ich bin auf der Suche nach ein paar Meinungen zu meinen Versuchen, meine kleine Maus abends zum Einschlafen zu bringen.
Wie bereits gesagt, ist unsere Kleine wohl leider ein sog. "Schreibaby".
Ich zitiere der Einfachheit halber mal mein Posting aus der Vorstellungsrunde:
Während ich sie tagsüber zumindest im Tragetuch doch meistens zum Schlafen bringe, ist es abends richtig schwierig.allymcbeal hat geschrieben:Hallo liebes Forum,
ich will mich auch mal kurz vorstellen:
Ich bin 33 Jahre alt, lebe im kleinsten Bundesland der BRD und bin seit dem 21. Oktober 2011 Mama einer kleinen Tochter.
Sie heißt Karolina und ist total süß - wenn sie schläft![]()
Leider kommt das nicht so oft vor, sie ist nämlich wohl immer noch nicht so ganz zufrieden damit, dass sie aus Mama´s Bauch ausziehen musste und tut das ziemlich oft lautstark kund.
Es begann schon am ersten Tag im KH, sie brüllte die ganze Nacht durch. So ging es dann erstmal weiter, in den ersten Wochen gab es nur drei Zustände
- schlafen (allerdings viel zu wenig!)
- wach sein und stillen
- wach sein und schreien
Sie brüllt in einer ohrenbetäubenden Lautstärke, andere Babys sind richtig niedlich dagegen wenn sie "schreien". Und das meistens von 0 auf 100, erst mal Gemecker gibt es nicht bei ihr.
Ich habe schon einige Tränchen vergossen, in den letzten Wochen ist es wenigstens tagsüber etwas besser geworden, sie hat jetzt doch auch mal längere Wachphasen in denen sie gut gelaunt ist und dann auch ganz süß lacht, plappert und Grimassen schneidet. Das tut schon mal gut wenn man nicht mehr nur angebrüllt wird.
Einschlafen ist allerdings immer noch ein großes Problem, vor allem abends - da liegen wir meist mehrere Stunden im Bett und praktizieren Einschlafstillen, allerdings wacht sie meistens mehrfach wieder auf und brüllt dann sofort los wie am Spieß - noch bevor sie überhaupt die Augen auf hat. Dann geht alles wieder von vorne los und ich bin schon froh, wenn sie sich an der Brust wieder beruhigt, an manchen Abenden funktioniert nämlich nicht mal das so richtig und dann halte ich sie einfach fest im Arm und höre mir durch die Ohropax an, was sie so loswerden muss. Aufstehen und rumtragen hilft höchstens für die Dauer desselben, spätestens beim wieder ins Bett gehen geht alles von vorne los.
Ich verbringe daher seit fast 3 Monaten die Abende mit ihr im Bett (sie schläft natürlich noch bei uns, selbst das Babybay kommt noch nicht so gut bei ihr an).
Aber auch tagsüber schläft sie sehr schlecht und wohl zu wenig, lässt sich fast nie dazu ablegen, wacht sofort wieder auf wenn man es tut und länger schläft sie nur im Tragetuch, so einigermaßen im Kinderwagen oder mal im Auto.
Insgesamt ist sie total zappelig und unruhig, schaut immer mit großen Augen überall rum und kommt nur schlecht zur Ruhe.
Auch beim Stillen ist sie meist recht hektisch.
Ihre Verdauung macht ihr wohl noch recht zu schaffen, außerdem meint die Osteopathin, zu der wir gehen - wir haben schon fast alles ausprobiert glaube ich - sie habe die Geburt (Saugglocke) noch nicht verarbeitet.
Das hört sich jetzt alles ganz schön schrecklich an, aber da ich ja weiß "Es ist nur eine Phase" komme ich mal mehr, mal weniger gut damit zurecht. Wir haben aber demnächst noch einen Termin in einer Schreibaby-Ambulanz, hoffe da tätschelt man uns noch ein bisschen das Köpfchen.
Ich stille sie liegend in unserem Bett.
Dann gibt es zwei Möglichkeiten wie es weitergeht:
a) sie schläft ein, wacht aber nach 5-30 Minuten wieder auf und brüllt sofort los wie am Spieß. Dann lässt sie sich manchmal wieder durch Stillen beruhigen und schläft wieder ein. Das Spiel kann sich ein paar Mal wiederholen. Oder es geht weiter wie bei b)
b) sie schläft nicht beim Stillen ein und weint irgendwann los und lässt sich auch durch die Brust nicht beruhigen. Dann schreit sie - manchmal zwei Stunden oder mehr -, ich beruhige sie kurzzeitig, sie schreit wieder los usw.... bis sie irgendwann dann schläft.
Wenn sie dann mal richtig eingeschlafen ist, schläft sie sogar relativ gut - gestern z.B. war Version b) dran, sie brüllte eineinhalb Stunden immer wieder, schlief dann aber zweimal 4 Stunden mit kurzem Stillstopp zwischendurch.
Beim nächtlichen Stillen ist sie übrigens total ruhig und pennt auch sofort wieder ein, während sie am Abend - und häufig auch tagsüber - beim Stillen auch total zappelig und hektisch ist, sich dadurch immer wieder verschluckt etc.
Da wir in der Vergangenheit festgestellt haben, dass sie sich durch Aufstehen und rumtragen etc. allenfalls kurz beruhigen lässt, das Spiel aber spätestens beim erneuten ins Bett gehen wieder von vorne los geht, bleibe ich jetzt immer mit ihr im Bett liegen, halte sie dabei ganz fest, streichle sie, schuckel sie ein bisschen hin und her, rede mit ihr etc. Ich nehme sie allenfalls kurz mal hoch und drücke sie fest an mich, lege mich dann aber wieder hin.
(Ich packe sie also nicht mehr ins Tragetuch und laufe durch die Wohnung, hüpfe auf dem Pezziball etc. - das alles nur tagsüber. Selbst da klappt es nämlich fast nie, sie dann schlafend hinzulegen, da wacht sie gleich wieder auf).
Sie schreit dann also abends im Bett in meinem Arm teilweise zwei, drei Stunden immer wieder wie am Spieß mit nur kurzen Pausen - ich überstehe das nur mit Ohropax und heule häufig mit ihr mit. Und das wirklich nahezu jeden Abend
Ich habe keine Ahnung wie wir das besser hinkriegen können. Ich will ja gar nicht, dass sie alleine einschläft, sie soll auch ruhig in unserem Bett bleiben und von mir aus bleibe ich vorerst auch wenn sie schläft bei ihr - wieder aufstehen wenn sie schläft hat bisher sowieso noch nie funktioniert -, aber es würde schon so viel bringen wenn es ohne dieses wirklich lang andauernde und schrille Weinen klappen würde.
Hat vielleicht jemand Tipps wie es vielleicht klappen könnte?
Danke schon mal und liebe Grüße!
