Ich habe meine Tochter in dem Alter einfach bei mir behalten und ferngesehen oder am Rechner gesessen oder mich mit einem Buch mit ihr hin gelegt und gelesen bis ich selber müde war. Das fiel mir sehr schwer bis ich die Situation aktzeptiert hatte wie sie war. Meine Tochter hat das erste drei viertel Jahr nicht alleine geschlafen. Gar nicht. Sie hat sich nicht ablegen lassen und wenn ich sie im liegen in den Schlaf gestillt habe war sie wieder wach bevor ich aus der Tür raus war. Es wurde mit der Zeit besser.Maryam+Leo hat geschrieben: Es geht eigentlich primär um das Problem Abends. Das ist ein reinern Horror.
Ich kann doch nicht ernsthaft jeden Abend mein Kind 2-4 Stunden ins Bett bringen
Wo bleibe ICH denn dann ? Auf der Strecke....
Mein Sohn ist da deutlich pflegeleichter. Er schläft mit kurzen Stillunterbrechungen auch alleine bis ich ins Bett komme. Zwar unruhiger, aber es geht.
Gestern abend habe ich eine Freundin besucht. Wir haben in den zwei Stunden nichts von ihren Kindern gehört. Davon kann ich nur träumen. Sie hat nie geferbert. Mein Mann musste in der Zeit die Große ein mal wieder beruhigen und den Kleinen zwei - oder drei Mal. Das hat gut geklappt obwohl er das einschlafstillen gewöhnt ist.
Es ist einfach sehr typabhängig. Du hast mit deinem Kleinen vermutlich die sehr anstrengende Variante erwischt. Und ich glaube irgendwie, dass man gerade bei diesen Kindern mit dem Ferbern sehr viel kaputt machen kann. Bei meiner Tochter habe ich bis heute die Vermutung, dass es sogar gänzlich fehl geschlagen wäre. Sie hat in den ersten Wochen nächtelang gebrüllt bis sie ununterbrochen mit Körperkontakt schlafen durfte. Ich habe nicht geschnallt was los ist.
Ich glaube übrigens nicht, dass einmaliges Ferbern dauerhaften Erfolg bringt. Auch geferberte Kinder werden sicherlich durch Zahnen, Schübe, Krankheiten wieder aus dem Konzept gebracht und dann geht es wieder los.
Als meine Tochter das erste Mal nach dem nächtlichen Abstillen gezahnt hat habe ich es übrigens sehr vermisst. Dauerstillen war eindeutig besser als dauerbrüllen.

