen wunderts " plötzlich die Milch aus, nachdem das Stillen die ersten Monate geklappt hat..
Ich kann mir das nicht vorstellen ?
Ich würde gar nicht merken, wenn ich zu wenig Milch hätte ?
ICh kann mir das nur os erklären, dass Wachstümsschübe oder typisches Cluster Feeding mit zuwenig Milch gleich gesetzt wird oder gibts das wirklcih sooo häufig ?
Es ist eine Kombination von vielen Dingen.. Wenn das Kind gut gedeiht, macht man sich in der Regel wenig Gedanken. Wenn das Kind schlecht gedeiht, fangen die Probleme an. Die Tipps von außen (Zufüttern) vermischen sich mit den eigenen beginnenden Zweifeln, ob die eigene Milch wirklich reicht. Und dann beginnt der Teufelskreis. Der Druck der Gesellschaft, der Familie, der Ärzte etc. Gepaart mit der Kombination keine Stillberaterin zur Hand zu haben bzw eine "schlechte" Hebammenberatung.
Vermutlich gibt es "zu wenig Milch" einfach so, ganz, ganz selten. Aber durch äußere Einflüsse wird's halt immer weniger Milch.
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Liebe Grüße,
Seerose
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
Ja, das denke ich auch. Dass es wirklich zu wenig ist für`s Kind ist gaaaanz selten, aber man macht sich dann sicher auch ganz schnell enormen Stress durch den Druck von Außen. Also ich schließe mich Seerose voll und ganz an!Seerose hat geschrieben:Meine totale unfachmännische Überlegung ist die:Schlingoline hat geschrieben:Meine Freundinnen mit Kind stillen eigentlich alle, aber in meinem Bekanntenkreis ( GEburtsvorbereitung, Schwimmen ) treff ich immer wieder auf Frauen, die plötzlich keine Milch mehr haben und Zufüttern müssen und dann bleibt " wen wunderts " plötzlich die Milch aus, nachdem das Stillen die ersten Monate geklappt hat..
Ich kann mir das nicht vorstellen ?
Ich würde gar nicht merken, wenn ich zu wenig Milch hätte ?
ICh kann mir das nur os erklären, dass Wachstümsschübe oder typisches Cluster Feeding mit zuwenig Milch gleich gesetzt wird oder gibts das wirklcih sooo häufig ?
Es ist eine Kombination von vielen Dingen.. Wenn das Kind gut gedeiht, macht man sich in der Regel wenig Gedanken. Wenn das Kind schlecht gedeiht, fangen die Probleme an. Die Tipps von außen (Zufüttern) vermischen sich mit den eigenen beginnenden Zweifeln, ob die eigene Milch wirklich reicht. Und dann beginnt der Teufelskreis. Der Druck der Gesellschaft, der Familie, der Ärzte etc. Gepaart mit der Kombination keine Stillberaterin zur Hand zu haben bzw eine "schlechte" Hebammenberatung.
Vermutlich gibt es "zu wenig Milch" einfach so, ganz, ganz selten. Aber durch äußere Einflüsse wird's halt immer weniger Milch.
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
ICh denke ähnlich wie Seerose... eins folgt dem andren... man wird auch so schnell verunsichert! Hätte ich nicht so eine super Hebamme gehabt, würde ich jetzt bestimmt auch nicht mehr stillen... Ich bin gelernte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und trotzdem hab ich mich in der Geburtsklinik total bekloppt machen lassen... mir wurde (weil ich keine Flasche geben wollte, ich war doch bei der Wiegeprobe soooo stolz am 3. Tag schon 30g zu stillen) quasi vorgeworfen ich würde mein Kind verhungern lassen... also zugefüttert und brav Pre Pulver gekauf... aber meine Hebamme sagte beim ersen Besuch: Was willst du mit dem Dreck? Wir üben jetzt das stillen...
Und das Ding steht unangerührt im Schrank... *freu*
Denke viele Frauen kriegen auch nicht so ne tatkräftige und gute Unterstützung sondern werden mit dem "Prolem-zu-wenig-Milch" ziemlich allein gelassen oder wissen gar nicht wo sie Hilfe kriegen können
Und das Ding steht unangerührt im Schrank... *freu*
Denke viele Frauen kriegen auch nicht so ne tatkräftige und gute Unterstützung sondern werden mit dem "Prolem-zu-wenig-Milch" ziemlich allein gelassen oder wissen gar nicht wo sie Hilfe kriegen können
- Binelein
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
Ich denke auch, dass Umstellungen beim Stillverhalten oft als "zu wenig Milch" eingestuft werden:Schlingoline hat geschrieben: ICh kann mir das nur os erklären, dass Wachstümsschübe oder typisches Cluster Feeding mit zuwenig Milch gleich gesetzt wird oder gibts das wirklcih sooo häufig ?
Z.B.
-wie Kind trinkt unruhig, weil es zu viel zu sehen gibt (mit 4 Monaten etwa).
-Kind trinkt sehr häufig, weil es wächst, krank ist, zahnt, etc pp. und hält sich nicht an die 3 Stunden-Abstände. Und wir wissen doch alle: Das macht Blähungen.
-Kind schläft nach -sagen wir 4 Monaten- immer (!) noch nicht durch.
Der Griff zur Flasche erscheint dann oft praktischer und wird ja auch von allen Seiten schnell empfohlen.
Wobei ich sagen muss: Hätte ich nicht hier über Cluster Feeding, Dauernuckeln, etc gelesen und auch nicht das "Breastfeeding Book" von Dr. William Sears, ich würde heute nicht stillen. Dann hätte ich sicher auch auf Eltern, Ärzte, Hebamme usw gehört und nicht auf meinen Instinkt und auf MiniMaus' Signale vertraut.
Großer Junge (12/07) und kleines Mädchen (6/2011)
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diaho11
Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
guten morgen,
der Beitrag ist für mich momentan sehr interessant,weil wir uns gerade erst in dieser post-Schubphase von der 6. Woche befinden. Ich hatte erst vor 2 Tagen ein Thema eröffnet,indem ich ein verändertes Trinkverhalten unserer Tochter angab,welches mich besorgte. Eine Stillberaterin sagte die Kleine würde somit mehr Milch abverlangen. Nun warte ich aber auch darauf das da mehr Milch kommt,was es aber nicht tut.
Eher der Gegenteil ist eingetreten. Gestern habe ich einmal komplett abgepunpt,um zu schauen wieviel Milch ich überhaupt noch habe und es waren mit langer Pumpzeit nurnoch 70ml insgesamt.
Ich habe gehört das nach so einem Schub ein vermindertes Trinkverlangen des Babys normal wäre. Wenn sich die Brust da so schnell darauf einstellen kann,dann bleibt nur zu hoffen das sie es umgekehrt,sowie Baby dann wieder wesentlich mehr abverlangt, auch schnell wieder anheben kann. Ich denke genau das ist dann wohl die kritische Zeit,in der man am Ball bleiben muss. Blöd ist halt,wenn die Kleine dann nach mehr schreit und da ist nichts mehr. Viele wollen dann ihr Kind eben nicht hungern lassen und füttern nach.
der Beitrag ist für mich momentan sehr interessant,weil wir uns gerade erst in dieser post-Schubphase von der 6. Woche befinden. Ich hatte erst vor 2 Tagen ein Thema eröffnet,indem ich ein verändertes Trinkverhalten unserer Tochter angab,welches mich besorgte. Eine Stillberaterin sagte die Kleine würde somit mehr Milch abverlangen. Nun warte ich aber auch darauf das da mehr Milch kommt,was es aber nicht tut.
Eher der Gegenteil ist eingetreten. Gestern habe ich einmal komplett abgepunpt,um zu schauen wieviel Milch ich überhaupt noch habe und es waren mit langer Pumpzeit nurnoch 70ml insgesamt.
Ich habe gehört das nach so einem Schub ein vermindertes Trinkverlangen des Babys normal wäre. Wenn sich die Brust da so schnell darauf einstellen kann,dann bleibt nur zu hoffen das sie es umgekehrt,sowie Baby dann wieder wesentlich mehr abverlangt, auch schnell wieder anheben kann. Ich denke genau das ist dann wohl die kritische Zeit,in der man am Ball bleiben muss. Blöd ist halt,wenn die Kleine dann nach mehr schreit und da ist nichts mehr. Viele wollen dann ihr Kind eben nicht hungern lassen und füttern nach.
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Captainsparrow
Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
Wenn ich das Forum und meine IBCLC nicht gehabt hätte, hätt ich beim zweiten auch nicht stillen "können". ES gibt noch soooooooooooo viele Hebammen die mindestens 2-3 Stündige Pausen empfehlen, damit das Baby kein Bauchweh bekommt. Und da das den Clusterphasen natürlich nicht gerecht wird während Schüben, ist das Kind unzufrieden und nach der ersten Flasche Kustmilch natürlich papsatt und zufrieden, umkehrschluss: Milch zu wenig.

