Hallo Jennylilli,
ein so starker Rückgang der Milchbildung aus quasi-Vollstillen heraus ist seltener als die ganz oben von mir beschriebene Situation - eine Störung des MSR hätte ich entsprechend als nächstes nachgefragt

- aber dann hast Du dies selbst im Nachtrag erwähnt.
Ich kann gut verstehen, dass diese Situation gerade an den Nerven zerrt: Du willst stillen, Dein Kind auch, aber es kommt kaum was und der MSR bleibt auch aus.
Zunächst: 30-50 ml Abpumpergebnis sind ein guter Wert! Diese Menge ist ohne MSR praktisch NICHT zusammenzubekommen (dann wären es eher so 2-10 ml). Deine Milchbildung lässt sich also ganz bestimmt wieder hochfahren. Wichtig ist, dass Du, solange Dein Baby nicht so recht kann oder mag, weiterhin häufig pumpst. Dabei ist tatsächlich nicht so sehr die Menge entscheidend (af Zahlen gucken kann ein zusätzlicher Stressfaktor sein!), sondern vielmehr nur der Saugreiz an sich, als Signal an die Brust: "Bitte weiterproduzieren, hier wird 8 mal am Tag nachgefragt."
Es gibt Faktoren, die den MSR hemmen können. Dies ist nicht bei jeder Frau gleich, ganz klar, aber allgemein kann man dazuzählen:
* Starke Schmerzen
* Angst (z.B. vor einem vorzeitigen Ende der Stillzeit oder vor einer Ablehnung des Babys)
* zu seltenes Stillen/Pumpen (siehe mein erstes Posting ganz oben)
* Druck und Stress (z.B. von Verwandten oder wegen einer jetzt unsicheren Ernährungslage des Baby)
Diese Punkte sollte man also wenn irgendmöglich ausschalten/vermeiden/beheben.
Genauso gibt es Faktoren, die die Ausschüttung von Stillhormonen fördern und ensprechend den MSR begünstigen. Diese findest Du in diesem
Pump-Thread zusammengestellt. Für Wärme und Privatsphäre sorgen, kein Zeitdruck (Termine!), gutes Essen und Trinken - dies kann zusätzlich helfen. Gib Dir Zeit herauszufinden, was für Dich angenehm ist und am besten hilft. Fühlst Du Dich mit dem Löffel gut? So dass Du sicher sein kannst, dass Dein Baby über den Löffel genug Nahrung bekommt?
Die hier erwähnten "Do's und Dont's" sind in aller Regel sehr wirkungsvoll. Meist platzt der Knoten innerhalb weniger Tage und die Milchmenge spielt sich kurze Zeit später wieder vollständig ein. Sollte dies wider Erwarten doch nicht klappen, gibt es weitere, medikamentös unterstützte Alternativen. Dies nur zur Info, um weiteren Druck herauszunehmen
LG,
Julia