Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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avoila
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von avoila »

Ich halte aus den bereits genannten Gründen auch nichts vom ferbern.
Das Buch "Schlafen statt schreien" ist eine gute Alternative. Kennst du das? Irgendjemand hat es hier bereits empfohlen.
Natürlich ist die Situation für dich / euch kräftezehrend. Das möchte ich nicht schmälern, auch deine Verzweiflung nicht. Ich bezweifle aber, dass es euch mit der derzeit gewählten Methode besser geht.
Das hat für mich immer etwas vom herumdoktoren an den Symptomen statt an der Ursache.
Maryam+Leo hat geschrieben:Also das primäre Problem ist eigentlich, dass er abends einfach nicht schläft. Er ist to müde. Dann stile ich ihn, warte bis er eingeschlafen ist und bringe ihn in sein Bett. Meist ist er dann nach 10 Minuen wieder wach und von vorn das Ganze. Das geht dann so 2-8 mal.

Wie lang ist die Situation schon so? Wann bringst du ihn ins Bett? Wie sieht euer Abendritual aus?
Mir fallen 3 Dinge spontan an ein:
- es ist zu früh für ihn
- es ist zu spät für ihn
- er hat einen Umbruch im Rhythmus.
Habt ihr in der Richtung schon experimentiert?
Maryam+Leo hat geschrieben:Nachts wacht er dann um 1 und um 5 Uhr auf und mag trinken, das geht auch völlig in Ordnung.
Aber das ist eigentlich nicht die Regel sondern eher die Ausnahme.
Meist wacht er 4-8 mal auf.
Nachts reicht es dann mseit wenn ich ihn kurz mit zu mir nehme (er schläft ein paar cm tiefer als wir, aber im Anstellbett eben) stille und dann lege ich ihn zurück in sein Bett.
finde ich die Regel, ist hier nicht anders. Kräftezehrend, aber anstrengender fände ich es sie ewig zu kuscheln, tragen oder gar weinen zu lassen.

Weißt du, nachdem die Hauptlast bei dir liegt, solltest du darauf achten, dass die Einschlafmethode bzw. die Wiedereinschlafmethode DEINEN Bedürfnissen und denen deines Sohnes gerecht wird.
Maryam+Leo hat geschrieben:Bei uns im Bett kann er nicht mehr schlafen. Wie schon gesagt der Vater macht das nicht mit. Außerdem ist er mir einmal rausgefallen und ich fühle mich nicht mehr gut mit der Situation weil ich Angst habe, dass er wieder fällt.
Das ist sehr schade, aber man kann niemanden zum Familienbett zwingen. Wäre es eine Option, dass du dir mit deinem Sohn ein Bett teilst und dein Mann sich ein anderes (z.B. Gästebett) sucht?
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
seelenkind
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von seelenkind »

Ganz ehrlich, ich seh das Problem auch eher bei der fehlenden Unterstützung für dich als Mama und nicht bei deinem Kind. Das Baby darunter leiden zu lassen kommt mir grundfalsch vor.

Unsere Tochter ist darmoperiert, wir haben in den ersten Monaten ungelogen alle 30 bis 120 Minuten gewickelt und alle 20 bis 90 Minuten gestillt. Monatelang. Das Stillen allein hab ich nie als echtes Problem empfunden, aber dieses Gewickel hat mich wahnsinnig gemacht. Dann hatten wir auch noch Soor, ich hatte eine Sehnenscheidenentzündung in beiden Handgelenken und sowieso war alles doof. Die Handgelenke wurden durch das viele Wickeln nicht grad besser- da musste mein Mann dann eben einspringen, obwohl er eigentlich nicht der Windeltyp ist. Und er hat oft frühmorgens die Kleine bespaßt, damit ich noch etwas Schlaf bekommen hab. Wie wir das überstanden haben, weiß ich heut ehrlich gesagt nicht mehr, ich hab an diese Zeit nur sehr verschwommene Erinnerungen. Aber irgendwie haben wir's geschafft, weil wir uns gegenseitig unterstützt haben und uns auch von außen haben unterstützen lassen.

Kannst du dir irgendwo Unterstützung holen? Großeltern des Kindes, Freunde, irgendwer, der ihn dir tagsüber ein paar Stunden abnimmt? Das wär wenigstens ein Anfang.
seelenkind mit chaosproduzentin (10/2009) und chaoskeks (10/2016)
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mayra
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von mayra »

WO ist er denn rausgefallen, an der noch offenen Seite des Betts oder am Fußende? Meine krabbeln ja auch öfter mal "runter", bisher hab ich sie immer noch erwischt. Wenn es die Seite war: mach doch, solang ihr schlaft, ein (Kinder) Bettschutzgitter hin, drüber wird er ja noch nicht können, oder?

Ich habe auch festgestellt, dass es einfacher ist, wenn die Kinder direkt im Bett liegend einschlafgestillt werden, und man sich dann wegschleicht. Allerdings hatten meine beiden auch immer wieder so Phasen, wo ich einfach abends eine Zeit lang mit ins Bett gehen musste, weil es anders nicht ging. Und dann hingen sie auch quasi die ganze Nacht am Busen. Das ist sau-anstrengend, geht aber vorbei.

Leg dich tagsüber mit hin, wenn er schläft, dann holst du dir etwas Ruhe!! DU kannst das doch machen, hast doch nur ein Kind, oder? Beim ersten hab ich das IMMER gemacht, das tut so gut!
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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lunchen78
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Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von lunchen78 »

Und wenn du das beistellbett ganz weg machst und euer Bett ganz an die Wand schiebt?
O. 18.Mai 2006
M. 26.Februar 2008

Was tu ich hier eigentlich noch?🫣
Lösche Benutzer 6191

Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Lösche Benutzer 6191 »

Wie hoch ist den euer Bett? Könntest du was weiches dort am Boden hinlegen, wo er rausgefallen ist, oder rausfallen könnte? Dann wär zwar ncoh der Schreck vom Rausfallen da, aber gefährlich wär es bestimmt nimmer...
WkZaT

Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von WkZaT »

huhu,

ich wollte dir ein wenig kraft schicken, kann verstehen wie anstrengend das ist, die große war auch so und auch bei ihr hatte ich zwischendurch das bedürfnis sie einfach schreien zu lassen, weil ich von vielen seiten gehört habe, es wäre dann nach ein paar tagen "gegessen"...
zum glück habe ich aber auf mein bauchgefühl gehört und sie nicht schreien lassen, sondern ihre bedürfnisse so hingenommen wie sie in diesen momenten waren.
ich weiß wie anstrengend das sein kann..., man stillt und danach schreien sie wieder und man stillt wieder und wird dann allmählich verzweifelt und ratlos und vielleicht auch wütend und vorwurfsvoll...und das merken die zwerge nur noch mehr...

mir hat sehr gut geholfen, mir immer wieder ins gedächtnis zu rufen, dass die kinder das niemals, niemals nicht mit absicht, berechnung, vorsatz oder sonstwas machen!!!
auch wenn einem das manchmal so vorkommt, weil man halt einfach gestresst ist! NIE!!

sie leben nur in dem moment und möchten gerade dann ihre bedürfnisse befriedigt bekommen wenn es über sie kommt und es ist wirklich so wahnsinnig wichtig das zu tun! dafür ist man eine mutter :)
dazu gehört auch, manche situationen auszuhalten, auszusitzen und auch ein klein wenig zu ertragen..., sie nach all dem weinen und schreien, was für uns oft grundlos ist, trotzdem mit offenen armen zu empfangen und zu stillen und zu tragen, gerade in solchen momenten, auch wenn man sie manchmal gerade dann nicht um sich haben möchte und denkt "lass mir doch bitte meine ruhe"...
gerade dann muss man sie halten!!!
das ist so wichtig für die bindung, das grundvertrauen..., eigentlich für den ganzen start!

und auch wenn sie zum 25x nach 4 minuten wach werden..., ich weiß, es ist so furchtbar kräftezehrend und so nervig und frustrierend..., man möchte so dringend was ändern und greift nach jedem strohhalm, aber alleine lassen ist genau der falsche strohhalm!
weil sie einfach bei uns sein wollen und durch das weinen erfahren sie angst, die wichtigste person in ihrem leben ist nicht da und sie haben kein verständnis von raum und zeit, sie sind einfach alleine :?

das weinen wird besser werden, ganz ganz sicher! bei uns wurde es auch besser, irgendwann war es gut :)
ich habe mir immer gesagt, es ändert nichts daran mich aufzuregen, oder alles mögliche zu probieren, weil zufrieden sind sie halt nur beim stillen, tragen...
auch mit der kleinen sieht es nicht anders aus...einschlafstillen im kizi, dann habe ich ca 15 minuten zeit bis sie wieder erwacht und dann liegt sie halt mit auf der couch, stillt quasi andauernd..., mal kurz, mal nuckelt sie ewig, so bis um elf, dann schläft sie richtig, bis um ein :wink:
natürlich könnte ich versuchen sie ins bett zu legen, aber dann wäre ich nach kurzer zeit wieder so gefrustet, verzweifelt...also liegt sie hier :lol:

wäre das für dich vielleicht eine lösung?
oder nach dem stillen....du sagst er beruhigt sich im tuch..., ihn ins tuch packen, auf einen ball setzen und bißchen hüfpen?
gemütlich alle zusammen aufs sofa packen, halt stillenderweise, baby kann ja in einer ecke liegen? danach gemeinsam ins bett "umziehen"?


ach mensch, wenn du dir doch so gedanken machst..., nimm ihn doch lieber zu dir :) , die zeit wird auch vorbei gehen und oft entspannen sich vertrackte situationen, wenn man sie einfach so nimmt wie sie sind :)
und wenn dein mann es nicht will, also sooo viele bedürfnisse hat ein baby ja noch nicht, bzw die sind relativ einfach zu erfüllen..., dann muss er halt kurzfristig mal aufs sofa ausweichen. er weiß ja wo er sich dann befindet und wo du bist, euer baby weiß es nicht wenn es alleine liegt und weint!
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Cassilda
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Cassilda »

guten abend,

mein sohn kam das komplette erste lebensjahr stündlich oder kürzer in der n8 zum stillen. daher legte ich ihn neben mich, schlief barbusig und kam so auch zu schlaf.
durch das buch von dr. sears das 24-h-baby habe ich v.a. gelernt auf meine intuition zu hören und die bedürfnisse meines kindes zu erfüllen, statt ihm von außen erzwungene- für ihn in den damaligen momenten nicht passende- rhythmen zu erzwingen die womöglich noch diese schutzbedürftige seele schädigen (neben meiner ich konnte ihn einfach nicht weinen lassen)

grüße cassilda

€: ich kann ziegelie aus eigener erfahrung voll und ganz zustimmen.
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Vögelchen
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Vögelchen »

Für deine Schlafbilanz kann ich dir nur an Herz legen:

Gemeinsamer Mittagschlaf!
Nichts ist schöner und macht einen auch immer wieder voll versöhnt mit dem kleinen "Terrorzwergen", als neben den warmen weichen Körpern, erfrischt aufzuwachen.

Vielleicht hilft es dir, den anstrengenden Abenden entspannter entgegen zu sehen. Übrigends, vielleicht muss dein Zwerg einfach die Spannung des Tages abbauen, und da er bisher nichts anderes kennt, benutzt er halt das Schreien.

Posy hat das mit den partnerscaftlichen Stragegien sehr schön geschrieben. Das wird zwar nur eine unschöne Phase sein, aber sicher nicht eure letzte. Daher versushe deinen Partner zu bitten (Vielleicht nach 2-3 Nächten ungestörtem Schlaf :mrgreen: ), mit dir gemeinsam einen Weg zu finden, dass dein Kind gerne schlafen geht.

Echt, es zahlt sich aus, wenn du nach Jahren des Einschlafstillens, Einschlafbegeleitens, des Wachens, Behütens ein Kind hast, dass dir mir strahlennde Augen sagt:
Mama, ich will jetzt ins Bett!
Und meiner Meinung nach, darf es dafür niemalsFrustration, Angst oder Resignation beim ins Bettgehen erfahren.

ich wünsche dir Kraft, dass die aktuelle Phase nur ganz kurz ist und dass ihr gemeinsam eine gute Lösung für euch 3 findet.
Liebe Grüße, das Vögelchen
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Maryam+Leo
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Maryam+Leo »

Also ein Bettschutzgitter passt nicht so recht ran, ich hab eins hier das Kracht immer ab.

Wie hoch hmmm ich kann jetzt nicht messen aber es ist relativ hoch wie ich finde. 90 cm ? so was in der Art.

Unser Bett steht mit der Fußseite und der einen Seite an der Wand. Summa Summarum ist das Kopfende offen und die Seite wo das Beistellbett steht (eben am Fußende seitlich, weil ja das Beistellbett oben steht) und genau da unten ist er auch rausgefallen, obwohl ich eigentlich da liege, aber ich habe mich im Schlaf umgedreht und da war Platz :(

In der Mitte kann er nicht schlafen, das wäre ja noch eine akurate Lösung, aber da ist jemand dagegen :(

Etwas hinlegen kann ich da leider nicht, weil da 80 cm sind bis zur Wand, bzw. Tür die da ist.
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Lovis
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Re: Ferbern..... und was mache ich nachts ?

Beitrag von Lovis »

Ich würde gern noch was zu Deinem Mann schreiben:

Vielleicht hilft es ja, wenn er sich mal in die Situation seines Sohnes versetzt.

Er (also Dein Mann) ist in diesem hypothetischen Fall - warum auch immer - ans Bett gefesselt und kann ohne Hilfe gerade mal etwas zappeln und rufen. Wie würde er sich denn bitte fühlen, wenn er ein (großes) Problem hat und ruft, aber keiner kommt bzw., wenn einer kommt, der ihm nicht das gibt was er braucht (bei Eurem Sohn ist das wohl körperliche Nähe und Stillen), sondern eine geringere Alternative und das auch nur zeitlich begrenzt, um dann wieder zu verschwinden. Der "Betreuer" des Hilflosen spricht übrigens ausschließlich eine obskure Sprache, bei der man höchstens was im Tonfall erkennt (und selbst wenn es verständlich wäre, ist es "ich komme in 2 Stunden wieder, du bist noch nicht dran").

Ich verstehe, dass man, wenn man tagsüber außer Haus arbeitet, nachts schlafen möchte. Aber wenn man ein Kind hat, geht das nicht immer. Das gehört für mich zum Elternsein dazu (ich bin übrigens bei beiden Großen nach dem Mutterschutz vollzeit arbeiten gegangen, ich verstehe es also aus eigener Erfahrung).

Unsere Kinder haben in den ersten 2 Lebensjahren immer wieder Phasen (gehabt), in denen sie vor Mitternacht nur geschlafen haben, wenn ein Erwachsener mit im Bett und in ständigem Körperkontakt war. Dann haben sie auch mehrere Stunden am Stück geschlafen, sonst waren sie teilweise mehrmals pro Stunde wach.


Um noch eine Kerbe zu hauen: Beim Schreienlassen entsteht riesiger Streß. Der führt dazu, dass entsprechende Hormone ausgeschüttet werden, die zu einer meßbaren Hirnveränderung führen. Dies wird unter anderem mit Depressionen im Erwachsenenalter in Verbindung gebracht. Ist es das wert?
Liebe Grüße, Cornelia

mit dem Großen (03/2003), der Großen (07/2004), der Kleinen (05/2007), der Kleinsten (03/2010) und dem Nachzügler (03/2014)

Unteres Normalgewicht, ich komme!
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