abruptes Abstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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FCF
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von FCF »

Damit du auch mal eine Antwort auf deine Fragen bekommst :? :
Ich hab bei meinem Großen auch von einem Tag auf den anderen abgestillt (war damals sehr krank und brauchte Medikamente). der Große ist jetzt vier und im Nachhinein denke ich mir folgendes: es war für ihn (und auch für mich) eine schwere Krise. Er war allerdings noch ein Stück kleiner als dein Kind. Ich habe ihm gaaanz viel Nähe gegeben, um den "Entzug" auszugleichen und er hat das Ganze gut überwunden. Ich sehe keinen Unterschied zB was sein Beziehungsverhalten oder sein "Grundvertrauen" in die Welt angeht zu seiner gestillten Schwester.
Aus der Krise muss mMn nicht notwendigerweise ein Trauma werden, va, wenn du nach dem Test vielleicht eh weiterstillen kannst.
Es ist letztlich deine Entscheidung, ob der jetzige Zustand so untragbar ist, dass so ein Schritt gerechtfertigt ist.
Zu schnell abstillen und Mutters Psyche: es kann sehr heftig sein und mich heftiger mit diesen Tabletten. Wenn denn sein muss, dann lieber Milch auf natürlichem Weg reduzieren.
Alles Gute!
Liebe Grüße, M. mit großem Erfinder (2007), süßer Maus (2009) und kleiner Prinzessin (2011)
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Kathymami
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von Kathymami »

ich sollte auch abstillen, weil Josy Maus nix essen wollte ( 1,5 Jahre alt ) ... war mit sogar im KH!

aber ich ließ mich von den Ärzten dazu nicht zwingen! und dann kam raus,dass sie keine Kuhmilch verträgt! Selbst kleinste mängen ( in Leberwurst z.b. ) verruchsachten bei ihr Bauchweh!

am besten du streichst von ihrem Ernährungsplan alles wo mini mal Milch drin ist und stillst weiter- da möchtes du doch auch gerne,oder?

ich wünsche euch alles gute!
an der Hand Emily-Sophie *30.08.2003 , Lennart *25.01.2005 , Josefine *14.06.2007 , Lucy Leona * 10.06.2011 und Seraphine Luisa * 11.09.2014

für immer im <3
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Kitabuna
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von Kitabuna »

Patty hat geschrieben:Also ich habe mich als Stillende fast komplett milchfrei ernährt und das ging super. Und es gibt ja auch jede Menge Veganer, die das dauerhaft hinbekommen. Man muss halt gucken, dass man die Nährstoffe trotzdem in anderer Form zu sich nimmt.
War hier auch so. Ein halbes Jahr habe ich mich komplett milchfrei ernährt. Das ging sehr gut. Die Nährstoffe muss man sich halt wo anders her holen. Z.B. Calcium aus Trockenfeigen, calciuumhaltigen Sprudel, Sojamilch ist z.T. auch Calcium aus ner Alge zugesetzt.

klimaforscherin hat geschrieben:Was ich seltsam finde ist, dass Kuhmilch für dich unverzichtbar sein soll, aber Muttermilch fuer dein Baby unwichtig sein soll??? Da wird Kuhmilch völlig überbewertet und Muttermilch unterbewertet. Welche Milch soll denn dein Kind nach dem Abstillen für eine Ausgewogene Ernährung bekommen?
Das hab ich mich auch gefragt.

Versteh mich nicht falsch, ich will niemanden vom Abstillen abhalten, aber für mich klangen deine Schilderungen so, als ob ein Weglassen von Milchprodukten (in eurer beiden Ernährung) der einfachere Weg sei.

Ich wünsche dir bald bessere Nächte und der Kleinen natürlich Beschwerdefreiheit.
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knallfrosch
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von knallfrosch »

Huhu
Vielleicht könnt ihr mir mal belegen, ob Mumi in dem Alter wirklich noch vor Allergien schützt und auch noch die sonstigen Vorteile aufzählen, um mir klarer zu werden?
Mein einziger Grund, gerade nicht abzustillen ist, dass es doch sehr hart für mein Knallfröschlein wäre. Erklärtes Ziel war für mich, auf jeden Fall ein Jahr zu stillen, und das hätte ich ja jetzt fast geschafft.
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Imkerin
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von Imkerin »

knallfrosch hat geschrieben: sie hattes schon Durchfall, als sie noch voll gestillt wurde, viele Atemwegsinfekte, die vermutlich auch darauf zurückzuführen wären und ist momentan so sehr unruhig, dass ich seit drei Wochen kaum mehr schlafen kann.
Das sind die Symptome, wenn sie nur Muttermilch bekommt!
Ich muss euch sagen, ich bin so fertig, ich kann bald nicht mehr. Nachts will sie manchmal jede Stunde gestillt werden.

Ehrlich gesagt entdecke ich da jetzt nicht besonders außergewöhnliches. :oops:
Durchfall und Atemwegsinfekte hat jedes Baby mal, die einen mehr die anderen weniger.
Phasen mit schlaflosen Nächten und dauerstillen sind auch normal, besonders wenn das Kind kränkelt, zahnt, Entwicklungssprünge macht...

Vielleicht stellt es sich in der Realität ja noch ganz anders dar, aber das was hier steht läßt mich jetzt nicht zwingend eine Unverträglichkeit vermuten.
Jedenfalls kenne ich das von meinen 3 Kindern und die haben keine Unverträglichkeiten o.ä.
LG von der Imkerin
mit Svanhild (*01. 2001), Arfst (* 12. 2002), Asgrim (*09. 2009) und Isebrand (*07.2012)
Milchmaedchen
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von Milchmaedchen »

Dafür gibt es keine so rechten Belege. Im Gegenteil gibt es eine ominösere großangelegte Studie, die Beikosteinführung vor dem 6ten Monat zur Allergieprävention empfiehlt, allerdings in Bezug auf Glutenunverträglichkeit.

Mein Frosch ist etwa so alt wie dein Kind und wird auch - v.a. an den Wochenenden - manchmal noch vollgestillt. Ich könnte mir ein Abstillen nicht vorstellen, weil er gar keine Flasche nimmt und ausschließlich eigenständig isst (mit Fingern und Löffel). Aber unsere Nächte sind auch völlig problemlos.

Ich weiß nicht, wie ich an deiner Stelle reagieren würde.
Hast du noch Kraft für 2 Wochen? Dann würde ich an eurer Stelle für 2 Wochen einen kompletten Milchverzicht ausprobieren.
Wenn nicht, dann sei ehrlich zu dir und stille ganz ohne Schuldgefühle ab. Eine Mutter die fast am Ende ist, aber weiterstillt ist für ein Kind sicher nicht besser als eine, die entspannt Fläschchen geben kann - zumal dein Kind nicht mehr ganz so winzig ist und vieles versteht und mitbekommt.
Gegen die mögliche Depression kann man sicher mit Naturheilmitteln und Achtsamkeit etwas unternehmen.

Das ist nur meine persönliche Meinung.
Liebe Grüße vom Milchmädchen
FCF
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von FCF »

Milchmaedchen hat geschrieben:Hast du noch Kraft für 2 Wochen? Dann würde ich an eurer Stelle für 2 Wochen einen kompletten Milchverzicht ausprobieren.
Wenn nicht, dann sei ehrlich zu dir und stille ganz ohne Schuldgefühle ab. Eine Mutter die fast am Ende ist, aber weiterstillt ist für ein Kind sicher nicht besser als eine, die entspannt Fläschchen geben kann - zumal dein Kind nicht mehr ganz so winzig ist und vieles versteht und mitbekommt.
Gegen die mögliche Depression kann man sicher mit Naturheilmitteln und Achtsamkeit etwas unternehmen.
Seh ich auch so!
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knallfrosch
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von knallfrosch »

Lieben Dank, FCF, Kathymami, und Milchmädchen für eure Erfahrungsberichte und das Mutmachen!
Habe heute morgen noch mal mit meinem Mann darüber geredet und wir sind uns eigentlich einig, dass unser Knallfröschlein sich sicher nicht so einfach abstillen lassen wird. Sie ist eine richitge Genießerin, die Flasche nimmt sie jeweils einmal in den Mund, sagt "äh", wirft sie weg und jammert so lange, bis ich sie stille ;-)
Vom Kopf her könnte ich mir ein Abstillen gut vorstellen, gefühlsmäßig aber überhaupt nicht. Das wird mir so langsam klar. Das geht auch mir zu schnell, auch wenn ich kräftemäßig echt am Limit bin und mit auch Mann und großes Knallfröschlein. Ich werd jetzt noch zwei Tage lang diese Flasche tagsüber anbieten, die sie eh nicht nimmt, weil die Milch zu bitter schmeckt... Und meine Ernährung umstellen...Uff! Gibt es denn gute Web-Siten mit Tipps/Empfehlungen?

@Imkerin: das sind ja nur die grobumschriebenen Symptome, die die Kleine schon vor einigen Monaten hatte, und zwar eher heftig. Ich bin Kinderkrankenschwester und kann das auch ein bisschen einschätzen. Sei mir nicht böse, aber normal ist das nicht, was wir grade mitmachen
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Nachtfrau
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von Nachtfrau »

Ich glaube Dir, dass Dein Kind beunruhigende Symptome hat, und ich hoffe, Ihr findet die Ursache bald heraus, aber wie kommt Ihr eigentlich auf die Idee, diese Symptome könnten was mit dem Stillen zu tun haben? Das erschließt sich mir überhaupt nicht. Muttermilch ist die normale Nahrung für kleine Kinder, ich verstehe die ganze Idee nicht, dass sie die Ursache irgendeiner Krankheit sein soll. Wie kommt man denn auf sowas?

Und was Kuhmilch betrifft, möchte ich auch ein paar Gedanken beisteuern: Es gibt keine einzige Art außer dem Menschen, die die Milch einer anderen Art zu sich nimmt. Oder überhaupt im Erwachsenenalter Milch zu sich nimmt. Für ausnahmslos ALLE Säugetiere gilt: Die Milch der eigenen Art ist die angemessene Form der Ernährung im Säuglingsalter, danach wird nie mehr Milch zu sich genommen.
Zwar hat sich ein Teil (!) der Menschen daran gewöhnt und verträgt Kuhmilch, das heißt aber noch lange nicht, dass sie für die Ernährung irgendeine großartige Bedeutung hätte oder gar essentiell wichtig wäre. Das ist genauso unsinnig wie zu behaupten, Rosenkohl wäre unheimlich wichtig für die Ernährung, man sollte jeden Tag mindestens ein halbes Kilo davon essen, und wer keinen isst, der muss unbedingt schauen, wie er den Rosenkohl ersetzt, um genügend Nährstoffe zu bekommen... Ersetze Rosenkohl durch jedes beliebige Nahrungsmittel.
Die Natur wäre extrem dämlich, wenn sie dafür sorgen würde, das der Mensch die Milch einer anderen Art braucht, um gesund zu bleiben. Das macht überhaupt keinen Sinn. Wie hätte der Mensch denn so die Millionen von Jahren bis zur Domestizierung des Rindes überleben sollen? Wieso sind Eingeborene im Dschungel quietschfidel und pumperlgsund, obwohl sie nichtmal wissen, wie eine Kuh überhaupt aussieht? Der Großteil der Weltbevölkerung verträgt überhaupt keine Kuhmilch, viele Nationen haben bestens überlebt, ohne Kuhmilch im Speiseplan zu haben, aber die Europäer denken, sie können ohne nicht überleben. Kuhmilch enthält nichts, was man nicht auch mit anderen Lebensmitteln zu sich nimmt.
LG Nachtfrau

mit der Großen (1/95), dem Mittleren (1/03), dem Mini (3/11) und der winzigen Enkelmaus (9.2.12)

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Nachtfrau
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Re: abruptes Abstillen

Beitrag von Nachtfrau »

Ach so, hier noch ein Link, weil Du doch wissen wolltest, welche Vorteile das Stillen für Dein Kind noch hat: klick :7:
LG Nachtfrau

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