"Jetzt weint sie, weil sie gleich wieder trinken muss..."
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- blueberry
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Re:
Oy, der Satz ist aber auch heftig
Kein Wunder, wenn Dich das verletzt hat
Falls Du zur Frage, ob Einschlafstillen schlecht ist, noch mehr lesen magst - es gab da mal einen guten Thread dazu (der mir wieder einfiel, weil ich mir damals darum einige Gedanken gemacht und dort festgehalten habe) : "Ist Einschlafstillen schlecht?"
Es ist nicht so ganz leicht für unsere Elterngeneration, die Babys grundsätzlich nach der Uhr versorgt haben, den am Bedarf und den Bedürfnissen des Babys orientierten Umgang zu verstehen und nachzuvollziehen. Wenn Deine Mutter die Flasche nach Zeitplan gegeben hat, hat sie mit Füttern nicht auf Deine Signale reagiert - d.h. Ihr liegt es einfach fern, auf ein Wimmern, Weinen, Unruhe, ... des Babys mit Stillen zu reagieren. Das hat sie damals nicht getan, also kann sie sich auch nicht vorstellen, dass das in dem Moment das sein kann, was das Baby braucht. Sie hat das sicher nicht böse gemeint, wenn sie dieses Unverständnis ihrerseits in dieser Situation so artikuliert hat. Es war einfach unbedacht und unreflektiert.
Vielleicht kannst Du ihr tatsächlich etwas zum Lesen über das Stillen nach Bedarf anbieten. Oder auch darüber, dass Kinder, die NICHT nach Bedarf gestillt wurden, eben gerade diejenigen sind, die das erhöhte Übergewichtsrisiko haben - nicht die Stillkinder
Bei der AFS gibt es einen tollen Großeltern-Infoflyer zum Stillen, wo das mit dem Übergewicht z.B. mit draufsteht: klick. Der richtet sich speziell an die "Flaschen-/Uhrzeit-Fütter-Generation" unter den Großeltern...
Falls Du zur Frage, ob Einschlafstillen schlecht ist, noch mehr lesen magst - es gab da mal einen guten Thread dazu (der mir wieder einfiel, weil ich mir damals darum einige Gedanken gemacht und dort festgehalten habe) : "Ist Einschlafstillen schlecht?"
Es ist nicht so ganz leicht für unsere Elterngeneration, die Babys grundsätzlich nach der Uhr versorgt haben, den am Bedarf und den Bedürfnissen des Babys orientierten Umgang zu verstehen und nachzuvollziehen. Wenn Deine Mutter die Flasche nach Zeitplan gegeben hat, hat sie mit Füttern nicht auf Deine Signale reagiert - d.h. Ihr liegt es einfach fern, auf ein Wimmern, Weinen, Unruhe, ... des Babys mit Stillen zu reagieren. Das hat sie damals nicht getan, also kann sie sich auch nicht vorstellen, dass das in dem Moment das sein kann, was das Baby braucht. Sie hat das sicher nicht böse gemeint, wenn sie dieses Unverständnis ihrerseits in dieser Situation so artikuliert hat. Es war einfach unbedacht und unreflektiert.
Vielleicht kannst Du ihr tatsächlich etwas zum Lesen über das Stillen nach Bedarf anbieten. Oder auch darüber, dass Kinder, die NICHT nach Bedarf gestillt wurden, eben gerade diejenigen sind, die das erhöhte Übergewichtsrisiko haben - nicht die Stillkinder
Bei der AFS gibt es einen tollen Großeltern-Infoflyer zum Stillen, wo das mit dem Übergewicht z.B. mit draufsteht: klick. Der richtet sich speziell an die "Flaschen-/Uhrzeit-Fütter-Generation" unter den Großeltern...
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re:
hallo dellyo,
ich schließ mich an; mach dir keine sorgen!
mir geht es mit meiner mutter ähnlich, dass wir uns sehr gut verstehen und ich viel auf ihre meinung gebe, aber letztens hat sie auch einen kommentar abgegeben, der mich etwas getroffen hat (es ging ums tragen und "verwöhnen") ... und mir fehlten in diesem moment etwas die worte bzw. hatte ich schon immer mal versucht, sie von meiner meinung zu überzeugen ... ich hab ihr dann mal ein paar links zu diesem thema gemailt und sie hat ein paar tage später tatsächlich nochmal das gespräch gesucht und konnte mein verhalten nun besser verstehen...
ähnlich geht es mir auch mit dem häufigen stillen, meine mutter "staunt" schon immer etwas, dass die kleine oft nach 1 oder 2 stunden schon wieder "hunger" hat. dass damals der 4-stunden-abstand quatsch war, weiß sie jetzt auch, natürlich "hatte" sie dann "bald keine milch mehr". aber an das andere extrem, und dass das was ganz natürliches ist, muss sie sich wohl auch erstmal gewöhnen...
lg
ich schließ mich an; mach dir keine sorgen!
mir geht es mit meiner mutter ähnlich, dass wir uns sehr gut verstehen und ich viel auf ihre meinung gebe, aber letztens hat sie auch einen kommentar abgegeben, der mich etwas getroffen hat (es ging ums tragen und "verwöhnen") ... und mir fehlten in diesem moment etwas die worte bzw. hatte ich schon immer mal versucht, sie von meiner meinung zu überzeugen ... ich hab ihr dann mal ein paar links zu diesem thema gemailt und sie hat ein paar tage später tatsächlich nochmal das gespräch gesucht und konnte mein verhalten nun besser verstehen...
ähnlich geht es mir auch mit dem häufigen stillen, meine mutter "staunt" schon immer etwas, dass die kleine oft nach 1 oder 2 stunden schon wieder "hunger" hat. dass damals der 4-stunden-abstand quatsch war, weiß sie jetzt auch, natürlich "hatte" sie dann "bald keine milch mehr". aber an das andere extrem, und dass das was ganz natürliches ist, muss sie sich wohl auch erstmal gewöhnen...
lg
co mit lu (01/11)
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Lösche Benutzer 7240
Re:
Und da es nicht oft genug gesagt werden kann: Man kann ein Kind nicht zum Stillen zwingen! Von "an die Brust müssen" kann also wirklich nicht die Rede sein. Man kann versuchen, einem Baby etwas in den Mund zu stopfen oder es zwingen, im Bettchen zu liegen (solange sie noch nicht rausklettern können), aber stillen tut letztendlich Dein Kind, ganz aktiv und selbstbestimmt, sonst saugt es halt nicht, dreht sich weg etc.
Wenn ihr so ein gutes Verhältnis habt, dann kannst Du ihr bestimmt erklären, dass Dich der Kommentar verletzt hat und wenn Du sie dann mit den ganzen Infos versorgt hast, wird das bestimmt!
Wenn ihr so ein gutes Verhältnis habt, dann kannst Du ihr bestimmt erklären, dass Dich der Kommentar verletzt hat und wenn Du sie dann mit den ganzen Infos versorgt hast, wird das bestimmt!
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Meli 307
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Re:
wenn ein Baby auf die Welt kommt stellt das für Mama und Oma oft die Weltanschauung auf den Prüfstand.
man muß über Dinge nachdenken die für einen selbstverständlich waren.
und kommt evtl zu Ergebnissen die wehtun.Erinnerungen an die eigene Kindheit, daran wie es ihr ergangen ist als sie ihr kind bekommen hat.wie das so gelaufen ist, wie sie vielleicht gegen besseres Wissen/ Intuition dinge getan hat die sie nicht wollte weil die Umwelt es ihr so eingeredet hat.
man erlebt das eigene Mutterwerden nocheinmal und sieht wie es anders hätte laufen können.
das ist auch bestimmt für sie nicht leicht.
nimm es als Chance euch näherzukommen,Erlebnisse aufzuarbeiten, eure eigene Geschichte.
ich glaube daß jede Mutter instinktiv das richtige tun würde wenn man sie ließe.
anders hätte die Menschheit nicht überlebt.
jeder Mensch ist bis zu einem gewissen Grad ein Spiegel seiner Zeit.und deine Zeit ist eine andere als die deiner Mutter.
wer weiß wie sie vielleicht darunter gelitten hat daß es mit dem stillen nicht so geklappt hat.
das ist eine gute Gelegenheit von ihr zu erfahren wie das war als du geboren wurdest.
man muß über Dinge nachdenken die für einen selbstverständlich waren.
und kommt evtl zu Ergebnissen die wehtun.Erinnerungen an die eigene Kindheit, daran wie es ihr ergangen ist als sie ihr kind bekommen hat.wie das so gelaufen ist, wie sie vielleicht gegen besseres Wissen/ Intuition dinge getan hat die sie nicht wollte weil die Umwelt es ihr so eingeredet hat.
man erlebt das eigene Mutterwerden nocheinmal und sieht wie es anders hätte laufen können.
das ist auch bestimmt für sie nicht leicht.
nimm es als Chance euch näherzukommen,Erlebnisse aufzuarbeiten, eure eigene Geschichte.
ich glaube daß jede Mutter instinktiv das richtige tun würde wenn man sie ließe.
anders hätte die Menschheit nicht überlebt.
jeder Mensch ist bis zu einem gewissen Grad ein Spiegel seiner Zeit.und deine Zeit ist eine andere als die deiner Mutter.
wer weiß wie sie vielleicht darunter gelitten hat daß es mit dem stillen nicht so geklappt hat.
das ist eine gute Gelegenheit von ihr zu erfahren wie das war als du geboren wurdest.
- Dellyo
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Re:
Oh, noch einmal so viele liebe Antworten! Ich danke euch! Ihr bestärkt mich sehr. 
blueberry, danke für die Links! Den Thread lese ich gerade durch... das ist ja sehr beruhigend.
Und der Flyer ist auch gut, den werde ich ihr mal geben. Und auch zum Thema Übergewicht bzw. dass die Kleinen nuckeln können ohne dauernd zu trinken (das hat sie grade gelernt) werde ich was raussuchen. (Da wir in der Familie alle gute "Futterverwerter" sind, ist das Gewicht (später mal) wohl ihre größte Sorge... und unsere Maus nimmt seit Geburt auch bombig zu, liegt allerdings genau auf ihrer Kurve nach den WHO-Stillkinderkurven, sie ist auch groß.)
Hm, wenn ich so drüber nachdenke, dann "lernt" sie quasi das Stillen jetzt mit mir. Ihre eigenen Erfahrungen beschränken sich auf meine Geburt und die Stillversuche: da war aber ein Not-Kaiserschnitt (wann sie mich da das erste Mal gesehen hat und anlegen konnte, weiß ich gar nicht), 5 (!) Tage kein Trinken (vorher wegen möglichem Kaiserschnitt und nachher wegen der Narbe und den Schmerzen, die das machen würde
) und das berühmte "alle 4h anlegen" - da kann ja nu wirklich nicht genug Milch zusammenkommen und so war dann eben Flasche angesagt. (Die 4h Abstände waren auch nicht absolut strikt, aber ich war wohl wirklich immer 3,5h -4h satt... schreien lassen hat sie mich nicht.
). Und klar, damals hat sie, wenn ich unruhig war, sicher anderes probiert, gleich die Flasche zu geben, da wäre ja wirklich im Extremfall Überfütterung passiert...
Am Samstag sehen wir uns wieder, bis dahin drucke ich ihr noch was aus und dann werde ich mit ihr reden.

@Meli 307: Ja, es kann gut sein, dass sie traurig ist, dass das Stillen bei ihr nicht geklappt hat... auch die Geburt muss heftig gewesen sein (war bei mir ja fast gleich, nur hatte ich im KH volle Unterstützung in Bezug auf Stillen, gottseidank! Aber am Kaiserschnitt musste ich schon ein bißchen knabbern danach...).
Danke euch, ich fühl' mich schon so viel besser!
Ach ja, grade eben hat meine kleine Schnecke tatsächlich 2,5h am Stück geschlafen - Rekord für untertags!
blueberry, danke für die Links! Den Thread lese ich gerade durch... das ist ja sehr beruhigend.
Hm, wenn ich so drüber nachdenke, dann "lernt" sie quasi das Stillen jetzt mit mir. Ihre eigenen Erfahrungen beschränken sich auf meine Geburt und die Stillversuche: da war aber ein Not-Kaiserschnitt (wann sie mich da das erste Mal gesehen hat und anlegen konnte, weiß ich gar nicht), 5 (!) Tage kein Trinken (vorher wegen möglichem Kaiserschnitt und nachher wegen der Narbe und den Schmerzen, die das machen würde
Am Samstag sehen wir uns wieder, bis dahin drucke ich ihr noch was aus und dann werde ich mit ihr reden.
Danke, ich kann das auch nicht oft genug hören.carolina hat geschrieben:Und da es nicht oft genug gesagt werden kann: Man kann ein Kind nicht zum Stillen zwingen!
@Meli 307: Ja, es kann gut sein, dass sie traurig ist, dass das Stillen bei ihr nicht geklappt hat... auch die Geburt muss heftig gewesen sein (war bei mir ja fast gleich, nur hatte ich im KH volle Unterstützung in Bezug auf Stillen, gottseidank! Aber am Kaiserschnitt musste ich schon ein bißchen knabbern danach...).
Danke euch, ich fühl' mich schon so viel besser!
Ach ja, grade eben hat meine kleine Schnecke tatsächlich 2,5h am Stück geschlafen - Rekord für untertags!
Schneckenkind 02/11
und
Koalakind 5/17
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- Dellyo
- alter SuT-Hase
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Re:
So, eine kurze Rückmeldung, heute habe ich mit meiner Mutter geredet. (Also, persönlich, telefonieren tun wir öfter, aber da wollte ich das nicht anschneiden.).
Sie hat sich für den Satz entschuldigt und fand ihn im Nachhinein auch nicht richtig. Außerdem meinte sie, sie fände es toll, dass das Stillen so gut klappt... Sie mache sich nur ab und zu Sorgen um nich, weil die Kleine so oft trinken will und das wäre ja sicher sehr anstrengend für mich. Dazu habe ich ihr dann erzählt, dass es meistens auch für mich entspannend ist! (Mittlerweile zumindest... Anfangs war es noch anstrengender.)
Infos und Links hat sie auch bekommen und will sich das alles gern durchlesen.
Also, Sache geklärt.
Ich danke euch noch einmal sehr für eure Antworten, die haben mich sehr bestärkt und mir geholfen, das Gespräch gut anzugehen und nicht nur meinen eigenen Standpunkt zu sehen, sondern auch ihren, aber trotzdem meine Sichtweise vermitteln zu können. 
Sie hat sich für den Satz entschuldigt und fand ihn im Nachhinein auch nicht richtig. Außerdem meinte sie, sie fände es toll, dass das Stillen so gut klappt... Sie mache sich nur ab und zu Sorgen um nich, weil die Kleine so oft trinken will und das wäre ja sicher sehr anstrengend für mich. Dazu habe ich ihr dann erzählt, dass es meistens auch für mich entspannend ist! (Mittlerweile zumindest... Anfangs war es noch anstrengender.)
Infos und Links hat sie auch bekommen und will sich das alles gern durchlesen.
Also, Sache geklärt.
Schneckenkind 02/11
und
Koalakind 5/17
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- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...

