Leider kann ich meine Mutter nicht mehr fragen, sie hat nur stets zutiefst bedauert und mir kam es fast wie ein ständige Entschuldigen vor, dass sie mich nicht stillen durfte (!!). Weil es damals ein Arzt in der Entbindungsklinik postuliert hat, bekam sie unmittelbar nach der Geburt eine Spritze und ich bekam "granulierte Muttermilch" (vemutlich Vorläufer der Pre?) Sie musste viel Häme in der Familie ertragen, weil sie von ihrer Kollegin (mit afrikanischem Stammeshäuptlich als Gatte) ein Tragetuch geliehen hat, das hat sie aber wohl nur zuhause benutzt und das war schon schwer genug.
Aber ich war auch ein furchtbar braves Kind, das allerdings "nichts" essen wollte (da ich ja tagsüber "nichts"gegessen habe musste mein nächtliches Wachwerden ja zwangsläufig damit zusammenhängen).
Wenn ich meine Schwimu frage, wie sie die Erziehung von 6 Kindern gemeistert hat, kommen selbstverständlich auch die tips vonwegen
im Bett festbinden,
schreien lassen, ist ja gut für Lunge und Durchsetzungskraft (??!)
Schoppen in die Hand drücken und selber trinken lassen
Mit dickem Abendbrei stopfen
und überhaupt, sie hätte ja keine Hilfe gehabt...mein Mann erzählt aber, dass er oft bei der in der im Haus oder der unmittelbaren Nachbarschaft wohnenden Verwandschaft betreut wurde, als seine Mutter eingekauft oder geputzt hat.
Das wäre ja für mich der Himmel auf Erden
Was ich wohl mal meinen Mädels diesbezüglich erzählen werde?
Es ist doch jetzt schon so, dass viel Negatives rückblickend aus dem Blickwinkel verschwindet.