Wildkräuter/Heilpflanzen

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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EUaVBl
ist nicht mehr wegzudenken
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Wildkräuter/Heilpflanzen

Beitrag von EUaVBl »

Seit einer Weile schon lese ich mich durch diverse Heil- und Wildpflanzenbücher um mein Wissen zu erweitern, was das Nahrungsangebot aus der Natur angeht.
Nun waren wir auch schon ein paar Mal auf unseren Wiesen und in den Wäldern unterwegs um zu sammeln und finden auch immer wieder spannende Sachen. Die wichtigsten /häufigsten Giftpflanzen habe ich mir inzwischen auch schon gemerkt, so dass wir die nicht mehr aus Versehen mitschleppen .
Gibt es denn hier noch Leute, die draussen nach Brauchbarem suchen oder ist das eher sehr komisch?
Ich würde mich sehr über Tipps freuen, auch über Lektüre zum Thema und natürlich würde mich auch interessieren, wie experimentierfreudig die geneigte Frau von heute da so ist.

Zum Beispiel frage ich mich oft, weshalb in meinem Buch meistens steht, dass man die Droge (also Pflanzenteile) trocknen soll. Macht das einen Unterschied in der Wirkstoffzusammensetzung?
Oder, was ist mit Weidenrinde, die ja gegen Fieber und Schmerzen angewandt wird, nimmt man da einfach Rindenstücke von der normalen Weide oder muss man da zu bestimmten Zeiten ernten? Was tut man der nachdem man sie abgemacht hat?
Lindenblüten sind ja ne ganz tolle Geschichte, schmecken sehr gut im Honig oder Tee, aber was ist mit Lindenblättern? Haben die ähnliche Heilkrautliche Eigenschaften wie die Blüten?
Was ist mit wilden Früchten? Bei uns wachsen in der Nähe ganz viele wilde Apfel- Birnen-, Pflaumen-, Mirabellen-, Kirschbäume, die Früchte sind recht mickrig, aber kann man die trotzdem essen oder wenigstens einkochen? (Ich habe als Kind eingeschärft bekommen, das auf keinen Fall zu essen, das wäre unverträglich für den Magen)

Was ist mit Ebereschen? Ich habe gelesen, dass man die zu Marmelade einkochen kann, was mich überrascht hat, da man mir immer eingeschärft hat, wie unglaublich giftig die seien. Lohnt sich das oder gibt das trotzdem Bauchschmerzen?

Hat jemand eine Ahnung, wie man Schöllkraut gegen Hautprobleme einsetzen kann? Einfach den Saft auf die betroffenen Stellen tropfen und fertig, oder wie?
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LachenimHerzen
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Re: Wildkräuter/Heilpflanzen

Beitrag von LachenimHerzen »

ohhh schön! noch eine kräuterhexe! später mehr... nur kurz eine meiner lieblingsliteraturen:
susanne-fischer-rizzi


habe übrigens den kindergeburtstag meines 8jährigen unter derm motto indianer-kräuterwanderung geacht wir haben dann kräuterpizza aufm grill gemacht und pflanzenpflaster gemacht und heilsalbe selber hergestellt.....
....mit Räubern 06/03 & 08/06 & lightningmcqueen 08/11 & * 02/11
Clauw-Azubienchen, GK 06/12
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Robo-mami
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Re: Wildkräuter/Heilpflanzen

Beitrag von Robo-mami »

Schöllkraut (der gelbe Saft) hilft super bei Warzen. Den Saft einfach auf die Warze schmieren, aber vorsichtig, das gibt Flecken.....

Ich würde empfehlen mal im Buchladen zu schauen ob Du nicht ein paar Bücher über Wildkräuter findest und deren Verwendung. In kleinen Buchläden findest Du meistens Leute die sich super aus kennen. In den großen Läden wird Dir gezeigt wo Du was finden kannst und darfst Dich selbst durch quälen..... Was auch ist, sind so Kräuterwanderungen, die man oft bei der Volkshochschule angeboten bekommt.
Licht und Liebe Robo-mami

Ps: meine Leertaste klemmt leider ab und an.
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mothership
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Re: Wildkräuter/Heilpflanzen

Beitrag von mothership »

Also bei Ebereschen sind die Kerne tatsächlich giftig! Aber wenn du die Beeren einfach vorsichtig vom Kern abmachst, ist es ok und ziemlich lecker.

Ich schaue eigentlich auch immer was um mich herum wächst. Leider kenne ich mich nicht sooo gut aus, aber die einfachen Sachen wie Spitzwegerich und so die sind mir bekannt.
Ich habe schon öfter drüber nachgedacht solche Kräuterwanderungen zu machen, hab mich aber noch nicht getraut - wäre wohl bestimmt die einzigste mitte 20 da-
Aber ich würde das sehr gerne machen und glaube da lernt man einfach in der Praxis mehr als von Büchern
Liebe Grüße!

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.

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lilly7686
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Re: Wildkräuter/Heilpflanzen

Beitrag von lilly7686 »

Ich kenne mich zwar in der Materie nicht aus (noch nicht, denn was du schreibst klingt sehr interessant und informationswürdig ;)). Aber ich hab jetzt mal dieses Schöllkraut gegoogelt.
Bei uns heißt das Warzenkraut. Man gibt es auf Warzen (daher natürlich der Name). Als Kinder haben wir es "kiloweise" gesammelt und uns damit Muster auf die Haut gemalt ;) Hat uns nicht geschadet.
Robins Mama
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Re: Wildkräuter/Heilpflanzen

Beitrag von Robins Mama »

Brennnesseln,Löwenzahn,Giersch usw verkochen wir regelmäßig im Wald-Kiga,schmeckt den Kindern immer sehr gut.Harz und Wegerich sind die Waldapotheke und werden von einigen Kids selbstständig angewendet (fragen aber erst ob es wirklich die richtige Pflanze ist).Aus den wilden Früchten (Kirschen,Eberesche,Erdbeeren,Brombeeren,Äpfeln...wird leckere Marmelade und verschiedene Kräuter trocknen wir als Tee für den Winter.
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Gaja5
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Re: Wildkräuter/Heilpflanzen

Beitrag von Gaja5 »

Ich bin dieses Jahr auch auf die Wildis gekommen und ich bin begeistert. Ich hätte nie gedacht, dass die so lecker sind. Wir essen fast täglich Wildkräuter als Salat. Meine Lieblinge für den Salat: Wiesenbärenklau, Labkraut, Schafgarbe, Sauerampfer, Spitzwegerich, Giersch, Käsepappel, Vogelmiere. Mmmmmmmmmmmmmmmmh, lecker.
Das wächst halt alles bei uns in der Nähe. Das Wissen habe ich aus Büchern und von einer Freundin, die angehende Kräuterpädagogin ist. Finde ich übrigens sehr interessant, nächstes Jahr möchte ich auch eine Schule besuchen um mein Kräuterwissen zu vertiefen.
Als Lektüre kann ich Gertrude Messner empfehlen, hier habe ich das Buch: Kräuterhandbuch für Mutter und Kind. Da steht z.B. auch drin welche Pflanze ab welchem Alter geeignet ist. Und allerlei Rezepte und Tipps für Baby, Kind und Mama-Themen.

Dieses Jahr habe ich auch zum ersten Mal Holunderblütensirup und Holunderblütensekt hergestellt. Und Mädesüßlikör. Die Mädesüß ist übrigens sehr interessant, ich habe gelesen, dass aus ihr die erste Aspirin hergestellt wurde. Sie wirkt genau wie die Aspirin schmerzstillend, blutverdünnend und fiebersenkend. Sie enthält Acetylsalicylsäure, man kann sie trocknen und als Tee trinken.
Es grüßt euch die Tina mit Sonnenschein (6/2011)
honigbienchen
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Re: Wildkräuter/Heilpflanzen

Beitrag von honigbienchen »

Ich möchte darauf hinweisen, dass es sehr schwierig ist, eine Pflanze genau zu bestimmen. Wenn also Kräuter gesammelt werden, die anschließend gegessen werden sollen, ist es unablässlich, dass man auch ganz sicher nur die Kräuter sammelt, die man ganz eindeutig KENNT!
Es ist schon erschreckend wie ähnlich sich manche Kräuter sind.
Da sind solche Kräuterführungen sicherlich hilfreich. Pflanzen, die giftige Teile enthalten, sollte man niemandem empfehlen, auch wenn man meint sich selber damit auszukennen.
Sich allein aus Büchern die Pflanzen selber zu bestimmen ist oftmals nicht so einfach, wie man sich das denkt! In diesem Zusammenhang ist die Kamille sicherlich ein gutes Beispiel, mit ihren vielen unterschiedlichen Typen.

Desweiteren sind wild gesammelte Kräuter null als Medikamente geeignet. Die alleinige Tasache, dass bestimmte Inhaltsstoffe drin sind reicht ja nicht für die Wirkung. Sie müssen auch in einer bestimmten Menge enthalten sein und der Gehalt in solchen Wildpflanzen kann erheblich schwanken, je nach äusseren Faktoren.
Die Mädesüß ist übrigens sehr interessant, ich habe gelesen, dass aus ihr die erste Aspirin hergestellt wurde. Sie wirkt genau wie die Aspirin schmerzstillend, blutverdünnend und fiebersenkend. Sie enthält Acetylsalicylsäure, man kann sie trocknen und als Tee trinken.
Mädesüß enthält Salicylsäure, aus dieser wird Acetylsalicylsäure synthetisch hergestellt. Mädesüß an sich enthält kein ASS und wirkt sicherlich auch nicht blutverdünnend und dein Gleichsetzen der Wirkung mit Aspirin ist SEHR problematisch, wenn nicht sogar schlicht falsch.
Bitte formuliert eure Sätze nicht so absolut!

Käuterpädagogen, Kräuterführungen oder ähnliche Angebote sind sicherlich gute Anlaufstellen für an diesem Thema Interessierte.

VG,
Annette.
Annette

Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
Karl Rahner
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