Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen wär?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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LaraKessel
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von LaraKessel »

NAja, also gerade am Anfang war ich schon froh, dass mein Mann mir auch mal den Großen entführt hat, damit der Kleine in Ruhe stillen kann oder hat mir das essen ans Sofa gebracht oder oder oder, ich denke ohne Unterstüzung ist schon schwerer. Ausserdem ist unser Deal, solange ich anchts stille, steht er am WE mit den Kindern auf, das gibt mir immer nochmal Kraft usw.
Darum weiß ich nciht, ob ich nicht doch ein etwas anderes Verhältnis zum Stillen hätte.
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suri
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von suri »

Meinst du so komplett gegens Stillen? Das hätte ich auch komisch gefunden.
Meiner fand es ganz schön, dass er den Kindern die Einschlafflasche geben konnte, nachdem ich mit 7 Monaten abgestillt hatte, das war aber mehr ein untergeordneter Faktor. Weiterstillen zumindest bis 1 Jahr wäre für ihn auch ok gewesen. Darüberhinaus ist für uns beide nix, von daher hat sich die Frage nie gestellt.
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chaosmami
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von chaosmami »

ich hab da jetzt mal wirklich richtig drüber nachgedacht.
männe und ich sind sehr oft nicht einer meionung, haben wirklich unterschiedliche sichtweisen auf dinge, aber die wichtigen grundsätzlichen dinge im leben sind für uns beide nie thema gewesen. das ist für uns beide schon immer unausgesprochen übereinstimmend gewesen. kann das jetzt schwer beschreiben :oops:
was ich sagen will, wäre mein mann gegen das stillen, so wären wir nicht gemeinsam eltern geworden :wink:
nett??? ich??? manchmal!

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avoila
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von avoila »

Vor 9 Monaten (als ich noch nicht so viel wusste):
Wäre seine Haltung ganz entscheidend gewesen ob wir stillen oder nicht. Wäre er nicht so dafür gewesen, er hätte mir angesichts unseres Starts sicher dazu geraten die Flasche zu geben und irgendwann hätte ich es wohl getan. Einfach aus der Angst heraus, dass ich nicht "genug Milch" habe und mein Kind hungern muss. Insofern war seine Haltung nicht unmaßgeblich für unsere Stillbeziehung.

Heute:
Ich würde ihm den Vogel zeigen... und ihn ganz einfach jede NACHT, wenn das Kind bei mir trinkt, wecken. Da kann er schon mal parallel Fläschchen machen, denn das wäre mit dem abstillen seine Aufgabe. Damit wäre das Thema hier dann erledigt... Er weiß seinen guten Nachtschlaf sehr wohl zu schätzen. :twisted:
Ich finde, wenn er gegen das Stillen ist und Ernährung eine gemeinsame Sache, dann soll er auch seinen Teil tun. Aber dazu sind dann wohl auch nur wenig "Stillgegner" bereit.
Generell handhabe ich die Dinge hier so, dass der, der es macht / machen muss, bestimmt wie es gemacht wird...
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
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clermontine
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von clermontine »

Ich wuerde definitiv trotzdem stillen.
Ich denke, ich wuerde ihn fragen, warum er dagegen sei und bin mir ziemlich sicher, dass ich die meisten Argumente sachlich widerlegen koennte, womit diese Diskussion beendet waere.
LG Clermontine mit Sohn (09/09) und Tochter (04/12)
allisa
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von allisa »

Ich könnte mir nicht vorstellen, einen Partner zu haben, der dagegen sein könnte. Ich würde denken, dann sind unsere Ansichten schon so grundverschieden, daß ich wahrscheinlich kein Kind mit ihm hätte.
Allisa, 2 Kinder, geb. 05 und 07

What will our children do in the morning if they do not see us fly?
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June
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von June »

Trotzdem stillen. Das ist für mich ein Punkt, wo ich den Partner gar nicht fragen würde, weil ich finde, dass es nicht sein Entscheidungsbereich ist.
2010 & 2019

*1/2018 & *3/2018
Daydreaming
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von Daydreaming »

chaosmami hat geschrieben:ich hab da jetzt mal wirklich richtig drüber nachgedacht.
männe und ich sind sehr oft nicht einer meionung, haben wirklich unterschiedliche sichtweisen auf dinge, aber die wichtigen grundsätzlichen dinge im leben sind für uns beide nie thema gewesen. das ist für uns beide schon immer unausgesprochen übereinstimmend gewesen. kann das jetzt schwer beschreiben :oops:
was ich sagen will, wäre mein mann gegen das stillen, so wären wir nicht gemeinsam eltern geworden :wink:
Das kann ich komplett unterschreiben, ich gehe da sogar noch etwas weiter. Wenn jemand kategorisch von vornherein gegen das Stillen ist und sich nicht einmal informieren möchte, ist das für mich ein Mensch, der einen sehr engen geistigen Horizont hat und wohl lieber seine Vorurteile pflegen möchte, anstatt sich mit unbekannten Themen auseinanderzusetzen (was ja immer eine gewisse Denkarbeit voraussetzt). Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich so etwas erst zeigt, wenn man mit diesem Partner ein Kind bekommen hat, sondern schon viel früher in einer Partnerschaft. Ich selbst würde mit so einem Menschen keine Beziehung eingehen wollen.
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von minnibertl »

Ich würde ihn bitten mit mir eine Stillberaterin aufzusuchen.
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EUaVBl
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Re: Was würdet ihr tun, wenn euer Partner gegen das Stillen

Beitrag von EUaVBl »

Das Problem hatte ich tatsächlich mal. Er fand schon die Vorstellung abartig, war auch fest davon überzeugt, dass seine Mutter richtig daran getan hat, ihm lieber die Flasche zu geben, statt ihn "am Busen nuckeln" zu lassen..
Und als es dann tatsächlich soweit war, verließ er angewidert das Zimmer, konnte den Kleinen kaum auf den Arm nehmen, weil er Angst hatte, dass er ihn mit dieser "Plörre" vollspucken könnte.
Nur einige Tage später legte sich das dann aber, erst schaute er interessiert zu, fragte, ob das wehtun würde, las etwas darüber, wie die Milch überhaupt gebildet und zusammengesetzt wird. Wir sprachen oft darüber, er äusserte seine Bedenken, ob das denn so gut für die Psyche sei, etc. und ich antwortete ihm.
Irgendwann fing er an, es nicht nur zu akzeptieren sondern respektierte es vollkommen und war sehr besorgt darüber, dass ich auch immer genug und ausgewogen esse, damit es dem Kurzen gut gehen kann.
Irgendwann viel später erzählte mir mal eine Bekannte, die auch ein Kind bekommen hatte, dass sie ihn getroffen hätte und er ihr dringend dazu geraten hätte, zu stillen, so lange und so viel sie nur kann, weil das für das Kind am besten wäre. Und er erzählte wohl auch recht stolz, dass sein zweites Kind schon mehr als zwei Jahre stillen durfte. (zu der Zeit hatten wir nicht einmal mehr Kontakt, aber es hat ihn anscheinend tief beeindruckt)

Ich denke jedenfalls, dass bestimmt so einige Männer anfangs aus Unsicherheit und Unwissen dagegen sind. Männer sind "Macher", und gerade beim Stillen können sie echt nichts tun ausser zugucken. Sie sind genauso besorgt, dass es dem Kind so gut wie möglich geht und haben dann vielleicht Angst, dass das gar nichts werden kann, wenn sie sich nicht mithelfen können.
Wenn man auf Dauer nicht auf einen Nenner kommt, dann liegt das sicher an mehr als am Stillen..
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