was für eine Beziehung ist das...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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cher123blau
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was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von cher123blau »

...wenn ich mich am Anfang schon über das Ende freue?

:(

Es geht ums stillen.

Ist das eine schöne Still-Beziehung wenn man im Kopf immer schon den Tag hat an dem man aufhört?
Das Kind um das es da geht ist noch so klein, die haben gerade erst begonnen mit ihrer Beziehung und denken aber wirklich schon ans Schluss machen. SIe zählt schon die Tage bis er 6 Monate alt ist damit sie mit dem abstillen anfangen kann :roll: !

Sollte man dann überhaupt stillen?

Ist es dann nicht besser wenn man gleich abstillt und Flasche geben und da mit Freude und Herz dabei ist!

Warum macht man etwas was einen so unglücklich macht? Weil das RICHTIG ist? Weil es das beste für das Baby ist? Weil es die anderen wollen.....??????
"Wenn Mama ihr T-Shirt hochschiebt, werde ich vor Aufregung ganz zappelig, weil ich weiß: Jetzt darf ich an den schönsten Ort der Welt!"
:slürp*

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zwieback
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Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von zwieback »

frag doch einfach mal warum sie sich so freut das sie dann abstillen kann?
warum sie den überhaupt stillt wenn sie eigentlich nicht mag.

vielleicht macht sie es nur weil frau das eben tut , weils eben gut fürs kind ist.
dann sag ihr ja das ist das beste aber es gibt auch einen gutes ersatz bei dem du kein schlechtes gewissen haben musst (PRE) und wenn es dir damit beser geht dan still doch jetzt schon ab und gib die flasche das ist für euch als mutter-kind beziehung sicherlich schöner als wenn du dich durch das stillen quälst.
Trageberaterin Clauwi GK 80/09 und AK 05/10

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giraffchen84
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Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von giraffchen84 »

Mhhh.....also ich hab am Anfang die Tage gezählt, weil es mir einfach weh tat, bzw unangenehm war.
Ich hab immer gedacht: Boa, das halte ich im Leben nicht 6 Monate durch - wenn ich 4 rum hab, hör ich auf.

Vielleicht ist ihr irgendwas unangenehm? Körperlich oder Psychsich?

Mir hat der Besuch einer Stillgruppe geholfen. Da wurde das Problem sehr schnell gelöst.
Tja...und dann hat mir Literatur geholfen, wie gut es dem Baby einfach tut und auch, was es für Vorteile für mich hat.

Mir fehlte am Anfang einfach jedwedes Hintergrundwissen. Vielleicht ist es das?

lg
giraffe
Giraffenmama mit Fuchs 04/10, Eule 07/12, Maus 06/16 und Schnecke 05/20 gestillt, getragen, familiengebettet, windelbefreit, breifrei usw. ;)

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Leyket
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Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von Leyket »

Mhm, ich oute mich mal...
Ich hab die ersten Wochen auch die Tage gezählt. Nicht wörtlich, aber sprichwörtlich. Allerdings zugegeben habe ich das nicht, hätte ich wohl auch nie und würd ich am liebsten auch jetzt nicht. Ich hab zeitweise wirklich nur gedacht: 6 Monate! Keinen Tag länger tu ich mir das an. Ich tu es jetzt, weil es das beste fürs Kind ist, aber ab 6 Monaten ist Schluss! Ich pack das nicht auf Dauer, ständig den Dauernuckel machen zu müssen, das allabendliche stundenlange clustern. Ständig reden 1000 Leute auf mich ein, die es nochmal besser wissen als der letzte und besser als ich allemal... ich will das nicht lange "aushalten" müssen.

Mittlerweilen hat sich meine Meinung dazu rapide gedreht. Sicherlich nicht zuletzt durch das stillbedingte Hormondoping ;) Meine Einstellung allgemein hat sich verändert. Mein Sohn hat mich einiges gelehrt. Dinge, die ich und die 1000 Besserwisser nichtmal ahnten ;) Aber die erste Zeit war eben wirklich so hart, dass ich mich tatsächlich nach dem Tag gesehnt habe, an dem ich mit gutem Gewissen aktiv abstillen "darf".
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Melly mit Juli (8 1/2) und neuer Liebe Marco
peppy
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Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von peppy »

Ich war am Anfang bei meiner Großen auch unglücklich mit dem Stillen, weil es mir so sehr weh tat. Die ersten Tage nach der Geburt habe ich immer gehofft, dass sie noch bissel weiterschläft und nicht gleich wieder wach wird und trinken will :( Dazu noch die Hormonumstellung - ich war wirklich überfordert und unglücklich.
Aber ich habe das "Stillen-Müssen" als riesigen Druck von außen empfunden, so dass ich mich auch nicht zur Flasche überwinden konnte. Also haben wir uns durch die ersten Wochen gequält und dann ging es aber super. Da war ich natürlich im nachhinein froh, nicht aufgehört zu haben.

Von daher kann ich es nachvollziehen, wenn man gerade kurz nach der Geburt das Stillen erstmal nicht so toll findet, aber trotzdem durchhält.
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chriss
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Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von chriss »

Ich hatte anfangs auch große Schmerzen, und wirklich oft gehofft, dass sie noch etwas länger schläft, damit ich nicht schon wieder stillen muss.. Das war aber nach 2 Wochen vorbei.
Chris mit J 9/10, und S 03/13
jusl
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Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von jusl »

Solche Ansichten können sich wirklich noch ändern mit der Zeit. ;-)

Davon abgesehen: Solche Beispiele gibt's doch eigentlich viele... mir ging es z.B. in den Schwangerschaften immer grauenhaft schlecht. Fürchterlich. Mit Blick auf die zwei rosa Striche habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass die Zeit bis zur Geburt bittebitte ganz schnell vorbeigehen möge. Denn DANACH ging es mir viel besser. Hätte ich dann gar nicht erst schwanger werden sollen, oder wie?? :lol: Ich finde es völlig in Ordnung, wenn eine Mutter äußert, dass sie sich "jetzt schon" total aufs "danach" freut. Umso löblicher, dass sie trotzdem stillt - und ich wünsche von Herzen alles gute, dass sie es vielleicht ja schon "währenddessen", aber hoffentlich spätestens "danach" wirklich BESSER findet. ;-)

LG
Julia
EhMiKS

Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von EhMiKS »

Leyket hat geschrieben:Mhm, ich oute mich mal...
Ich hab die ersten Wochen auch die Tage gezählt. Nicht wörtlich, aber sprichwörtlich. Allerdings zugegeben habe ich das nicht, hätte ich wohl auch nie und würd ich am liebsten auch jetzt nicht. Ich hab zeitweise wirklich nur gedacht: 6 Monate! Keinen Tag länger tu ich mir das an. Ich tu es jetzt, weil es das beste fürs Kind ist, aber ab 6 Monaten ist Schluss! Ich pack das nicht auf Dauer, ständig den Dauernuckel machen zu müssen, das allabendliche stundenlange clustern. Ständig reden 1000 Leute auf mich ein, die es nochmal besser wissen als der letzte und besser als ich allemal... ich will das nicht lange "aushalten" müssen.

Mittlerweilen hat sich meine Meinung dazu rapide gedreht. Sicherlich nicht zuletzt durch das stillbedingte Hormondoping ;) Meine Einstellung allgemein hat sich verändert. Mein Sohn hat mich einiges gelehrt. Dinge, die ich und die 1000 Besserwisser nichtmal ahnten ;) Aber die erste Zeit war eben wirklich so hart, dass ich mich tatsächlich nach dem Tag gesehnt habe, an dem ich mit gutem Gewissen aktiv abstillen "darf".
jo......so war das hier zwischendurch auch.... es hat soooooo wehgetan, ich war so müde, saß heulend im bett und war kurz davor meinen freund pülverchen kaufen zu schicken....(dank kim wurden es dann stillhütchen und alles wurde wieder gut! :) )ich kann das total verstehen. (und ich war in der theorie stillprofi :wink: , aber die praxis war einfach nur anstrengend...) das wird sich bei ihr auch noch drehen, ganz bestimmt.
melbo
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Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von melbo »

Leyket hat geschrieben:Mhm, ich oute mich mal...
Ich hab die ersten Wochen auch die Tage gezählt. Nicht wörtlich, aber sprichwörtlich. Allerdings zugegeben habe ich das nicht, hätte ich wohl auch nie und würd ich am liebsten auch jetzt nicht. Ich hab zeitweise wirklich nur gedacht: 6 Monate! Keinen Tag länger tu ich mir das an. Ich tu es jetzt, weil es das beste fürs Kind ist, aber ab 6 Monaten ist Schluss! Ich pack das nicht auf Dauer, ständig den Dauernuckel machen zu müssen, das allabendliche stundenlange clustern. Ständig reden 1000 Leute auf mich ein, die es nochmal besser wissen als der letzte und besser als ich allemal... ich will das nicht lange "aushalten" müssen.

Mittlerweilen hat sich meine Meinung dazu rapide gedreht. Sicherlich nicht zuletzt durch das stillbedingte Hormondoping ;) Meine Einstellung allgemein hat sich verändert. Mein Sohn hat mich einiges gelehrt. Dinge, die ich und die 1000 Besserwisser nichtmal ahnten ;) Aber die erste Zeit war eben wirklich so hart, dass ich mich tatsächlich nach dem Tag gesehnt habe, an dem ich mit gutem Gewissen aktiv abstillen "darf".

hi, auch mir ging es so, aber ich bin froh dass ich mich anders enschieden habe :-) ich hätte (jedenfalls im Moment) gar keinen Ansporn warum ich aufhören sollte und erspare mir das fürs erste..aber irgendwann wird der tag kommen..gerade wenn der druck von aussen noch größer wird..bin da nicht so der typ der das alleine durchstehen kann, denn ausser meiner familie halten es alle für unmöglich so lange zu stillen (auch meinem mann wäre es lieb wenn ich spätestens nach 1 1/2 jahren abstille, es ist ihm peinlich)
naja, aber solange ich es schaffe mache ich auch weiter +tschakaa*
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Captainsparrow

Re: was für eine Beziehung ist das...

Beitrag von Captainsparrow »

Meibe Schwester freut sich auch schon auf das "danach". Sie macht es nur aus dem Einzigen Grund, ihrem Kind was Gutes zu tun. Find ich deshalb super dass die es trotzdem macht :)
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