Es kommt darauf an, was du in deinem Beruf verdienen willst
Und nein, obwohl ich - im Verhältnis - viele Beratungen habe, kann ich davon nicht leben und in dem Moment in dem der Druck da ist Geld damit verdienen zu müssen und z.B. viel verkaufen zu müssen (z.B. in einem Laden oder über einen Shop) rutscht meinem Gefühl nach die offene Beratung nach hinten.
Und es ist viel Arbeit, es bedeutet immer dran bleiben an der Materie, immer wieder neue Anschaffungen, immer wieder Werbung und es ist von der Tendenz ein mMn nicht einfaches Feld, durch die mittlerweile verbreiteten Optionen sich weiterzubilden kommen über kurz oder lang immer mehr Hebammen in den Bereich, Hebammen sitzen aber an der Quelle und wenn die nicht weiter vermitteln ... dann kommt bei der TB auch nicht viel an ... und es ist Standard, dass das Tragen Teil der Hebammenbetreuung ist, alle Hebammen, die ich kenne äußern sich im Wochenbett zum Tragen und das Tragen ist in der Ausbildung wohl eine Wochenendeinheit. Wie gesagt, durch die Multiplikatoren-Ausbildung und den verschiedenen Kursen von Schulen, werden Hebammen immer besser geschult (mit der Zeit) und dann wird es für die reine Trageberaterin noch schwerer Frauen zu erreichen.
Nein, meiner Meinung nach ist es kein Beruf von dem man leben kann und man sollte sich auf alle Fälle ein erstes, stabiles Standbein suchen und die Trageberatung zwar engagiert, aber ohne den Druck, betreiben. Sowieso sind die Anfragen für Trageberatungen schubweise, wie die meisten Selbstständigen, ist es nicht kalkulierbar was im nächsten Monat passiert und da man ständig neue Eltern rekrutieren muss, ist es durchaus intensiv.
Ach ja und dann ist der Begriff nicht geschützt, die Zertifizierung hat keinen allgemeingültigen Stellenwert, ...
Und will man es im großen Stil betreiben, braucht man eine gute Ausstattung inkl. Puppen ...
Gibt es bei euch in der Region bereits Trageberaterinnen? Frag doch mal an, wie es läuft? Ich persönlich würde mir mittlerweile fast eine weitere Trageberaterin vor Ort wünschen mit der ich zusammenarbeiten kann und das Feld gemeinsam beackern könnte. Auf der anderen Seite finde ich Trageberatungen so extrem individuell, dass es mir schwer fallen würde, auszuhalten, wenn eine andere TB die Beratung ganz anders machen würde, als ich es tue ... nun ja, so lange am Ende immer stehen würde, dass die Eltern glücklich aus der TB gehen und ihr Baby tragen, könnte ich vielleicht doch im Team arbeiten
Also ich würde erst mal klären, ob es TBs gibt und wie die arbeiten, ob eine Kooperation möglich wäre, ob ihr euch grün seit, etc.
LG
Nicole