Also, ich bin sehr für's Stillen nach Bedarf, Tragen und auch Familienbett. Grade mit dem Familienbett gab es bei uns in der Vergangenheit massive Probleme in der Ehe. Mein Mann hat es nie wirklich akzeptiert, dass die Kids bei uns schliefen bzw. Baby schläft ja jetzt auch bei uns. Wenn sie so klein sind, findet er es auch nicht schlimm, aber bei den anderen beiden hieß es schon als sie 5 Monate alt waren, sie könnten jetzt mal in ihre Betten. Ich denke, ein bißchen umgedacht hat er schon, da ich einfach "mein Ding" gemacht habe. Aber es wäre natürlich schöner, wenn es "unser Ding" wäre.
Es gibt einige Dinge, bei denen unsere Meinungen, was "Erziehung" betrifft auseinander gehen. Ich möchte den Kindern Geborgenheit und Halt geben, auf o.g. Weise. Sie sollen sich ausprobieren können, ich möchte ihre natürliche Neugier unterstützen. Dazu gehört für mich auch, dass sie sich mal im Matsch wälzen oder einen steilen Hang hochklettern, beim Putzen mithelfen, auch wenn man hinterher das Wasser eimerweiße aufwischen muss.
Wie gesagt sind wir uns in vielen nicht einig. Mein Mann hat eher die autoritäre Erziehung drauf. Er findet es schrecklich, wenn die Kids Dreck machen oder die ganze Wohnung in Beschlag nehmen. Für mich ist das manchmal echt schlimm anzusehen. Sie sind grade Mitten im Spiel vertieft und dann kommt der Papa nach Hause und sagt, sie sollen sofort aufräumen... Als Beispiel jetzt. Ich meine, wenn man nicht mehr den Boden der Wohnung sieht, finde ich das auch nicht toll, aber ich denke, es kommt auf die Art an, bzw. sollte man sich vielleicht überlegen, was einen eigentlich daran stört. Oft ist es doch nur, dass es für einen selbst dann ubequem ist und man möchte dieses vermeiden. Deshalb lässt man nicht das Kind sein Brot schmieren, sondern man macht es selber. Die Kinder dürften beim Kochen nicht mithelfen, denn das dauert u.U. doppelt solange und man muss evtl. hinterher die Küchenfliesen abwischen.
Ich finde das schon sehr schade, denn je nachdem wie es gesagt wird, bekommt das Kind vermittelt, dass man es nicht dabei haben will und dass es das nicht kann. Aber wie soll es lernen, wenn es nicht darf?!
Wie geht Ihr damit um, wenn Ihr Euch mit dem Partner nicht einig seid? Wie kann man zueinander finden? Ich finde das schon kompliziert, wenn die "Erziehungsmethoden" oder die Auffassung von "Erziehung" (finde das Wort Begleiten ja besser...) auseinander gehen, zumal die Kids ja dann gar nicht wissen, woran sie sich orientieren können.
Damit das nicht falsch verstanden wird, ich bin nicht für laissez-faire!!! Auch bei uns gibt es Regeln und es ist mir keinesfalls egal, was die Kids machen!