BlueSwan hat geschrieben:Und zur Lieblingsseite ... Also eine Blockade wurde von 2Hebamen sowie Kinderärztin ausgeschlossen.
Es wundert mich nicht, dass weder KiA noch Hebammen so reagieren.
Bei uns war es so, dass das Fröschle mit einigen Wochen immer gern den Kopf zur selben Seite drehte. Als ich die Hebi darauf ansprach, kam die Empfehlung, mein Handling so darauf abzustimmen, dass sie auch die andere Seite aktivieren muss. Der KiA hatte bei der U3 eine ähnliche Auffassung (d.h. nachts "verkehrt" herum ablegen, wie Du es beschreibst etc.). Als ich ihn fragte, ob es eine behandlungsbedürftige Blockade sei, kam die Empfehlung, ich könnte ja ggf. zu einem Osteopathen gehen, um dies zu checken.
OHA! Welch schwammige Aussage. Was also tun?
Ich habe einige Jahre als Physiotherapeutin gearbeitet und kann bei Erwachsenen durchaus feststellen, wenn Wirbel blockiert sind. Bei Säuglingen aber nun rein gar nicht. Bei Erwachsenen steckt hinter wiederkehrenden hartnäckigen Blockaden oftmals ein Problem, das neben gut ausgeführter(!) Mobilisation z.B. auch mit speziellen Muskelkräftigungen ganz gut in den Griff zu bekommen ist. Und bei Babys??? Mir leuchtet durchaus ein, dass Geburten nicht nur für Mütter traumatisch sein können... Ob durch die Geburt aber Blockaden entstehen, die behandelt werden müssen, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Experten sind sich hierzu scheinbar nicht einig. Und wie will man denn auch durchgeführte Interventionen wissenschaftlich valide untersuchen, d.h. einen sauberen Nachweis über die Wirksamkeit der Therapie erbringen?
OK, Wissenschaftlicher Nachweis scheint schwierig zu sein, doch was sagt die Erfahrung? Betroffene Eltern mit "Lieblingsseite-Baby", die beim Osteo oder einer guten Baby-Physiotherapie waren, beschreiben die Behandlungen und deren Nachwirkungen manchmal als extrem gut. Es gibt aber auch genug, die davon nicht begeistert waren bzw. keine Behandlung ausprobiert haben und auch so langfristig zufrieden sind. Ich habe mich dazu entschlossen, unser Fröschle erst einmal weiter zu beobachten, viel zu tragen und auf ihre motorische Entwicklung zu vertrauen. Wie gesagt, wenn man sich darauf konzentrierte, etwas auffälliges bei ihr zu finden, dann hatte man damit durchaus "Erfolg" (--> d.h. Lieblingsseite; hing manchmal etwas schief im Tuch; hin und wieder nerviges Babymotzbrüllen...). Jetzt ist die Kleine 7 Monate alt, normal mobil und auch sonst super ordentlich entwickelt und aktuell ein Sonnenschein

. Bei der U4 gab es nichts zu beanstanden. In unserem Fall war es völlig ok, nichts weiter zu unternehmen. Ihr Gitterbett steht übrigens als Anbau an unserem Bett dran, ohne Gitter an der Elternbettseite. Ich verzichte auf falsch herum reinlegen, da es so einfach kuscheliger und praktischer ist. Zur Sicherheit mache ich mir gerade auch so meine Gedanken. Derzeit haben auch wir das Stillkissen als Schutz.
Liebe Grüße von T. mit den beiden Mädels (05/11 und 02/13)