bienenmeister hat geschrieben:
Sie hört nicht auf. Ich habe ihr die "milde, vorsichtige Version" gesagt: Ich will es auf mich zukommen lassen, die WHO empfiehlt 6 Monate vollstillen und ob es so und wie dann alles wird, werde ich ja sehen, da muss ich mich in der 14. SSW noch nicht verrückt mit machen.
Was ist daran so schwer verständlich, dass es bei mir nicht so ablaufen muss wie bei ihr? Sie hat nach ihrem besten Gewissen gehandelt, will sie das nicht auch für mich? Dass ich nach meinem besten Gewissen handele?
Jetzt kommt auch noch hinzu, dass wir uns im Geburtshaus angemeldet haben und sie völlig entgeistert ist, denn da muss man ja nach der Entbindung nach Hause und dann hat man die ganze Zeit das Kind (wie schrecklich!). Als ich ihr unter Tränen gesagt habe, dass ich es grausam finde, wenn einem im KH das Kind weggenommen wird, damit es im Säuglingsaal schläft und dass dies KEINE Option für mich ist, kam wieder nur abfällig: Aha (Augenbrauen nach oben gezogen).
Diese Verschlossenheit verstehe ich nicht. Sie tut mir nur weh.
Ach Du Arme,
meine Gyn riet mir, als ich sagte ich plane eine Hausgeburt, das nicht jedem zu erzählen, das gäbe nur unnötige Diskussionen. (Sie hatte übrigens selbst 2 Hausgeburten.) Letztendlich waren wir dann wegen Terminkollision mit einer anderen Geburt im Geburtshaus und es war alles prima.
Die erste Nacht sofort im eigenen Bett mit meinem Baby und meinem Mann, beide schliefen selig und ich hellwach mein Kind bestaunt.
Auch meine zweite Geburt war ambulant (leider hat diesmal die HG aus anderen Gründen nicht geklappt , aber mit "meiner" Hebi würde ich überall Kinder gebären), wir waren Abends um 7 zu Hause. Ich habe dann noch zu Abend gegessen und dann sind wir zu viert ins Bett gegangen. Diesmal schliefen Mann und zwei Kinder selig bei uns im Bett und ich habe hellwach das Wunder bestaunt.
Ich dachte auch vor meinem ersten Kind, dass man nach einer anstrengenden Geburt schläft, aber die Natur hat das gut eingerichtet, dass Mama danach hellwach ist und ihr Kind bestaunt (=Bonding). Und daraus folgt dann ja der ganze Rest, und das wurde Deiner Mutter gedankenlos (grausam?) weggenommen, und deshalb kann sie es nicht verstehen. Sie wird es sehen, wenn Dein Kind da ist (O-Ton meine Ma, als ich mein Baby zum Stillen aus dem Tuch nehme, da es anfängt nach der Milch zu suchen: Warum stillst Du jetzt Dein Kind?, ich: "Weil Sie Hunger hat.", Meine Ma: "Aber sie schreit doch gar nicht?", Das war einfach eine interessierte Frage, ohne dass sie mein handeln kritisiert hat, inzwischen wundert sie sich, wenn eine Mutter auf dem Spielplatz ihre Zweijährige
nicht zur Beruhigung stillt.). Vielleicht versteht sie es dann, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Was ich Dir mit meinem Geschreibsel ans Herz legen möchte: Mache Deine Pläne (Geburtshaus, lange stillen, tragen, what ever) aber versuche nicht Deine Mutter von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen und erzähle ihr diese Dinge einfach nicht, lebe ihr nach der Geburt vor, wie "wir" das heute machen und laß Dir nicht reinreden. Vielleicht gibst Du ihr noch den Flyer von der AFS
http://www.afs-stillen.de/upload/faltbl ... eltern.pdf
der ist wirklich schön geschrieben.
Ich wünsche Dir eine schöne Schwangerschaft
LG