Weniger Milch durch Krankheit?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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BlueSwan
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Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von BlueSwan »

Hi, die Frage steh ja schon oben.
Ich lieg nähmlich seit 3 Tagen böse erkältet im Bett. Mein Kleiner scheint sich zum Glück bis jetzt nicht angesteckt zu haben ... allerdings trinkt er seit gestern Nachmittag ausser gewöhnlich viel bzw zappelt an der Brust rum als ob er nicht genug bekäme. Gestern ging das noch weil er dann wie üblich 21Uhr eingeschlafen ist und sogar bis 5 durch geschlafen hat (was nicht üblich ist). Aber heute war schlimm Vormittag fast schon im Stundentakt und seit 16Uhr Dauernuckeln inkl. Zappeln um 22 haben wir dann aufgegeben und ihm ne Flasche gemacht und davon hat er auch 50ml getrunken ist zwar nicht soo viel aber er mag die Flasche inzwischen eigentlich nicht mehr, was für mich bedeutet das er mehr Milch brauchte. Ich war ja auch schon fix und alle vom kränkeln + dauerstillen
Kann es sein das ich wegen der Krankheit weniger Milch habe? Ein Schub kann es eigentlich auch net sein den hatte er erst vor kurzem.
Und noch etwas ist komisch den seit gestern tut das andocken wieder weh, wie am Anfang. Er macht einfach nicht richtig den Mund auf und bei einziehen der BW tut das dann weh und er dockt auch ständig wieder ab und zieht dann erneut ein. Keine Ahnung ob das auch was zu tun hatt aber da es ja gleichzeitig angefangen hat geh ich mal davon aus?!
Bitte helft mich wir stillen erst seit 6Wochen voll und ich will nicht wieder in alte Muster fallen.
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Mauserl
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von Mauserl »

Bei beiden Kindern fällt mir immer wieder auf dass sie vermehrt Aufmerksamkeit einfordern, wenn ich nicht ganz fit bin.

Die Kleine will dann auch öfter trinken, lässt sich aber auch durch Tragen auf Papas Arm beruhigen (war bei meinem ersten Kind genauso :wink: ).
Ich war auch vor kurzem krank und da hat das ganz gut funktioniert, ich hab währenddessen geschlafen.
Milch hatte ich trotz Krankheit genug, allerdings musste ich mich zum Trinken zwingen, da ja durch Fieber/Schwitzen auch Flüssigkeit verloren geht.

Trinkst du denn genug?

Da du nun häufiger stillst bzw dauernuckeln lässt, könnten die schmerzenden BW daher rühren. "Einziehen der Brustwarze" wie du schreibst ist in so einem Fall nicht hilfreich, das solltest du vermeiden und ihm die BW stattdessen selber in den weit geöffneten Mund schieben. Mein Mäuschen öffnet ihren Mund prima wenn ich sie mit der BW im Mundwinkel kitzle.

Zur Milchsteigerung finde ich es sehr hilfreich ein paar Tage oder Stunden auf den BH zu verzichten. Ich spür da immer schon nach kurzer Zeit eine deutliche Steigerung. Und es ist sooo einfach :D

Gute Besserung!
Lg von Mauserl

mit großem (03) und kleinem (11) Herbstkind
Sibi
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von Sibi »

Ich hatte vor kurzem einen Magen-Darm-Infekt mit hohem Fieber und 2-3 Tage unfreiwilligem Fasten.
Ich habe ganz deutlich gespürt, dass die Milchproduktion zurückgeht. (Mein Kind geht z. B. zur Tagesmutter, nach den 5 h Stillpause spannen die Brüste immer massiv - in der Zeit waren sie aber ganz weich.) Mein Kind war nun schon im Beikostalter, aber trotzdem hat sie wie wild die Milchproduktion angekurbelt durch ständiges Saugen und Nuckeln.
Das ist wohl das beste, was du tun kannst, bzw. zulassen kannst.

Ich habe bei meiner Brustentzündung im ersten Monat nach der Geburt nicht zugefüttert, obwohl das Kind quakig war (wenig Milch und wohl auch vom Geschmack verändert) - dafür durfte sie ständig stillen (und die Brust entleeren). Das pendelt sich eigentlich wieder ein.
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BlueSwan
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von BlueSwan »

Ja zum trinken muss ich mich auch schon zwingen.
Das selberreichen der BW ist sone Sache ... Zu beginn versuche ich es aber er macht im Moment einfach den Mund nicht richtig aufmacht und selbst wenn er es dann doch mal tut, dann lässt er gleich wieder los um zieht sie sich ein. Wobei er sowie so immer wieder los lässt und sofort neuandockt.
Tja und das zufüttern wir haben einfach mehr Angst das er Hunger hat als das er sich von der Brust entwöhnt. Immerhin hat er die ersten 6Wochen nur Flasche gekannt und mit pumpen hab ich ihn nur 4Wochen voll versorgen können deswegen ist zufüttern leider nix neues für uns. Darum ja auch dieses Thema weil ich wissen will ob das jetzt durch mein kränkeln kommt oder sonst wo her. Die letzten Wochen ohne zufüttern waren so schön
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Sibi
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von Sibi »

Vielleicht bin ich ja grausam, aber von 2-3 Tagen eingeschränkter Milchproduktion bekommt ein gesundes Baby noch keine Probleme. Es ist ja nicht so, dass NICHTS kommt, sondern, dass die Milch wohl spärlicher fließt. Das ist eben mal so... Auch wenn wir in heutigen Zeiten glauben, ein Tag mit ein wenig Hunger würde gleich Verhungern bedeuten...

Das ist ja auch in den ersten Lebenstagen das Problem - das Kolostrum ist wenig, die Menschen meinen, das Kind stirbt vor Hunger und füttern zu. Dann saugt das Kind nicht, dementsprechend folgt der Milcheinschuss später und/oder spärlich und der Teufelskreis "zu wenig Milch" ist perfekt.
Sibi
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von Sibi »

Geht's Dir denn inzwischen besser? Stell' Dir eine große Flasche oder Kanne mit einem Getränk neben das Bett und trinke alle 1-2 h ein Glas! Ich weiß, das ist schwer, wenn's einem so mies geht, aber was soll's.
spacerabbit
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von spacerabbit »

Als ich mal eine Magen - Darm - Grippe hatte und einen Tag lang weder Essen noch Trinken bei mir behalten konnte, habe ich auch gleich gemerkt, dass weniger Milch da ist. Wie Sibi Dir schon geraten hat, trinke mindestens zwei Liter am Tag und fang an, gut zu essen, wenn es wieder geht.
Nach überstandenem Infekt habe ich gemerkt, dass mein Körper ganz von selbst wieder ganz viel Essen eingefordert hat, ich hab alle zwei Stunden was gegessen und hatte auch ganz viel Durst. Und dann hat sich die Milchproduktion ganz schnell wieder geregelt.
Ich denke immer, das Beste, was man in so einer Situation machen kann: Cool bleiben! Das Baby bekommt genug Milch, die Brust regelt super Angebot und Nachfrage von selbst. Vertrau in Deinen Körper und höre auf dessen Signale, das wird sich bestimmt ganz schnell wieder einspielen!
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BlueSwan
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von BlueSwan »

Danke für eure Antworten ... dann weiß ich ja das sich das bald wieder einpegelt.
Nein Sibi das ist nicht grausam ... ich weis das ich da etwas übereifrig bin. Ich musste meinem Kleinen im Krankenhaus jeden ml reinzwängen weil er zu schwach war zu trinken, ich glaub deswegen kann ich es nicht ertragen ihm mal nix zu geben wenn er doch will (sollt ich bestimmt mal langsam dran arbeiten :oops: )
Danke für die Tipps es geht mir auf jedenfall schon etwas besser
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Minja
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von Minja »

hallo Blueswan,

ich finde dieses schlechte Gefühl- das Kind kriegt zu wenig ist, während man krank ist, ist wirklich schwer auszuhalten. Als stillende Mutter ist man ja irgendwie "verantwortlich" dafür das das Baby satt wird . Als meine Tochter drei Mon. alt war, da hatte ich eine Woche sehr hohes Fieber- es war schrecklich, ich habe mindestens stündlich gestillt. Dazu kam noch der Schub...ich war mit den Nerven am Ende. Meine Brust war auf einmal wieder sehr klein und wie ausgetrunken :roll:
Tochter lehnte Flasche ab- somit wusste ich wir schaffen es auch so.

Mein Tip : Kalorienreich trinken/essen (Sahne Kefir, Kakao mit Sahne usw)

Gute Besserung
Minja
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Minja
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Re: Weniger Milch durch Krankheit?

Beitrag von Minja »

Dachte mir ich frag jetzt einfach mal- Gehts dir besser???
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