sind wir LZS!?!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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kiska
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Re: sind wir LZS!?!

Beitrag von kiska »

also mein freund geht sehr locker mit dem thema um. würden wir abstillen, wäre es ok für ihn (wenn es auch ok für die kleine wäre, sonst hätte ich hier wohl großes theater ;) ), dass wir stillen, ist auch ok. er kennt dasd aber von zuhause her, sein vater wurde 4 jahre lang gestillt, da hat man(n) ein ganz anderes verhältnis zu dem thema. habe gestern noch mit einer freundin geredet, die ihre tochter 7 monate gestillt hat, sie meinte, ihr mann hätte es eklig gefunden, dass sie Mumi bei neugeborenenakne auf die haut geschmiert hat. meiner fand es toll, dass ich ihm eine mullbinde mit mumi auf seine eigene (große schürf-)wunde gelegt habe.

zu meiner "freundin": funkstille. wir wohnen eh etwa 600km voneinander entfernt, treffen uns also sehr selten, aber seit dem letzten treffen haben wir nicht mehr miteinander geredet oder geschrieben.
aber ganz ehrlich gesagt ist es mir im nachhinein lieber, dass sie ehrlich gewesen ist. höflich ist anders, aber so weiß ich woran ich bin.
ich werde nicht mehr so oft gefragt, wann ich abstillen will, ich sehe nur noch die blicke und denke mir meinen teil. ein bisschen stehe ich auf einem hohen berg und schwenke die weiße fahne mit SuT-zeichen drauf. ist eben so, mein kind ist mir wichtiger, als das gequatsche um mich herum. es macht mich immernoch traurig, aber was soll ich machen? ich freue mich auf das nächste stilltreffen, da begegne ich wieder frauen, die ihre kinder viiiel länger stillen und gestillt haben :)
Annabell 08/10
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danica
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Re: sind wir LZS!?!

Beitrag von danica »

Hm, wir waren nun heute mit 11 Monaten und 3 Tagen bei der U6, und der Kinderarzt meinte, ich solle jetzt so langsam nicht mehr zu viel stillen, denn die gute Muttermilch habe nun so langsam ausgedient. Ich habe mich nicht auf eine Diskussion eingelassen, denn er ist sonst sehr nett und hat auch das sehr liebevoll formuliert und ausgesprochen. Ich habe nur gesagt, dass wir nicht zu viel stillen und es ja auch so langsam weniger wird. Meiner Meinung nach gibt es nämlich kein "zuviel" beim Stillen und klar ist es weniger als bei einem Neugeborenen... ;-) Damit war der gute Doktor (wie auch mit dem Rest meines sehr aufgeschlossenen Kindes) sehr zufrieden. Ich denke, ich mache es einfach so wie ich es mache und alle anderen können mir mal den Buckel runterrutschen.

Mein Mann unterstützt uns da auch sehr gut, denn er findet es wunderbar, dass das alles so gut klappt und der Kleine so gut gedeiht. Und ich habe bisher aufgrund der neuen Schwangerschaft auch keine Probleme, nur mehr Milch als sonst, d.h. mein Sohn verschluckt sich manchmal ein wenig. Also alles prima hier.

Aber ich fühle mich manchmal auch ein wenig wie ein Alien, weil alle anderen Mütter in meiner Umgebung es eben anders machen. Dafür haben die dann Kinder mit Blähungen und sehr unruhige Nächte und sehen auch sonst nicht besonders entspannt aus. Und die Kinder sind auch meistens nicht so gut drauf wie unser Kleiner, so dass mir so gesehen meine "unorthodoxe" Vorgehensweise eben doch wieder einmal bestätigt wird und ich das Ganze sehr gelassen betrachten kann. So nach dem Motto: wer heilt, hat Recht!
GLG
Danica

mit drei Jungs, *2010, *2012+2013, *2013,
Mann, Katern und Hund

"Genau so wie man beim Weben das Ende der prächtigen Fäden, mit denen gewebt wurde, erreicht,
so ist das Leben der Menschen." - Buddha
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love123
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Re: sind wir LZS!?!

Beitrag von love123 »

ich werde auch dauernd gefragt, ob ich noch stille, wann ich abstillen will,... (die einzige frage, die noch beliebter ist: schläft sie endlich durch? *was sie natürlich nicht tut...*)

bevor meine kleine auf der welt war, sich bei mir angedockt hat und dann monatelang nicht von meinem busen weg wollte :lol: , hatte ich keine ahnung vom stillen. ich kenne kaum eltern und die wenigen sind bis auf eine ausnahme fläschchen - eltern. ich wollte unbedingt stillen, stellte mir das aber ganz anders vor - alle 3-4std kurz trinken (vom nuckel - bedürfnis hatte ich überhaupt keine ahnung), dann zwischen 4-8 monaten langsam abstillen und danach isst das kind eh mit (ich hatte wirklich ÜBERHAUPT KEINE AHNUNG :lol: ).
und dann bekam ich ein kind, dass jede busen - alternative völlig ablehnte, kein schnuller, kein stillhütchen (habe ich anfangs wegen wunder brustwarzen versucht) und natürlich auch kein fläschchen (auch jetzt "noch" nicht) :lol: 8) und auch jetzt noch sehr oft und lange stillen möchte...

als ich schwanger war, habe ich erfahren, dass eine bekannte (die einzig stillende mama, die ich kenne) von mir, ihr 1 jahr altes kind "noch" stillt. ich fand die vorstellung ganz schrecklich. ich hatte damals keine ahnung von kindern und gar keine ahnung, WIE klein so ein 1 jähriges kind ist... ich war dann auch so ungut und habe diese bekannte gefragt, wann sie denn endlich abstillen will... sie hat mir geantwortet, dass sie gerne so lange stillen würde, bis ihr kind groß genug ist, dass sie mit dem kind darüber reden kann und ausmachen kann, wie sie abstillen. was soll ich sagen :oops: ich war SCHOCKIERT. ich dachte mir, die frau ist verrückt.
wenn ich jetzt daran zurück denke, schäme ich mich, dass ich auch eine von denen war... (und ich kann der bekannten nicht mal sagen, dass es mir leid tut, weil wir heute (aus anderen gründen) keinen kontakt mehr haben :( )

als meine kleine dann auf die welt kam, hatte ich zwar ein stillfreundliches KH und dort auch stillberaterinnnen, aber niemand konnte mir mit meinen wunden brustwarzen helfen... ich machte mich online auf die suche nach hilfe und landete hier. in meinem ersten posting habe ich so was ähnliches geschrieben, wie: "ich fühle mich schon wie ihr schnuller" und irgendjemand hat zurückgeschrieben: "du bist der schnuller" :lol:
und weil ich in vielen anderen bereichen ähnliche meinungen hatte, wie die, die ich hier gelesen habe, habe ich immer weiter im forum gelesen. und zu beginn fand ich auch hier die mamas, die ihre kinder länger stillen, schräg und seltsam... aber je mehr ich gelesen hatte, je mehr hat es mir die augen geöffnet.

die letzten wochen hat mich eine meiner besten freundinnen auch immer wieder gefragt, wann ich denn endlich abstillen will, weil alle, die sie kennt, hätten das schon längst getan und wären jetzt wieder "frei" und könnten alles machen, was sie wollten, weil das flascherl eh jeder geben kann... tja...

und jetzt? jetzt bin ich die verrückte :lol:

ich finde im übrigen an dem wort "langzeitstillen" nichts schlimm. es sagt ja nur, dass man lange zeit stillt :D
große piratin mit großer-kleiner piratin (12/10), kleinem pirat (6/13) und baby piratin (5/17)
kiska
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Re: sind wir LZS!?!

Beitrag von kiska »

gestern kam mir meine mutter mit dem thema, weil ich ihr dummerweise erzählt habe, dass annabell oft wach wird und ich denke, dass sie hunger hat, weil sie tagsüber sehr schlecht isst. "du solltest sie auch endlich alleine schlafen lassen, sie kann gar nciht in ruhe schlafen, weil sie jedes mal, wenn sie wach wird, die brust verlangt. das ist so, weil sie direkt daneben liegt." aha. ok. ich störe mein kind also beim durchschlafen. sie kann sich ja nicht einmal drehen, ohne wach zu werden. das weißt mama so genau weil sie uns nachts heimlich die kerze hält ;)
ich rabenmutter -.-

p.s.: daran, dass ich die verrückte bin, habe ich mich schon lange gewöhnt, aber ins gesicht gesagt zu bekommen, man sei eklig, ist mir dann doch zu viel...
Annabell 08/10
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Re: sind wir LZS!?!

Beitrag von s-b1 »

ach, laß DIch von dummen Kommentaren nicht irritieren.

Meine Tochter ist ungefähr gleich alt wie Deine (*24.8.2010) und wir kriegen auch häufiger Fragen, wobei es m.E vierKategorien von Fragern gibt
1. die "Unbedarften" - Kinderlose oder bei denen die Zeit mit Kindern schon zu lang her ist
2. die "Neugierigen" - sie finden es ungewöhnlich, stehen dem Stillen aber offen gegenüber
3. die "Skeptischen" - häufig andere Mütter, die nie oder nur kurz gestillt haben (besonders beliebt sind hier Schwiegermütter & Co)
4. die "Angeekelten" - die Stillen per se eklig finden. Ist für sie Frauen aus Urvölkern vorbehalten :lol:

Naja, ich gehe mit jeglicher Art von Rückfrage mittlerweile höflich, aber selbstbewußt um. Ich lasse gar nicht erst den den kleinsten aufkommen, daß ich Zweifel an meinem Handeln habe. Das scheint zu wirken :D
Mein Mann steht dem Ganzen übrigens positiv gegenüber - er sieht ja, wie gerne unsere Kleine stillt (sie könnte immer stillen - ist für sie das Schönste der Welt)
Liebe Grüße,
s-b1 mit Engelchen (08/2010) im Arm
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