ein Thread voller Pauschalaussagen...
Ich füge mal noch ein paar hinzu, bemühe ich aber, deutlich zu unterscheiden bzgl. allgemeiner Aussagen und individuellen Empfehlungen für EUCH.
Also, es ist selbstverständlich möglich, dass Dein Baby mehr Nährstoffe braucht, als es über die Muttermilch bekommt. Genauso wie es vollgestillte Einjährige gibt, die keinerlei Nährstoffmangelsymptome ausweisen, gibt es vollgestillte Babys, die bereits in den ersten Lebensmonaten behandlungsbedürftige Nährstoffdefizite entwickeln. Selten, aber eben nicht ausgeschlossen.
In Fachpublikationen werden praktisch immer drei Nährstoffe genannt, die bei längerem ausschließlichen Stillen knapp werden können. Das sind: Eisen, Zink und Eiweiß, außerdem allgemein die Kalorien. (Magnesium gehört nicht dazu.) Eisen und Zink werden häufig im Zusammenhang mit dem Immunsystem bzw. der Infektanfälligkeit genannt, d.h. es ist möglich, dass ein Eisen- oder Zinkmangel im Säuglingsalter dadurch auffällt, dass das Kind besonders infektanfällig ist. Weitere klassische Symptome in diesem Bereich sind: Müdigkeit, Blässe, Appetitmangel, Entwicklungs- und Wachstumsverzögerungen.
Wir hier wissen nicht, ob Dein Baby einen Nährstoffmangel hat (oder Du), Ihr selbst auch nicht, und Deine Ärztin auch nicht, wenn sie kein Blutbild macht.
Einem manifesten Nährstoffmangel ist eh kaum über das bisschen Fleischbreichen beizukommen, was ein Normalbaby freiwillig isst, d.h. Supplentierung ist der sinnvollste Weg, plus Stillen und Beikost nach Bedarf.
LG
Julia