Brauche nen Rat für ne Freundin... Absolute Verzweiflung
Moderator: Giraeffchen
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Roter Drache
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Re: Brauche nen Rat für ne Freundin... Absolute Verzweiflung
Ups, englisch
jetzt höre ich es auch raus, wer hören kann ist klar im Vorteil!
- Giraeffchen
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Re: Brauche nen Rat für ne Freundin... Absolute Verzweiflung
Meine ersten Gedanken auch, ebenso wie das SPZ.Gluehsternchen hat geschrieben: Es wirkt auf mich so, als ob das Kind zum einen total reizüberflutet ist und nicht sortieren kann, wie es ruhig wird und dann einfach schreit!
Mir kamen gleich Wahrnehmungsprobleme in den Sinn. Starke (Schmerz)reize suchen, nicht abschalten können, nicht runterfahren und einschlafen... er wirkt so unglücklich.
Hoffentlich findet sich bald Hilfe für die Familie und vor allem eben für den kleinen Mann.
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Sila
- gut eingelebt
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Re: Brauche nen Rat für ne Freundin... Absolute Verzweiflung
Ich glaube schon, dass er Signale sendet, nur das sie nicht bemerkt werden. Unser Sohn fasst sich kurz ans Ohr, wenn er müde wird. EIne Zeit lang haben wir ihn schon direkt nach dem Essen (abends) fertig gemacht und dann beim Spielen beobachtet, so dass wir ihn beim kleinsten Anzeichen in den Schlafsack stecken konnten. Wenn wir ihn dann erst umgezogen hätten, wäre es schon zu spät gewesen.
Bei uns ist es immer schwieriger, wenn er zahnt oder die Zähne auch nur von unten drücken, wenn sie Einschießen, das bemerkt man ja oft nicht mal, dauert bei den Backenzähnen auch mehrere Monate (er hatte mit 13 Monaten die ersten vier Backenzähne und hat fast vier Monate damit Probleme gehabt, geschwollenes Zahnfleisch lt. Kinderärztin usw.). Wenn er langanhaltend schreit und nicht einschlafen kann, geben wir ihm auch mal ein Paracetamol-Zäpfchen, nach einer Stunde merkt man, dass das Kind völlig verändert ist. Natürlich ist das nicht zum Dauergebrauch geeignet, aber man kann zuerst mal schauen, ob das Kind zusätzlich zur Überreizung noch Schmerzen hat, die es nicht Einschlafen lassen. Das ist ja oft so, dass man Schmerzen stärker spürt, wenn man zur Ruhe kommt, auch bei Erwachsenen.
Unser Sohn ist übringens nach einem Tag in der Wohnung sehr viel mehr überreizt, als wenn man rausgeht, natürlich nicht zum Einkaufen oder so, aber auf den Spielplatz, eine Wiese oder die Straße. In einer Wohnung liegt doch so viel Zeug rum, was sie sehen, und teilweise nicht haben dürfen, und eben so viel zum Anfassen und bespielen, draußen ist alles klarer strukturiert.
Bei dem Jungen ist wahrscheinlich auch die Urangst von Geburt an stärker ausgeprägt, er lag ja wahrscheinlich lange allein im Krankenhaus, das ist sicher schwieriger ihm Vertrauen zu geben und eine sichere Bindung zu den Bezugspersonen herzustellen. Daher wird er immer wieder schreien, wenn er aufwacht. Unser Sohn wacht bis heute mit 16 Monaten fast immer weinend auf und lässt sich dann nur durch Stillen oder Herumtragen beruhigen. Bei ihm dauert es immer lange, bis er wieder richtig angekommen ist nach dem Schlaf. Geholfen hat auch Singen zum Einschlafen, immer das gleiche Lied, notfalls auch fast eine Stunde. Das funktioniert dann auch irgendwann,wenn das Kind beim Schlafen unruhig wird, singen und evtl. über den Rücken streichen bei den kleinsten Anzeichen, dann schläft er weiter. Unser Sohn schläft mittlerweile deutlich besser, aber das hat eben auch lange gedauert.
Ich hoffe, dass die Familie Hilfe findet, es ist sicher besser, wenn jemand sie konstant begleitet. Wenn es bei euch ein SPZ gibt, wäre das doch eine gute Lösung, dann können Kleinigkeiten, die schief laufen, korrigiert werden, das bringt vielleicht schon Besserung.
Bei uns ist es immer schwieriger, wenn er zahnt oder die Zähne auch nur von unten drücken, wenn sie Einschießen, das bemerkt man ja oft nicht mal, dauert bei den Backenzähnen auch mehrere Monate (er hatte mit 13 Monaten die ersten vier Backenzähne und hat fast vier Monate damit Probleme gehabt, geschwollenes Zahnfleisch lt. Kinderärztin usw.). Wenn er langanhaltend schreit und nicht einschlafen kann, geben wir ihm auch mal ein Paracetamol-Zäpfchen, nach einer Stunde merkt man, dass das Kind völlig verändert ist. Natürlich ist das nicht zum Dauergebrauch geeignet, aber man kann zuerst mal schauen, ob das Kind zusätzlich zur Überreizung noch Schmerzen hat, die es nicht Einschlafen lassen. Das ist ja oft so, dass man Schmerzen stärker spürt, wenn man zur Ruhe kommt, auch bei Erwachsenen.
Unser Sohn ist übringens nach einem Tag in der Wohnung sehr viel mehr überreizt, als wenn man rausgeht, natürlich nicht zum Einkaufen oder so, aber auf den Spielplatz, eine Wiese oder die Straße. In einer Wohnung liegt doch so viel Zeug rum, was sie sehen, und teilweise nicht haben dürfen, und eben so viel zum Anfassen und bespielen, draußen ist alles klarer strukturiert.
Bei dem Jungen ist wahrscheinlich auch die Urangst von Geburt an stärker ausgeprägt, er lag ja wahrscheinlich lange allein im Krankenhaus, das ist sicher schwieriger ihm Vertrauen zu geben und eine sichere Bindung zu den Bezugspersonen herzustellen. Daher wird er immer wieder schreien, wenn er aufwacht. Unser Sohn wacht bis heute mit 16 Monaten fast immer weinend auf und lässt sich dann nur durch Stillen oder Herumtragen beruhigen. Bei ihm dauert es immer lange, bis er wieder richtig angekommen ist nach dem Schlaf. Geholfen hat auch Singen zum Einschlafen, immer das gleiche Lied, notfalls auch fast eine Stunde. Das funktioniert dann auch irgendwann,wenn das Kind beim Schlafen unruhig wird, singen und evtl. über den Rücken streichen bei den kleinsten Anzeichen, dann schläft er weiter. Unser Sohn schläft mittlerweile deutlich besser, aber das hat eben auch lange gedauert.
Ich hoffe, dass die Familie Hilfe findet, es ist sicher besser, wenn jemand sie konstant begleitet. Wenn es bei euch ein SPZ gibt, wäre das doch eine gute Lösung, dann können Kleinigkeiten, die schief laufen, korrigiert werden, das bringt vielleicht schon Besserung.


