jmmer jammer- Milchproduktion

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Spingo80
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jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von Spingo80 »

Ach ihr lieben.
Ich möchte heute mal jammern, denn ich bin soooooo kurz davor mich meinem "Schicksa" zu ergeben und das stillen einzustellen.

Ich weiß. Die kleine Maus ist noch nicht mal 4 Wochen alt, aber ich steh irgendwie wie vor einem Berg...

Mal "kurz" die Geschichte.

Erste Tochter wegen wenig Milch ( Ursache nicht 100% klar) nur 10 Wochen mit Mumi versorgt, zugefüttert)

Zweie Tochter:
36 Std Geburt. Inklusive Einleitung (59 cm , 4600g schwer, keine PDA/Schmerzmittel....)
Körperlich alles super überstanden.
Seelisch weiß ich noch nicht...

Sowohl Hebamme als auch Stillberatung geben sich größte Mühe...


Also.
Milch"einschuß" kam am 5 Tag. Bis dahin schon fleißig zugefüttert, weil Gwichtsverlust zu stark.

unser momentaner Rythmus ist:
stillen ( an der Brust) dann mit dem Brusternährungsset ( hatten Ansätze einer Saugverwirrung und wegen Milchsteigerung) die abgepumpte Mumi zugefüttert.
Danach ( Gewichtskontrolle durch die Hebamme und Stillberatung ergab, dass es nötig ist) zufüttern via BES Pre
Maus schläft viel und ich kann sie leider nicht öfter anlegen, denn sie nimmt die Brust nur bei Hunger. Gelegentlich ( .B abends) schnullert sie. sie nimmt die BW in den Mund und spielt mit der Zunge dran. also suagt nicht)

Ein weniger Zufüttern, damit sie in kürzeren Abständen kommt, hatte ein regelrechtes Geschrei zur Folge, das ich nach fast einer Std auch mit Stillen nicht beenden konnte dann doch mit zufüttern beendet habe. Ich kann sie doch nicht brüllen lassen.

ich stille also, pumpe nach 2 Std ab, stille nach 2 weiteren std. und so weiter...

Zur Milchbildung hab ich inzwischen fast alles ausprobiert. bzw mache es immer noch.
Stillkugeln esse ich täglich.
Boxhornkleesamen
Homöopathie
pumpen
BES
Akupunktur
Stilltee
Carocafe
genug trinken
vernünpftige Ernährung.
alkfreier Sekt.
Massagen
Wärmepack

Na, lange Rede kurzer sinn.
Wenn meine Milch sich nicht demnächst bald reguliert , dann werde ich wohl doch irgendwie langsam abstillen müssen.
Die große Maus reagiert inzwischen ( trotz ersthaftester Bemühung mich mit ihr zu beschäftigen bzw sie nicht zu vernachlässigen) agressiv wenns ans stillen geht oder ans pumpen. Sie ist sonst ein liebes Kind. und wenn ich z.B wickel ists ok, baden ist ok, aber sobald es ans stillen geht ist sie eifersüchtig.

Ich verbringe inzwischen auch mehr Zeit it füttern als mit allem anderen.
Heute morgen z.B habe ich es in 3 Std nur geschafft das Mitag zu machen. ( und es gab Pizza, also nix aufwendiges)
Ich schaffe durch den engen Fütterplan nichts mehr.
Weder meinen Haushalt, noch was mit der Großen.
Ich stehe morgens um 5 auf, damit ich um 8 alle angezogen, satt gewickelt und zufrieden habe, damit die Große in den KiGa gehen kann. ,
Ins Bett komme ich meist nicht vor 23Uhr, da ich wenn abends die Große im Bett ist, erst mal den Haushalt machen muss.
Immer wieder Still und fütterpausen.

Wie mache ich das.
Wie schaffe ich es, dass ich MEHR Milch habe. Ich weiß, es kann mir auch passieren, dass sie alle 2 Std kommt, aber so hätte ich wenigstens genug Milch bei mir.
Das ewige pumpen, Flaschen säubern, serilisieren, Pulver abmessen. Wasser abkochen.. nimmt so viel Zeit in Anspruch.

Mir fehlt ( weils das zweie ist) echt einfach die Zeit dafür...
´Ich muss es wirklich schaffen vollzustillen, sonst muss ich wirklich abstillen, denn so geht es auch nicht weiter,
Ich hatte ja insgeheim gehofft, dass die Große dann evt auch an die Brust will und ihrer Schweser helfen kann die Milch anzukurbeln.
Aber sie will gar nicht.
Sie WILL nicht, das ich das Baby füttere. (O-Ton: " Immer kriegt das Baby was zu essen. Kannst du die Mimi nicht auch aus Pulver machen Dann kann Papa das Baby füttern!")
Sie leidet sehr darunter, dass ich sie im Moment kaum noch beachten kann.
Lesen, ein "Sillspiel" oder sonstige Vorschläge brachten nichts.
Noch nicht mal TV schauen ( was es sonst gar nicht gibt und ach immer zieht) will sie.

Also mir fehlt echt die zeit für 3 fütterungsarten ( stillen, pumpen, flasche) und zweitem Kind und Haushalt.

Stillberatung meint, es hilft blos Geduld und Ruhe..
Ruhe. Tolles Wort. Aber nicht die Bohne praktikabel...

Muss ich meine Wunschvorstellung ( vollstillen an der Brust) begraben?
Wie bekomme ich das zufüttern weg -( und dann irgendwie auch das pumpen) ? also WIE steigere ich bei dem Streß meine Milchmenge.. ?
Spingo 05/80 mit großem Mäuschen 03/08 ( getragen, gestillt leider nur sehr kurz) und kleinem Mäuschen *28.12.10 (*getragen, und am stillen arbeiten wir noch)
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mayra
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von mayra »

Oh je, das klingt aber auch sehr anstrengend, vor allem für dich, aber auch für den Rest der Familie. Kannst du bitte mal noch folgende Fragen beantworten:

WIE wurden die Stillproben gemacht und WANN, also wie lange ist das her?
ALLE Gewichtsdaten deiner Kleinen, die du hast und von wem die stammen (nüchtern, nach dem Füttern, nackig/angezogen) und von wann sie sind.
WIEVIEL fütterst du im Moment in 24h zu?
WIEVIELE Stillmahlzeiten in 24h habt ihr?

Hast du schon Wechselstillen zur Milchsteigerung ausprobiert? Bzw. wäre es auch hilfreich, wenn du 1-2 Tage komplett mit dem Baby im Bett verbringen könntest, vielleicht am besten sogar nackig, und NUR Stillen/Kuscheln würdest. Der Hautkontakt trägt auch sehr zur Milchbildung bei. Vielleicht probierst du das gleich morgen aus und Papa macht was mit der Großen? Im Alltag hilft Tragen des Babys auch, die Milchbildung anzuregen. Das waren jetzt mal die ersten Ideen, die ich so hatte.

Wenn ich deinen Beitrag so lese, lese ich tatsächlich viel Stress raus, also auch alles das, was du schon gemacht hast, um die Milch zu steigern, hat dich sicher mehr gestresst, als es was gebracht hat. Außerdem ist dein Baby noch seeehr klein, du noch im Wochenbett. Da KANN der Haushalt ruhig mal links liegen bleiben!!! Ich weiß noch, mir gings im Sommer auch nicht besser, ich hab auch nur das Chaos gesehen, aber glaub mir, es wird wieder besser!!

Wenns dir seelisch nicht gut geht (ich hatte auch eine Wochenbettdepression), dann nimm bitte die Hilfe einer Hebamme in Anspruch.
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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mayra
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von mayra »

Ganz vergessen: es könnte auch sein, dass deine Kleine gerade in einem Wachstumsschub steckt (typisches Alter) und daher mehr/öfter trinken will, damit die Milchproduktion angeburbelt wird. Außerdem darf man nie vergessen: Babys schreien nicht nur, weil sie Hunger haben. Das musste ich im Sommer auch leidvoll lernen... :oops: Manche Babys brauchen einfach ihre Zeit, hier anzukommen und weinen eben mehr als andere. Meiner war auch so. Das hat sich dann nach ca. 3 Monaten gelegt.
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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tania
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von tania »

das erste was mir einfällt: öfter anlegen! pumpen ist schön und gut und auch wichtig, aber wirklich ankurbeln tut deine milchproduktion deine tochter. ich würde sie auch beim pumpen anlegen.

ansonsten am besten mayras fragen beantworten, dann kann dir hier fachfraulich geholfen werden.

(wenn du dir eine prioritätenliste machst, dann kommt der haushalt doch eindeutig hinter deinen kindern und deinem eigenen wohlergehen und der beziehung zu deinem mann, oder? so darf der auch gerne aussehen, dein haushalt. vernachlässigt!! das wird wieder, ganz bestimmt. hast du eine richtig gute freundin, die während sie mit dir quatscht ein bisschen was zusammensammelt, angetrocknete töpfe schrubbt und eine waschmaschine anwirft?)
tania mit sohn *09 und sohn *12
Sagittaria
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von Sagittaria »

Bitte hole Dir als aller erstes Unterstützung ins Haus!

Was macht Dein Partner? Ist er/sie zu Hause oder arbeiten oder bist Du ganz alleine?

Erst einmal sind jetzt Du und das Baby wichtig und natürlich das größere Kind. Haushalt, Mittagessen usw. da solltest nicht Du Dich drum kümmern müssen. Ggf. eine Haushaltshilfe beantragen, Du bist noch im Wochenbett und der Stress, den Du hast ist für die Milchbildung echt nicht förderlich!

:(
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas

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Mysti
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von Mysti »

Ich bin ja mit meinen 2 Mäusen auch den ganzen Tag allein und die ganz Kleine hat mich in den ersten 2 Monaten auch an die Belastbarkeitsgrenzen gebracht. Ich habe teileise tagelang nur gestillt, mein Mann hat mir Abends paar Schnittchen und Tee gemacht, damit ich auch was zu essen hab, während der Stillerei.
Den Haushalt muß man in der Zeit einfach liegen lassen und nur sporadisch mal was tun. Die ersten 3 Monate sind super anstrengend, aber dann hat sich auch die Milch reguliert und es wird besser.
Ich hab unsre Große (2,5 Jahre) beim stillen immer mit einbezogen, wir haben gesungen, Buch geschaut und uns unterhalten. Ichhatte das gefühl das sie gut versteht, daß das Baby erstmal viel Zeit in Anspruch nimmt und sie hat nie eifersüchtig reagiert - ganz im Gegenteil.

Achso und ich habe nie gepumpt. Ich hatte das Gefühl das es das beste ist, wenn es das Baby alleine macht, also hab ich sie einfach ständig nuckeln lassen. Auch nur so zum kuscheln und nahe sein... sie hat immermal was getrunken und auch wieder nur genuckelt.
Wenn ich die Brust eingepackt hatte, hab ich die Maus im Tragetuch durch die Wohnung getragen, so konnten wir auch gleich ihre Blähungen lindern und ich hatte sogar beide Hände frei um zu kochen oder Wäsche aufzuhängen (wobei mir meine andere Tochter immer mit geholfen hat, spielerisch)
So ging das bei uns gute 10 Wochen...eigentlich haben wir nur gestillt und getragen in der Zeit. Die Große durfte auch ab und zu Caillou am Rechner schauen, so hatte ich auch mal ne Stunde nur mit Baby allein...
Mir hat geholfen einfach nur auf mein Gefühl zu hören. Ich hab mir von niemanden irgendwie reinreden lassen und hab seit Geburt alles instinktiv gemacht...und es läuft super. Klar stillt die Maus immernoch sehr lang am Abend, aber auch das ist kein Problem, da wir eh zusammen im Bett schlafen.
Die Nippel tun zwar weh, aber das geht ja auch wieder vorbei...

Durchhalten und den alten, einprogrammierten Alltag einfach abschütteln. Putzen kannst du ein Leben lang, stillen nicht. (sagte meine Hebi)
große Maus, geb. 05.09.2008 und kleine Maus, geb. 03.09.2010, beide ungeimpft, voll gestillt und getragen - im Herzen 1 Sternchen 11.Woche
Mysti
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von Mysti »

Achso... sie hat es auch geliebt im Tragetuch mit Mami Staub zu saugen! Dabei ist sie meistens eingeschlafen - bis heute.

Versuch es zu genießen, auch wenn das für dich wahrscheinlich grad unmöglich scheint. Es geht! Du überträgst deine Stimmung immer auch auf die Kinder.
Wenn ich nervlich fertig war und auch schon aggressiv in meiner Stimmlage, hat das alles null gebracht, im Gegenteil: die Große motzte umso mehr und hat gebrüllt und gezickt.
Ich hab in dieser Zeit gelernt, endlich mal gelassen und entspannt zu sein und es ist seitdem wirklich harmonisch und kuschlig bei uns. Von meiner früheren Angespanntheit ist alles weg... nur durch das stillen und den Willen es zu schaffen.

Durchhalten und ruhig bleiben...
große Maus, geb. 05.09.2008 und kleine Maus, geb. 03.09.2010, beide ungeimpft, voll gestillt und getragen - im Herzen 1 Sternchen 11.Woche
jusl
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von jusl »

Hallo Spring80,

erstmal: herzlichen Glückwunsch zum Baby!

Die gängigen Hinweise à la "häufiger Stillen" und "Bockshornkleesamen" sind schön und gut (und das machst Du ja bereits alles schon) - allerdings wäre es doch irgendwie günstig, Du würdest die URSACHE kennen, oder? Dann kann man ggf. auch noch mal bessere Therapievorschläge machen.
Deshalb meine Fragen:
Wurde bei Deinem ersten Kind damals Diagnostik betrieben? Ich denke da an Blutbild und Hormonstatus (Hausarzt/Endokrinologe) und einen Ultraschall der Brustdrüsen (Gyn). Ist gesichert, dass sich keine Plazentareste in der Gebärmutter befinden? Betreffen Dich die Themen Diabetes/Übergewicht/Insulinresistenz/PCOS? Sonstige (chronische) Erkrankungen?
Wieviel Milchbildung hast Du derzeit? (um dies realistisch abzuschätzen: bitte die täglichen Pumpmengen/Pumphäufigkeit und täglichen Zufüttermengen/Zufütterhäufigkeit einfach mal aufschreiben).

Hier würde ich als erstes forschen. Wenn der Befund da ist, gibt es sicherlich eine Erklärung dafür, WARUM Du solche Probleme mit der Milchbildung hast. Und dann könnte ganz gezielt geschaut werden, welche Maßnahmen überhaupt sinnvoll(!) wären, Euch bei der Entwicklung einer wunderschönen, möglichst stressarmen Zwiemilch-Stillzeit zu unterstützen. Momentan feuerst Du ja sozusagen "blind" aus allen Rohren, mit stillen, pumpen, künstlicher Milch, BES, Medikamente und sonstige Milchbildungsfördermaßnahmen - DAS wird auf Dauer zu viel.

Ich drücke Euch die Daumen, dass bald Ruhe einkehrt und Ihr einen guten Weg findet, mit dieser Situation umzugehen! Ich kann gut verstehen, dass erstmal viel Wut und Enttäuschung da ist, aber ich bin sicher, dass es auf Dauer gelingen kann, einen GUTEN Weg zu finden, damit umzugehen. Insb. wenn die verzweifelte Frage "warum ich?!?" geklärt ist - dann lassen sich solche Schicksalsschläge sicherlich etwas leichter annehmen.

LG;
Julia
Mamajohanna
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von Mamajohanna »

Hallo Du Arme!!!
Ich kann Dich so gut verstehen...genau vor einem Jahr war ich in einer ganz ähnlichen Situation...Großes Kind 2,5 Jahre und Mama kommt mit Baby aus dem KH und hat keine Zeit mehr weil: Stillversuche, Flasche, abpumpen, spülen, später dann Stillen mit BES, abpumpen, spülen und sterilisieren und dann von vorn...Johanna kam alle 3 Stunden und die ganze pumpen und Fütterungsaktion hat mit Spülen 2 h gedauert. Dann hatte ich genau 1 h bis es von vorn losging ...oft war der Große Mittags noch im Schlafanzug oder ist nachmittags mit voller Windel auf dem Fußboden eingeaschlafen..man hab ich mich als Rabenmutter gefühlt...ich war so verzweifelt, das ich jeden Tag geheult hab,
ich weiß kaum noch, wie wir das geschafft haben...war ich froh, das ich ihn noch nicht in den Kiga bringen mußte das hätte ich wohl kaum geschafft...
Gott sei Dank habe ich eine sehr gute Stillberaterin gefunden und nach ca 2 Monaten BES hat alles geklappt- Milchmenge war zum Glück immer ok aber Johanna konnte nicht richtig saugen, sie hat es aber gelernt und heute ist sie 13 Monate und wird immernoch viel und gern gestillt.
Ich wünsche Dir so sehr, daß Ihr die Ursache des Problems herausfindet und beheben könnt und ich wünsche Euch so sehr, daß auch Ihr noch eine schöne Stillzeit erleben dürft!!! Und jedes bischen Muttermilch ist wertvoll für Dein Baby- sei ein bischen stolz auf Dich, Du tust was Du kannst trotz der schwierigen Umstände!!!
Jonathan hat ja anfangs auch sehr unter der Situation gelitten, aber heute spielt er schon gern mit seiner Schwester, er sagt, daß er sie mag und er hat auch viel gelernt- er versucht sie z. B. zu trösten, wenn sie weint...
Ganz liebe Grüße von Mamajohanna
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Spingo80
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Re: jmmer jammer- Milchproduktion

Beitrag von Spingo80 »

Ui, also ich will mal versuchen alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.
Ja, ich mach inzwischen so viel, weil ich mich an jeden Strohhalm klammere. Was wirklich was bringt weiß ich nicht, aber ich hab auch "Angst" irgendwas abzusetzen, weil ich nicht will, dass grade DAS das ist, was ggf die Milch noch am laufen hält.
Obwohls echt streß ist. Das gebe ich zu.


Unser "still-"Tagesablauf sieht so aus:
5:00 aufstehen und die Kleine stillen. Meist reicht die Milch morgens erst mal aus um wenigstens nicht zufüttern zu müssen, aber DAS ist dann auch die Milch der ganzen Nacht.
6:00 Kleine ist angezogen, gestillt und ich wecke die große Maus.
Die braucht ewig lange bis sie "wach" ist.
Während die große sich "regeneriert" gehe ich duschen, anziehen, mache das Frühstück.....
7:00 Frühstück für alle. 2tes mal stillen
dann alle anziehen, große Maus in den KiGa bringen(8:00) und im normalfall heim.
9:00 pumpen ( ca 30-40 ml)
11:00 stillen die 9:00 MuMi und ca 50 ml Pre wenn ich die 30 ml und die 50 ml zusammenrechne und rechne, dass sie beim stillen bissl mehr als 30-40 ml raus bekommt, dann denke ich, trinkt sie 120ml pro mahlzeit .
13 uhr pumpen
15 stillen
17 pumpen
19 stillen
20+ 21 pumpen
23 stillen, dann alle ins bett.

So ungefähr. ganz fest sind die Zeiten natürich nicht, aber so pie mal Daumen.
meist nuckelt sie bei mir an der brust bis sie einschläft und ( ja, warum auch immer, ist aber so) kommt dann erst morgens wieder..

Ich pumpe im Normalfall 30-40ml. zugefüttert gibt es 50 ml pre.
wenn ich die 50 pr weglasse oder ihr weniger gebe, dann macht sie solange Radau, bis sie wirklich satt ist.
Erst mal den Hunger stillen und dann ggf nach ner Std wieder ran, macht sie gar nicht mit...

Oder ich hab den Dreh noch nicht raus.

Sie schläft recht wenig und meckert eigentlich permanent. Wenn sie Hunger hat wird ein unerträgliches Gebrüll daraus.

Mein Mann ist noch daheim, muss aber Montag wieder los.
GENAU da liegt auch mein Problem.
Wenn er wieder arbeitet, dann kann ich diesen Tagesablauf nicht aufrecht erhalten. Selbst wenn sie alle 2 Std kommen würde, würde dann ja das "Flasche mahen" abwaschen und so wegfallen.

Er tut echt was er kann, kocht, macht sauber... beschäftigt die Große, aber sobald ich mich mit der kleinen beschäftige sitzt die neben mir und hat nur Blödsinn vor. keine Beschäftigung hilft dann.

Ich kann mich nicht einfach zwei Tage ins Bett legen, auch wenn das sicher das beste wäre.
HHH hab ich noch nicht angefragt.
SD will ich morgen mal nachfragen ( sind eh beim Doc) und Gyn ist erst in 2 Wochen dran.
Wäre ein SST dann bei Plazentaresten positiv?
Im Moment verzweifeln wir zwischen wenig Milch und dem Gefühl die Große zu vernachlässigen, auch wenn das sicher nicht der Fall ist objektiv. Aber sie benimmt sich zumindest so..
Tut mir als Mama natürlich auch weh...
Spingo 05/80 mit großem Mäuschen 03/08 ( getragen, gestillt leider nur sehr kurz) und kleinem Mäuschen *28.12.10 (*getragen, und am stillen arbeiten wir noch)
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