Tandemstillen - was beachten?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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nwsurgeon
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von nwsurgeon »

Hallo,
also mein Milcheinschuß war auch heftig, da war ich froh, dass meine Große für Entlastung sorgen konnte (hat sie auch immer sehr bereitwillig gemacht :D ).
Schlimm war für mich, wenn beide stillen wollten (denn beide gleichzeitig konnte ich einfach nicht), dann hat oft meine Große geschrien und getobt, während ich die Kleine gestillt habe (umgekehrt wäre aber auch keine Option gewesen). Sehr belastet haben mich auch die negativen Gefühle, die ich auf einmal meiner Großen entgegengebracht habe (und dabei hatte ich noch in der Schwangerschaft Sorge, nicht genug für die Kleine empfinden zu können :?).
Sehr geholfen, um das Alles für mich zu sortieren hat mir das Buch "Adventures in tandem nursing- Breastfeeding during pregnancy an beyond" von Hilary Flower (wurde von der La Leche League international herausgegeben, ist aber auch bei Amazon o.ä. erhältlich)
LG
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
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Atlasnaja
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von Atlasnaja »

ich hätte auch noch ne Frage zum Tandemstillen:

ich stille noch morgens und abends meine große Tochter. Bisher (Kl. Tochter ist 2 1/2Wochen) habe ich dann immer die Brust abgewaschen, bevor die Kleine sie wieder bekommt? Macht das noch jemand so oder ist das Quatsch.
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mayra
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von mayra »

Also bei mir war der Einschuss schon seehr heftig. So schlimm, dass der Kleine permanent zuviel Luft im Bauch hatte, sich verschluckt hat usw. Er schrie viel, weil er "nur" nuckeln wollte... Wenn sie gleichzeitig wollten, war hier immer großes Geschrei, da ich das auch nicht wirklich hingekriegt habe. Tagsüber wars ja noch ab und an möglich, aber nachts... :roll: der Große weinte dann auch sehr viel, was mir sehr leid tat :cry: Und ja, er hat das echt nicht richtig verstanden, warum er jetzt nicht darf. Ach, beim Einschuss hat sich sogar der Große oft verschluckt :shock:

Andererseits stieß mich das Stillen des Großen auch ab, bis heute ist eine gewisse Ablehnung dabei. Da ich auch das besagte Buch gelesen hatte, wusste ich schon, dass das passieren kann.

Ich hatte auch sehr lange rechte Schmerzen beim Stillen, was ich darauf zurückführe, dass ich so oft stillte... Manchmal immer im Wechsel :roll: aber das musst du ja nicht so machen, du kannst deine Große ja auch einschränken...

Ich habe die Brust nicht abgewaschen. Darin sehe ich keinen Sinn. ;-)

Mein bisheriges Fazit: "unsere" Art der Betreuung, vor allem das LZS, stehen im krassen Gegensatz zu kurzen Abständen bei Geschwistern. Nicht umsonst sind die im Durchschnitt bei Naturvölkern bis zu 4 Jahre ohne Verhütung. ICH persönlich würde jetzt immer mehr Abstand lassen. ;-)
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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nwsurgeon
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von nwsurgeon »

Hallo,
abgewaschen (desinfiziert) habe ich die Brust nur, als meine Große ein paar Wochen nach der Geburt de Kleinen eine fiesen Magen-Darm-Infekt hatte. Da habe ich aber auch insgesamt ständig meine Hände desinfiziert. Und zum Glück hat sich auch niemand angesteckt.
LG
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Grizzia
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von Grizzia »

Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre alt und wird seit seiner Geburt gestillt. Auch als ich wieder schwanger war haben wir da nichts dran geändert. Gegen Ende der Schwangerschaft hab ich dann angefangen mir Gedanken zu machen wie das wohl wird, wenn das Baby auf der Welt ist. Am Anfang habe ich immer versucht abwechselnd zu Stillen, doch lange ging das nicht gut. Kaum hatte ich die Kleine angelegt, fing mein Sohn an Theater zu machen und wurde richtig eifersüchtig auf sie. Das ganze war jedes mal ein riesen Stress und nur mit Unruhe verbunden. Irgendwann war mir das dann zu viel und ich hab es mal gleichzeitig versucht. Mein Sohn war am Anfang noch etwas skeptisch, aber als er gemerkt hat, dass er nun auch gleich mit dran darf war alles ok. In der ersten Zeit war der Milcheinschuss auch sehr heftig und öfters hat es auch unangenehm gespannt. Inzwischen hat sich das ganze eingependelt und wir genießen die Zeit zusammen total. Mein Sohn wird morgens und abends gestillt und zwischen durch ab und zu wenn er möchte. Er macht jetzt auch kein Theater mehr, wenn die ich die Kleine tagsüber stille. Manchmal kommt er dann und will auch oder er setzt sich nur neben mich zum kuscheln. Ich kann das wirklich nur jedem sehr empfehlen auch mal auszuprobieren.
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von Sommerliebe »

Hi Grizzia,

wie legst du an, wenn du beide gleichzeitig stillst? In der Football-Haltung?
Ich stille halt vor allem im Liegen, da wir ja meist nur Einschlafstillen.

Liebe Grüße,
Sommerliebe
Grizzia
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von Grizzia »

Die Kleine hab ich in der Wiege und er sitzt meistens dann neben mir aufm Sofa in meinem Arm und trinkt.
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hexedoro
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von hexedoro »

Die Kinder wollten ziemlich oft gleichzeitig trinken, das fand ich eigentlich ganz gut. Der Große hat eh schon immer in allen möglichen und vor allem unmöglichen Positionen gestillt, der hat sich einfach irgendwie dazugemauschelt. Im Liegen war es so, dass der Kleine eben die untere Brust gekriegt hat, ich mich ein bißchen Richtung dem Großen gedreht habe und er so von hinten stillend über mir hing. Klingt jetzt komisch, ich hoffe, man kann es verstehen... So haben wir übrigens auch immer einschlafgestillt, war gar kein Problem und ist auch nicht unbequem :wink:
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von Grizzia »

Das kenn ich auch ;-) Meiner schaffts auch sich immer wieder komisch zu verrenken
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Re: Tandemstillen - was beachten?

Beitrag von tinanie »

Ich habe nur vier Monate Tandem gestillt. Gleichzeitig klappte nur wenn die Große bereit war, irgendwelche Verrenkungen mitzumachen und den Kleinen zwischen sich und mich liegen zu lassen.

Schon vor der Schwangerschaft hatte ich mit der Großen bestimmte Stillmahlzeiten, so dass sie nicht jederzeit ran konnte. Das hat sie gut akzpetiert. Relativ schnell nach der Geburt hatten wir zwei das auch wieder beibehalten, so war ihr Stillen unabhängig von der Häufigkeit des Stillens vom Kleinen. Das war für mich einfacher. Im Frühwochenbett (der erste Monat) allerdings habe ich ihr noch ein, zwei Folgen Shaun eingelegt, ganz einfach, weil ich für mehr nicht Kraft hatte. Ich finde, Wöchnerinnen dürfen das.

Das Abstillen von ihr ging von mir aus, hatte aber nichts mit ihrem Bruder zu tun und sie hat später beim Stillen nicht eifersüchtig reagiert.
mit Mädchen (09/08) und Junge (01/11)

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