Also ich hab auch ein Frühchen in gleicher Woche und ich weiß wieviel Druck und Panik da auf einen einfließen. Hier meine Infos und Gedanken dazu:
Der Darm eines Kindes wird im Mutterleib durch das Schlucken und auscheide von Fruchtwasser trainiert. Dieser Vorgang ist wichtig. Bei Frühchen fehlen mehrere Wochen (!) dieses Trainings und dennoch wird der unreife Darm sofort mit Medikamenten, Coffein, Zuckerlösugen, Frühchenmilch und Muttermilch "belastet", obwohl er gar nicht bereit dafür ist.
Uns wurde empfohlen frühstens bei korrigierten (!) 6 Monate zuzufüttern, da man den Darm jetzt unbedingt Zeit lassen sollte sich zu erholen, nach zu reifen.
Das hatten wir fest vor. Bei korrigierten 5,5 Monaten wollte mein Sohn aber Essen. Das war SEHR deutlich.
Bereit dazu zu essen ist ein Kind, wenn es das Essen nicht mit der Zunge raus drückt, wenn es selbstständig dazu in der Lage ist nach Essen zu greifen und es gezielt in den Mund zu führen (also selbst zu essen...wie zB bei einer von Mamas Teller geklauten Karotte) Dieses "Sitzkriterium" (also dass ein Kind erst beikostreif ist, wenn es sitzt) habe ich von unserer Liste gestrichen, da mein Sohn wirklich selbstständig erst sitzen konnte, als er fast schon gelaufen ist, aufgrund von motorischen Schwächen.
Allein an der Banane würde ich das jetzt nicht festmachen...vielleicht mag er einfach keine Banane
Jedenfalls würde ich persönlich grundsätzlich versuchen so lange wie möglich das Essen rauszuzögern. Das Kind wird sein Leben lang essen...der Darm sein Leben lang wirklich arbeiten. Wieso dann nicht ein paar Monate/Wochen einfach noch etwas Ruhe gönnen?
Zudem hab ich gelesen, dass der Darm erst mit ca. 6 Monaten wirklich reif genug ist um die Nährstoffe auch aus der Nahrung zu ziehen und verarbeiten zu können. Davor kann es also sein das Kind isst und scheidet aus, mehr nicht
Und bei aller Sicht auf das Kind möchte ich dich nicht vergessen: Du (bzw ihr als Eltern) trefft diese Entscheidung für euer Kind. Möchtet ihr warten, bis er deutlich zeigt, dass er sich durch nichts mehr ablenken lässt (zB einen Löffel, den man sich einfach zum ansabbern in den Mund stecken kan) oder möchtet ihr ihn vorher füttern. Was ist euch wichtig, was glaubt IHR und wie fühlt ihr euch dabei. Bei all den wissenschaftlichen Aspekten darf man vor allem den Mutterinstinkt und das Bauchgefühl nicht überhören und das habt nunmal nur IHR, bzw du und keiner sonst wenn es um deinen Sohn geht. Das ist WICHTIG. Und es ist eine gute Übung dich durchzusetzen und zu sagen "ich möchte darüber nicht diskutieren, wir machen es so-und-so und fertig". Denn solche gut gemeinten Ratschläge von Fremden wird es noch viiiiiele geben...
Ihr macht da schon.