Ausbildung zur Stillberaterin
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Petra40
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Ausbildung zur Stillberaterin
Die verlinkten Threads hierzu habe ich gelesen, wäre aber noch genauer interessiert an einem Vergleich ASF - La Leche Liga. Jemand schrieb, es gebe einen entsprechenden Thread im Unterforum für Stillberaterinnen. Wäre es möglich, diesen irgendwie zugänglich zu machen?
Ich interessiere mich für die Ausbildung; als Organisation ansprechender finde ich die AFS, allerdings scheint mir die Ausbildung bei der LLL, die ja eher einem Fernstudium zu gleichen scheint, logistisch unaufwändiger zu sein.
Vielleicht berichtet ja doch auch noch mal jemand von seinen Erfahrungen?
Liebe Grüße,
Petra
Ich interessiere mich für die Ausbildung; als Organisation ansprechender finde ich die AFS, allerdings scheint mir die Ausbildung bei der LLL, die ja eher einem Fernstudium zu gleichen scheint, logistisch unaufwändiger zu sein.
Vielleicht berichtet ja doch auch noch mal jemand von seinen Erfahrungen?
Liebe Grüße,
Petra
- isabel28
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Re: Ausbildung zur Stillberaterin
Hallo Petra,
schön das es dich auch interresiert die Mütter bei der Stillberatung zu unterstützen. Also ich habe meine be der AFS gemacht. Der Grund für mich war da ich keine LLL Gruppe hier hatte und ich eine hätte bescuhen müssen. Dann waren die Ausbildungsorte hier in der Nähe und ich musssagen es ist die richtige entscheidung gewesen. Mann kann auch auf dem Stillkonkress in Köln seine Kurse teilweise machen. Schau einfach wie es für dich besser passt und dann schon mal viel Spaß beim beraten.
schön das es dich auch interresiert die Mütter bei der Stillberatung zu unterstützen. Also ich habe meine be der AFS gemacht. Der Grund für mich war da ich keine LLL Gruppe hier hatte und ich eine hätte bescuhen müssen. Dann waren die Ausbildungsorte hier in der Nähe und ich musssagen es ist die richtige entscheidung gewesen. Mann kann auch auf dem Stillkonkress in Köln seine Kurse teilweise machen. Schau einfach wie es für dich besser passt und dann schon mal viel Spaß beim beraten.
- zwieback
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- Mathilda
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Re: Ausbildung zur Stillberaterin
Ich bin seit dieser Woche auch AFS-Azubine, also ganz frisch. Ich habe mich auch mit beiden Ausbildungen auseinandergesetzt, aber letztlich ging es mir auch wie meiner Vorschreiberin Isabel: Auch bei mir ist die Nähe zum Ausbildungsort gegeben, die Struktur der AFS hat mir gut gefallen und ich hoffe, beim nächsten Landestreffen bereits erste Kontakte knüpfen zu können. Richtige Erfahrungen kann ich Dir daher noch nicht weitergeben, die Unterlagen für die Beraterinnenausbildung kamen jedenfalls schnell hier an und wecken die Lust an der Ausbildung! Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung und viel Spaß bei Deiner Ausbildung.
Es grüßt herzlich Mathilda
- tania
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Re: Ausbildung zur Stillberaterin
spannende frage!
als zukünftige LLL-beraterin stehst du stellvertretend für eine organisation, die bestimmte philosophien und ideen vertritt. diese würde ich mir sorgfältig durchlesen. mir gefällt so dies und das an der LLL nicht so sehr. zum beispiel sind sie sehr starke verfechterinnen der these, dass das kind zur mutter gehört und zwar recht kompromisslos. demzufolge kommt auch berufstätigkeit bei müttern in den ersten drei jahren (aber besser noch länger) kaum vor. das ist für mich aber eine entscheidung der einzelnen frau! das als leitlinie einer stillfördernden organisation zu benutzen, finde ich bedenklich. auch gibt es so dinge wie "stillen hilft der mutter zu einem generell besseren menschen zu werden." (ok, die übersetzung ist mies und ganz so steht es da nicht, aber es ist die qunitessenz.) das alles kann einem gefallen, muss aber nicht.
ich kann ehrlich gesagt schon verstehen, dass sich in deutschland der bund freier stillberaterin gegründet hat
.
es gibt trotzdem einige gründe, bei der LLL die ausbildung zu machen. zum beispiel, weil du nicht in deutschland oder österreich lebst (wie ich
). dann unterscheidet sich die ausrichtung der einzelnen landesverbände. LLL deutschland ist (nicht zuletzt wohl auch dank der arbeit der afs) sehr viel arbeitsfreundlicher als LLLi (LLL international) in italien arbeiten alle (!) mütter sehr sehr früh wieder, dementsprechend unterscheidet sich die arbeit der LLL hier. ich finde keinen der punkte der LLL so dramatisch, dass es für mich ein ausscheidungskriterium ist. vielleicht würde ich sogar in deutschland meine ausbildung bei der LLL machen (zum beispiel um auch im ausland als stillberaterin tätig sein zu können). grundsätzlich finde ich die veranstaltungen und wochenenden der afs gut und würde mir welche raussuchen bei denen ich teilnehmen will, vor allem bei frauen, die ich kenne und schätze. und da gibt es bei der afs so einige!
unterm strich: hast du eine stillgruppe? warum willst du stillberaterin werden? hast du eine ausgeprägte abneigung gegen vereine? unterm strich ist es keine wegweisende grundsatzentscheidung, aber ein bisschen abwägen ist schon nicht schlecht.
liebe grüße und viel spaß! tania
als zukünftige LLL-beraterin stehst du stellvertretend für eine organisation, die bestimmte philosophien und ideen vertritt. diese würde ich mir sorgfältig durchlesen. mir gefällt so dies und das an der LLL nicht so sehr. zum beispiel sind sie sehr starke verfechterinnen der these, dass das kind zur mutter gehört und zwar recht kompromisslos. demzufolge kommt auch berufstätigkeit bei müttern in den ersten drei jahren (aber besser noch länger) kaum vor. das ist für mich aber eine entscheidung der einzelnen frau! das als leitlinie einer stillfördernden organisation zu benutzen, finde ich bedenklich. auch gibt es so dinge wie "stillen hilft der mutter zu einem generell besseren menschen zu werden." (ok, die übersetzung ist mies und ganz so steht es da nicht, aber es ist die qunitessenz.) das alles kann einem gefallen, muss aber nicht.
ich kann ehrlich gesagt schon verstehen, dass sich in deutschland der bund freier stillberaterin gegründet hat
es gibt trotzdem einige gründe, bei der LLL die ausbildung zu machen. zum beispiel, weil du nicht in deutschland oder österreich lebst (wie ich
unterm strich: hast du eine stillgruppe? warum willst du stillberaterin werden? hast du eine ausgeprägte abneigung gegen vereine? unterm strich ist es keine wegweisende grundsatzentscheidung, aber ein bisschen abwägen ist schon nicht schlecht.
liebe grüße und viel spaß! tania
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Petra40
- hat viel zu erzählen
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- Registriert: 01.11.2010, 13:32
Re: Ausbildung zur Stillberaterin
unterm strich: hast du eine stillgruppe? [/unquote]tania hat geschrieben: das ist für mich aber eine entscheidung der einzelnen frau! das als leitlinie einer stillfördernden organisation zu benutzen, finde ich bedenklich.
Aus genau diesem Grund Ist mir die AFS eigenlich sympathischer!
ich kann ehrlich gesagt schon verstehen, dass sich in deutschland der bund freier stillberaterin gegründet hat.
Noch nicht, aber es gibt hier welche.
[/quote] Warum willst du stillberaterin werden? [/unquote]
Weil ich Stillen wichtig finde, damit selbst glückliche und leidvolle Erfahrungen gemacht habe, mich infolgedessen recht intensiv damit beschäftigt habe und meine Erfahrunen gerne weitergeben würde.
[/quote] Hast du eine ausgeprägte abneigung gegen vereine? [/unquote]
Gegen Vereine an sich vielleicht nicht, aber gegen alles, was mt ideolgischer Beeinflussung zu tun hat und die individuelle Freiheit unnötig einschränkt.
[/quote] Unterm strich ist es keine wegweisende grundsatzentscheidung, aber ein bisschen abwägen ist schon nicht
schlecht. [/unquote]
Da stimme ich dir voll und ganz zu!
liebe grüße und viel spaß! tania[/quote]
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Petra40
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Re: Ausbildung zur Stillberaterin
Oh Gott, das mit dem Zitieren hat ja super geklappt!
Ich hoffe, man kann es trotzdem einigermaßen lesen!
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Annabanana
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Re: Ausbildung zur Stillberaterin
Das möchte ich so nicht gerne stehen lassen.tania hat geschrieben:spannende frage!
als zukünftige LLL-beraterin stehst du stellvertretend für eine organisation, die bestimmte philosophien und ideen vertritt. diese würde ich mir sorgfältig durchlesen. mir gefällt so dies und das an der LLL nicht so sehr. zum beispiel sind sie sehr starke verfechterinnen der these, dass das kind zur mutter gehört und zwar recht kompromisslos. demzufolge kommt auch berufstätigkeit bei müttern in den ersten drei jahren (aber besser noch länger) kaum vor. das ist für mich aber eine entscheidung der einzelnen frau! das als leitlinie einer stillfördernden organisation zu benutzen, finde ich bedenklich. auch gibt es so dinge wie "stillen hilft der mutter zu einem generell besseren menschen zu werden." (ok, die übersetzung ist mies und ganz so steht es da nicht, aber es ist die qunitessenz.) das alles kann einem gefallen, muss aber nicht.
Keine Ahnung, wie Du zu diesem Eindruck kommst, dass die Beraterinnen von LLL die Meinung verbreiten, Stillen würde Mütter zu besseren Menschen machen. Das scheint mir sehr subjektiv zu sein. In der Beratung wird sehr großen Wert darauf gelegt, Mütter dort abzuholen, wo sie sind und darin zu bestärken ihren ganz eigenen Weg des Mutterseins zu finden. Die Sache mit der Berufstätigkeit ist auch ein alter Hut. In den letzten Jahren gab es bei LLLD eigentlich immer mindestens eine berufstätige Mutter von Kleinkindern im Vorstand. Mag sein, dass das in Italien anders ist, in Deutschland geht es bei Trennungen vom Kind immer darum, dass die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt wurden.
Als AFS-Beraterin stehst Du übrigens genauso wie bei LLL für die Ideen der Organisation. Das ist doch eigentlich bei jedem Verband so.
LG,
Silke
- tania
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Re: Ausbildung zur Stillberaterin
du liest dich etwas verärgert. es war keineswegs meine meinung, die LLL zu diskreditieren. und vor allem: ich habe mit keinem wort die tatsächlichen stillberaterinnen der LLL kritisiert. da kenne ich eine reihe deutsche und italienische und habe weder inhaltlich noch persönlich noch philosophisch oder menschlich etwas auszusetzen.Annabanana hat geschrieben:Das möchte ich so nicht gerne stehen lassen. Keine Ahnung, wie Du zu diesem Eindruck kommst, dass die Beraterinnen von LLL die Meinung verbreiten, Stillen würde Mütter zu besseren Menschen machen. Das scheint mir sehr subjektiv zu sein.
das steht in den leitlinien von LLLinternational. ich kann ja mal raussuchen. ich habe nicht gesagt, dass das die stillberaterinnen vertreten. das habe ich in den publikationen der LLLi gelesen.
In der Beratung wird sehr großen Wert darauf gelegt, Mütter dort abzuholen, wo sie sind und darin zu bestärken ihren ganz eigenen Weg des Mutterseins zu finden. Die Sache mit der Berufstätigkeit ist auch ein alter Hut. In den letzten Jahren gab es bei LLLD eigentlich immer mindestens eine berufstätige Mutter von Kleinkindern im Vorstand. Mag sein, dass das in Italien anders ist, in Deutschland geht es bei Trennungen vom Kind immer darum, dass die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt wurden.
ich bezog mich hier wieder auf die leitlinien, nicht auf die umsetzung. ich schrieb ja, dass die umsetzung bei der LLL eine andere ist.
Als AFS-Beraterin stehst Du übrigens genauso wie bei LLL für die Ideen der Organisation. Das ist doch eigentlich bei jedem Verband so.
genau! deswegen finde ich es wichtig, die zu kennen und habe versucht klarzumachen, welche sätze in den leitlinien der LLLi, die ja teilweise sehr alt sind, aber halt immer noch gelten, mir ein wenig schwierigkeiten machen. die leitlinien und grundsätze der afs kenne ich nicht, deswegen schrieb ich nur was zu LLL.
tania mit sohn *09 und sohn *12
- tania
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Re: Ausbildung zur Stillberaterin
so, ich habe mir nochmal die leitlinien durchgelesen und muss gestehen, dass besonders meine kritik bezüglich berufstätigkeit tatsächlich NICHT auf die leitlinien zurückzuführen ist. da bin ich wohl dem fehler aufgesessen, LLL publikationen aus den 80ern ungesehen auf die heutige zeit zu übertragen. das tut mir sehr leid und ich kann verstehen, dass es nervt, wenn veränderungen zu büchern von vor 30 jahren nicht gesehen werden. tut mir leid.
meine weiteren kritikpunkte bezogen sich auf eine übersetzung der englischen leitlinien ins italienische. in der englischen version erkenne ich noch vage, was mir leichte bauchschmerzen bereitet hat.
hier, ich habe das gerade rausgesucht:
LLL further believes that mothering through breastfeeding deepens a mother’s understanding and acceptance of the responsibilities and rewards of her special role in the family. As a woman grows in mothering she grows as a human being and every other role she may fill in her lifetime is enriched by the insights and humanity she brings to it from her experiences as a mother.
quelle: http://www.llli.org/LAD/TaLLL/philosophy.html
ich habe hier eine glorifizierung der mutter gelesen. ich finde es wichtig, stillen als etwas ganz normales zu behandeln. es ist halt auch "nur" stillen. es macht mich nicht automatisch zu einem besseren menschen, es befähigt mich zu nichts, es ist erst einmal NUR die adäquate versorgung meines babys.
ach, ich fühle mich etwas missverstanden. ist es klarer geworden, was ich meine?
meine weiteren kritikpunkte bezogen sich auf eine übersetzung der englischen leitlinien ins italienische. in der englischen version erkenne ich noch vage, was mir leichte bauchschmerzen bereitet hat.
hier, ich habe das gerade rausgesucht:
LLL further believes that mothering through breastfeeding deepens a mother’s understanding and acceptance of the responsibilities and rewards of her special role in the family. As a woman grows in mothering she grows as a human being and every other role she may fill in her lifetime is enriched by the insights and humanity she brings to it from her experiences as a mother.
quelle: http://www.llli.org/LAD/TaLLL/philosophy.html
ich habe hier eine glorifizierung der mutter gelesen. ich finde es wichtig, stillen als etwas ganz normales zu behandeln. es ist halt auch "nur" stillen. es macht mich nicht automatisch zu einem besseren menschen, es befähigt mich zu nichts, es ist erst einmal NUR die adäquate versorgung meines babys.
ach, ich fühle mich etwas missverstanden. ist es klarer geworden, was ich meine?
tania mit sohn *09 und sohn *12




