Zwischen Mitleiden und Genervtsein...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Mascha80
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Zwischen Mitleiden und Genervtsein...

Beitrag von Mascha80 »

Ihr Lieben,

ich muss mal jammern. Mini (16 Monate) ist gerade mit meinem mann im Schlafzimmer. Vorher war ich bereits über eine Stunde drin. Er hat momentan einfach so große Probleme, in den Schlaf zu finden!! Teilweise weint und schreit er sooooooo hysterisch und aufgebracht, dass ich mitweinen will. Dann wälzt er sich wieder, nimmt meine Hand, scheint in den Schlaf zu kommen...um eine halbe Minute danach wieder loszubrüllen. Nach einer Stunde dieser Art bin ich nicht nur selber nahe am Weinen, sondern auch leider sehr genervt und verärgert und fahre ihn teilweise auch an :oops:.

Ich bin einfach hilflos und habe auch teilweise ein schlechtes Gewissen. Es ist so: Wir haben vor zwei Wochen nachts abgestillt, da ich wirklich am Limit war. Ich arbeite wieder und habe gemerkt, dass ich das so nicht schaffe (es ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit). Nach unserem Entschluss hat mein Mann die Nächte übernommen: Ich einschlafstille und ab dann ist er zuständig; ich schlafe im Nebenzimmer. Es klappt tausendmal besser als gedacht!! Er hat bereits mehrere Nächte durchgeschlafen, lange nächtliche Weinphasen gab es fast gar nicht. Mein Mann freut sich auch über die Nähe, sie schlafen meist aneinander gekuschelt. Gegen fünf Uhr wacht Mini dann aber sehr hungrig auf und weint. Dann gehe ich rüber und stille.

Das Problem ist: Seither funktioniert Stillen kaum noch als Einschlafhilfe. Mini trinkt und nuckelt und nuckelt und kommt dabei fast nie mehr in den Schlaf, selbst wenn er hundemüde ist. Sowohl abends ist das so als auch am frühen Morgen. Er lässt auch die Brust von alleine gar nicht mehr los. Es läuft nun morgens so, dass ich ihn ca. nach einer Stunde abdocke. Er protestiert, wälzt sich, findet aber irgendwann nochmal in den Schlaf (und ich muss aufstehen...). Morgens geht das schon irgendwie. Aber abends... Auch da docke ich irgendwann, wenn er definitiv mehr als eine halbe Stunde lang genuckelt und getrunken hat, ab. Er ist wirklich extrem müde, aber findet an der Brust einfach nicht in den Schlaf. Tja, und nach dem Abdocken spielt sich eingangs beschriebenes Drama ab... :( Bis er irgendwann doch einschläft. Und eben (fast) durchschläft.

Es geht mir ziemlich nahe, ihn so weinend zu erleben. Ich habe dann auch ein schlechtes Gewissen, da ich mich schlecht fühle, ihm die Brust zu entziehen. Andererseits würde ich sonst Stunde um Stunde so zubringen - und zwar, ohne dass er richtig einschläft! Das war vor unserer nächtlichen Abstillaktion anders... Was natürlich wiederum mein schlechtes Gewissen nährt. Andererseits möchte ich nicht wieder nachts stillen - es hat enorm gezehrt, er war stündlich wach, außerdem schläft er jetzt ja wirklich gut nachts.

Tja. Was habt ihr für Gedanken dazu? Kennt ihr dieses hysterische Weinen, dieses Rumwälzen und Nicht-in-den-Schlaf-finden? Kann es einfach eine "normale" Phase sein, ein Schub oder sowas? Oder muss ich tatsächlich ein schlechtes Gewissen haben?

Danke für Eure Gedanken...

Liebe Grüße
von Mascha.
Mascha mit Novembersöhnchen 2009
ricky1974
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Registriert: 24.06.2007, 07:43

Re: Zwischen Mitleiden und Genervtsein...

Beitrag von ricky1974 »

Mascha80 hat geschrieben:.

Tja. Was habt ihr für Gedanken dazu? Kennt ihr dieses hysterische Weinen, dieses Rumwälzen und Nicht-in-den-Schlaf-finden? Kann es einfach eine "normale" Phase sein, ein Schub oder sowas?
kann schub oder auch beginnende krankheit sein. ich kenne es aber vor allem bei übermüdeten kindern. wie lange schläft er denn tagsüber und wie lange ist er in der regel wach, bis ihr ihn abends ins bett bringt?

lg
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