Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

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LaLeMi
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von LaLeMi »

Finde ich auch und mir ist das auch negativ aufgestoßen bei dem Buch.
mayra hat geschrieben:Ja, aber dann könnte man die Passage doch auch nachbearbeiten, oder? :oops: Und GERADE bei LZS kommt es ja eher mal vor, dass die Mutter bereits wieder arbeiten geht...
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awa
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von awa »

Ich hole das hier wieder hoch, weil ich selbst über eine Ausbildung nachdenke. Bei der AFS heißt es ja, man solle regelmäßig eine Stillgruppe in der näheren Umgebung besuchen (als Voraussetzung für die Ausbildung). Wie wichtig ist das? Wie wird das kontrolliert und was heißt 'regelmäßig'? (Wie) Wird kontrolliert ob und wie lange ich Stillerfahrung habe?
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Ich hab keine Erfahrung im Muttersein. Keine Anleitung, keine Einarbeitungszeit, kein Failsafe. Ich weiß also *die ganze Zeit über nicht* ob ich es "richtig" mache.
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jusl
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von jusl »

Liebe awa,

es kontrolliert niemand, wie lange Du stillst oder eine Stillgruppe besuchst. Die AFS ist gemeinnützig arbeitender Verein, der für solche Kontroll-Bürokratie keinerlei Ressourcen übrig hat. Eigenverantwortung und Verantwortung gegenüber anderen stehen bei der AFS im Mittelpunkt. Im Laufe der Ausbildung, spätestens während der Beraterinnentätigkeit würde es sich ganz sicher bemerkbar machen, wenn jemand sein gesamtes Engagement in diesem Verein auf einer Lüge aufbaut und Tatsachen vorspielt, die gar nicht da waren.
Wenn es für eine Frau unmöglich ist, eine AFS-Stillgruppe zu erreichen (z.B. weil die nächste 100km weit weg ist), dann ist in Absprache mit der Ausbildungsabteilung auch die Teilnahme an anderen Stillgruppen möglich; daran scheitert es nicht. ;-)

LG und eine gute Entscheidung,
Julia
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awa
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von awa »

Ich kann mich nicht entscheiden :cry:

Für LLL spräche, die Internationalität. Ich versteh das so, dass ich auch im Ausland noch Beraterin sein könnte, oder? Andererseits müsste das doch mit AFS Ausbildung genauso gehen, nur dass die AFS außerhalb D unbekannt(er) ist?
Verliert man seine Zulassung wenn man ins Ausland geht? Eigentlich doch nicht, oder? Was man einmal gelernt hat, kann einem ja praktisch keiner nehmen.
Was ist wenn man sich für eine der beiden Organisationen entscheidet, irgendwann aber wechseln möchte? Müsste doch möglich sein? Letztendlich ist es ja in der Hinsicht wie bei jedem anderen Verein oder?
Aaaah, soviele Fragen in meinem Kopf! Sorry.. :oops:

Die LLL Ausbildung kann man ja praktisch von zu Hause aus machen (aber ich kenn keine LLL Beraterin, käme daher auch nie an so eine Empfehlung oder zu 'ner LLL Stillgruppe).
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Gabriela
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von Gabriela »

awa, für die LLL-Ausbildung stillst Du noch zu kurz, da werden 9 Monate Stillzeit (wenn frau noch aktiv am Stillen ist) resp. 1 Jahr Stillzeit (wenn schon abgestillt) verlangt. (Sofern dies Dein erstes Kind ist, geht aus Deinem Ticker nicht hervor.)

Ich weiss nicht, wie's in Deutschland läuft, aber bei uns wird der Besuch von 5 Fachtagen verlangt, also nicht alles im Selbststudium von zuhause aus.
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awa
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von awa »

Danke Gabriela :) da hast du natürlich vollkommen recht!
Das ist mir klar gewesen, natürlich hätte ich das hier nochmal formulieren können: ich muss die Ausbildung nicht sofort anfangen, würde aber gerne eine machen und vorher würde ich mich natürlich gern entschieden haben :wink: Die Fragen von oben sind einfach die, die mich aktuell beschäftigen.
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von Igelfrisur »

Ich interessiere mich auch für die Ausbildung, aber es gibt scheinbar keine einzige LLL-Beraterin in Meck-Pomm...und meines Wissens auch keine von einer Stillberaterin geführte Stillgruppe in Rostock ...demnach wäre es wohl sehr schwierig eine Empfehlung einer LLL-Beraterin zu bekommen oder an Gruppentreffen teilzunehmen...!

Wie finanziert man die Ausbildung eigentlich? Als ehrenamtlich arbeitende Stillberaterin nimmt man ja kein Geld in der Beratung...wie habt ihr die Kosten der Ausbildung wieder reinbekommen?

GLG Kathy
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von jusl »

Hallo Kathy,

zur LLL-Situation in MeckPom kann ich nichts sagen, am besten wendest Du Dich einfach an die Geschäftsstelle und fragst nach.

Aber kurz hierzu, denn das gilt für LLL und AFS ohne Einschränkung gleichermaßen:
Wie finanziert man die Ausbildung eigentlich? Als ehrenamtlich arbeitende Stillberaterin nimmt man ja kein Geld in der Beratung...wie habt ihr die Kosten der Ausbildung wieder reinbekommen?
Man bekommt nichts "wieder rein". Die Ausbildungskosten und Vereinsbeiträge muss in aller Regel jede Frau selber tragen. Hinter dem Wunsch, ein Ehrenamt auszufüllen, steht nicht der Wunsch nach Minimierung der Kosten, Kostenneutralität oder gar finanziellem Gewinn, sondern die Bereitschaft, Zeit, Geld und Mühe für die gute Sache investieren zu WOLLEN. Diese Möglichkeiten hat nicht jede Frau. Sie muss Geld, Zeit und geistige Kapazitäten ÜBRIG haben, um sich ehrenamtlich engagieren zu können. Das ist bei jedem Ehrenamt so, egal ob gemeinnützige Stillberatung, Suppenküche oder Sportverein.

LG
Julia
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von Igelfrisur »

Hallo Julia,

danke für deine Antwort.
Naja, nicht ganz so ist es bei jedem Ehrenamt....ich engagiere mich quasi seit meinem 14. Lebensjahr in verschiedenen Bereichen und arbeite dort ehrenamtlich...und in vielen Bereichen bekommt man eine Aufwandsentschädigung, da man ja auch immer Kosten hat z.b. Fahrtkosten.

Sonst wäre es für viele finanziell schlecht gestellte Menschen (was dann ein Großteil der Bevölkerung in Meck-Pomm ist!!!-erklärt dann vielleicht auch warum es hier keine Stillberaterinnen gibt...kann sich einfach keiner leisten...Zeit und Lust sind sicher da....Geld nicht!) ja auch garnicht möglich ehrenamtlich zu arbeiten, da es schon an der Fahrkarte scheitert...weißt du was ich meine?
Oft gibt es ja auch Förderprogramme, die solch eine Ausbildung unterstützen bzw. die Organisation nimmt kein Geld für die Ausbildung...z.B. freiwillige Feuerwehr oder auch die Teamendenausbildung bei den Gewerkschaften...

Meiner Meinung nach braucht man für ein Ehrenamt nur Zeit und Lust, nicht aber zwangsläufig Geld. Ich finde es schade, dass es in diesem konkreten Fall keine Möglichkeit zu geben scheint und wohl auch keine Förderprogramme (oder weiß da vielleicht doch jemand was)?

GLG Kathy
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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Beitrag von jusl »

Da wirfst Du zwei Sachen in einen Topf: Fahrtkosten zu Stillberatungshausbesuchen oder Stillgruppentreffen beispielsweise dürfen auch Stillberaterinnen aus der Stillgruppenkasse bestreiten bzw. eben die Mutter um Kostenübernahme bitten. Aus der konkreten Ausübung des Ehrenamts selbst sollten der Frau in der Tat möglichst keine oder allenfalls geringe Kosten entstehen. Aber Frauen, die Stillberaterinnen werden wollen, stehen hinter dem Verein, dem sie beitreten wollen. Sie WOLLEN Mitgliedsbeiträge zahlen und damit die Stillförderung finanziell unterstützen.
Sonst wäre es für viele finanziell schlecht gestellte Menschen [...] ja auch garnicht möglich ehrenamtlich zu arbeiten, da es schon an der Fahrkarte scheitert...weißt du was ich meine?
Ja, verstehe ich. Aber das liegt in der Natur der Sache: Ehrenamt war schon immer etwas, für das man Ressourcen ÜBRIG haben muss. Für Leute, die praktisch am Hungertuch nagen, ist es vielleicht besser, ihre Energie lieber erstmal in die Verbesserung der eigenen Lebensumstände zu stecken. Und wenn wieder mehr Luft da ist, kann man auch anderen helfen. Offizielle Förderprogramme zur Übernahme von Stillberatungsausbildungskosten oder Vereinsbeiträgen gibt es meines Wissens nach nicht.

Wenn man's realistisch sieht: Stillberatung machen kostet nicht nur Zeit und Mühe, sondern auch Geld. Telefonkosten, Porto, Strom fürs Online Sein, Fahrtkosten, die vielleicht doch nicht (oder erst später) erstattet werden können, vielleicht will man sich auch mal ein Fachbuch kaufen, zu einer Fortbildung fahren, dort vielleicht auch etwas essen... und das allerwichtigste: eben das Geld, welches man in der Zeit, in der man sich für Stillförderung engagiert, gerade nicht verdient, weil man in dem Moment gerade nicht erwerbstätig ist. Mindestens DAS muss man übrig haben, egal wie man's dreht und wendet. ;-)

LG
Julia
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