Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
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Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
Ich kanne eine irre gute Stillberaterin in Heidelberg - falls Du aus der Nähe kommst!
Wie können wir Dich sonst unterstützen??
Viel RUhe udn viel Hilfe im Haushalt brauchst Du jetzt einfach!!
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- tania
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Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
du bist nicht gescheitert, du bist mittendrin. zu früh und zwillinge ist eine kombination, wo zufüttern am anfang ganz normal mit dazugehört. das ist nicht automatisch der anfang vom ende.
magst du mal genau aufschreiben, wie viel du zufütterst und wie oft?
wie oft du anlegst? wechselseitig oder jedes kind hat eine brust? wie oft nachts? legst du gleichzeitig oder nacheinander an?
hast du schmerzen beim stillen? bist du verspannt? hast du verschiedene für dich angenehme stillpositionen gefunden? kannst du beide gleichzeitig im liegen stillen?
kannst du die gewichtsentwicklung abtippen?
ich finde es erstmal gut herauszufinden, ob du zufütterst, weil sie nicht genug zunehmen oder weil dir das stillen während eines schubes zu viel wird. die ersten drei monate stillen fand ich oft sehr anstrengend, hatt verspannungen, das kind hörte nicht auf zu trinken.. und meins war einr eif geborenes einzelkind! kein wunder, dass es dir zu viel wird! es gibt viele tolle tipps für zwillinge, für bequeme positionen usw.
liebe grüße, tania
magst du mal genau aufschreiben, wie viel du zufütterst und wie oft?
wie oft du anlegst? wechselseitig oder jedes kind hat eine brust? wie oft nachts? legst du gleichzeitig oder nacheinander an?
hast du schmerzen beim stillen? bist du verspannt? hast du verschiedene für dich angenehme stillpositionen gefunden? kannst du beide gleichzeitig im liegen stillen?
kannst du die gewichtsentwicklung abtippen?
ich finde es erstmal gut herauszufinden, ob du zufütterst, weil sie nicht genug zunehmen oder weil dir das stillen während eines schubes zu viel wird. die ersten drei monate stillen fand ich oft sehr anstrengend, hatt verspannungen, das kind hörte nicht auf zu trinken.. und meins war einr eif geborenes einzelkind! kein wunder, dass es dir zu viel wird! es gibt viele tolle tipps für zwillinge, für bequeme positionen usw.
liebe grüße, tania
tania mit sohn *09 und sohn *12
- aeselschatz
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Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
Da bin ich wieder
Casi, wenn ich das alles so lese, kommt mir das alles sooooo bekannt vor. Schwieriger Stillstart und auch dass die (Groß-)Eltern weit weg wohnen und der Mann immer erst spät nach Hause kommt. Das ist mit einem Baby schon nicht so einfach. Mit Zwillingen ist es - vor allem auf Dauer - nicht nur eine riesige Herausforderung, sondern wirklich auch eine irre Belastung. Für Mama und die Winzlinge.
Ich werde dir einiges über mein erstes halbes Jahr mit den Zwillis schreiben. Vielleicht findest du ein paar Anregungen, die dir in deiner Situation helfen können.
Ich hatte mich auch gescheitert gefühlt. Versagt bei der natürlichsten Sache der Welt. Gescheitert als Mutter
Aber das ist einfach nicht richtig! Weiß ich heute - damals sah ich das ganz anders
Wenn ich so zurückblicke, war das größte Problem der Stress, den ich hatte. Und ich hatte wirklich fast das ganze erste Jahr durchgängig eigentlich nur Stress, auch wenn mir dankenswerterweise das Mutterhirn so vernebelt war, dass ich das selber gar nicht so arg wahrgenommen habe. Ja, dass schreiende Babys Stress machen, und der wenige Schlaf, die rundum Betreuung von zwei so kleinen Zwergen - das hatte ich schon gespürt. Aber wie sehr es sich tatsächlich auf mich und letztendlich auch auf die Kinder auswirkte, das ist mir nur ganz selten bewusst geworden. So richtig realisiert habe ich das erst viel später.
Von daher wäre auch mein wichtigster Impuls an dich: Suche dir Unterstützung! Haushaltshilfe oder andere handfeste Unterstützung klingt gut und ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass es klappt. Meine Versuche damals waren leider rundum erfolglos. Das war soooo deprimierend; es ist mir heute noch unbegreiflich, wie Mütter, die um Hilfe bitten, weil sie sich ihrer momentanen Situation allein nicht gewachsen fühlen, so wenig Hilfe bekommen, hängen gelassen oder abgewiesen werden können, denn hier geht es doch auch um das Wohl der Kinder
Was mir aber dann aber sehr geholfen hat, waren Termine. Also Kurse wie Babymassage, Stillgruppe, Pekip etc. Nicht dass ich hier Dinge gelernt oder erfahren hätte, die essentiell für mich gewesen wären. Aber es war für mich unheimlich entlastend, dass ich in dieser Zeit z.B. die Jungs in Ruhe einzeln nacheinander stillen konnte, weil "der andere" währenddessen immer genug Ablenkung gefunden hat. Und auch weil ich mich einfach mal zurücklehnen konnte, während meine Kinder neugierig ihr ungewohntes Umfeld beguckt haben. Oder weil andere Mütter oder die Gruppenleiterin mal die Schunkeltante gespielt hat.
Ich gehe noch heute immer mal zum Zwillingsmütterfrühstück, und habe es mir zur freiwilligen Pflicht gemacht, den Zwillimamas dann mindestens ein Baby abzunehmen, damit sie dort einmal halbwegs in Ruhe essen und ein Gespräch führen können. Und an den Reaktionen merke ich immer wieder, dass diese Geste für die Mütter völlig unerwartet kommt, erstmal unsicher macht, aber bald danach den Mamas wirklich mal ein Durchatmen erlaubt, dass sie sonst in ihrem Alltag kaum mal erleben. So ging es mir damals auch, und es hat mir jedesmal unheimlich gut getan. Hatte auch etwas mit Hilfe annehmen lernen zu tun, auch wenn es sich hier "nur" um ganz kleine Dienste handelte. Ich finde es toll, dass dir hier im Forum jemand seine konkrete Hilfe angeboten hat. Nimm sowas ruhig an und drücke jegliches schlechte Gewissen weg! Du musst gut für dich sorgen! Das vergisst so leicht ...
Zum Stillen an sich:
Es ist schon möglich, wieder mehr zu stillen. Bei uns hatte es 8 (oder 10?
) Wochen (Gefühlt waren es Jahre
) gedauert, bis die Jungs von Stillen mit Zufüttern (abgepumpte Milch und Pre-Nahrung) endlich beim Vollstillen angekommen waren. Für mich war das der Horror. Tag und Nacht drehten sich nur noch ums Stillen und Abpumpen, um Trinkmengen, Gewicht, entzündete Brustwarzen (bei denen ich heute der festen Überzeugung bin, dass sie vom ständigen Wechsel zwischen Flasche und Brust kamen) etc., und das halt wochenlang. Ich wollte das irgendwann nicht mehr, und habe an einem Wochenende, bei dem wir die (Groß-)Eltern besucht haben, einfach nur noch die Brust angeboten. Da saß ich dann zwar wirklich das ganze Wochenende fast ständig mit einem Baby an der Brust, aber es hat funktioniert. Ich konnte mich immer auf 1 Kind konzentrieren, während der andere beschäftigt wurde. Konnte auch das Schöne am Stillen, diese innige Zweisamkeit mit dem Baby, mal richtig kennen und genießen lernen. Die Jungs waren auch enorm stillmotiviert, weil das viele Neue drumherum ihren Hunger nach Mama und das Bedürfnis nach Hautkontakt wohl auch nochmal verstärkt hat. Die Milchproduktion hat sich jedenfalls ziemlich schnell umgestellt. Und meine Zwillis hatten in der Zeit genug Abwechslung, um diese Phase gut zu überstehen.
Es gab dann nochmal eine schwierige Zeit mit 5-6 Monaten, wo die Flasche dann doch wieder bei uns Einzug gehalten hat
Aber auch da hat es relativ gut funktioniert, die Häufigkeit zugunsten des Stillens bzw. Breinahrung zu reduzieren.
Ich sehe, bei dir hat jeder Bub "seine" Brust. Stillst du denn beide gleichzeitig oder nacheinander? Oder mal so, mal so? In welchen Positionen? Wenn du tandemstillst, könntest du vielleicht mittendrin die Seiten tauschen, damit Luis sich nicht drüber ärgert, nur eine Brust trinken zu dürfen
Beim Einzelstillen könntest du sonst Lennox zuerst trinken lassen, Luis dann Lennox Seite weitertrinken und danach dann zu seiner Seite rüberwechseln lassen. Dann hat er auch zwei
Die Menge passt sich dann schon an.
Ich hatte irgendwann für mich erkannt, dass es bei uns DAS typische Stillen nicht gab, sondern dass für verschiedene Situationen auch verschiedene Stillpositionen besser waren.
Bei Doppelgebrüll war es das Tandemstillen, sitzend, Kinder mit den Füßen zu meinem Rücken.
Aber den zweifach Hunger habe ich irgendwann versucht zu vermeiden. Anfangs weil ich das Einzelstillen intimer und schöner fand. Einfach so für die Mutter-Kind-Beziehung zu jedem Zwilling ganz individuell. Zwillis werden so oft als Einheit betrachtet und behandelt - ich fand es toll, beim Stillen die Situation schaffen zu können, mich jedem der beiden auch mal voll und ganz allein widmen zu können. Tatsächlich schienen die Jungs auch viel entspannter, wenn ich jeden einzeln gestillt habe. Sie waren da viel ausdauernder, ruhiger. Und beim Einzelstillen habe ich gemerkt, dass die Milch im Liegen oder gebückt über dem Kind bei mir besser floss als im Sitzen. Irgendwie erschienen mir die Jungs danach satter als beim Tandemstillen.
Fies waren auch bei uns die Wachstumsschübe. Aber das ist wohl einfach so. Nicht mal wegen der höheren Milchmenge, denke ich. Sondern wegen des besonderen Kuschelbedürfnisses der Kinder während dieser Phasen, wo sie halt im doppelten Sinne noch mehr Mama tanken müssen.
Ganz toll war gerade auch an solchen Tagen das Stillen im Bett tagsüber. Da bin ich (Oberkörper frei) mit den Kindern zu dritt reingekrochen, bevor der große Hunger da war. Wer dringendsten Kuscheln wollte und zuerst Lust zum Stillen hatte, durfte dann einfach ran, und mit dem anderen konnte ich in Blick- und Körperkontakt sein, ihm was erzählen, vorsingen. Manchmal sind wir drei dann auch einfach so eingeschlummert, was ich dann immer wunderschön fand, gerade weil ja aufgrund der Schubphase eigentlich grad das total Chaos rundrum geherrscht hatte.
Es hat bei uns viel Stress aus dem Alltag und damit auch aus dem Stillen genommen, wenn ich es geschafft hatte, schöne Momente zu schaffen. Und wahrzunehmen! Und wenn ich mich voll und ganz auf die Kinder einlassen, ja sie genießen konnte, ohne an irgendwelche anderen Dinge zu denken. Aber geschafft habe ich das letztendlich leider auch nur selten, weil es einfach viel zu turbulent bei uns zuging, weil ich noch keine erfahrene, routinierte Mutter war, und weil ich viel zu sehr unter Strom gestanden habe, als dass ich mir regelmäßig ins Gedächtnis habe rufen können, das Schöne im Blick zu haben. Doch die Momente und Phasen, in denen es mir gelungen ist, waren wirklich schön, die sind mir in wunderbarer Erinnerung geblieben.
Dein Verhältnis zur Flasche - quäle dich nicht so! Du bist ganz wundervoll zu deinen Kindern, hast ihnen schon so viel von dir gegeben, hast ihnen den besten Start bereitet, der möglich war. Und du musst noch lange für sie da sein. Das schaffst du nur, wenn du selbst bei Kräften bleibst. Das Stillen wird sich für euch nicht verbessern, wenn du dich selbst damit immer weiter stresst. Du kannst nur Energie weitergeben, die du auch hast. Und ein Stück davon musst du sogar behalten, damit du selbst bei Kräften bleibst. Nein, du musst nicht "konsequent" bleiben, wenn es deine Kräfte übersteigt. Was hätte das denn für einen Sinn? Insofern kannst du die Flasche ganz einfach als eine handfeste Unterstützung für euch ansehen, wann immer die Situation es erfordert. Sie bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass ihr euch immer weiter vom Stillen entfernt. Es kann auch noch ganz lange einfach so weiterlaufen, dass du stillst wie bisher und halt nach Bedarf zufütterst. Wenn das eine gute und machbare Lösung für euch ist, ist das doch völlig in Ordnung.
Ich höre jetzt mal auf. Ist eh schon ein Roman geworden

Casi, wenn ich das alles so lese, kommt mir das alles sooooo bekannt vor. Schwieriger Stillstart und auch dass die (Groß-)Eltern weit weg wohnen und der Mann immer erst spät nach Hause kommt. Das ist mit einem Baby schon nicht so einfach. Mit Zwillingen ist es - vor allem auf Dauer - nicht nur eine riesige Herausforderung, sondern wirklich auch eine irre Belastung. Für Mama und die Winzlinge.
Ich werde dir einiges über mein erstes halbes Jahr mit den Zwillis schreiben. Vielleicht findest du ein paar Anregungen, die dir in deiner Situation helfen können.
Ich hatte mich auch gescheitert gefühlt. Versagt bei der natürlichsten Sache der Welt. Gescheitert als Mutter
Aber das ist einfach nicht richtig! Weiß ich heute - damals sah ich das ganz anders
Wenn ich so zurückblicke, war das größte Problem der Stress, den ich hatte. Und ich hatte wirklich fast das ganze erste Jahr durchgängig eigentlich nur Stress, auch wenn mir dankenswerterweise das Mutterhirn so vernebelt war, dass ich das selber gar nicht so arg wahrgenommen habe. Ja, dass schreiende Babys Stress machen, und der wenige Schlaf, die rundum Betreuung von zwei so kleinen Zwergen - das hatte ich schon gespürt. Aber wie sehr es sich tatsächlich auf mich und letztendlich auch auf die Kinder auswirkte, das ist mir nur ganz selten bewusst geworden. So richtig realisiert habe ich das erst viel später.
Von daher wäre auch mein wichtigster Impuls an dich: Suche dir Unterstützung! Haushaltshilfe oder andere handfeste Unterstützung klingt gut und ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass es klappt. Meine Versuche damals waren leider rundum erfolglos. Das war soooo deprimierend; es ist mir heute noch unbegreiflich, wie Mütter, die um Hilfe bitten, weil sie sich ihrer momentanen Situation allein nicht gewachsen fühlen, so wenig Hilfe bekommen, hängen gelassen oder abgewiesen werden können, denn hier geht es doch auch um das Wohl der Kinder
Was mir aber dann aber sehr geholfen hat, waren Termine. Also Kurse wie Babymassage, Stillgruppe, Pekip etc. Nicht dass ich hier Dinge gelernt oder erfahren hätte, die essentiell für mich gewesen wären. Aber es war für mich unheimlich entlastend, dass ich in dieser Zeit z.B. die Jungs in Ruhe einzeln nacheinander stillen konnte, weil "der andere" währenddessen immer genug Ablenkung gefunden hat. Und auch weil ich mich einfach mal zurücklehnen konnte, während meine Kinder neugierig ihr ungewohntes Umfeld beguckt haben. Oder weil andere Mütter oder die Gruppenleiterin mal die Schunkeltante gespielt hat.
Ich gehe noch heute immer mal zum Zwillingsmütterfrühstück, und habe es mir zur freiwilligen Pflicht gemacht, den Zwillimamas dann mindestens ein Baby abzunehmen, damit sie dort einmal halbwegs in Ruhe essen und ein Gespräch führen können. Und an den Reaktionen merke ich immer wieder, dass diese Geste für die Mütter völlig unerwartet kommt, erstmal unsicher macht, aber bald danach den Mamas wirklich mal ein Durchatmen erlaubt, dass sie sonst in ihrem Alltag kaum mal erleben. So ging es mir damals auch, und es hat mir jedesmal unheimlich gut getan. Hatte auch etwas mit Hilfe annehmen lernen zu tun, auch wenn es sich hier "nur" um ganz kleine Dienste handelte. Ich finde es toll, dass dir hier im Forum jemand seine konkrete Hilfe angeboten hat. Nimm sowas ruhig an und drücke jegliches schlechte Gewissen weg! Du musst gut für dich sorgen! Das vergisst so leicht ...
Zum Stillen an sich:
Es ist schon möglich, wieder mehr zu stillen. Bei uns hatte es 8 (oder 10?
Es gab dann nochmal eine schwierige Zeit mit 5-6 Monaten, wo die Flasche dann doch wieder bei uns Einzug gehalten hat
Ich sehe, bei dir hat jeder Bub "seine" Brust. Stillst du denn beide gleichzeitig oder nacheinander? Oder mal so, mal so? In welchen Positionen? Wenn du tandemstillst, könntest du vielleicht mittendrin die Seiten tauschen, damit Luis sich nicht drüber ärgert, nur eine Brust trinken zu dürfen
Ich hatte irgendwann für mich erkannt, dass es bei uns DAS typische Stillen nicht gab, sondern dass für verschiedene Situationen auch verschiedene Stillpositionen besser waren.
Bei Doppelgebrüll war es das Tandemstillen, sitzend, Kinder mit den Füßen zu meinem Rücken.
Aber den zweifach Hunger habe ich irgendwann versucht zu vermeiden. Anfangs weil ich das Einzelstillen intimer und schöner fand. Einfach so für die Mutter-Kind-Beziehung zu jedem Zwilling ganz individuell. Zwillis werden so oft als Einheit betrachtet und behandelt - ich fand es toll, beim Stillen die Situation schaffen zu können, mich jedem der beiden auch mal voll und ganz allein widmen zu können. Tatsächlich schienen die Jungs auch viel entspannter, wenn ich jeden einzeln gestillt habe. Sie waren da viel ausdauernder, ruhiger. Und beim Einzelstillen habe ich gemerkt, dass die Milch im Liegen oder gebückt über dem Kind bei mir besser floss als im Sitzen. Irgendwie erschienen mir die Jungs danach satter als beim Tandemstillen.
Fies waren auch bei uns die Wachstumsschübe. Aber das ist wohl einfach so. Nicht mal wegen der höheren Milchmenge, denke ich. Sondern wegen des besonderen Kuschelbedürfnisses der Kinder während dieser Phasen, wo sie halt im doppelten Sinne noch mehr Mama tanken müssen.
Ganz toll war gerade auch an solchen Tagen das Stillen im Bett tagsüber. Da bin ich (Oberkörper frei) mit den Kindern zu dritt reingekrochen, bevor der große Hunger da war. Wer dringendsten Kuscheln wollte und zuerst Lust zum Stillen hatte, durfte dann einfach ran, und mit dem anderen konnte ich in Blick- und Körperkontakt sein, ihm was erzählen, vorsingen. Manchmal sind wir drei dann auch einfach so eingeschlummert, was ich dann immer wunderschön fand, gerade weil ja aufgrund der Schubphase eigentlich grad das total Chaos rundrum geherrscht hatte.
Es hat bei uns viel Stress aus dem Alltag und damit auch aus dem Stillen genommen, wenn ich es geschafft hatte, schöne Momente zu schaffen. Und wahrzunehmen! Und wenn ich mich voll und ganz auf die Kinder einlassen, ja sie genießen konnte, ohne an irgendwelche anderen Dinge zu denken. Aber geschafft habe ich das letztendlich leider auch nur selten, weil es einfach viel zu turbulent bei uns zuging, weil ich noch keine erfahrene, routinierte Mutter war, und weil ich viel zu sehr unter Strom gestanden habe, als dass ich mir regelmäßig ins Gedächtnis habe rufen können, das Schöne im Blick zu haben. Doch die Momente und Phasen, in denen es mir gelungen ist, waren wirklich schön, die sind mir in wunderbarer Erinnerung geblieben.
Dein Verhältnis zur Flasche - quäle dich nicht so! Du bist ganz wundervoll zu deinen Kindern, hast ihnen schon so viel von dir gegeben, hast ihnen den besten Start bereitet, der möglich war. Und du musst noch lange für sie da sein. Das schaffst du nur, wenn du selbst bei Kräften bleibst. Das Stillen wird sich für euch nicht verbessern, wenn du dich selbst damit immer weiter stresst. Du kannst nur Energie weitergeben, die du auch hast. Und ein Stück davon musst du sogar behalten, damit du selbst bei Kräften bleibst. Nein, du musst nicht "konsequent" bleiben, wenn es deine Kräfte übersteigt. Was hätte das denn für einen Sinn? Insofern kannst du die Flasche ganz einfach als eine handfeste Unterstützung für euch ansehen, wann immer die Situation es erfordert. Sie bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass ihr euch immer weiter vom Stillen entfernt. Es kann auch noch ganz lange einfach so weiterlaufen, dass du stillst wie bisher und halt nach Bedarf zufütterst. Wenn das eine gute und machbare Lösung für euch ist, ist das doch völlig in Ordnung.
Ich höre jetzt mal auf. Ist eh schon ein Roman geworden
-
jusl
- Jusl Almighty
- Beiträge: 16020
- Registriert: 19.03.2007, 10:54
- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
Hallo Casi,
herzlich willkommen hier im Forum! Erstmal Hut ab vor Deinen Bemühungen; Ihr hattet wirklich einen schwierigen Start. Für viele andere hätte das bereits das Ende der Stillzeit bedeutet; Du hast Dich durchgebissen!...
Ich würde gerne auf einige Punkte speziell eingehen:
Das hier
Die Tatsache, dass Du einige Tage lang beide Babys voll stillen konntest, zeigt, dass Eure Probleme bestimmt lösbar sind! Möglicherweise sind auch nur relativ "kleine" Änderungen notwendig.
Mir fiel folgendes auf - Du schriebst:
und
Konkreter Ansatz: Es hat Vorteile, jungen Zwillingen NICHT jeweils eine "eigene" Brust zuzuweisen, sondern häufig zu wechseln. Dafür gibt es zwei Gründe:
1. ist das Stillverhalten zweier Babys oft nicht gleich. Eins saugt stärker, eins schwächer. Eins länger, eins kürzer...usw - sprich: die Brüste werden unterschiedlich stark stimuliert. So kann es passieren, dass die Brust des schwächer saugenden Babys immer weniger Milch bildet und das schwächer saugende Baby immer weniger bekommt. Ungünstig!
2. die Brüste produzieren bei den meisten Frauen nicht gleich. Genauso wie man meist einen stärkeren Arm oder ein besser sehendes Auge hat, haben viele Frauen beim Stillen ebenfalls eine "Schokoseite". In diesen Genuss sollten beide Babys kommen dürfen
Es ist empfehlenswert, die Babys einfach bei jeder Mahlzeit tauschen zu lassen, mindestens so lange, bis sich alles gut eingespielt hat. Und auch danach kann weiterhin flexibel jedes Kind jede Brust bekommen.
"Im Stundentakt" hört sich nach "Einzeln stillen" an. Hast Du schon mal beide Babys gleichzeitig gestillt? Es wäre SEHR günstig, wenn Euch dies mehrmals täglich gelänge - wieder aus mehreren Gründen:
1. Gleichzeitiges Stillen spart Zeit. Logo - kein Kind muss warten, das Stillen brauch nur die Hälfte der Zeit verglichen mit Einzelnstillen.
2. Gleichzeitiges Stillen regt die Milchbildung STÄRKER an als Einzelnstillen (wegen des stärkeren Nervenreizes wird mehr Prolaktin ausgeschüttet). "10 mal in 24 Stunden gleichzeitig stillen" macht i.a. MEHR Milch als "20 mal in 24 Stunden einzeln stillen".
3. Da der Milchspendereflex ("MSR") immer beidseitig wirkt, sorgt das kräftiger saugende Baby für mehr Milch, auch für sein Geschwister!
Es lohnt sich also definitiv, gleichzeitiges Stillen zu üben! Ein großes Kissen ("Schmetterlings-Stillkissen") kann dazu SEHR hilfreich sein, und am besten übt sich das mit zwei noch weitgehend zufriedenen Kindern. Wenn ein oder gar zwei schon vor Hunger brüllen, ist das nicht so günstig
Um Dir ganz konkrete Hinweise geben zu können, bitte ich Dich, die bisherige Gewichtsentwicklung beider Babys und die aktuellen täglichen Zufüttermengen noch mal genau aufzuschreiben. Außerdem wie oft in 24 Stunden Ihr zur Zeit stillt und wie das so klappt. Dann können wir gemeinsam schauen, welche Möglichkeiten Ihr habt und wie ein gangbarer Weg zum Vollstillen aussehen könnte.
Jedenfalls: Deine Chancen, zurück zum Vollstillen (und vielleicht erstmalig hin zum stressfreien Vollstillen
) zu finden, sind Deinen bisherigen Berichten zufolge wirklich sehr gut!
LG,
Julia
herzlich willkommen hier im Forum! Erstmal Hut ab vor Deinen Bemühungen; Ihr hattet wirklich einen schwierigen Start. Für viele andere hätte das bereits das Ende der Stillzeit bedeutet; Du hast Dich durchgebissen!...
Ich würde gerne auf einige Punkte speziell eingehen:
Das hier
steht im Widerspruch zu dem hierDie Folge war, dass ich nie nen richtigen Milcheinschuss hatte.
und dem hierDie Brust und Milchmenge war auf ein Kind eingestellt
Du HATTEST eindeutig einen "richtigen" Milcheinschuss, denn sonst würdest Du keine (derzeit für schätzungweise "1,5 Babys") volletablierte Laktation haben! Auch wenn Du Dir Deinen Milcheinschuss vielleicht anders vorgestellt hast, es war "richtig" so.Wir haben es auch tatsächlich geschafft, dass wir etliche Tage relativ entspannt ohne Flasche verbracht haben.
Die Tatsache, dass Du einige Tage lang beide Babys voll stillen konntest, zeigt, dass Eure Probleme bestimmt lösbar sind! Möglicherweise sind auch nur relativ "kleine" Änderungen notwendig.
Mir fiel folgendes auf - Du schriebst:
hungrige Kinder und ne völlig fertige Mama. Sie sind dann im Stundentakt gekommen.
und
An diesen beiden Punkten würde ich ansetzen, insb. weil Deine Babys offenbar eine unterschiedliche "Stillgeschichte" haben. In diesem Zusammenhang: wie stillt Lennox mittlerweile? Hat er noch häufig Schwierigkeiten?Luis nur links, Lennox rechts.
Konkreter Ansatz: Es hat Vorteile, jungen Zwillingen NICHT jeweils eine "eigene" Brust zuzuweisen, sondern häufig zu wechseln. Dafür gibt es zwei Gründe:
1. ist das Stillverhalten zweier Babys oft nicht gleich. Eins saugt stärker, eins schwächer. Eins länger, eins kürzer...usw - sprich: die Brüste werden unterschiedlich stark stimuliert. So kann es passieren, dass die Brust des schwächer saugenden Babys immer weniger Milch bildet und das schwächer saugende Baby immer weniger bekommt. Ungünstig!
2. die Brüste produzieren bei den meisten Frauen nicht gleich. Genauso wie man meist einen stärkeren Arm oder ein besser sehendes Auge hat, haben viele Frauen beim Stillen ebenfalls eine "Schokoseite". In diesen Genuss sollten beide Babys kommen dürfen
Es ist empfehlenswert, die Babys einfach bei jeder Mahlzeit tauschen zu lassen, mindestens so lange, bis sich alles gut eingespielt hat. Und auch danach kann weiterhin flexibel jedes Kind jede Brust bekommen.
"Im Stundentakt" hört sich nach "Einzeln stillen" an. Hast Du schon mal beide Babys gleichzeitig gestillt? Es wäre SEHR günstig, wenn Euch dies mehrmals täglich gelänge - wieder aus mehreren Gründen:
1. Gleichzeitiges Stillen spart Zeit. Logo - kein Kind muss warten, das Stillen brauch nur die Hälfte der Zeit verglichen mit Einzelnstillen.
2. Gleichzeitiges Stillen regt die Milchbildung STÄRKER an als Einzelnstillen (wegen des stärkeren Nervenreizes wird mehr Prolaktin ausgeschüttet). "10 mal in 24 Stunden gleichzeitig stillen" macht i.a. MEHR Milch als "20 mal in 24 Stunden einzeln stillen".
3. Da der Milchspendereflex ("MSR") immer beidseitig wirkt, sorgt das kräftiger saugende Baby für mehr Milch, auch für sein Geschwister!
Es lohnt sich also definitiv, gleichzeitiges Stillen zu üben! Ein großes Kissen ("Schmetterlings-Stillkissen") kann dazu SEHR hilfreich sein, und am besten übt sich das mit zwei noch weitgehend zufriedenen Kindern. Wenn ein oder gar zwei schon vor Hunger brüllen, ist das nicht so günstig
Um Dir ganz konkrete Hinweise geben zu können, bitte ich Dich, die bisherige Gewichtsentwicklung beider Babys und die aktuellen täglichen Zufüttermengen noch mal genau aufzuschreiben. Außerdem wie oft in 24 Stunden Ihr zur Zeit stillt und wie das so klappt. Dann können wir gemeinsam schauen, welche Möglichkeiten Ihr habt und wie ein gangbarer Weg zum Vollstillen aussehen könnte.
Jedenfalls: Deine Chancen, zurück zum Vollstillen (und vielleicht erstmalig hin zum stressfreien Vollstillen
LG,
Julia
-
Casi
- gut eingelebt
- Beiträge: 46
- Registriert: 19.01.2011, 14:57
Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
Velen Dank für eure Beiträge!!
Also das mit der Haushaltshilfe brauch ich erst garnicht zu verfolgen, da hab ich keine Chance. Wir hatten uns damals in der Schwangerschaft schon informiert.
Tania, wie viel ich zufütter ist unterschiedlich. Die letzte Woche war es meist eine Flasche um die Mittagszeit ca. 100ml und abends vor dem zu Bett gehen nochmal 100 – 135ml.
Anlegen tu ich oft, wobei ich mich immerwieder ertappt habe, dass ich den Schnuller oder die Flasche gegeben hab, weil ich gedacht hab, es kommt ja sowieso nix mehr aus der Brust wenn sie nach ner halben Stunde schon wieder wollten. Ja, jedes Kind hat seine Brust. Ich hab jetzt schon gehört, dass das evtl nicht so optimal ist aber ich hab das intuitiv von Anfang an so gemacht…
Nachts kommen sie so 2-3mal, was ja eigentlich nicht so viel ist.
Ich lege sowohl nacheinander als auch gleichzeitig an. Je nachdem wie sie es eben fordern. Meistens läuft es aber aufs Tandemstillen hinaus.
Schmerzen hab ich beim Stillen keine mehr. Das war in der Zeit mit den wunden Warzen echt heftig aber mitlerweile ist das zum Glück gut!
Beide im Liegen zu stillen kann ich mir irgendwie überhaupt nicht vorstellen!! Tigerlein hat zwar versucht mir das am Telefon zu erklären aber dazu reicht meine Vorstellungskraft nicht. Allerdings kommt das für mich sowieso nicht in Frage. Lennox ist ein Spuckkind. Er schluckt extrem viel Luft und ich muss beim Stillen sehr genau auf seine Zeichen achten. Dann muss ich ihn sofort hoch nehmen und bäuern lassen sonst spuckt er alles wieder aus. Das heißt ich brauche immer etwas Licht und muss mich immer hinsetzen.
Wenn ich zufütter dann tu ich das weder weil es mir zu viel wird (das wär bei allem was ich jetzt schon mitgemacht hab auch seltsam), noch weil ich Angst um die Gewichtszunahme hab. Wenn, dann mach ich das weil die Kinder Hunger haben und ich das Gefühl hab, dass ich sie mit der Brust nicht mehr zufrieden stellen kann.
@aeselschatz: Danke für deinen Erfahrungsbericht!!! Er hat mir sehr geholfen! Einige Anregungen kann ich auf jeden Fall raus ziehen!
@jusl: ja klar, nen Milcheinschuss muss ich ja eigentlich gehabt haben aber ich habs nicht wirklich gemerkt. Meine Zimmernachbarin im KH kam 3 Tage nach der Geburt aus der Dusche und meinte nur „boah ey, meine Brüste explodieren gleich, ich hab grad die ganze Dusche vollgetropft“ darauf hab ich dann auch gewartet aber bei mir war es nie so, dass ich sagen konnte, wow, jetzt ist die Milch eingeschossen!
Nicht jedem Kind seine Brust zuzuteilen haben ja die anderen auch schon vorgeschlagen. Ich werd das mal so aufnehmen und umsetzen.
Tandemstillen tu ich ja fast immer. Das geht auch meist nicht anderst, denn darauf warten, bis der andere fertig ist sehen sie garnicht ein
Zur Gewichtsentwicklung muss ich erst meinen Zettel rauskramen, wenn ich mal die Gelegenheit hab. Der Kinderarzt will zwar, dass ich mit Lennox noch wöchentlich zur Gewichtskontrolle komme aber ich finde sie haben beide super zugenommen. Darüber mach ich mir keine Sorgen.
Ich habe mich jetzt entschlossen, nochmals alles zu geben und es zu versuchen. Die letzten zwei Tage bin ich eigentlich ständig am Stillen. Ich lege sie immer an wenn sie bedarf haben und so hab ich fast dauerhaft mindestens ein Kind an der Brust hängen.
Ich kann auch schon einen Erfolg vermelden: Gestern haben wir die Abendflasche nicht gebraucht! Aber nicht, weil ich das so vor hatte, sondern will die Kinder sie garnicht gefordert haben. Sie haben nach dem Stillen 4 ½ Stunden geschlafen und sind dann in der Nacht noch zweimal gekommen ( 0.30 Uhr und 4.10 Uhr). Jetzt tagsüber haben wir kaum Stillpausen aber das ist okay. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
Also das mit der Haushaltshilfe brauch ich erst garnicht zu verfolgen, da hab ich keine Chance. Wir hatten uns damals in der Schwangerschaft schon informiert.
Tania, wie viel ich zufütter ist unterschiedlich. Die letzte Woche war es meist eine Flasche um die Mittagszeit ca. 100ml und abends vor dem zu Bett gehen nochmal 100 – 135ml.
Anlegen tu ich oft, wobei ich mich immerwieder ertappt habe, dass ich den Schnuller oder die Flasche gegeben hab, weil ich gedacht hab, es kommt ja sowieso nix mehr aus der Brust wenn sie nach ner halben Stunde schon wieder wollten. Ja, jedes Kind hat seine Brust. Ich hab jetzt schon gehört, dass das evtl nicht so optimal ist aber ich hab das intuitiv von Anfang an so gemacht…
Nachts kommen sie so 2-3mal, was ja eigentlich nicht so viel ist.
Ich lege sowohl nacheinander als auch gleichzeitig an. Je nachdem wie sie es eben fordern. Meistens läuft es aber aufs Tandemstillen hinaus.
Schmerzen hab ich beim Stillen keine mehr. Das war in der Zeit mit den wunden Warzen echt heftig aber mitlerweile ist das zum Glück gut!
Beide im Liegen zu stillen kann ich mir irgendwie überhaupt nicht vorstellen!! Tigerlein hat zwar versucht mir das am Telefon zu erklären aber dazu reicht meine Vorstellungskraft nicht. Allerdings kommt das für mich sowieso nicht in Frage. Lennox ist ein Spuckkind. Er schluckt extrem viel Luft und ich muss beim Stillen sehr genau auf seine Zeichen achten. Dann muss ich ihn sofort hoch nehmen und bäuern lassen sonst spuckt er alles wieder aus. Das heißt ich brauche immer etwas Licht und muss mich immer hinsetzen.
Wenn ich zufütter dann tu ich das weder weil es mir zu viel wird (das wär bei allem was ich jetzt schon mitgemacht hab auch seltsam), noch weil ich Angst um die Gewichtszunahme hab. Wenn, dann mach ich das weil die Kinder Hunger haben und ich das Gefühl hab, dass ich sie mit der Brust nicht mehr zufrieden stellen kann.
@aeselschatz: Danke für deinen Erfahrungsbericht!!! Er hat mir sehr geholfen! Einige Anregungen kann ich auf jeden Fall raus ziehen!
@jusl: ja klar, nen Milcheinschuss muss ich ja eigentlich gehabt haben aber ich habs nicht wirklich gemerkt. Meine Zimmernachbarin im KH kam 3 Tage nach der Geburt aus der Dusche und meinte nur „boah ey, meine Brüste explodieren gleich, ich hab grad die ganze Dusche vollgetropft“ darauf hab ich dann auch gewartet aber bei mir war es nie so, dass ich sagen konnte, wow, jetzt ist die Milch eingeschossen!
Nicht jedem Kind seine Brust zuzuteilen haben ja die anderen auch schon vorgeschlagen. Ich werd das mal so aufnehmen und umsetzen.
Tandemstillen tu ich ja fast immer. Das geht auch meist nicht anderst, denn darauf warten, bis der andere fertig ist sehen sie garnicht ein
Zur Gewichtsentwicklung muss ich erst meinen Zettel rauskramen, wenn ich mal die Gelegenheit hab. Der Kinderarzt will zwar, dass ich mit Lennox noch wöchentlich zur Gewichtskontrolle komme aber ich finde sie haben beide super zugenommen. Darüber mach ich mir keine Sorgen.
Ich habe mich jetzt entschlossen, nochmals alles zu geben und es zu versuchen. Die letzten zwei Tage bin ich eigentlich ständig am Stillen. Ich lege sie immer an wenn sie bedarf haben und so hab ich fast dauerhaft mindestens ein Kind an der Brust hängen.
Ich kann auch schon einen Erfolg vermelden: Gestern haben wir die Abendflasche nicht gebraucht! Aber nicht, weil ich das so vor hatte, sondern will die Kinder sie garnicht gefordert haben. Sie haben nach dem Stillen 4 ½ Stunden geschlafen und sind dann in der Nacht noch zweimal gekommen ( 0.30 Uhr und 4.10 Uhr). Jetzt tagsüber haben wir kaum Stillpausen aber das ist okay. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
-
(miri)
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3170
- Registriert: 24.03.2008, 21:24
Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
Das klingt ja schon mal gut. Ich drück dir weiterhin die Daumen und lass weiterhin den Hut gezogen! Respekt!
Schliess ab, mit dem, was war, sei glücklich über das, was ist und offen für das, was kommt!
Das Leben ist schön! ...von "einfach" war nie die Rede.
Miriam mit Junior(05/09), Madame(01/13) und Sir(07/14)
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
Ja, das hört sich wirklich gut an.

Das "Boah ey"-Gefühl wird häufig dadurch verursacht, dass bei vielen Müttern am Anfang erstmal viel zu viel Milch gebildet wird (es könnten ja auch Mehrlinge sein - das "weiß" die Brust ja (noch) nicht
). Ein Ausbleiben dieses Übervöllegefühls heißt entsprechend nicht, dass gar kein initialier Milcheinschuss stattgefunden hat, sondern vielmehr dass von Anfang Nachfrage und Angebot schon weitgehend zueinanderpassen - das ist eine GUTE Sache, kein Makel!..
Sieh das Stillen als PAUSE, auch für Dich! Ruh Dich dabei aus, lenk Dich ab, mach's Dir gemütlich... Als Zwillingsmutter stehen Dir entsprechend jeden Tag reichlich Pausen bevor; das hat Vorteile
LG;
Julia
Ein schönes Beispiel von falscher Erwartungshaltung.„boah ey, meine Brüste explodieren gleich, ich hab grad die ganze Dusche vollgetropft“ darauf hab ich dann auch gewartet aber bei mir war es nie so, dass ich sagen konnte, wow, jetzt ist die Milch eingeschossen!
Das "Boah ey"-Gefühl wird häufig dadurch verursacht, dass bei vielen Müttern am Anfang erstmal viel zu viel Milch gebildet wird (es könnten ja auch Mehrlinge sein - das "weiß" die Brust ja (noch) nicht
Vielleicht kannst Du Dir ja das zweifellos häufige Stillen etwas netter gestalten? Snacks und Getränke in Griffweite, außerdem Telefon, Bücher, Fernbedienung, Ipod...Ich lege sie immer an wenn sie bedarf haben und so hab ich fast dauerhaft mindestens ein Kind an der Brust hängen.
Sieh das Stillen als PAUSE, auch für Dich! Ruh Dich dabei aus, lenk Dich ab, mach's Dir gemütlich... Als Zwillingsmutter stehen Dir entsprechend jeden Tag reichlich Pausen bevor; das hat Vorteile
LG;
Julia
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Casi
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Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
Hallo ihr Lieben! Jetzt war ich fast ein Jahr lang "verschollen" aber ich möchte euch trotzdem kurz berichten wie es bei uns weiter ging. Ich habe durchgehalten und ganz plötzlich hat sich die Flasche selbst abgeschafft
Ich konnte dann beide Jungs voll stillen. Ich war super glücklich und bin es immernoch. Wir stillen immernoch und das wird sich so schnell wohl auch nicht ändern
Vielen Dank für eure unterstützung 
- blauviolett
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 18.01.2011, 23:10
Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
Super, habt Ihr echt toll gemacht!!! Respekt! 
VLG von blauviolett
mit Schnecke (2010), Wichtel (2012) und (Bauch-)Zwerg (06/2015)
sowie kleinem * im Herzen
Antonia... unvergessen.
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- mialein
- möchten wir nicht mehr missen
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Re: Zwillinge stillen-ich bin gescheitert...
das ist ja toll, ich gratuliere Dir herzlich !!!


- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...







