Oh,
danke, liebe Turbomary, für Deine intensiven Ausführungen!
Das hilft mir auf jeden Fall weiter, und natürlich ist es an jeder Schule ein wenig anders.
Ja, was die Konkurrenz angeht, das merke ich bereis an der jetzigen staatlichen Vorschule: da wird für jede freiwillig erledigte Extraaufgabe vom Lehrer ein Stempel vergeben, am Ende des Monats wird geschaut wer die meisten Stempel hat und dafür gibt es dann ein Geschenk!

(ein Aufkleber, Anhänger o.ä.) - entspricht eigentlich so gar nicht meiner Lernauffassung (da lernt das Kind dann ja eigentlich, nur für das Geschenk zu lernen und nicht aus Spaß).
Es gibt da so ein paar Dinge, die mich an der jetzigen Schule sehr ernüchtern (früher Ungang mit neuen Medien der mich gewaltig stört, Geldausgaben für Dinge die ich nicht wichtig finde etc.)- insgesamt wird an unserer Schule der leistungsstarke Schüler sehr gefördert, der schwächere aber kaum.
Da ich ja noch nicht so richtig weiß, ob meine Tochter leistungsstark oder -schwach ist, finde ich die Schulwahl so schwer! Ich muss sagen, daß ich am allermeisten zu Montessori tendiere (ich weiß, falscher Fred

) - eben weil dort das Kind abgeholt wird wo es steht. Es stört mich schon ein bißchen, daß ein Kind in der Waldorfschule erst ab einem gewissen Alter intellektuell gefördert wird (Laut Steiner ist das Kind doch erst ab 14 Jahren "intellektuell" tätig).
Meine Tochter ist ziemlich intelligent und
wißbegierig (wie wahrscheinlich alle kleinen Kinder

), aber sie ist auch ziemlich "verbockt" und läßt sich nicht gerne verbiegen - Vorgegebenes mag sie nicht so gerne, da
sperrt sie sich dann schnell dagegen (aktuell langweilen sie zb die Arbeitsblätter, die muss sie dann in der Spielzeit erledigen, weil sie in der Arbeitszeit das Mitmachen verweigert). Auch in der Vorschule ist sie bereits als
Klassenclown aufgefallen

, das hat sich nach 1/2 Jahr aber gelegt. Sie ist unheimlich
intellektuell verlanlagt, sie versteht sehr viel und ist für ihre Alter psycho-sozial (laut Ärztin) sehr weit!
Dennoch kann sie zb noch
nicht lesen, liebt aber zb Bücher und möchte auch gerne lesen lernen (aber sie hat den Dreh mit dem Zusammenziehen der Wörter noch nicht raus), rechnen kann sie bereits im 20-er Raum. Alles auf freiwilliger Basis, ich hasse Druck, es kam alles von ihr!
In der Vorschule ist sie jetzt schon ziemlich unter
Druck, dort gibt es viele "Eislaufmuttis"

, die sich nachmittags 1/2 Std. hinsetzen damit das Kind lesen kann - die Hälfte der Klasse kann schon lesen!

(auf Nachfrage fand ich dann aber auch heraus, daß ein Mädchen zb gar nicht verstand was die Mutter ihr da diktierte, sondern nur auf Zuruf die Buchstaben schrieb- das ist doch kein Lesen

)
Freude am Lernen finde ich auch sehr wichtig, ich möchte, daß sie sich in der Schule wohlfühlt! Allerdings ist meine Tochter auch recht bequem, ein kleines bißchen "Druck" im Sinne von Herausfordern ist für sie schon wichtig, aus diesem Grunde würde eine komplett freie Schule wie Nenas Schule (in der Nähe wohnen wir) zb nie für mich in Frage kommen!
Sorry für das OT hier,
mir fällt die richtige Schulwahl nur sehr schwer. Es gibt vieles was ich an Waldorf mag, aber dieses extrem
Lansgame Lernen finde ich dann schwierig, wenn ein Kind zb mehr will - was macht man bei Waldorf mit diesen Kindern? Langweilen die sich dann die halbe Zeit? Irgendwie habe ich auch das Gefüh: einmal Waldorf, immer Waldorf - so als entschiede ich jetzt bereis die komplette Schulzeit für mein Kind! (ich habe schon von Fällen gelesen, wo die Waldörfler 2 Klassen hinter der Staatsschule waren als sie zur 5. Klasse wechselten - das ist dann ja auch stressig).
Die Klasesngröße finde ich deswegen schwierig weil meine Tcohter recht
geräuschempfindlich und auch sensibel ist. Sie hat bereits jetzt Schwierigkeiten mit der Klassengröße von 22 Kindern, das ist ihr einfach zuviel, sie benötigt einen kleinen, überschaulichen Rahmen, eher familiär, bei zuviel Lärm und Energie überdreht sie schnell.