Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen OT?)
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- danica
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Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen OT?)
Ich hab gestern mein Gespräch in der Firma gehabt, weil ich wohl wieder anfange, zu arbeiten, wenn der Kleine 1 Jahr alt ist. Für die Gewährung der gesetzlichen Stillpausen brauche ich lediglich ein ärztliches Attest, dass ich noch stille.
In dem Gespräch waren sowohl die Dame aus der Personalabteilung (keine Mutter) und mein Vorgesetzter (Vater von zweien mit stillender Frau, die auch eine Milchpumpe hat und ab und an benutzt) sehr davon überrascht, dass ich noch stille, als auch angetan davon. Sie haben sich die Empfehlung von der DGE in Zusammenarbeit mit der WHO und UNICEF und auch die neueren Infos zur Gesamtentwicklung der gestillten Kinder sehr interessiert angehört und stehen mir bei der Umsetzung meines künftigen Abpumpens in der Firma sehr hilfreich zur Seite. Sie wollten wissen, ob ich den Zeitbedarf in etwa abschätzen kann und warum ich denn pumpe, wenn doch der Körperkontakt beim Stillen so wichtig ist. Mein Argument: "damit die Quelle nicht versiegt und die Bluse keine Flecken bekommt" und dass ich mich hier bereits bei Stillberaterinnen informiert hatte, dass dann eben die Milch vorwiegend zu den Tageszeiten gebildet wird, zu denen frau stillt, hat beiden sehr eingeleuchtet. Sie waren sehr neugierig und auch sehr offen und stehen dem Ganzen echt positiv gegenüber. Sie hätten noch nicht einmal etwas dagegen, wenn ich in die Krippe ginge zum Stillen oder mein Kind mir in die Filiale gebracht würde. Das finde ich echt SUPER!
Ich bin wirklich sehr positiv überrascht, denn ich hatte mit sehr viel mehr Widerstand gerechnet, da ihnen ja eine Stunde meiner Arbeitszeit am Tag verloren geht, die sie mir auch noch bezahlen müssen. Vielleicht macht meine Erfahrung der einen oder anderen arbeitenden Mutter den nötigen Mut, die Stillpausen zu verlangen, denn offensichtlich hat sich selbst bis zur Personalabteilung einer sonst sehr konservativen Bank herumgesprochen, dass auch längeres Stillen gesund, normal und förderlich ist und glückliche Mitarbeiter bessere Arbeit leisten!
Sorry, wenn das nicht so ganz in dieses Forum passt, aber da ich mir vorher wirklich Sorgen gemacht hatte, wie mein Stillen aufgenommen wird, möchte ich nun die Erleichterung teilen und andere stillende und arbeitende Mamis ermutigen!
In dem Gespräch waren sowohl die Dame aus der Personalabteilung (keine Mutter) und mein Vorgesetzter (Vater von zweien mit stillender Frau, die auch eine Milchpumpe hat und ab und an benutzt) sehr davon überrascht, dass ich noch stille, als auch angetan davon. Sie haben sich die Empfehlung von der DGE in Zusammenarbeit mit der WHO und UNICEF und auch die neueren Infos zur Gesamtentwicklung der gestillten Kinder sehr interessiert angehört und stehen mir bei der Umsetzung meines künftigen Abpumpens in der Firma sehr hilfreich zur Seite. Sie wollten wissen, ob ich den Zeitbedarf in etwa abschätzen kann und warum ich denn pumpe, wenn doch der Körperkontakt beim Stillen so wichtig ist. Mein Argument: "damit die Quelle nicht versiegt und die Bluse keine Flecken bekommt" und dass ich mich hier bereits bei Stillberaterinnen informiert hatte, dass dann eben die Milch vorwiegend zu den Tageszeiten gebildet wird, zu denen frau stillt, hat beiden sehr eingeleuchtet. Sie waren sehr neugierig und auch sehr offen und stehen dem Ganzen echt positiv gegenüber. Sie hätten noch nicht einmal etwas dagegen, wenn ich in die Krippe ginge zum Stillen oder mein Kind mir in die Filiale gebracht würde. Das finde ich echt SUPER!
Ich bin wirklich sehr positiv überrascht, denn ich hatte mit sehr viel mehr Widerstand gerechnet, da ihnen ja eine Stunde meiner Arbeitszeit am Tag verloren geht, die sie mir auch noch bezahlen müssen. Vielleicht macht meine Erfahrung der einen oder anderen arbeitenden Mutter den nötigen Mut, die Stillpausen zu verlangen, denn offensichtlich hat sich selbst bis zur Personalabteilung einer sonst sehr konservativen Bank herumgesprochen, dass auch längeres Stillen gesund, normal und förderlich ist und glückliche Mitarbeiter bessere Arbeit leisten!
Sorry, wenn das nicht so ganz in dieses Forum passt, aber da ich mir vorher wirklich Sorgen gemacht hatte, wie mein Stillen aufgenommen wird, möchte ich nun die Erleichterung teilen und andere stillende und arbeitende Mamis ermutigen!
GLG
Danica
mit drei Jungs, *2010, *2012+2013, *2013,
Mann, Katern und Hund
"Genau so wie man beim Weben das Ende der prächtigen Fäden, mit denen gewebt wurde, erreicht,
so ist das Leben der Menschen." - Buddha
Danica
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Anlu
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Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
Ich denke, dass passt gut in das Forum.
Finde ich toll, dass das so positiv aufgenommen und unterstützt wird. Ich denke da werden andere bestimmt ermutigt durch dein Posting.
Finde ich toll, dass das so positiv aufgenommen und unterstützt wird. Ich denke da werden andere bestimmt ermutigt durch dein Posting.
Anja mit Philosoph 9/07, Superheld 1/11 und Sonnenschein 3/15
Trageschule Dresden (GK)
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- resca
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
Wow, das finde ich super.
Ich habe auch abgepumpt auf der Arbeit, mittlerweile brauche ich das aber nicht mehr. Bei meiner ersten Tochter habe ich nach etwa 14 Monaten mit dem Abpumpen aufgehört und bei meiner Kleinen etwa auch um den Zeitraum. Ich arbeite 2-3 Tage die Woche 8 Stunden am Stück und bin/war etwa 9-10 Stunden insgesamt von den Kindern getrennt. Ab dem Alter haben sie es immer gut ohne Stillen in der Zeit ausgehalten, obwohl ich nicht von aushalten schreiben mag. Das hört sich so an, als wären sie gezwungen worden. Es war einfach so, dass sie es in Fremdbetreuung nicht so verlangten, wie zuhause und meine Brüste haben sich auch super drauf eingestellt. Die Kleine wird immer noch gestillt, wenn ich zuhause bin sogar recht oft noch (4-8 Mal am Tag) und wenn ich nicht da bin, halt etwa 3 Mal.
Ich musste zwar auch immer ein Zertifikat vom Arzt bringen und bei meiner ersten Tochter war kein geeigneter Stillraum vorhanden, aber ansonsten waren meine Abteilungsleiter alle sehr verständnisvoll. Alles Männer mit stillenden Frauen - die sogar regelmässig ihr Büro geräumt haben damit ich in Ruhe abpumpen konnte.
Ich hatte sogar das Gefühl, bei Männern auf mehr Verständnis als bei weiblichen Kollegen zu stoßen. Aber insegsamt hat sich nie wer dran gestört.
Ich habe auch abgepumpt auf der Arbeit, mittlerweile brauche ich das aber nicht mehr. Bei meiner ersten Tochter habe ich nach etwa 14 Monaten mit dem Abpumpen aufgehört und bei meiner Kleinen etwa auch um den Zeitraum. Ich arbeite 2-3 Tage die Woche 8 Stunden am Stück und bin/war etwa 9-10 Stunden insgesamt von den Kindern getrennt. Ab dem Alter haben sie es immer gut ohne Stillen in der Zeit ausgehalten, obwohl ich nicht von aushalten schreiben mag. Das hört sich so an, als wären sie gezwungen worden. Es war einfach so, dass sie es in Fremdbetreuung nicht so verlangten, wie zuhause und meine Brüste haben sich auch super drauf eingestellt. Die Kleine wird immer noch gestillt, wenn ich zuhause bin sogar recht oft noch (4-8 Mal am Tag) und wenn ich nicht da bin, halt etwa 3 Mal.
Ich musste zwar auch immer ein Zertifikat vom Arzt bringen und bei meiner ersten Tochter war kein geeigneter Stillraum vorhanden, aber ansonsten waren meine Abteilungsleiter alle sehr verständnisvoll. Alles Männer mit stillenden Frauen - die sogar regelmässig ihr Büro geräumt haben damit ich in Ruhe abpumpen konnte.
Ich hatte sogar das Gefühl, bei Männern auf mehr Verständnis als bei weiblichen Kollegen zu stoßen. Aber insegsamt hat sich nie wer dran gestört.
- danica
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
Danke Dir, Anlu, ich war mir nur ein wenig unsicher. Aber ich will eben auch anderen Müttern Mut machen, weil ich trotz superguter Vorbereitung und eines richtig tollen Verhältnisses zu meinem Vorgesetzten wirklich Bammel vor dem Gespräch hatte und mich nur unter dem Gedanken an Jonathan dazu aufraffen konnte, nach den Stillpausen zu fragen.
resca, danke, das klingt doch gut. Ich werde 5 Tage arbeiten, und bin auch so zwischen 8 und 10 Stunden von meinem Kleinen weg. Aber er kommt in eine tolle Krippe, wo die Erzieherinnen ihm auch Muttermilch aus der Flasche geben würden, wenn er das braucht. Ich hab ein wenig Sorge, weil ich beim Pumpen nicht wirklich was aus der Brust bekomme, aber das wird sich sicher einspielen, wenn ich so viele Stunden ohne meinen kleinen Schatz bin. Irgendwo muss die Milch ja hin...
resca, danke, das klingt doch gut. Ich werde 5 Tage arbeiten, und bin auch so zwischen 8 und 10 Stunden von meinem Kleinen weg. Aber er kommt in eine tolle Krippe, wo die Erzieherinnen ihm auch Muttermilch aus der Flasche geben würden, wenn er das braucht. Ich hab ein wenig Sorge, weil ich beim Pumpen nicht wirklich was aus der Brust bekomme, aber das wird sich sicher einspielen, wenn ich so viele Stunden ohne meinen kleinen Schatz bin. Irgendwo muss die Milch ja hin...
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Danica
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- resca
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Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
Mir hat beim Abpumpem immer geholfen ein Bild meiner Kinder dabei zu haben und ganz fest an sie zu denken. Und bei der zweiten Tochter hatte ich mir eine elektrische Pumpe geleistet. Fand ich bequemer.
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Lola85
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 27.07.2011, 23:00
Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
Wow, das finde ich spitze!
Danke für den Bericht!
Danke für den Bericht!
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melioo7
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 101
- Registriert: 24.06.2011, 12:31
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Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
Ich finde auch ganz toll!!!
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vivi
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Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
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Maegwin
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Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
Das klingt super von deinem Arbeitgeber! Meines Wissens ist es aber so ,dass der Arbeitgeber sich das Geld von der Krankenkasse ?? wiederholen kann. Das habe ich erst hinterher erfahren, als ich auf Arbeit nicht mehr abgepumpt habe, dass es da ein Formular gegeben hätte, dass man hätte ausfüllen können etc... Vielleicht weiss jemand hier im Forum mehr dazu?
Ich habe anfangs auf Arbeit (8h) auch abgepumpt, aber mir war es nach kurzer Zeit zu doof und ich ich habe es gelassen. Meine Brust hat sich schnell an die Pause gewöhnt, und am Wochenende kann ich auch gut wieder auf tagsüber stillen umstellen.
Ich habe anfangs auf Arbeit (8h) auch abgepumpt, aber mir war es nach kurzer Zeit zu doof und ich ich habe es gelassen. Meine Brust hat sich schnell an die Pause gewöhnt, und am Wochenende kann ich auch gut wieder auf tagsüber stillen umstellen.
mit kleinem Kerlchen 01/10
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kerstin10
- hat viel zu erzählen
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- Registriert: 18.08.2010, 09:58
Re: Das sagt mein Arbeitgeber zum Stillen... (ein bisschen O
Schön, daß Du es so gut mit Deiner Arbeit bzw. Deinem Arbeitgeber getroffen hast!
Und toll, daß Du so offen zum Stillen stehst. Wie soll die Welt denn sonst merken, daß das normal ist? Steter Tropfen höhlt den Stein.
Mama mit großem Bären 2009