Breikost.. soo viele Fragen!!!
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jusl
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Re: Breikost.. soo viele Fragen!!!
Also noch mal kurz Grundlegendes zum Thema "Milch im Brei":
* Milchbrei ist nicht notwendig. Stillkinder brauchen sowieso keine Fremdmilch, und Flaschenmilchbabys können ihre Milch weiterhin in Trinkform bekommen.
* Wenn dennoch 1x täglich ein Milchbrei angeboten werden soll, kann man im Allgemeinen, sowohl für Stillbabys als auch für Flaschenmilchbabys, dafür ganz normale Kuhmilch nehmen. Begründung: im Rahmen einer Mischkost(!) sind die Milchmengen KLEIN. Hier ist es entsprechend völlig wurscht, ob für diesen kleinen Milchanteil Kuhmilch, Flaschenmilch, sonstige Tiermilch oder eine spezielle Sorte Flaschenmilch genommen wird.
* Folgemilch im Brei hat gegenüber Kuhmilch im Brei keinerlei Vorteile. Die möglichen Nachteile sind: Gewöhnung an künstlichen Geschmack, teilweise zweifelhafte Inhaltsstoffe, teuer und teilweise hygienisch bedenklich.
* Folgemilch in Flaschen hat gegenüber Anfangsnahrung in Flaschen keinerlei Vorteile. Nachteile siehe oben. Für noch hauptsächlich mit Milch ernährte Babys darf ohnehin keine Folgemilch genommen werden, da diese ausschließlich im Rahmen einer Mischkost geeignet ist.
Sprich: isst ein nichtgestilltes Baby noch kaum Festes, muss es Anfangsnahrung bekommen. Isst es viel Festes und entsprechend wenig Milch, ist egal, welcher Art genau dieser Milchanteil ist.
Ausführliche Infos zu künstlicher Säuglinsmilch gibt es hier.
LG,
Julia
* Milchbrei ist nicht notwendig. Stillkinder brauchen sowieso keine Fremdmilch, und Flaschenmilchbabys können ihre Milch weiterhin in Trinkform bekommen.
* Wenn dennoch 1x täglich ein Milchbrei angeboten werden soll, kann man im Allgemeinen, sowohl für Stillbabys als auch für Flaschenmilchbabys, dafür ganz normale Kuhmilch nehmen. Begründung: im Rahmen einer Mischkost(!) sind die Milchmengen KLEIN. Hier ist es entsprechend völlig wurscht, ob für diesen kleinen Milchanteil Kuhmilch, Flaschenmilch, sonstige Tiermilch oder eine spezielle Sorte Flaschenmilch genommen wird.
* Folgemilch im Brei hat gegenüber Kuhmilch im Brei keinerlei Vorteile. Die möglichen Nachteile sind: Gewöhnung an künstlichen Geschmack, teilweise zweifelhafte Inhaltsstoffe, teuer und teilweise hygienisch bedenklich.
* Folgemilch in Flaschen hat gegenüber Anfangsnahrung in Flaschen keinerlei Vorteile. Nachteile siehe oben. Für noch hauptsächlich mit Milch ernährte Babys darf ohnehin keine Folgemilch genommen werden, da diese ausschließlich im Rahmen einer Mischkost geeignet ist.
Sprich: isst ein nichtgestilltes Baby noch kaum Festes, muss es Anfangsnahrung bekommen. Isst es viel Festes und entsprechend wenig Milch, ist egal, welcher Art genau dieser Milchanteil ist.
Ausführliche Infos zu künstlicher Säuglinsmilch gibt es hier.
LG,
Julia
- klimaforscherin
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Re: Breikost.. soo viele Fragen!!!
Warum "Hygienisch bedenklich?"
Irgendwo (hier?) habe ich gelesen, dass Kuhmilch für große Milchmengen nicht geeignet ist, wg. des hohen Eiweißanteils (belastet die Nieren), aber in kleinen Mengen nicht aus Allergiepräventionsgründen vermieden werden muss (pot. Allergene sollen nicht vermieden, sondern früh eingeführt werden).
So korrekt?
Irgendwo (hier?) habe ich gelesen, dass Kuhmilch für große Milchmengen nicht geeignet ist, wg. des hohen Eiweißanteils (belastet die Nieren), aber in kleinen Mengen nicht aus Allergiepräventionsgründen vermieden werden muss (pot. Allergene sollen nicht vermieden, sondern früh eingeführt werden).
So korrekt?
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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jusl
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Re: Breikost.. soo viele Fragen!!!
Weil eine Dose Pulvermilch, aus der jeden Tag nur sehr wenig entnommen wird (nämlich für 1x täglich Brei) ewig lang offensteht. Die Gefahr für bakterielle Kontamination steigt mit der Dauer des Offenstehens (schon ab Werk ist sie bekanntlich nicht ausgeschlossen).Warum "Hygienisch bedenklich?"
Nicht NUR deswegen. Kuhmilch ist nun mal als Speise für Kälber gedacht und nährstofftechnisch auf SIE abgestimmt, nicht für Menschen. "Wo schon etwas ist, kann nichts anderes sein" - einer der grundlegenden Wahrheiten aus der Chemie...Irgendwo (hier?) habe ich gelesen, dass Kuhmilch für große Milchmengen nicht geeignet ist, wg. des hohen Eiweißanteils (belastet die Nieren),
Das stimmt, für Babys ab Beikostreife. In den ersten Lebensmonaten hingegen gibt es einen Zusammenhang zwischen Allergen-Exposition und Allergie-Ausbruch.aber in kleinen Mengen nicht aus Allergiepräventionsgründen vermieden werden muss
Dies wiederum ist nicht abschließend geklärt. "Darf" ist nicht das gleiche wie "soll". Lediglich folgendes "Soll" jedoch wurde nachgewiesen: Allergene sollten noch während der Stillzeit eingeführt werden. Über nicht gestillte Kinder sagt diese Empfehlung nichts. Und unter Allergiegesichtspunkten ist es VOLLKOMMEN EGAL, wann ein mit herkömmlicher Flaschenmilch ernährtes Baby etwas Kuhmilch dazu bekommt - es bekommt ja bereits über die Flaschenmilch die Kuhmilchallergene.pot. Allergene sollen nicht vermieden, sondern früh eingeführt werden).
LG;
Julia
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Re: Breikost.. soo viele Fragen!!!
Ui, wieder was gelernt!
Das sind ja feine Unterschiede! Danke!
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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jusl
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Re: Breikost.. soo viele Fragen!!!
@ klimaforscherin: Ja, ich find's auch kompliziert - und in den Medien werden diese Feinheiten je nach dem sehr unterschiedlich dargestellt (allzumeist: einfach unterschlagen).
Besonders "lustig" war die "Schlussfolgerung" einiger Forscher aus diesem Faktum hier:
Ja, super.

Besonders "lustig" war die "Schlussfolgerung" einiger Forscher aus diesem Faktum hier:
Die daraus abgeleitete Empfehlung war nicht etwa, naheliegenderweise in Deutschland endlich flächendeckend vernünftige Stillförderung zu betreiben und so zu gewährleisten, dass die meisten Babys bis mind. zum Zeitpunkt ihrer Beikostreife noch gestillt werden - sondern: "In Deutschland stillen viele Mütter sehr früh ab. Deshalb sollten Allergene schon zwischen dem 4. und 6. LM eingeführt werden."Allergene sollten noch während der Stillzeit eingeführt werden.
Ja, super.
- tania
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Re: Breikost.. soo viele Fragen!!!
jusl hat geschrieben:Besonders "lustig" war die "Schlussfolgerung" einiger Forscher aus diesem Faktum hier:
Die daraus abgeleitete Empfehlung war nicht etwa, naheliegenderweise in Deutschland endlich flächendeckend vernünftige Stillförderung zu betreiben und so zu gewährleisten, dass die meisten Babys bis mind. zum Zeitpunkt ihrer Beikostreife noch gestillt werden - sondern: "In Deutschland stillen viele Mütter sehr früh ab. Deshalb sollten Allergene schon zwischen dem 4. und 6. LM eingeführt werden."Allergene sollten noch während der Stillzeit eingeführt werden.
Ja, super.![]()
das ist ja echt scharf!
(oh man..)
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Re: Breikost.. soo viele Fragen!!!
Ja, das hatte ich auch schon gehört und mich darüber aufgeregt.
Genauso die "Eisenstudie", die Fleisch ab dem 4 Monat fordert...Die von der CMA finanziert war. (Gibts die noch? Da hatte doch mal ein kluger Landwirt geklagt?!)
Ich gebe zu, ich lese immer wieder Artikel in der Presse über irgendwelche (z.T.widersprüchlichen) Ernährungsstudien. Beispielsweise finde ich seeehr interessant, welche unterschiedlichen Empfehlungen es gibt, was ein durchschnittlicher Erwachsener an Flüssigkeit täglich zu sich nehmen soll. Das kriege ich meist beim besten Willen nicht hin! Und ob Kaffee dazuzählt, abgezogen wird oder nicht zählt...
Genauso die "Eisenstudie", die Fleisch ab dem 4 Monat fordert...Die von der CMA finanziert war. (Gibts die noch? Da hatte doch mal ein kluger Landwirt geklagt?!)
Ich gebe zu, ich lese immer wieder Artikel in der Presse über irgendwelche (z.T.widersprüchlichen) Ernährungsstudien. Beispielsweise finde ich seeehr interessant, welche unterschiedlichen Empfehlungen es gibt, was ein durchschnittlicher Erwachsener an Flüssigkeit täglich zu sich nehmen soll. Das kriege ich meist beim besten Willen nicht hin! Und ob Kaffee dazuzählt, abgezogen wird oder nicht zählt...
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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