Also: ich habe, weil ich im November viel Zeit bei meinen Eltern verbracht habe und auf der AK zur Ausbildung als Trageberaterin war, einfach wieder viel Stoffis verwendet (eigentlich rund um die Uhr) und habe eher Ausscheidungskommunikation betrieben, aber überhaupt nicht von mir das Töpfchen angeboten, sondern habe immer sehr deutlich gemacht, wenn ich mal auf die Toilette musste und bin dann einfach selbst im 1-1,5 Stunden Takt gegangen, damit Talita mitbekommt, dass das einfach zum normalen Tagesgeschehen gehört, ab und zu auf die Toilette zu gehen. Ich habe außerdem im Badezimmer Toilettenlektüre deponiert. Oft wollte Talita dann mit auf die Toilette, sie hat oft dann auf der großen Toilette gepullert, aber ebenso oft war auch schon was in der Windel. Das war ein sehr entspannter Monat (November, Talita 23 Monate alt). Seit Anfang Dezember sind wir wieder richtig windelfrei, aber ich bin im Prinzip zum "Töpfchen-Training" übergegangen. Ohne Stress und Druck, aber ich lobe schon, wenn es klappt und ich erkläre ihr auch, dass sie jetzt alt genug ist, um auf die Toilette zu gehen und ermuntere sie, auch sofort zu rufen, wenn man was daneben gegangen ist. Auf ihren eigenen Wunsch lassen wir auch Nachts die Windeln weg. Ich weiß, dass gerade hier im Forum "loben" und noch dazu fürs Pipi machen sehr kritisch angesehen wird, aber ich merke, dass es Talita gut tut und motiviert, wenn wir uns zusammen freuen. Oft ruft sie "Mama, pullern!!!" und sagt dann vor sich hin "noch nicht, noch nicht" Manchmal ist dann schon ein Tröpfchen in die Hose gegangen, aber sie kann sehr gut anhalten und macht dann den Rest ins Töpfchen. Ich habe das Gefühl, seit wir auch kleine Erfolge auch würdigen und uns freuen, ich sie lobe, ist sie motiviert, auch Bescheid zu sagen, selbst wenn die Hose schon etwas nass geworden ist. Wir sind also beim trocken werden, aber sicher dauert es noch etwas. Richtige Pannen haben wir nur noch, wenn sie eine Windel an hat, deswegen habe ich schon mal überlegt, ob wir uns trauen sollten, die Windel auch unterwegs wegzulassen. Denn zuhause ohne Windel sagt sie AA immer ganz zuverlässig an, Pipi oft, manchmal mit kleinem Tröpfchen im Schlüpfer.
Es wird also. Aber ich gehe da meinen eigenen Weg und dazu gehört auch loben. Ich sehe das nicht kritisch, weil es nicht abhängig macht vom Lob oder gar konditioniert, sondern motiviert.