Hallo!
Ich bin zwar schon länger angemeldet, aber habe bisher noch nicht wirklich geschrieben.
Ich weiß nicht recht wo ich meinen Beitrag hinschreiben soll, aber besonders die 'Schlafumstände' sind ja unter Müttern ein Thema wo die Meinungen wohl kaum weiter auseinander liegen können. Deshalb schreibe ich einfach hier.
Ich habe zwei Kinder und sozusagen ein 'Mutter- Kinder- Bett' Der Kleine schläft bei mir im Bett die Große schläft in ihrem Bett aber das steht genau an meinem- also eigentlich schon ein großes Bett. Mein Mann schläft in einem anderen Zimmer, weil er manchmal erst spät von einer Tour heimkommt und ich auch nicht schlafen kann, wenn er schnarcht- für uns ist das in Ordnung so und das ist auch nicht mein Problem.
Bisher habe ich nicht daran gezweifelt, dass alles so gut ist, wie es ist, aber langsam habe ich das Gefühl wirklich ein Exot zu sein.
Vom Stillen abgesehen (die Große habe ich 2,5 Jahre gestillt). Kommt es in letzter Zeit häufiger vor, dass ich die Meinungen der meisten anderen Mütter nicht verstehen kann. Da wird schon mit 4 Monaten darauf hingearbeitet, dass das Baby nun allein einschlafen soll. Meine Große habe ich bis vor einem halben Jahr noch bis zum Einschlafen begleitet. Der Kleine war ohnehin ein Schreibaby und braucht immernoch sehr viel Körperkontakt, so dass ich nie auf die Idee kommen würde ihn müde aber wach ins Bett zu legen.
Ich kontrolliere auch das Stillen in der Nacht nicht. Die ersten Monate sind die meisten Mütter verständnisvoll und ihr Kind darf nachts trinken oder nuckeln, doch bald- in der Regel noch vor dem 6. Monat, aber spätestens kurz danach- wird versucht das Kind anders zu beruhigen. Wasser oder Tee gegeben, schaukeln 'Gute-Nacht-Flaschen' gefüttert auf dass das Kind irgendwie nun durchschläft.
Ich bin nach der heftigen Schrei-Zeit so froh ihn einfach mit der Brust beruhigen zu können und habe gar keinen Drang ihn weinen zu hören nur damit ich mich in der Nacht nicht zum Stillen zu ihm drehen muss. Er wacht auch immernoch sehr oft auf, aber schon meine Tochter schlief schlecht und es macht mir mittlerweile wenig aus im (Halb-) Schlaf zu stillen.
Bin ich zu faul etwas zu ändern? Sollte ich das tun, gibt es Nachteile für meine Kinder wenn die Große noch bei mir schläft und der Kleine auch nachts nach Bedarf gestillt wird?
Ich komme einfach nicht mit wenn auf einmal alles wieder ohne das Kind gehen soll, bei acht Monaten ist die Toleranzgrenze (bei den meisten, die ich treffe) erreicht und das Kind muss sich nun von der Mutter lösen können. Meist weil die Mütter eben wieder unabhängiger sein wollen- mir fehlt dieser Drang völlig- klar ist es anstrengend und ich brauche auch einen Moment zum Verschnaufen, aber vor dem zweiten Geburtstag habe ich (für mich) nicht das Bedürfnis mein Kind bei jemandem zu lassen, damit ich in Ruhe shoppen gehen kann oder zum Sport oder feiern. Wenn ich Freunde treffe, sind die beiden dabei.
Der Kleine fremdelt auch sehr stark, so dass oft nicht einmal mein Mann ihn beruhigen kann bzw. er auch von ihm getragen werden möchte, er will zur Zeit wirklich nur mich und ist auch sonst immernoch recht unausgeglichen- ich habe mich schon öfter gefragt ob meine Milch nun doch nicht mehr reichen könnte, denn Beikost kommt auch nicht gut bei ihm an, er kann inzwischen auch aus einer Flasche trinken, aber ich finde Fertigmilch sehr ekelhaft und möchte auch aus ideologischen Gründen lieber darauf verzichten.
Meist ist es nicht so, dass er wie hungrig an der Brust nuckelt sondern immer so hibbelig ist, dass er sich dann wegdreht, wenn ich ihn dann aber auf den Boden lasse, fängt er sofort an zu weinen. Wenn ich ihn trage ist meist alles in Ordnung.
Er ist nun zehn Monate und hat immernoch so starke Bedürfnisse, ist das normal? Klar wollen ganz kleine Babies immer getragen werden aber in dem Alter wird das eben auch recht schwer, vor allem möchte er gern auf mir spielen. Er zupft an Allem rum, kneift recht doll und versucht natürlich alles zu erreichen, also ruhig auf mir hocken ist dann auch nicht. Hat das schon mal jemand erlebt?
Oft kann er auch mit seiner Schwester oder allein spielen, wenn er mich nicht sieht der hört, doch sobald ich auftauche, fängt er an zu mosern und Krabbelt zu mir und will getragen werden. Muss ich ihn entwöhnen oder ist es ok ihn wieder hoch zu nehmen?
Ich bin gerade echt am Zweifeln. Die ersten sieben Monate war er nur im Tuch draußen, da er ja sonst (also im Wagen) geschrien hat. Nun wiegt er aber fast 10kg und ich versuche es eben nun immer im Wagen. An manchen Tagen geht das recht gut an anderen gar nicht, dann muss ich ihn wieder tragen, was mir aber nun- selbst auf dem Rücken- langsam etwas zu schwer wird.
Daher nochmal die Frage: kennt jemand noch so ein Kind?
Und gleichzeitig, gibt es noch Mütter, die es nicht stört, dass sie sich die ersten Jahre ausschließlich um ihre Kinder kümmert? Klar habe ich auch Pläne für meine Freizeit später, aber eben erst wenn der Kleine auch ungefähr zwei Jahre ist. Dann möchte ich auch wieder Sport allein machen oder meine Freundinnen ohne Kinder treffen- obwohl die meist meine Krümel auch sehen wollen
Ich freue mich auf Eure Antworten und danke Euch für das Lesen.


- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...