abstillen - ich schaffe es nicht...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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maionn
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abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von maionn »

22 monate, längstens 3 stunden schlaf, oft nur 1,5 stunden oder 30 minuten, wochenlanges dauernuckeln ich darf dabei nicht liegen - ich kann nicht mehr!!! ich sitze hier im bett und heule, mein kind ist so sehr mamamilch fixiert und isst auch tagsüber wenig, ich fühle mich wie eibe versagerin die das abstillennicht schafft!!! ich hab probiert nachts zu reduzieren, mia akzeptiert es null, schreit so hysterisch man kann sich das gar nicht vorstellen! ausenstehende sagen immer dass ich noch nicht genug leide, aber ich kann nicht mehr - trotzdem ist mias weinen schlechter zu ertragen als der größte schlafentzug! ach mensch - meine inneren agressionen gerade sind schlimm - warum kann ich keine grenze zeigen? es ist keine phase - es ist fast immer so... kennt das jemand? wann wirds besser? wird es besser? dazu ist mia gerade auch tagsüber ein echter räuber und fordert mich sehr und das obwohl die batterien leer sind :(
Liebste Grüße von Marion und dem tollen Mädchen Mia (1/10)
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JUST-ME
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Re: abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von JUST-ME »

((Maionn))
Du machst doch nix falsch, das du deinem weinenden Kind die Brust nicht verweigerst finde ich nicht inkonsequent sondern total navollziehbar, ich hätte das auch nicht gekonnt.

Also hier war es auch lange so das mein Sohn fürchterlich geweint und gebrüllt hat wenn ich versucht habe ihn nachts nicht zu stillen, irgendwann ging es aber von heute auf morgen problemlos das ich ihn vertrösten konnte... etwa zeitgleich hat er auch tagsüber das stillen drastisch reduziert. Allerdings war er zu diesem Zeitpunkt etwa ein Jahr alt... also nicht wirklich vergleichbar mit deiner Situation...
Hat deine Tochter einen Schnuller? Schlaft ihr im Familienbett?
Liebe Grüße von ME mit Mini-ME (*06/10) an der Hand und Micro-ME (*02/12) im Arm

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JUST-ME
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Re: abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von JUST-ME »

Kannst du dich vlt ausquartieren und der Papa versucht mal sie nachts zu beruhigen?
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Karinke
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Re: abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von Karinke »

Spontan, mein erster Gedanke nach einem Drücker für dich ((Maionn)):
Wenn es mir zuviel wird mit dem Stillen, oder mit der Art zu stillen, dann informiere ich mein Kind ganz sachlich darüber und Packe die Brust ein.
Ok, ich blicke erst knapp auf die Hälfte der Monate zurück, aber meine Brust gehört mir. Hier bestimme ich die Regeln. Nicht, dass ich es verweigere, aber ich bestimme, wo die Grenze ist. Ob beissen, An-Abdockspiele, Knübeleien, Ich sage, wann es mir zuviel wird und dann ist schluss, Wird diese Grenze überschritten packe ich die Brust ein, aber mit klarer Ansage. Das erste mal ganz bewusst mit zurückzählen machten wir das als sie etwa 7 Monate alt war. Seither wird diese Grenze super akzeptiert. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du dem Kind keine Vorwürfe machst, sondern Steh zu DEINER Grenze. Hält sie sich daran, darf sie Trinken, solange es in deiner Grenze bleibt. beginnt sie zu überschreiten informierst du sie - Fertig - Brust einpacken.

Bedürfnisorientiert ist nicht mit Selbstaufgabe gleichzusetzen!

Wünsche dir viel kraft und Weisheit!

(und in 12 Monaten sprechen wir wieder darüber, wie gut ich es heute wusste ;-) )
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maionn
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abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von maionn »

danke für die liebe antwort ;) mia ist absolute schnuller-verweigerin, leider! er wird im hohen bogen ausgespuckt! im familienbett schlafen wir beide - der papa ist vor monaten ausgezogen ins gästebett weil er einfach zu wenig schlaf bekommen hat! ich hab einfach das gefühl dass alles bei uns schief läuft - mia fährt kein auto, schläfz sooooo schlecht, fährt kein buggy und ist ein kleiner rabauke der kaum zu bändigen ist. alle scheinen es besser zu haben - ich bin echt gefrustet und ja, im moment auch echt wütend und sauer!!!
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maionn
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abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von maionn »

JUST-ME hat geschrieben:Kannst du dich vlt ausquartieren und der Papa versucht mal sie nachts zu beruhigen?

oh der papa!! kann seibe tochter nicht weinen sehen und ist dabei keine unterstützung - im gegenteil, er drângt mich zum weiterstillen und ich breche noch schneller ein und fühle mich dann auch noch schlecht!! :(
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maionn
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Beitrag von maionn »

Karinke hat geschrieben:Spontan, mein erster Gedanke nach einem Drücker für dich ((Maionn)):
Wenn es mir zuviel wird mit dem Stillen, oder mit der Art zu stillen, dann informiere ich mein Kind ganz sachlich darüber und Packe die Brust ein.
Ok, ich blicke erst knapp auf die Hälfte der Monate zurück, aber meine Brust gehört mir. Hier bestimme ich die Regeln. Nicht, dass ich es verweigere, aber ich bestimme, wo die Grenze ist. Ob beissen, An-Abdockspiele, Knübeleien, Ich sage, wann es mir zuviel wird und dann ist schluss, Wird diese Grenze überschritten packe ich die Brust ein, aber mit klarer Ansage. Das erste mal ganz bewusst mit zurückzählen machten wir das als sie etwa 7 Monate alt war. Seither wird diese Grenze super akzeptiert. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du dem Kind keine Vorwürfe machst, sondern Steh zu DEINER Grenze. Hält sie sich daran, darf sie Trinken, solange es in deiner Grenze bleibt. beginnt sie zu überschreiten informierst du sie - Fertig - Brust einpacken.

Bedürfnisorientiert ist nicht mit Selbstaufgabe gleichzusetzen!

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(und in 12 Monaten sprechen wir wieder darüber, wie gut ich es heute wusste ;-) )
danke karinke für deinen
post! ja ich denke dass du recht hast mit der klaren ansage, aber verschlafen in der nacht? das hört sie doch gar nicht richtig sie von null auf hundert sooo wütend! und wahrscheinlich hab ich echt den zeitpunkt verpasst - jetzt wirds schwierig...
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honigbienchen
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Re: abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von honigbienchen »

Erfahrungsgemäß wird es besser, wenn es dir besser geht! Je klarer du weißt, was du möchtest und je weniger du dich selbst und deine Entscheidung in Frage stellst, desto besser klappt es.

Kannst du schauen, wo du im Alltag mal etwas Zeit für dich findest? Deinen Mann da einbeziehen, dass er euer Kind mal übernimmt, dass du auch mal zu Kräften kommst, aus denen du dann schöpfen kannst.
Du bezeichnest dich selbst als "Versagerin", denk nicht so von dir, dem ist nicht so und es hilft dir nicht weiter.

Schau, was dich am meisten "stört" und fange da an.
Schau mehr auf dich, auch das ist wichtig für dein Kind :wink:
Annette

Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
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Karinke
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Re: abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von Karinke »

Dann beginn Tagsüber die Grenze zu ziehen, oder Angekündigt auf die Nacht hin: Heute Nacht darfst du Trinken Kommen, aber ICH sage, wenn es mir genug ist. Dann darfst du dich an mich kuscheln und wir schlafen weiter. Ok? Oder irgend ein Tierchen oder so anbieten. Einfach so, dass sie weiss, dass nicht SIE Abgewiesen wird, sondern dass sie wirklich weiss, dass es DEINE PERSÖNLICHE Grenze ist, die sie überschreiten täte. Vielleicht, dass du ihr Tagsüber die Grenzen aufzeigst, wo sie sie überschreitet. Wenn das gut klappt dann auf die Nacht ausweiten. Was meines Erachtens nicht möglich sein wird, oder wo ich mich achten täte, wäre, dass sie wegen dem Grenzensetzen nicht unnötig Hungrig ist, in dem Moment, wo du es auf die Nacht ausweitest oder beginnst. Trinkt sie Wasser? Aus dem Glas, wie Mama auch? Wenn ihr z.B in der Nacht dann gemeinsam einen Schluck lauwarmes Wasser trinken tätet? Oder Zimmerwarm? Einfach nicht ganz kalt. Da könnte ich auch nciht mehr schlafen.
Wichtig ist: Es geht nicht darum meine Unqualifizierten Tipps eins zu eins umzusetzen. Ich bin keine Stillberaterin, Nur Mama mit 2 Burnouts und einem Ersten Kind, dass 11 Monate alt ist. Schau was dein Bedürfnis ist und sag dies deiner Tochter ganz ehrlich. Und eben, nicht anklagend, sondern Informierend.

Verpasst würde ich nicht sagen. Nur Zeit dazu... Ihr beide müsst Reifen um den Prozess zu durchlaufen. Wenn jemand davon unreif ist, geht es nicht.
Viel Gspüri für deine Bedürfnisse

Karinke
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Gustazo
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Re: abstillen - ich schaffe es nicht...

Beitrag von Gustazo »

maionn hat geschrieben: mia ist absolute schnuller-verweigerin, leider! er wird im hohen bogen ausgespuckt! im familienbett schlafen wir beide - der papa ist vor monaten ausgezogen ins gästebett weil er einfach zu wenig schlaf bekommen hat! ich hab einfach das gefühl dass alles bei uns schief läuft - mia fährt kein auto, schläfz sooooo schlecht, fährt kein buggy und ist ein kleiner rabauke der kaum zu bändigen ist. alle scheinen es besser zu haben - ich bin echt gefrustet und ja, im moment auch echt wütend und sauer!!!
mia ist kein einzelfall! luca ist jetzt 2 3/4 jahre alt. sie wolle auch nie einen schnuller. anfangs habe ich ihr keinen gegeben, so die ersten 2 monate, danach flog der im hohen bogen aus dem mund raus (im nachhinein finde ich das gut). im auto war es vom erste tag an eine katastrophe, nichtmal 10 min ging das gut. bis sie so ca. 14 monate alt war hat sie außer brust eigentlich nichts anderes gegessen. vom kinderwagen wollte sie nie was wissen (...ich hatte sie aber auch immer viel lieber bei mir im tuch oder manduca...).
das ist anstrengend, wenn man denkt dass man alles tut für sein kind und es aber irgendwie nie gennug ist.

mit dem auto wurde es besser seit sie im kinsersitz sitzt und nicht mehr im maxicosi, also nach vorne schauen kann. aber auch nur allmählich...
ich denke dass kinder, auch schon im alter von mia, "sinnvolle" grenzen recht gut verstehen. luca hatte mal ne zeit da hat sie mich immer in die brustwarzen gebissen. dann habe ich sie abgedockt indem ich ihr den zeigefinger zwischen die kiefer geschoben habe und ihr gesagt: nein luca beißen geht nicht damit tust du mir weh. sie hat natürlich geweint, ich habe sie auf dem arm behalten und getröstet, aber brust gab´s in dem moment nicht. die nachricht sollte sein: ich liebe dich gleichviel, immer, aber weh tun darfst du mir nicht. das hat sie dann recht schnell kapiert.

alles das wird besser, mit der zeit. vielleicht hilft es wenn du versuchst -auch wenn´s grad so schwer ist- jedem moment was positive abzugewinnen, sie werden ja sooo schnell groß die kleinen. ich denke es ist am wichtigsten dass du deine schmerzensgrenzen erkennst und nicht darüber hinausgehst. eine unglückliche mama kann kein glückliches baby haben.

nur mut!
Liebe Grüße,
Hilde

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