brauche mal ein paar Ratschläge zu dem Essverhalten meines Sohnes. Muss dazu vermutlich etwas ausholen: während unserer Stillzeit, die Ende Juli endete, hat er immer recht gut gegessen. Also trotz Stillens immer noch große, manchmal sogar Erwachsenen-Portionen verdrückt, gefrühstückt und abends gegessen und auch gesnackt. Dann kam ein fieser MD-Virus und als ich schwanger wurde und mir das Stillen weh tat, ging es mit seinem Essverhalten bergab. Es kamen Verdauungsprobleme (durchfallähnlicher Stuhlgang), blasse Haut, Augenringe, geringer Wachstum, geringer Gesamteiweiß-Wert, geringer Ferritin-Wert (da haben wir supplementiert und es ist besser geworden) dazu. Der KiA ist recht entspannt
Ich sehe mich in der Verantwortung, ihm eisen- und eiweißreicheres Essen anzubieten, aber alles, was ich mache, wird boykottiert
Er trinkt also morgens einen Soja-(Reis)-Drink mit Mandelmus, frühstückt selten, und wenn man dann meint, er müsste ja Mittags Hunger haben, isst er da auch nur Ameisenportionen. Nach dem Mittagsschlaf hat er auch nur selten mehr Hunger, manchmal isst er dann Kleinigkeiten (Obst, Sojajoghurt, Scheibe Brot), aber so wirklich sagen, dass er Hunger hätte, kann ich nicht. Und abends auch nicht. Er trinkt über den Tag auch recht wenig.
Momentan verfahre ich so: ich biete an, und wenn er nicht mag, dann eben nicht. Aber weil er halt körperlich grad auch nicht sooo fit ist, bin ich da wenig entspannt und ich denke, er merkt mir meine Anspannung beim Essen auch an. Ich zwinge ihn beim Essen nicht/nie. Wenn ich koche, lasse ich ihn mitwirken. Auch das ändert nix
Er liegt gewichtsmässig übrigens im normalen Bereich, weswegen der KiA vermutlich auch so entspannt ist. Wieso er nicht abnimmt, ist mir ein Rätsel.
Achso, und es ist nicht so eine Phase, die nur kurz anhält. Dieses Problem besteht wirklich seit Ende Juli.
Eine Freundin vermutet, dass L ein Kind ist, was mit dem Darm und mit dem Essen auf seelischen Stress reagiert. Ich muss zugeben, dass es bei uns momentan nicht immer so ganz rund läuft. Also ich bin viel genervt (vor allen Dingen, weil ich mir so Sorgen um ihn mache), hab ja mit vorzeitigen Wehen zu kämpfen und bekomme familiär nicht so die Unterstützung, wie ich sie brauchen könnte. Also auch da könnte DAS Problem sein, aber ich weiß einfach nicht, wie ich das ändern soll/kann, wie ich ihm helfen kann.
Das Buch "Mein Kind will nicht essen" hab ich hier, und werds die Tage auch nochmal lesen, aber vielleicht bekomme ich in der Zwischenzeit schonmal hier Tipps/Ratschläge?
LG,
Désirée
