Nehmen wir zB die kleinen Sandsäcken...sie sind mit blauem Stoff umhüllt. Gedacht eigentlich um Tücher zB am Tisch zu beschweren damit sie halten. Manchmal schlüpfen die Kinder aber auch mit den Füßchen rein, dann sind sie Schlittschuhe oder Inlineskates, kurz darauf legt sich ein Kind eins auf die Schulter weil es ein Papagei ist...oder sie werden aneinander gereiht und mit Muscheln verziert und mutieren zum Fluss. Genau das sind die Sachen die ich persönlich an Spielsachen schätze.
Ich persönlich mag einfach kein Plastikkram, das weniger wegen irgendwelcher Prinzipien sondern einfach weil ich's lieber natürlicher mag. Also pure Geschmackssache. Was hier wirklich NICHT geht ist irgendwelches Dudelzeug, Fisher Price, Chicco usw. da weigere ich mich wehement. Bei Playmobil konnte ich mich zu einem 123-Feuerwehrauto breitschlagen lassen (und das nach langer Suche wovon nix ihm gefiel) und auch ein Bruder Müllauto hat er (das Große) einfach weil er damit noch ewig wird spielen können und es stabil ist, made in Germany und überhaupt...damit spielt er täglich seit fast einem Jahr und es ist auch nicht "Waldorf"
Also "dogmatisch" ist das sicherlich auch nicht aber ich denke es kommt einfach darauf an was einem wichtig ist. Man muss es ja niemandem recht machen oder beweisen, wer mehr "Waldorf" ist. (Geht übrigens auch bei der Kleidung gerade weiter. Wir haben im Kindergarten Kinder die ausschließlich Ökokleidung tragen, welche die H&M, Vaude, Jako-o tragen, welche die irgendwas Second Hand anhaben und welche die ausschließlich in Finkidsachen rumlaufen) Sondern es geht halt einfach darum zu überlegen, was erachte ich als pädagogisch wertvoll, was möchte ich in meinem Haus und was nicht. Mag ich "vorgegebenes" Spielzeug hier haben und wenn ja in welchem Ausmaß oder ist es mir schnurz oder wie oder was. Und das entscheidet jede Familie individuell ja für sich.

