Ich kenne keinen von denen persönlich und kann daher nur von anderen Mechanismen her ableiten:jusl hat geschrieben: Und warum Non-Profit- und Selbsthilfeorganisationen sich dann ebenfalls diesen "Erkenntnissen" verschließen, leuchtet ja auch nicht ein... vermutlich ist das ganze doch etwas komplizierter.
In den unteren Regionen der Organisationen arbeiten Leute, die seit 20 Jahren bestimmte Thesen nachbeten, die ja nun auch wirklich extrem verbreitet und verkauft und geglaubt wurden. Bei denen kommen neue Ansätze naturgemäß langsam oder schlecht an, sie stoßen womöglich sogar auf Ablehnung.
Weiter oben ist es doch wohl nicht abstrus anzunehmen, dass sich die Milchindustrie eben doch einmischt, indem sie z.B. Fortbildungen anbietet, Infomaterial druckt, Sponsorengelder verteilt etc. etc. Ist in meinen Augen völlig offensichtlich wie die Einflussnahme auf die Ernährungswissenschaft. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass viele - zum Glück zunehmend weniger - "Wissenschaftler" die alten Märchen weiterverbreiten...
Och, das hab ich persönlich schon Ende der 80er im Klassiker "Fit fürs Leben" von den Diamonds gelesen, das ist also überhaupt nichts neues!!für die These "Kuhmilch z.B. ENTZIEHT dem Körper Kalzium durch die aufwändige Verwertung des Milcheiweißes." z.B. hab ich noch nie einen Beweis gelesen.
Ein anderes Beispiel, wie Marketing und VOlksglauben zusammengehen:
Wer von euch weiß, wo der Spruch "One apple a day keeps the doctor away" herkommt? Volksmund aufgrund positiver ERfahrung? Mitnichten.
Tja, den haben sich die Apfelbauern ausgedacht, als sie die ersten veredelten Zuchtäpfel an den skeptischen Mann bringen wollten. Der hatte nämlich bisher nur harte, relativ saure Äpfel gegessen und musste sich an das saftige Vergnügen erst herantasten.
Ich glaube zwar auch, dass Obst gesund ist, wollte damit nur deutlich machen:
Auch wenn etwas den Eindruck macht, als würden es alle glauben und es wäre immer schon so gewesen, muss es nicht stimmen bzw. sich natürlich entwickelt haben.

