Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Maryam+Leo
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Maryam+Leo »

ich sag euch was

er ist heute unter seiner Spieluhr eingeschlafen :)
3-4 mal hat er geweint dann bin ich hin, hab ihn beruhigt und dann habe ich mich wieder ins wohnzimmer gesetzt und hab ihm nebenbei noch was erzählt

SUPER :) auch wenn das sicherlich ne ausnahme ist.
früher war das so öfter möglich...
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Sila
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Sila »

Ich hab auch erstmal einen Schreck bekommen... aber ich finde es besser, du schreibst es hier, als in einem Pro-Ferbern-Forum...

Ich hab auch nochmal einen Buchtip für dich, "Ich will bei euch schlafen", da steht z.B. drin, warum Kinder nachts gestillt werden wollen, weil sie eben schon immer darauf programmiert sind, jede zusätzliche Mahlzeit mitzunehmen, wer weiß, wann es wieder etwas gibt. Die meisten Kinder wollen/brauchen im ersten Jahr nachts noch eine Mahlzeit. Und Durchschlafen bedeutet nicht 12 Stunden, sondern erstmal nur 6 oder 8 Stunden, danach hat auch das bravste Baby Hunger.

In dem Buch steht auch, welche Auswirkungen Ferbern haben kann, und warum es zu kurz gedacht ist, dass das Kind brav schläft, die Folgen davon können Jahre später auftreten.

Eine tolle Elternberatung macht auch 'Rüdiger Posth, Entwicklungsneurologe und Kinderpsychologe, hier http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/index.htm, im Stichwortverzeichnis findest du unter "Einschlafprobleme beim Säugling" Fragen und seine Antworten zum Thema, auch, warum Ferbern nicht so sinnvoll ist, und warum Säuglinge Betreuung brauchen, auch und vor allem nachts.

Mein Sohn ist auch aus dem Beibett gerollt und von unserem Bett gefallen mit 5,5 Monaten, ich habe dann ein Familienbett durchgesetzt, mein Mann war erstmal nicht begeistert, das Bett wurde abgebaut, die Sprungrahmen und Matratzen auf den Boden, so dass er nicht mehr tief fallen konnte.

Ansonsten würde ich den Bettrand zumindest auf deiner Seite mit Gittern sicher, entweder Laufstallgitter dranbasteln, Bekannte von mir haben von der Hebamme beim Geburtsvorbereitungskurs den Tip bekommen, leere Ordner zwischen Matratze und Bettrahmen zu klemmen.

Ich kann mir auch vorstellen, dass euer Sohn mitbekommt, dass es bei euch Streß gibt, und deshalb schlechter schläft. Mein Mann war anfangs sehr häufig genervt nachts, und da habe ich gemerkt, dass mein Sohn deutlich besser geschlafen hat, wenn er nicht zu Hause war nachts. Allerdings auch nicht immer.

Um den 7. Monat rum ging es mit dem Einschlafen bei uns auch schlechter. Vorher ist er oft von allein im Bett eingeschlafen, ab da ging das so gut wie nie. Ich habe stundenlang gebraucht, oft ist er direkt nach dem Hinlegen wieder aufgewacht. Nachts war er teils stündlich wach (heute mit 16 Monaten kommt das aber auch noch vor, obwohl er nachts abgestillt ist und stattdessen getragen wird). Bei uns lag das schlechte Einschlafen daran, dass er weniger Schlaf gebraucht hat und später ins Bett musste. Ich habe es erst nicht bemerkt. Ab da habe ich ihn beobachtet und erst ins Bett gelegt, wenn er wirklich müde war, dann ging es besser.

Das war auch so eine Phase, in der ich ihn nicht allein im Bett lassen konnte, die Lösung war bei uns auch mit Taschenlampe im Bett lesen, den Laptop ins Bett mitnehmen, Hausarbeit tagsüber erledigen, wenn das Kind wach ist und auf dem Boden spielt oder im Tragetuch ist, oder auch einfach liegenlassen. In den schlimmen Phasen am besten immer mit dem Kind hinlegen. Dann hält man auch schlimme Nächte besser durch (und die Tage dazwischen :) ).

Die wenigsten Kinder in diesem Alter schaffen es, im Liegen einzuschlafen. Unser Sohn ist schon ein "schwieriger Fall" und schläft bis heute nur durch Tragen ein, bis vor einigen Wochen noch durchs Stillen, klappt jetzt leider nicht mehr. Und er wacht auch häufig auf und immer schreiend. Ich kann also wirklich verstehen, dass du verzweifelt bist. Es ist auch traurig, dass viele Eltern und Ratgeber suggerieren, alle Kinder müssten mit 6 Monaten durchschlafen, und wenn sie das nicht tun, liegt es an den Eltern. Es ist weder deine Schuld noch die deines Sohnes. Babys sind nunmal darauf gepolt von Geburt an, beim Tragen einzuschlafen und am Körper der Mutter zu schlafen und eben auch an der Brust.

Dieses nächtliche Genuckel hatten wir phasenweise auch und ich fand es ätzend. Es war oft bei Erkältung, Entwicklungsschub oder Zahnen, es hört aber irgendwann von allein auf. Ich kenne das, man löst das Kind von der Brust und es schreit. Wenn es schlimm war, habe ich das Stillkissen so um mich rumgelegt, dass ich mit Kind im Arm an der Brust halbliegend/sitzen geschlafen habe. Geht auch, besser als wach sein.

Ich finde es traurig, dass der Vater deines Kindes dir nicht mehr hilft. Kannst du dir vielleicht irgendwo sonst Hilfe und Entlastung holen,wenigstens tagsüber. Vielleicht gibt es bei euch ja "Wellcome", das sind ehrenamtliche Mitarbeiter, die in Familien kommen, auch kostenlos oder gegen einen geringen Beitrag, und die Familien unterstützen. Oder sieh dich nach einer Elternberatungsstelle um, damit du nicht allein mit deinen Problemen bist, und auch deine Sorgen in einem Gespräch loswerden kannst und Unterstützung bekommst.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft zum Durchhalten und alles Gute weiterhin!
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Maryam+Leo
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Maryam+Leo »

Danke nochmal für eure ganzen Erfahrungsberichte und Tipps usw.
Mit so viel Beteiligung hätte ich gar nicht gerechnet !

Familienbett kommt nicht in Frage für ihn.
Er bleibt vorerst im Beistellbettchen :) Aber da bin ich ja auch direkt neben ihm und immer verfügbar, er braucht also keine Angst zu haben, ich bin ja da
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WkZaT

Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von WkZaT »

Maryam+Leo hat geschrieben:Danke nochmal für eure ganzen Erfahrungsberichte und Tipps usw.
Mit so viel Beteiligung hätte ich gar nicht gerechnet !

Familienbett kommt nicht in Frage für ihn.
Er bleibt vorerst im Beistellbettchen :) Aber da bin ich ja auch direkt neben ihm und immer verfügbar, er braucht also keine Angst zu haben, ich bin ja da
das ist sehr schön gesagt, schon ganz anders wie gestern! :D
und deine ruhe wird dein kleiner sicherlich auch spüren und sich dann viel eher entspannen!

und ich finde das beistellbettchen auch eine tolle alternative zum alleine schlafen, du bist ja sofort da und kannst ihn stillen, er hört deinen atem nachts und du kannst sicher auch einfach deinen arm "reinhängen" :wink: :lol:

schön!!!
weeka
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von weeka »

Maryam+Leo hat geschrieben:
Es geht eigentlich primär um das Problem Abends. Das ist ein reinern Horror.
Ich kann doch nicht ernsthaft jeden Abend mein Kind 2-4 Stunden ins Bett bringen

Wo bleibe ICH denn dann ? Auf der Strecke....

Aus dem Schlafzimmer ausziehen UND mit ihm zusammen schlafen geht leider nicht. Wir haben noch ein 1*2 Meter Bett aber da können wir nicht zusammen drin schlafen, das ist das was im KiZi steht.

Und: Er wird nicht mehr in meinem Bett schlafen (also im Großen) ich habe wirklich Angst, dass er nochmal raus fällt. Als er das letzte mal gefallen ist habe ich neben ihm !!! geschlafen und er lag im Anstellbett und ich neben ihm. Er ist bis ans Fußende gerobbt und dann von meiner Matratze gefallen
So mittendrin beim Lesen und auf die Gefahr, dass es vll. schon vorher geschrieben wurde:
Warum muss man denn das Kind unbedingt ablegen? Vll. im Tuch einschlafstillen und danach einfach im Tuch lassen und das machen, was man möchte: essen, Internet, Fernsehen aufräumen?

Sich einfach mit Kind ins Bett legen und einfach dann schlafen, wenn das Kind schläft (es bleibt ja nicht für ewig so...)


aufhören zu zählen, wie oft man nachts stillt (das frustriert doch nur unnötig.

einfach eine decke, kissen etc. auf den boden legen, falls er rausfallen sollte?
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Regenbogenmarion
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Regenbogenmarion »

Vielleicht liegts am Namen: ich begleite meinen Leopold meist 3-4 Stunden in den Schlaf. Nachts kam er meist stündlich (in Schub-Zeiten alle 20 Minuten), aber momentan läufts eigentlich ganz gut. Es gab die letzten Monate viele Auf und Abs, ich hab teilw. Tagelang nicht mehr als 2 Stunden nachts geschlafen.

Aber trotzdem würde ich ihn nicht als sehr schlechten Schläfer bezeichnen, andere Bedürfnisse (primär nach Nähe) waren einfach größer. Und der Körper hält wirklich viel aus- ich habe dann immer vor Augen, jeden einzelnen Moment mit meinem Kleinen zu genießen, komme was wolle.

Was ich eigentlich sagen wollte, schön, dass ihr euch gegen das Ferbern entschieden habt und ich wünsche dir erholsame Nächte (())
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Karinke
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Karinke »

irgendwer hier im Forum hat eine Wunderschöne Signatur. Fragt mich nicht mehr wer, aber diesen Blickwinkel finde ich genial! Es geht irgendwie drum, mit dem Schlaflosen Kind im Mondschein zu tanzen und unter den Tischen zu Picknicken... irgend wie so... irgend eine der alteingesessenen weiss sicher wovon ich spreche...
Bild Grosses M, KS, 12.1010 Bild J, VHBAC, 8.2012 Bild Kleines M, 2.HG 9.2015
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Kate
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Kate »

Karinke hat geschrieben:irgendwer hier im Forum hat eine Wunderschöne Signatur. Fragt mich nicht mehr wer, aber diesen Blickwinkel finde ich genial! Es geht irgendwie drum, mit dem Schlaflosen Kind im Mondschein zu tanzen und unter den Tischen zu Picknicken... irgend wie so... irgend eine der alteingesessenen weiss sicher wovon ich spreche...

"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!" von Minchen :wink:
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
Lösche Benutzer 1828

Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

wir hatten auch furchtbare Nächte - ich war damals noch anders im Netz unterwegs (in yahoo-Gruppen Sears und CC) und war SO verzweifelt....
Stündliches Stillen, alle halbe Stunde wieder reinlaufen zum Stillen, NIE Zeit für mich. Ich konnte nicht schlafen, nicht aufs Klo, nicht essen.......

Was hat mir geholfen? Ich bin sicher: die Änderung der Sicht.
Beim dritten Kind kam ich gar niht auf die Idee, ihn abends ins Bett zu legen- er stillte und schlief neben mir auf dem Sofa. Er lag einfach selbstverständlich auf der Decke vor der Dusche,war im Tuch beim Putzen wenn er müde war. Er schlief auch erst mit 2,5 Jahren durch - aber ich habe es nie als Problem empfunden.

Und ja, es ist so, wie Minchen schreibt - die Zeit rast nur so dahin und schon morgen wirst Du mit Deinem großen Kind diskutieren und Dich fragen, wo die Zeit geblieben ist. Es ist nur ein ein SO KURZER Moment im Leben unseres Kindes, im unserem Dasein als Mutter. Schon morgen ist alles anders - dieser Zustand ist NICHT unendlich, er ist im stetigen Wandel. Das wirklich zu verinnerlichen, läßt einen alles viel lockerer angehen. Denn schon morgen ist eine andere Phase da, haben wir andere Ausgangssituationen.

Viel Kraft für Dich!
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Erdbeerbaby
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Erdbeerbaby »

Hab jetzt auch nich alles gelesen, nur mal kurz meine Situation damals. Die kleine hatte verschiedene Schlafsituationen. Mit 6 Wochen durch geschlafen, mit 6 Monaten bis 1 Jahr stündliches Stillen, für uns kam nie in Frage sie zu ferbern oder so was. Sie ist mit im Bett und mußte noch nie alleine weinen, anfangs hatte ich sie auf der Couch bis ich ins Bett ging, mittlerweile leg ich sie hinter, Tue sie Einschlafbegleiten und gehe dann wieder ins Wohnzimmer. Ja meine ist jetzt schon 2 1/2, aber es hat auch seine Zeit gedauert bis wir soweit wie jetzt waren. Du hast deine Meinung ja jetzt eh geändert glaube ich, aber hier sowieso auch ein absolutes Ferbern ist ein NO-GO.Alles Gute für Euch :wink:
Liebe Grüsse Nadine mit Erdbeerbaby 01/09 und Milchknilch 07/11
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