Horch mal in dich hinein und in dein Selbstbewusstsein. Die Bedenken gegen das Stillen, die du aufführst, klingen nicht, als kämen sie von dir selbst, sondern als seien es Sätze von außen. Fühlst du dich in dir selbst im Moment nicht so sicher?
Als Mutter eines fast zweijährigen Stillkindes lebst du in der Beziehung doch eigentlich deine eigenen Grundsätze und es interessiert dich nicht, wie Kurzzeitstillende das sehen, oder? Es interessiert dich nicht, das Onkel Hipp meint, mit sechs Monaten stillt man ab und macht mit Kunstmilch weiter, sondern du hörst auf deine Intuition.
Dir ist es wichtig, deinem Kind eine gute Basis, eine sichere Bindung für sein Leben zu geben. Dir ist es wichtig, das Urvertrauen deines Kindes zu erhalten und zu stärken. Du genießt das Stillen auch, die Ruheinseln im Alltag, das Kuscheln mit deinem Kind. Den Blick deines Kindes und dieses Gefühl von Geborgenheit.
In einigen Monaten (die natürlich zu Jahren werden könnnen) ist es vorbei. Ich kann mir z. B. ein Leben ohne Stillen gar nicht mehr vorstellen, aber es wird kommen. Dann interessiert es niemanden mehr, wie lange du dein Kind gestillt hast. Dann sind dir manche dieser Leute egal. Manche Menschen, die immer noch in deinem Leben sind, finden andere Dinge gehören anders mit einem Kind, die dann aktuell sind.
Aber die Beziehung zu deinem Kind, die besteht immer noch. Und wenn dir jetzt beim Gedanken ans Abstillen mulmig ist, dann mach weiter. Denn es ist eine Sache, die allein dein Kind und dich etwas angeht.
Ihr beide werdet spüren, wenn der Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist bzw. es wird ganz automatisch passieren.
Und die wunderbare Stillzeit, die ihr bis jetzt und bis dahin gehabt haben werdet, die kann Euch der schärfste Kritiker nicht nehmen.
Kate
PS: Die Idee mit einer Stillgruppe finde ich auch toll. Ich besuch auch eine und man fühlt sich, sobald man diesen Raum betritt, so richtig schön normal
