Geduld langsam am Ende :-(((

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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BlueSwan
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Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von BlueSwan »

Hallo ich bin neu hier und hab ein Problem.

Vorgeschichte: mein kleiner Mann ist ein Früchen (32SSW) die ersten Wochen lag er im Brutkasten und ich sollte erstmal nur abpumpen und dann per Flasche füttern und selbst dabei gab es noch Probleme mit Trinkschwäche (musste zeitweise mit Sonde ernährt werden). Nach 4 Wochen kam er dann nachhaus wo die Milch langsam kapp wurde und ich von Tag zu Tag mehr zufüttern musste. Nachdem er weiterhin gut zugenommen hatt haben wir es dann mit stillen probiert ... das war dann Stress pur: stillen, Flasche und abpumpen 6-8mal tägl. das ging nochmal 4 Wochen so bis er das erste mal keine Flasche mehr wollte. Nach viel hin und her sind wir nun fast beim vollstillen nur abends bekommt er noch eine Flasche und ganz selten tagsüber vorm rausgehen. Er ist jetzt 12 Wochen alt und macht sich prächtig.

Jetzt mein Anliegen, Er trinkt so unregelmässig meist so alle 2 Stunden aber manchmal dann wieder stündlich dann auf einmal schläft er 4 Stunden (selten aber kommt vor) Müsste sich das nicht ihrgentwann einpegeln und die Zeit abstände größer werden ... ich mein mal klar er wär jetzt grad mal 4Wochen alt wäre aber mir kommt es ewig vor weil es so stressig war ihn überhaupt so weit zu bekommen.

Das erste Problem die Flasche vorm rausgehen. Es läuft jeden Tag gleich ab ich stille den Kleiner und wenn er satt ist zieh ich ihn an zum rausgehen und kaum hatt er die Mütze auf sucht er wieder manchmal macht er dann so ein Theater das ich ihm einfach noch ne Flasche geben (nochmal stillen hab ich auch schon probiert dann geht trotzdem so los) und dann trinkt er auch locker nochmal 100ml nach. Wie kann ich das umgehen???

Das zweite Problem ist Abends ... ich würd so gern die Flasche weg lassen da er aber alle 2 Stunden trinkt das pack ich nicht die ganz Nacht. Zur Zeit bekommt er 20 Uhr die Flasche dann kann ich mal 4Stunden schlafen um 24 Uhr gehts dann weiter und dann im 2 Stunden takt wieder.
So langsam kommt meine Gedult an ihre Grenzen ... und das schlimmste ist. Jede Stillfrage die ich meiner Hebamme stell heist es nur da muss ich Gedult haben oder halt Flasche geben. Sonst ist ne echt gute Hebamme aber nach 3 Monaten Geduld kann mans netz mehr hören.

Wäre echt schön wenn ihr ein paar Tipps für mich hättet damit ich diese blöde Flasche verbannen kann

VG
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Teazer
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von Teazer »

Herzlich Willkommen im Forum! :D Wow, da habt Ihr aber eine ganz schöne Strecke Stillgeschichte schon hinter Euch. Toll, dass Ihr so weit gekommen seid!

Das Stillverhalten Deines Sohnes ist völlig normal. Insbesondere das viele Trinken am Abend. Man nennt das Clusterfeeding und es ist besonders wichtig, dieses auch zu bedienen, denn dadurch wird die Milchproduktion dem tatsächlichen Bedarf Deines Kindes angepasst. Wenn Du da grundsätzlich eine Flasche gibst, dann wird sich das leider nicht einpendeln und die Flasche wird Euer Begleiter bleiben.

Ich kann Dein Bedürfnis nach Schlaf natürlich verstehen. Wo schläft denn Dein Kleiner und wie stillt Ihr nachts? Kannst Du im Liegen stillen? Dann wäre es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis ihr im Dunkeln und im Halbschlaf stillen könnt. Dann sind die Nächte auch nicht so anstrengend.

Was das Rausgehen angeht: Trägst Du? Dann könntest Du üben im Tragetuch zu stillen. Dann bist Du mobil und könntest das Bedürfnis Deines Sohnes trotzdem befriedigen.

Hebammen sind i.d.R. ganz großartig, aber nicht alle sind gute Stillberaterinnen, denn das ist nur ein Randthema in ihrer Ausbildung. Leider. Flasche zu geben macht - außer natürlich in wirklichen Engpass-Zeiten - meist mehr kaputt als das sie zum Weiterstillen hilft.
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LaraKessel
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von LaraKessel »

Klar pendelt sich das irgendwann ein, allerdings hat mein Großer heute noch alle 2-3 Stunden Hunger tagsüber. Dafür nimmt er eben nachts nichts zu sich.
Mein Kleiner trinkt den Tag über alle 2-4 Stunden. Allerdings hat er eine längere Stillpause bzw. Schlafphase vom Zubettgehen an sind es so 4-6 Stunden zum ersten Stillen. Das kenne ich so von vielen Babys die gestillt werden.

Beim rausgehen. Das hatten wir die ersten Monate auch (frag mich nicht wie lange, ich weiß es nicht). Ich hatte gerade den Kleinen im Tuch, den Großen und mich fertig angzogen da fing der Kleine an zu schreien, völlig egal, wann er vorher getrunken hatte. Ich habe ihn dann einfach nochmal angelegt und gestillt. Er hat dann meistens nochmal gut getrunken und ist dann auch meistens im Tuch sehr lange ruhig geblieben und hat meistens 2-3 Stunden durchgehalten, was für ihn damals Rekord war. Er wollte nämlich alle halbe- alle Stunde gestillt werden.
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Teazer
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von Teazer »

Ja, der Rhythmus ändert sich immer wieder, kann kurz und lang sein. Das ist wie bei uns Großen. Manche essen zweimal am Tag, andere brauchen drei Hauptmahlzeiten und viele Zwischenmahlzeiten ...
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BlueSwan
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von BlueSwan »

Danke erstmal ... gut zu hören das es auch andern so geht mit den2 Stunden (kenn ihrendwie nur Flaschenmuttis)

Er schläft in seinem Bett das aber noch in unserem Schlafzimmer steht ... Unser Bett ist leider zu klein das er dort nicht mit drin schläfen könnt stillen im Liegen kurz geht aber da bin ich aber noch unruhiger als im sitzen weil ich Angst hab das er rausfällt unter die Decke rutsch usw.

Wir gehen sowohl im Tuch als auch mit Kinderwagen raus ... aber im Tuch ist das Theater meist schlimmer da muss ich dann wirklich Flasche geben obwohl es jetzt auch schon ab und an mit Schnuller klappt.
Stillen im Tragetuch kenn ich allerdings net ... wie soll das gehen oder wo find ich Infos dazu???
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Teazer
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von Teazer »

BlueSwan hat geschrieben:Er schläft in seinem Bett das aber noch in unserem Schlafzimmer steht ... Unser Bett ist leider zu klein das er dort nicht mit drin schläfen könnt stillen im Liegen kurz geht aber da bin ich aber noch unruhiger als im sitzen weil ich Angst hab das er rausfällt unter die Decke rutsch usw.
Und wenn Du bei seinem Bett das Gitter auf einer Seite abmontierst und die Betten direkt zusammen stellst, also quasi ein großes Stillbett bastelst? Das klappt bei vielen sehr gut und Du musst nicht aufstehen, sondern ihn nur hin- und her"schieben".
BlueSwan hat geschrieben:Stillen im Tragetuch kenn ich allerdings net ... wie soll das gehen oder wo find ich Infos dazu???
Wie trägst Du denn? Je nachdem kannst Du ihn dann tiefer binden fürs Stillen.
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Marlen
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von Marlen »

Ich schicke dir maln solidarischen Drücker rüber!
Meine Maus stillt phasenweise auch noch manchmal alle 2-3 Stunden *gähn
Gibt es irgendwie die Möglichkeit sein Bettchen mit an euer Bett mit ran zu schieben?Es erleichtert nachts einiges,wenn man zum stillen nicht hoch muss und entspannt im Liegen andocken kann.Meist kann Mama dabei dann auch weiter dösen.Meine Maus pennt bei uns in der Mitte,da ist Bettdeckentechnisch noch nie was passiert
"Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.“
M.(´86) mit M.(*16.08.10)
Jadzia
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von Jadzia »

Ich versteh dich



aber leider kann ich dir nur sagen, daß meine Tochter bis zum Alter von 5 Monaten einen 2h Rhythmus hatte ( sie packt pro Mahlzeit keine so großen Portionen, auch heute nur so 100ml) und wir sogar morgens einen Stunden!Rhythmus hatten, so ab 5 Uhr bis so ca 10 Uhr.


ich dachte aus der Nummer komm ich nie mehr raus.


Und dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag und jetzt haben wir schon Stillmahlzeiten vergessen :oops:


Wenn du wirklich keine Flasche mehr geben willst, dann gib dir noch mal ein richtiges Kuschel WE mit dem Kind. nackig ins Bett und ständig anlegen - nix mit rausgehen. Ich hab das gemacht als wir eine kleine Milchkrise hatten und die Milch kam danach wie aus Kübeln.
Eine Freundin hatte das auch - krasse Gedeihstörung und Zufüttern und hat den Dreh dann innerhalb von 2,3 Tagen bekommen. Wenn ich das jetzt richtig lese ist die Zufüttermenge ja nicht so groß.

Man kann es ja auch stufenweise reduzieren, aber ich hätte da nich den Nerv. ich hab da die Kokon Methode gemacht. Ob das bei jeder Frau geht, weiß ich nicht, aber schaden kann kuscheln und anlegen ja auch nicht :wink:

Es wird leichter werden mit dem Stillen. Ganz bestimmt. Nur wenn man so mittendrin ist, dann sieht man manchmal gar kein Land mehr.


Liebe Grüße
Alles kann, Liebe muss

Jadzia mit Dax (03/11)

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moselkind
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von moselkind »

Hallo :)

Ich dachte ja am Anfang, dass das Kind irgendwann einen "Rhythmus" haben müsste. Irgendwie hatte ich vorher dieses Wort zu oft gehört/gelesen. Gabs aber niemals nie. Auch wenn mir etliche Eltern erzählten, ihre Kinder hätten von Anfang an 3-h-Abstände gehabt oder so.

Mit 3-4 Monaten hat meine Tochter dann fast regelmäßig (!) alle 1-2 Stunden getrunken und ich hab endlich eingesehen, dass es völlig ok so ist, wie es ist. Und kaum hatte ich mich ans ständige Stillen gewöhnt, beschloss sie, plötzlich viel länger durchzuhalten (dafür manchmal Nachts wieder öfter :roll: ). Das geht seit ein paar Wochen so und sie ist jetzt 5 1/2 Monate alt. Du siehst also, du darfst durchaus hoffen, auch wieder etwas anderes zu tun als zu stillen :)

Und bis dahin: Leg dir tagsüber was gutes zu Lesen auf die Couch und lass dich ruhig bedienen, falls sich das einrichten lässt :)

Alles Gute und lg K
K mit großer Schwester L 05/11 und kleinem Bruder M 02/14
Schnippelchen2011
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Re: Geduld langsam am Ende :-(((

Beitrag von Schnippelchen2011 »

hallo....

Ihr seid soweit gekommen, trotz der schwierigen Anfangsphase! *RESPEKT* Nicht den Mut verlieren.
Immer positiv denken!

Viel Glück und alles Gute

P.S. Ich schau schon gar nicht mehr immer auf die Uhr....ich laß mein Zwerg stillen wenn er möchte. Seid dem bin ich etwas entspannter!
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