oh, das ist prima, danke dafürjusl hat geschrieben:Wär interessant, was die MODs dazu meinen...ich hoffe "die MODs" sind einverstanden, wenn ich mich dazu zu Wort melde:
Die Mods richten sich als ausgebildete AFS-Stillberaterinnen nach 2 Grundsätzen:
1. wissenschaftlich fundierte Informationen weiterzugeben, und
2. Eltern zu ermutigen, mit ihrem Kind IHREN individuell passenden Weg zu finden und und auch zu gehen.
Das Thema Allergieprävention ist seit Jahren Gegenstand der Forschung, dies ist bis heute so, und dieser Prozess ist ganz sicher auch noch keineswegs abgeschlossen. Seit kurzem setzt sich in Fachkreisen zunehmend die Erkenntnis durch, dass die v.a in den 90igern propagierte "strenge Vermeidungsstrategie", die bereits während der Schwangerschaft(!) ansetzte, auf lange Sicht für allergisch gefährdete Kinder kaum Vorteile bringt. (Wohlgemerkt: auf lange Sicht. Auf kurze Sicht bringt die Vermeidung von Allergenen SELBSTVERSTÄNDLICH erstmal Vorteile: so lange ich meinem Stillkind keine Kuhmilch gebe, kann es auch keine Allergie dagegen entwickeln, LOGO! Ob aber das Risiko für spätere Allergie dadurch gesenkt, gesteigert oder nicht beeinfluss wird, ist derzeit nicht 100%ig klar. Die bisherige Hoffnung war halt "gesenkt", aber dies scheint eben nach neueren Erkenntnissen nicht der Fall zu sein.)
Was aber bei der Frage "strikt nur 4 Monate vollstillen oder weiterhin strikt 6 Monate vollstillen" gerne außer Acht gelassen wird, ist, dass diese Frage KEINESWEGS nur das Allergierisiko behandelt! Und dies wird in den Medien leider oft unzureichend bzw. einseitig dargestellt. Die VOLL-Stilldauer betrifft ja nicht nur das Thema Allergien, sondern eine Vielzahl weiterer Gesundheitsfragen, etwa die der Nährstoffversorgung, Adipositas- und Diabetes-Neigung und zig Sachen mehr. Hierbei konnte keineswegs belegt werden, dass eine kürzere Vollstilldauer gesundheitliche Vorteile bringt. Es ist überhaupt nicht schlüssig, nur wegen EINES Aspekts (Allergien), die Empfehlung von 6 auf 4 Monate herunterzuschrauben, wo doch bei ANDEREN Aspekten gezeigt werden konnte, dass die WHO-Empfehlung "6M2J+" nachwievor vollkommen angemessen ist.
Siehe auch: Stellungnahme von AFS, LLLD, AGB, VELB, DHV und BHD
LG,
Julia
Neue Studie ....
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Re: Neue Studie ....
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und jeden 3. Mi. im Familienbildungswerk Eltern werden - Eltern sein e.V. in der MüGa Mülheim an der Ruhr
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Re: Neue Studie ....
D.h. für mich, man muss nicht zu Tode erschecken, wenn sich das Kind was vom Teller oder eine Mango schnappt. Gibt ja auch solche Mütter....jusl hat geschrieben:[ Ob aber das Risiko für spätere Allergie dadurch gesenkt, gesteigert oder nicht beeinfluss wird, ist derzeit nicht 100%ig klar. Die bisherige Hoffnung war halt "gesenkt", aber dies scheint eben nach neueren Erkenntnissen nicht der Fall zu sein.)
Dass dieser BEricht natürlich von jedem so gedeutet werden kann, wie ers braucht, seh ich genauso!!!!
Ich hab das übrigens erst erfahren, als mein Kind schon 6 Monate war und vorher hat sie sich auch nicht füs Essen interessiert (auch mit 10,11, 12 Mon. kaum). Ich hatte also keine Gelegenheit das auszuprobieren.
Liebe Grüße, Aschenputtel, Schnupse (08/07) kleine Schnucke (06/13), zwei Sternchen (08/14 und 01/15) und Strahlemann (05/16)
Meine Babys sind ohne Hilfsmittel geboren, (langzeit)gestillt, (langzeit)familiengebettet, (langzeit)getragen, nicht geimpft, nicht bebreit, unbeschnullert und teilzeitwindelfrei bzw. stoffgewickelt.
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- Stefania
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Re: Neue Studie ....
ich schliesse mich jusl`s Meinung an,auch weil ich aus Erfahrung berichten kann, daß meine Kinder trotz 8 Monate vollstillen und dann vorsichtige , allergenfreie Beikosteinführung, schwere Nahrungsmittelallergien ( Hühnerei, Kuhmilch, Weizen und Roggenmehl)entwickelt haben ...Ende noch nicht in Sicht
Die Ernährungsberaterin hat mir vor ein paar Wochen auch von dieser Studie erzählt, wir sind uns beide noch nicht wirklich klar darüber, wie wir beim dritten verfahren werden, aber erstmal mind. 6 Monate stillen...und dann mal sehen..aber wir sind auch eher ein Spezialfall..
Die Ernährungsberaterin hat mir vor ein paar Wochen auch von dieser Studie erzählt, wir sind uns beide noch nicht wirklich klar darüber, wie wir beim dritten verfahren werden, aber erstmal mind. 6 Monate stillen...und dann mal sehen..aber wir sind auch eher ein Spezialfall..
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Mika01
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Re: Neue Studie ....
Och hoffe ja das ich noch gaaaaanz lange Stillen werde aber das hängt nicht von mir ab sondern von meinem Sohn ich möchte ihm die entscheidung lassen wie lange und in welchen maßen er gestillt werden will und wenn er sich morgen ein stück Banane in den Mund steckt dann ist das halt so.
Nun und zu Allergien. unserer hat ne Katzen haarallergie )( schlecht mit 2 katzen)
In unserer Familie sind Allergien aber sehr stark verstreten.
Nun es hat halt immer alles mehrere seiten
Nun und zu Allergien. unserer hat ne Katzen haarallergie )( schlecht mit 2 katzen)
In unserer Familie sind Allergien aber sehr stark verstreten.
Nun es hat halt immer alles mehrere seiten
Liebe Grüße von Michaela
- Iris
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Re: Neue Studie ....
Ja.jusl hat geschrieben:Wär interessant, was die MODs dazu meinen...ich hoffe "die MODs" sind einverstanden, wenn ich mich dazu zu Wort melde:
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
- Snoozel
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Re: Neue Studie ....
Stillen und die Stilldauer solte ganz individuell und von Kind zu Kind entschieden werden. Meine kleine Maus hat sich mit 5 1/2 Monaten dazu entschlossen das Beikost ganz ganz toll ist. Seit einem Monat findet sie Beikost wieder überaus dämlich und stillt fast voll. Was sagt das aus? Bin ich jetzt eine schlechte Mutter weil ich sie stille ohne die Beikost mit aller "Gewalt" in sie rein zu stopfen? Oder gar weil sie das erste Mal mit 5 1/2 Monaten begonnen hat zu essen? Ich finde das ganze Thema nur noch schwierig. Meine Hebi erzählt mir: Wenn sie stillt, dann lasse sie stillen. Sie selbst weiß am Besten was sie möchte. Der Kinderarzt hingegen erzählt mir: Sie müssen schauen das sie mindestens zwei volle Portionen Beikost zu sich nimmt. Ja was denn nun?
Studien hin oder her. Sie sind wichtig und sie sind gut um einen Durchschnittswert zu ermitteln, aber das eigentliche Beikostalter (oder auch eben dieses nicht) entscheidet jedes Kind individuell für sich. Und ich hoffe es versteht sich von selbst das kein 2 Monate altes Baby nach einem Fruchtzwerg schreit. So war das nämlich nicht gemeint.
Studien hin oder her. Sie sind wichtig und sie sind gut um einen Durchschnittswert zu ermitteln, aber das eigentliche Beikostalter (oder auch eben dieses nicht) entscheidet jedes Kind individuell für sich. Und ich hoffe es versteht sich von selbst das kein 2 Monate altes Baby nach einem Fruchtzwerg schreit. So war das nämlich nicht gemeint.
liebe Grüße von
Snoozel
mit Muckel, Schnurzel und Quietschmaus
-
Mara09
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 99
- Registriert: 13.05.2011, 23:08
Re: Neue Studie ....
Bei uns kam das Thema heute in der PEKIP-Gruppe auf. Bisher war ich mir immer sicher, ich stille 6 Monate voll und dann mal sehen. Nun bin ich doch etwas verunsichert. Meine Kleine interessiert sich schon für unser Essen. Wenn wir am Tisch sitzen, habe ich sie ja auf dem Schoß und sie findet das super interessant und patscht dann auch schonmal in unser rein. Aber ob sie das wirklich essen will?! Ich denke eher, sie will nur mal fühlen oder so... Habe ihr mal eine Fingerspitze, wirklich nur ganz klein wenig, Kartoffelbrei gegeben und da ging sofort die Zunger rein und raus, also ist der Saugreflex ja noch da und ich dachte immer, so lange wie das ist, sind die Kleinen noch gar nicht bereit für Beikost... Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, ihr jetzt schon Möhrenbrei zu geben. Finde sie noch so klein, sie ist seit gestern 4 Monate alt...
LG von Mara mit ihren drei Mädels 11/03, 09/05 und 03/11