Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnheit
Moderator: Giraeffchen
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M0NA
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Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnheit
Hallo ihr Lieben,
ich bräuchte mal dringend eure Meinungen, da ich grade total verunsichert bin und das Gefühl habe, alles falsch zu machen...
Heute war ich mit meiner Tochter (5 Monate alt) zum ersten Mal mit einigen Mädels aus dem gleichen Geburtsvorbereitungskurs in einer Babygruppe (einer Art Spielgruppe, die uns von unserer Hebamme wärmstens empfohlen wurde. Ich muss dazu sagen, dass die Leiterin der Gruppe eigentlich keine wirklichen Qualifikationen in dem Bereich nachweisen kann (außer dass sie selbst Mutter ist und wohl mal ein zwei Kurse besucht hat), aber das nur am Rande. In jeder Kursstunde sollen auch Themen angesprochen werden, die eben grade so aktuell sind (Beikost, etc.). Heute sollte man schon in der Vorstellungsrunde sagen, ob das eigene Kind bereits durchschläft (wie ich dieses Thema hasse...), ob man noch stillt, etc. Fand ich irgendwie schonmal etwas unpassend. Ich stille meine Kleine mit 5 Monaten noch voll. Außer mir waren noch zwei Mamas, die noch voll stillen (eine mit ebenfalls 5 Monate altem Kind, eine mit erst knapp 4 Monate altem Baby). Insofern waren wir schon die Exoten. Als es dann ums Durchschlafen ging, sagten wir Stillmamas, dass unsere Kinder sich nachts halt (wie auch tagsüber) so ca. im 3-Stunden-Rhythmus melden und eben noch nicht durchschlafen. Daraufhin hat die Kursleiterin beinahe die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und meinte, warum wir uns das antun und sie spricht dann heute mit uns noch über das Thema "Schlafen" und gibt uns ein paar Tipps wie wir das Problem lösen können (war für ein Problem, dachte ich mir da nur - ich habe keins, mir wird eins eingeredet, aber naja). Ich versuche jetzt mal wiederzugeben, was sie uns dann dazu gesagt hat:
Schlafen müssen Kinder lernen und das passiert nicht von selbst. Und man kann Kindern auch schlechte Schlafgewohnheiten antrainieren, die man dann nicht mehr ohne Weiteres abstellen kann. Wenn man etwas ändern möchte, dann sollte man das schnellstmöglich tun, denn je länger man wartet und je älter die Babies werden, desto schwieriger wird es. Ihre Theorie ist, dass die menschliche Verdauung nachts (also von ca. 21 Uhr bis 6 Uhr) im Grunde nicht arbeitet. Sowohl beim Erwachsenen als auch bei Kindern. Wenn Babies nachts aufwachen (bspw. im 3-Stunden-Rhythmus) dann tun sie das nicht aus Hunger, sondern da meldet sich der Urinstinkt, da die Höhlenmenschen früher auch nachts regelmäßig das Feuer kontrollieren mussten. Außerdem wachen die Babies kurz auf, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. (Deshalb wäre es auch so wichtig, dass man Babies wach ins Bett legt. Legt man sie schlafend hin und sie wachen dann nach ein paar Stunden auf und sind woanders, als sie eingeschlafen sind, bekämen sie Angst.) Da ja nun die Babies ihrer Meinung nach nicht vor Hunger aufwachen und die Verdauung ohnehin nicht arbeitet, ist es also das Verkehrteste, was man machen kann, nachts zu stillen. Man trainiert den Kindern damit nur schlechte Gewohnheiten an und tut der Verdauung damit ganz Schreckliches an (wortwörtlich: da seht ihr, was ihr euren Kindern antut und wundert euch auch noch, dass sie häufig Bauchschmerzen haben, wenn die Milch im Magen liegen bleibt und sauer wird). Um aus dem Teufelskreislauf auszubrechen, müsste man jetzt halt mal ein paar Nächte hart bleiben und die Kinder nicht anlegen zum Trinken, damit sie diese Angewohnheit durchbrechen. Spätestens um 23 Uhr soll man das letzte Mal stillen und frühestens morgens um 5 Uhr wieder. Wenn sich das Kind dann nachts meldet, solle man es ruhig auf den Arm nehmen (oder besser der Papa, weil er nicht nach Milch riecht) und trösten, wenn es schreit, aber eben nicht stillen. Sie hätte das mit ihren Kindern direkt nach dem Krankenhaus so praktiziert und keine Probleme gehabt. Immerhin hat sie nicht empfohlen zu ferbern (hat sie auch extra nochmal beton, dass sie es grausam findet, ein Kind einfach alleine schreien zu lassen), denn sonst wäre ich glaube ich aufgestanden und gegangen.
Mich würde jetzt wirklich interessieren, was ihr darüber denkt. Das man Schlafgewohnheiten in gewissem Maß trainieren kann, ist mir bewußt, aber ich war bisher eigentlich schon immer der Meinung, dass sich meine Kleine nachts meldet, weil sie Hunger hat. Sie trinkt dann auch zügig und schläft danach direkt weiter. Ich habe genau das auch der Kursleiterin gesagt, und sie meinte darauf, dass das sicher stimmt, dass meine Kleine Hunger hat und gut trinkt, aber nicht weil sie´s braucht, sondern weil sie sich daran gewöhnt hat, was zu bekommen. Sie sprach dann noch von einem Experiment mit einigen Studenten, die eine zeitlang jede Nacht um drei Uhr geweckt wurden und ein Schinkenbrot essen sollten. Anfangs taten sie das nur widerwillig und ohne Appetit, nach einiger Zeit aber sind sie von selbst immer um drei Uhr aufgewacht und haben sich auf ihr Schinkenbrot gefreut...
ich bräuchte mal dringend eure Meinungen, da ich grade total verunsichert bin und das Gefühl habe, alles falsch zu machen...
Heute war ich mit meiner Tochter (5 Monate alt) zum ersten Mal mit einigen Mädels aus dem gleichen Geburtsvorbereitungskurs in einer Babygruppe (einer Art Spielgruppe, die uns von unserer Hebamme wärmstens empfohlen wurde. Ich muss dazu sagen, dass die Leiterin der Gruppe eigentlich keine wirklichen Qualifikationen in dem Bereich nachweisen kann (außer dass sie selbst Mutter ist und wohl mal ein zwei Kurse besucht hat), aber das nur am Rande. In jeder Kursstunde sollen auch Themen angesprochen werden, die eben grade so aktuell sind (Beikost, etc.). Heute sollte man schon in der Vorstellungsrunde sagen, ob das eigene Kind bereits durchschläft (wie ich dieses Thema hasse...), ob man noch stillt, etc. Fand ich irgendwie schonmal etwas unpassend. Ich stille meine Kleine mit 5 Monaten noch voll. Außer mir waren noch zwei Mamas, die noch voll stillen (eine mit ebenfalls 5 Monate altem Kind, eine mit erst knapp 4 Monate altem Baby). Insofern waren wir schon die Exoten. Als es dann ums Durchschlafen ging, sagten wir Stillmamas, dass unsere Kinder sich nachts halt (wie auch tagsüber) so ca. im 3-Stunden-Rhythmus melden und eben noch nicht durchschlafen. Daraufhin hat die Kursleiterin beinahe die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und meinte, warum wir uns das antun und sie spricht dann heute mit uns noch über das Thema "Schlafen" und gibt uns ein paar Tipps wie wir das Problem lösen können (war für ein Problem, dachte ich mir da nur - ich habe keins, mir wird eins eingeredet, aber naja). Ich versuche jetzt mal wiederzugeben, was sie uns dann dazu gesagt hat:
Schlafen müssen Kinder lernen und das passiert nicht von selbst. Und man kann Kindern auch schlechte Schlafgewohnheiten antrainieren, die man dann nicht mehr ohne Weiteres abstellen kann. Wenn man etwas ändern möchte, dann sollte man das schnellstmöglich tun, denn je länger man wartet und je älter die Babies werden, desto schwieriger wird es. Ihre Theorie ist, dass die menschliche Verdauung nachts (also von ca. 21 Uhr bis 6 Uhr) im Grunde nicht arbeitet. Sowohl beim Erwachsenen als auch bei Kindern. Wenn Babies nachts aufwachen (bspw. im 3-Stunden-Rhythmus) dann tun sie das nicht aus Hunger, sondern da meldet sich der Urinstinkt, da die Höhlenmenschen früher auch nachts regelmäßig das Feuer kontrollieren mussten. Außerdem wachen die Babies kurz auf, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. (Deshalb wäre es auch so wichtig, dass man Babies wach ins Bett legt. Legt man sie schlafend hin und sie wachen dann nach ein paar Stunden auf und sind woanders, als sie eingeschlafen sind, bekämen sie Angst.) Da ja nun die Babies ihrer Meinung nach nicht vor Hunger aufwachen und die Verdauung ohnehin nicht arbeitet, ist es also das Verkehrteste, was man machen kann, nachts zu stillen. Man trainiert den Kindern damit nur schlechte Gewohnheiten an und tut der Verdauung damit ganz Schreckliches an (wortwörtlich: da seht ihr, was ihr euren Kindern antut und wundert euch auch noch, dass sie häufig Bauchschmerzen haben, wenn die Milch im Magen liegen bleibt und sauer wird). Um aus dem Teufelskreislauf auszubrechen, müsste man jetzt halt mal ein paar Nächte hart bleiben und die Kinder nicht anlegen zum Trinken, damit sie diese Angewohnheit durchbrechen. Spätestens um 23 Uhr soll man das letzte Mal stillen und frühestens morgens um 5 Uhr wieder. Wenn sich das Kind dann nachts meldet, solle man es ruhig auf den Arm nehmen (oder besser der Papa, weil er nicht nach Milch riecht) und trösten, wenn es schreit, aber eben nicht stillen. Sie hätte das mit ihren Kindern direkt nach dem Krankenhaus so praktiziert und keine Probleme gehabt. Immerhin hat sie nicht empfohlen zu ferbern (hat sie auch extra nochmal beton, dass sie es grausam findet, ein Kind einfach alleine schreien zu lassen), denn sonst wäre ich glaube ich aufgestanden und gegangen.
Mich würde jetzt wirklich interessieren, was ihr darüber denkt. Das man Schlafgewohnheiten in gewissem Maß trainieren kann, ist mir bewußt, aber ich war bisher eigentlich schon immer der Meinung, dass sich meine Kleine nachts meldet, weil sie Hunger hat. Sie trinkt dann auch zügig und schläft danach direkt weiter. Ich habe genau das auch der Kursleiterin gesagt, und sie meinte darauf, dass das sicher stimmt, dass meine Kleine Hunger hat und gut trinkt, aber nicht weil sie´s braucht, sondern weil sie sich daran gewöhnt hat, was zu bekommen. Sie sprach dann noch von einem Experiment mit einigen Studenten, die eine zeitlang jede Nacht um drei Uhr geweckt wurden und ein Schinkenbrot essen sollten. Anfangs taten sie das nur widerwillig und ohne Appetit, nach einiger Zeit aber sind sie von selbst immer um drei Uhr aufgewacht und haben sich auf ihr Schinkenbrot gefreut...
LG, Nicole mit Glühwürmchen (04/2011)
Danke, mein Schatz, dass Du mich erziehst und mich Geduld lehrst.
Danke, dass Du mir zeigst, wie grenzenlos Vertrauen, wie bedingungslos Liebe sein kann.
Danke, dass es Dich gibt...
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- Kate
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
Sooooo eeeiiin Quaaatsch!
Mein Sohn stillt mittlerweile nachts meistens nur ein- bis zweimal (oder ich kann mich an die anderen Male nicht erinnern
), ohne dass ich irgendetwas trainiert hätte.
Ich sehe auch keinen Grund, mein Kind nachts nicht zu stillen (die sauer werdende rumliegende Milch ist echt der Oberhammer), für uns ist das die bequemste Möglichkeit zu schlafen. Nie würde ich unnötig mein Kind nachts durch die Gegend tragen, wenn ich doch genauso liegen bleiben und weiterschlafen kann, während er kurz andockt und stillt.
Verstehe auch nicht, warum die Kursleiterin damit anscheinend so ein Problem hat
Mein Sohn stillt mittlerweile nachts meistens nur ein- bis zweimal (oder ich kann mich an die anderen Male nicht erinnern
Ich sehe auch keinen Grund, mein Kind nachts nicht zu stillen (die sauer werdende rumliegende Milch ist echt der Oberhammer), für uns ist das die bequemste Möglichkeit zu schlafen. Nie würde ich unnötig mein Kind nachts durch die Gegend tragen, wenn ich doch genauso liegen bleiben und weiterschlafen kann, während er kurz andockt und stillt.
Verstehe auch nicht, warum die Kursleiterin damit anscheinend so ein Problem hat
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
- eiskatzerle
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
Und damit hast du voll ins Schwarze getroffen.was für ein Problem, dachte ich mir da nur - ich habe keins, mir wird eins eingeredet
Ich versuch mich mal kurz zu fassen
Mein Schatz ist inzwischen 20 Monate alt und hat ganz ohne Schlaftraining und Co und natürlich mit allem was man laut Anderen Schlecht machen kann, ganz ohne Stress, Durchschlafen gelernt. Er schlief 1 Jahr im Familienbett und danach hab ich 1/2 Jahr großteils bei ihm mit im Bett (90*200-Bett) geschlafen zum umgewöhnen ans eigene Zimmer. Stillen durfte er wann immer er es wollte bis er selbst nicht mehr wollte. Nachts wird er liebevoll bekuschelt wenn ihm danach ist.
Was soll ich sagen: Seit ein paar Wochen schläft er 80% der Nächte durch, sofern er nicht krank ist oder Zähne drücken natürlich. Ich selbst wache nachts oft auf und lausche wehmütig in die Nacht, ob er evt doch unruhig schläft, weil ich das nächtliche kuscheln so vermisse.
Ich glaube: Kinder schlafen durch wenn sie soweit sind und das von ganz alleine.
Ich les bei solchen Begebenheiten (wenn wieder alle behaupten ich mache alles Falsch, ich lass mich da auch gern mal verunsichern) gern mal im Buch "Kinder verstehen" bzw auf der Homepage dazu und höre danach wieder in mich hinein, auf mein Bauchgefühl. Dann bin ich wieder beruhigt, weil ich es für mich einfach doch richtig mache
Außerdem: was heißt eigentlich "durchschlafen". Da versteht doch jeder was anderes Drunter.
Je nachdem wie ich es auslege schläft mein Sohn seit Geburt bzw noch nichtmal jetzt durch.
Erik - 03.01.2010
Aaron - VET am 22.12.2011
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- magic84
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
Lass dich doch bitte nicht verunsichern, du machst das schon richtig so wie dus machst!
Dieser Mythos, dass die Verdauung nachts nicht arbeitet hält sich sowas von hartnäckig! Es hieß ja auch immer, nach 18 Uhr soll man nichts mehr essen - das würd der Körper sonst komplett einlagern und dann nimmt man zu!
Ja was denn nun? Wenn die Verdauung nicht tut - dann wird doch auch nichts eingelagert?!?
Und die Leute, die Wechselschicht arbeiten und alle 2 Wochen Nachts wach sind und um 2 Uhr in der Früh in der Pause was essen - liegt die Nahrung dann unverdaut im Magen rum bis eben genannter um 5 Uhr auf die innere Uhr schaut und die Arbeit wieder aufnimmt? Absolut Käse meiner Meinung nach...
Manche Leute meinen, weil sie irgendwann mal selber ein Baby hatten und ein paar veraltete Babyratgeber im Regal stehen haben wären sie qualifiziert, anderen irgendwelchen Blödsinn zu erzählen - und wenn man sich dann "Gruppenleiterin" oder sonst wie nennen darf, klingts gleich noch profesioneller - und am Ende sind dann Mamas, die bislang mit dem was sie tun glücklich und zufrieden waren, plötzlich total verunsichert sind.
Und überhaupt - wenn das schon immer beim Menschen so wäre, dass der Nachts nichts zum Essen braucht - wieso produziert die Brust dann auch Nachts Milch? Wenn das so unnötig wär, wärs doch totale Energieverschwendung, oder?
Wie haben denn die anderen Vollstillmamas reagiert?
lg, Magic
Dieser Mythos, dass die Verdauung nachts nicht arbeitet hält sich sowas von hartnäckig! Es hieß ja auch immer, nach 18 Uhr soll man nichts mehr essen - das würd der Körper sonst komplett einlagern und dann nimmt man zu!
Und die Leute, die Wechselschicht arbeiten und alle 2 Wochen Nachts wach sind und um 2 Uhr in der Früh in der Pause was essen - liegt die Nahrung dann unverdaut im Magen rum bis eben genannter um 5 Uhr auf die innere Uhr schaut und die Arbeit wieder aufnimmt? Absolut Käse meiner Meinung nach...
Manche Leute meinen, weil sie irgendwann mal selber ein Baby hatten und ein paar veraltete Babyratgeber im Regal stehen haben wären sie qualifiziert, anderen irgendwelchen Blödsinn zu erzählen - und wenn man sich dann "Gruppenleiterin" oder sonst wie nennen darf, klingts gleich noch profesioneller - und am Ende sind dann Mamas, die bislang mit dem was sie tun glücklich und zufrieden waren, plötzlich total verunsichert sind.
Und überhaupt - wenn das schon immer beim Menschen so wäre, dass der Nachts nichts zum Essen braucht - wieso produziert die Brust dann auch Nachts Milch? Wenn das so unnötig wär, wärs doch totale Energieverschwendung, oder?
Wie haben denn die anderen Vollstillmamas reagiert?
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Robin (30.Juli 2009) und Raphael (23. April 2011) - geboren wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen...
DIDYMOS-Trageberaterin
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- eiskatzerle
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
Mir fällt da grad noch ein: Ich wär nachts geplatzt, wenn ich nachts abgestillt hätte ...
Beste Voraussetzungen für Milchstau / Verringerung der Milchmenge und diverse andere Stillprobleme.
Beste Voraussetzungen für Milchstau / Verringerung der Milchmenge und diverse andere Stillprobleme.
Erik - 03.01.2010
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M0NA
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
@eiskatzerle: Jetzt wo Du das mit den Milchstaus sagst; da hätte ich auch echt ein Problem. Bin da irgendwie ohnehin ein Kandidat für und hab fast wöchentlich einen. Ausgerechnet nachts habe ich auch immer die meiste Milch. Ganz so, als ob mein Körper nachts einfach die Ruhe hat, um sich auf´s Milchproduzieren zu konzentrieren. Aber auch dafür hatte die Kursleiterin natürlich einen Ratschlag: Ab dem späten Nachmittag etwa einen Liter Salbeitee trinken...
@magic84: Ich glaube, die anderen beiden Stillmamas wollen es ausprobieren. Zumindest war das mein Eindruck. Die mit dem jüngeren Kind kenn ich nicht, aber die andere war mit mir im Geburtsvorbereitungskurs. Die seh ich morgen Vormittag wieder, da werde ich sie mal fragen (vielleicht hat sie´s ja dann sogar schon eine Nacht probiert...)
@magic84: Ich glaube, die anderen beiden Stillmamas wollen es ausprobieren. Zumindest war das mein Eindruck. Die mit dem jüngeren Kind kenn ich nicht, aber die andere war mit mir im Geburtsvorbereitungskurs. Die seh ich morgen Vormittag wieder, da werde ich sie mal fragen (vielleicht hat sie´s ja dann sogar schon eine Nacht probiert...)
LG, Nicole mit Glühwürmchen (04/2011)
Danke, mein Schatz, dass Du mich erziehst und mich Geduld lehrst.
Danke, dass Du mir zeigst, wie grenzenlos Vertrauen, wie bedingungslos Liebe sein kann.
Danke, dass es Dich gibt...
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- Dellyo
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
Hab grad nur kurz Zeit, aber - woher (bzw. ab wann) weiß der Babymagen denn, dass es Nacht ist und er nicht verdauen muss / darf / soll? Babys lernen den Tag-Nacht-Rhythmus doch erst mit der Zeit....
Und - wenn ich also um 21:00 was esse und dann schlafen gehe, brauche ich kein Frühstück, weil der Magen ist ja noch voll - is ja nix verdaut?
Hm, klappt bei mir irgendwie nicht... 
Aber ernsthaft: Ich habe folgendes irgendwo gelesen: erstens sind Babys auf häufige Mahlzeiten ausgelegt (kleiner Magen, Muttermilch ist schnell verdaut) und zweitens findet nachts grade im ersten Lebensjahr sehr viel Gehirnwachstum statt - das braucht Energie!
Ich bezweifle nicht, dass man Babies angewöhnen kann, dass sie nachts nicht gestillt werden (das ist mM die Gewohnheit, das andere ist Instinkt), ob das sinnvoll oder gut ist, bezweifle ich aber schon.
Und - wenn ich also um 21:00 was esse und dann schlafen gehe, brauche ich kein Frühstück, weil der Magen ist ja noch voll - is ja nix verdaut?
Aber ernsthaft: Ich habe folgendes irgendwo gelesen: erstens sind Babys auf häufige Mahlzeiten ausgelegt (kleiner Magen, Muttermilch ist schnell verdaut) und zweitens findet nachts grade im ersten Lebensjahr sehr viel Gehirnwachstum statt - das braucht Energie!
Ich bezweifle nicht, dass man Babies angewöhnen kann, dass sie nachts nicht gestillt werden (das ist mM die Gewohnheit, das andere ist Instinkt), ob das sinnvoll oder gut ist, bezweifle ich aber schon.
Schneckenkind 02/11
und
Koalakind 5/17
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dezember2010
- möchten wir nicht mehr missen
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
find ich sehr interessant.
ich denke im bezug auf "hat sie recht" ---> jein!
eure babys sind ja noch total kleine und da finde ich das auch vollkommen normal. zumal alle 3 std ja völlig okay ist. sie brauchen nachts noch die nahrung, für mich keine frage. in dem alter wäre mir nie in den sinn gekommen, nachts abzustillen. obwohl er viel öfter als ale 3 std kam und wir völlig am ende waren. aber das ging meiner meinung nach gar nicht! er braucht da und fertig, da musste ich durch.
aber mitterweile ist er knapp 10 monate und die stillzeiten haben sich nachts auf 10-20x belaufen. ich war sowas von fertig, dass ich kurz vor einer wochenbett depression stand! selbst alle stillberaterinnen, die extra nochmal betont haben, dass sie vom langzeitstillen viel halten, haben mir zum abstillen geraten.
er war ihm einfach anzumerken, dass es nicht mehr der hunger nachts war, sondern angewohnheit. bei meinem mann hat er nämlich viel besser geschlafen. wenn ich ihn getragen habe statt zu stillen ging es nicht, bei meinem mann schon.
also hab ich mich schweren herzens fürs abstillen entschieden. dabei finde ich das mein sohn vom alter her hart an der grenze ist. also wenn es nicht so heftig gewesen wäre, dann hätte ich niemals abgestillt! mir fällt das immernoch schwer.. aber ich muss sagen, er schläft nun so gut, dass er nachts nur noch 2-3x wach wird. einmal davo bekommt er seine milch.
also sehe ich, dass es bei uns angewohnheit war. sicher ist das aber ein alter, in dem das nicht bei jedem kind so ist. bei einigen anderen kindern ist es sicher so, dass sie nachts noch mehr nahrung brauchen.
aber bei einem baby von 4,5 monaten ist das meiner meinung nach gar keine frage.
wie kann eine hebamme sowas empfehlen?!
ich denke im bezug auf "hat sie recht" ---> jein!
eure babys sind ja noch total kleine und da finde ich das auch vollkommen normal. zumal alle 3 std ja völlig okay ist. sie brauchen nachts noch die nahrung, für mich keine frage. in dem alter wäre mir nie in den sinn gekommen, nachts abzustillen. obwohl er viel öfter als ale 3 std kam und wir völlig am ende waren. aber das ging meiner meinung nach gar nicht! er braucht da und fertig, da musste ich durch.
aber mitterweile ist er knapp 10 monate und die stillzeiten haben sich nachts auf 10-20x belaufen. ich war sowas von fertig, dass ich kurz vor einer wochenbett depression stand! selbst alle stillberaterinnen, die extra nochmal betont haben, dass sie vom langzeitstillen viel halten, haben mir zum abstillen geraten.
er war ihm einfach anzumerken, dass es nicht mehr der hunger nachts war, sondern angewohnheit. bei meinem mann hat er nämlich viel besser geschlafen. wenn ich ihn getragen habe statt zu stillen ging es nicht, bei meinem mann schon.
also hab ich mich schweren herzens fürs abstillen entschieden. dabei finde ich das mein sohn vom alter her hart an der grenze ist. also wenn es nicht so heftig gewesen wäre, dann hätte ich niemals abgestillt! mir fällt das immernoch schwer.. aber ich muss sagen, er schläft nun so gut, dass er nachts nur noch 2-3x wach wird. einmal davo bekommt er seine milch.
also sehe ich, dass es bei uns angewohnheit war. sicher ist das aber ein alter, in dem das nicht bei jedem kind so ist. bei einigen anderen kindern ist es sicher so, dass sie nachts noch mehr nahrung brauchen.
aber bei einem baby von 4,5 monaten ist das meiner meinung nach gar keine frage.
wie kann eine hebamme sowas empfehlen?!
Die verstehen sehr wenig,
die nur das verstehen,
was sich erklären lässt
_______________________________
mi amor por ti es total
Y es para siempre
*08.12.2010
die nur das verstehen,
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- moselkind
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
M0NA hat geschrieben:Hallo ihr Lieben,
ich bräuchte mal dringend eure Meinungen, da ich grade total verunsichert bin und das Gefühl habe, alles falsch zu machen...
Heute war ich mit meiner Tochter (5 Monate alt) zum ersten Mal mit einigen Mädels aus dem gleichen Geburtsvorbereitungskurs in einer Babygruppe (einer Art Spielgruppe, die uns von unserer Hebamme wärmstens empfohlen wurde. Ich muss dazu sagen, dass die Leiterin der Gruppe eigentlich keine wirklichen Qualifikationen in dem Bereich nachweisen kann (außer dass sie selbst Mutter ist und wohl mal ein zwei Kurse besucht hat), aber das nur am Rande. In jeder Kursstunde sollen auch Themen angesprochen werden, die eben grade so aktuell sind (Beikost, etc.). Heute sollte man schon in der Vorstellungsrunde sagen, ob das eigene Kind bereits durchschläft (wie ich dieses Thema hasse...), ob man noch stillt, etc. Fand ich irgendwie schonmal etwas unpassend. Ich stille meine Kleine mit 5 Monaten noch voll. Außer mir waren noch zwei Mamas, die noch voll stillen (eine mit ebenfalls 5 Monate altem Kind, eine mit erst knapp 4 Monate altem Baby). Insofern waren wir schon die Exoten. Als es dann ums Durchschlafen ging, sagten wir Stillmamas, dass unsere Kinder sich nachts halt (wie auch tagsüber) so ca. im 3-Stunden-Rhythmus melden und eben noch nicht durchschlafen. Daraufhin hat die Kursleiterin beinahe die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und meinte, warum wir uns das antun und sie spricht dann heute mit uns noch über das Thema "Schlafen" und gibt uns ein paar Tipps wie wir das Problem lösen können (war für ein Problem, dachte ich mir da nur - ich habe keins, mir wird eins eingeredet, aber naja). Ich versuche jetzt mal wiederzugeben, was sie uns dann dazu gesagt hat:
Schlafen müssen Kinder lernen und das passiert nicht von selbst. Und man kann Kindern auch schlechte Schlafgewohnheiten antrainieren, die man dann nicht mehr ohne Weiteres abstellen kann. Wenn man etwas ändern möchte, dann sollte man das schnellstmöglich tun, denn je länger man wartet und je älter die Babies werden, desto schwieriger wird es. Ihre Theorie ist, dass die menschliche Verdauung nachts (also von ca. 21 Uhr bis 6 Uhr) im Grunde nicht arbeitet. Sowohl beim Erwachsenen als auch bei Kindern. Wenn Babies nachts aufwachen (bspw. im 3-Stunden-Rhythmus) dann tun sie das nicht aus Hunger, sondern da meldet sich der Urinstinkt, da die Höhlenmenschen früher auch nachts regelmäßig das Feuer kontrollieren mussten. Außerdem wachen die Babies kurz auf, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. (Deshalb wäre es auch so wichtig, dass man Babies wach ins Bett legt. Legt man sie schlafend hin und sie wachen dann nach ein paar Stunden auf und sind woanders, als sie eingeschlafen sind, bekämen sie Angst.) Da ja nun die Babies ihrer Meinung nach nicht vor Hunger aufwachen und die Verdauung ohnehin nicht arbeitet, ist es also das Verkehrteste, was man machen kann, nachts zu stillen. Man trainiert den Kindern damit nur schlechte Gewohnheiten an und tut der Verdauung damit ganz Schreckliches an (wortwörtlich: da seht ihr, was ihr euren Kindern antut und wundert euch auch noch, dass sie häufig Bauchschmerzen haben, wenn die Milch im Magen liegen bleibt und sauer wird). Um aus dem Teufelskreislauf auszubrechen, müsste man jetzt halt mal ein paar Nächte hart bleiben und die Kinder nicht anlegen zum Trinken, damit sie diese Angewohnheit durchbrechen. Spätestens um 23 Uhr soll man das letzte Mal stillen und frühestens morgens um 5 Uhr wieder. Wenn sich das Kind dann nachts meldet, solle man es ruhig auf den Arm nehmen (oder besser der Papa, weil er nicht nach Milch riecht) und trösten, wenn es schreit, aber eben nicht stillen. Sie hätte das mit ihren Kindern direkt nach dem Krankenhaus so praktiziert und keine Probleme gehabt. Immerhin hat sie nicht empfohlen zu ferbern (hat sie auch extra nochmal beton, dass sie es grausam findet, ein Kind einfach alleine schreien zu lassen), denn sonst wäre ich glaube ich aufgestanden und gegangen.
Mich würde jetzt wirklich interessieren, was ihr darüber denkt. Das man Schlafgewohnheiten in gewissem Maß trainieren kann, ist mir bewußt, aber ich war bisher eigentlich schon immer der Meinung, dass sich meine Kleine nachts meldet, weil sie Hunger hat. Sie trinkt dann auch zügig und schläft danach direkt weiter. Ich habe genau das auch der Kursleiterin gesagt, und sie meinte darauf, dass das sicher stimmt, dass meine Kleine Hunger hat und gut trinkt, aber nicht weil sie´s braucht, sondern weil sie sich daran gewöhnt hat, was zu bekommen. Sie sprach dann noch von einem Experiment mit einigen Studenten, die eine zeitlang jede Nacht um drei Uhr geweckt wurden und ein Schinkenbrot essen sollten. Anfangs taten sie das nur widerwillig und ohne Appetit, nach einiger Zeit aber sind sie von selbst immer um drei Uhr aufgewacht und haben sich auf ihr Schinkenbrot gefreut...
K mit großer Schwester L 05/11 und kleinem Bruder M 02/14
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei
argh, sorry, bei einhändigem tippen geht doch mal was schief.... sollte so aussehen:

also ICH würde mich durchaus freuen, wenn mir jemand nachts um drei ein schinkenbrot reichen würdeM0NA hat geschrieben:Sie sprach dann noch von einem Experiment mit einigen Studenten, die eine zeitlang jede Nacht um drei Uhr geweckt wurden und ein Schinkenbrot essen sollten. Anfangs taten sie das nur widerwillig und ohne Appetit, nach einiger Zeit aber sind sie von selbst immer um drei Uhr aufgewacht und haben sich auf ihr Schinkenbrot gefreut...
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