Füttern

Was kommt nach dem Vollstillen?

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klimaforscherin
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Füttern

Beitrag von klimaforscherin »

Wie füttert man mit dem Löffel? (Ist mir jetzt mal egal, dass manche den Begriff "füttern" nicht mögen.)
Meine Mutter meinte, man "streicht den Brei am Oberkiefer ab". Das klingt in meinen Ohren irgendwie nach Zwangsfütterung unter Missachtung des Zungenstreckreflexes.
Aber sie sagte noch, dass Babys schon den Mund aufmachen. Hm.

Erste Tests am eigenen Sohn ergeben, dass der Löffel in die Hand genommen wird und dann der Brei vom Löffel geschleckt/gemümmelt wird. Oder eben auf der Kleidung verteilt.
Ist das nur das Ergebnis unserer BLW-Versuche? Die Banane oder das Brötchen/Apfel/Mandarine nimmt er auch immer selbst in die Hand.
Im Großen und Ganzen schien er von der Breikonsistenz angetan. Doch ein Breikind?
Grüße
klimaforscherin
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Altraia
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Re: Füttern

Beitrag von Altraia »

Erste Tests am eigenen Sohn ergeben, dass der Löffel in die Hand genommen wird und dann der Brei vom Löffel geschleckt/gemümmelt wird. Oder eben auf der Kleidung verteilt.
Ja, das klingt normal und ist ausbaufähig ;-)

Den Löffel am Gaumen abzustreifen hingegen klingt nach der Generation unserer Mütter :wink: .

Wenn er Brei mag, lass ihn doch damit experimentieren. Ich habe auch den Eindruck, dass Fingerfood erprobte Kinder ziemlich frühzeitig den Löffel selbst halten und zum Mund führen können.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
jusl
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Re: Füttern

Beitrag von jusl »

Naja, also wenn ich mit nem Löffel esse, dann streiche ich ihn auch an meiner Oberlippe ab (statt am Oberkiefer, denn ich hab ja Zähne ;-)). Das verbinde ich nicht mit Zwangsfütterung, und den Zungenschiebreflex zeigen beikostUNreife Babys auch, wenn ihnen etwas unter den Oberkiefer gepappt wird.

Meine löffelfütter-begeisterte Tochter hat den Mund in der Tat sehr weit aufgemacht, wenn sich der Löffel näherte. Und den Kopf in Richtung Löffel bewegt. Bei Löffel drin: Mund zu, dann konnte ich ihn rausziehen, Brei drin, Kind schluckt. Auch als sie kurze Zeit später SELBST gelöffelt hat, war es ihr offenbar sehr recht, dass ich währenddessen immer mal was dazu löffelte, mals sie mal ich, stereo sozusagen, da kam einfach mehr an.
Festes wie Brot und Obst usw. hat sie von Anfang an auch mit den Händen selbst gegessen. "Breikind" vs. "BLW-Kind" - ich persönlich halte diese Unterscheidung ehrlich gesagt für künstlich und wenig hilfreich. "Breifüttern" ist, wenn man mal so rund um den Planeten in die Kulturen der Welt schaut, mindestens so "natürlich" wie Selberessen. Stress sollte aus dieser Frage wirklich nicht erwachsen *find* ;-).

LG;
Julia
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Mohnblume
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Re: Füttern

Beitrag von Mohnblume »

Mein breibegeisterter (und aber immer noch vielstillender) Purzel reißt auch den Mund immer sooo weit auf, wenn der Löffel ankommt - das ist so unglaublich niedlich :mrgreen: - macht ihn dann zu und haps ist der Löffel gegessen. Das Baby einer Freundin wiederum "schlürft" den Brei eher vom Löffel. Ich glaub, es hängt total vom Typ des kleinen Essers, auch vom Alter / Gewohnheit des Babys ab. Den Brei reinzwängen in ein vollkommen passives Baby halte ich allerdings doch eher für falsch...
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klimaforscherin
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Re: Füttern

Beitrag von klimaforscherin »

Wenn ich vom Löffel esse, nehme ich das Essen mit den Lippen ab. Ist ja schon ein Unterschied, ob sich jemand passiv das Essen in den Mund schieben lässt oder selbst etwas dazu beiträgt, oder?
"Breikind"-damit meine ich auch eher die persönlichen Vorlieben des Kindes.
Grüße
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Altraia
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Re: Füttern

Beitrag von Altraia »

Wenn ich vom Löffel esse, nehme ich das Essen mit den Lippen ab. Ist ja schon ein Unterschied, ob sich jemand passiv das Essen in den Mund schieben lässt oder selbst etwas dazu beiträgt, oder?
Ja, so sehe ich das auch. Und es gibt einen anatomischen Unterschied zwischen Gaumen und Lippen, selbst wenn noch keine Zähne da sind ;-)
Liebe Grüße,
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Re: Füttern

Beitrag von klimaforscherin »

Aber viel tun kann ich da eh nicht. Was er in den Händen hat, lässt er sich kaum wegnehmen.
So unrecht ist es mir auch nicht: was er kann, muss er nicht noch erst lernen.
Ich frage mich jetzt aber, wie es die Mütter machen, die tatsächlich "Milchmahlzeiten ersetzen" (welch seltsamer Begriff, bei 12mal Stillen bleibt dann noch 11mal übrig? :roll: und ich weiss, BEIKost, nicht ERSATZkost)

So bekommt man keine nennenswerten Mengen in ein Baby hinein. Die halten dann vermutlich den Löffel nicht fest?
Ich find ja Breifüttern auch ziemlich natürlich, unser Steinzeitvorfahr hat es eben mit vorgekautem Brei gemacht. (Aber ohne Löffel, oder? :mrgreen: )
Auch wenn ich hier schonmal Stimmen gelesen habe, die Brei absolut ablehnen.
Grüße
klimaforscherin
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Ines
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Re: Füttern

Beitrag von Ines »

Hallo!

Ich habe hier auch so ein Kind (6,5 Monate), das den Löffel selbst halten will. Sonst verweigert sie...

Aber wenn sie die Hand mit dran haben darf, putzt sie eine ziemliche Menge an Gemüse-Kartoffel-Brei weg. Sie schlürft dabei auch eher. Größere Stückchen, die nicht ganz fein püriert sind, schiebt sie dabei aus dem Mund heraus. Ich denke, dass ich deswegen mit Fleisch auch noch warten werde, weil ich denke, dass da immer so Fasern übrig bleiben.

Zur Zeit sind wir nach dem Essen etwas orange (Kürbis), letzte Woche eher grün (Zucchini). Aber Spaß muss sein.

Liebe Grüße
Ines
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Re: Füttern

Beitrag von klimaforscherin »

jusl hat geschrieben: Auch als sie kurze Zeit später SELBST gelöffelt hat, war es ihr offenbar sehr recht, dass ich währenddessen immer mal was dazu löffelte, mals sie mal ich, stereo sozusagen, da kam einfach mehr an.
D.h. das Kind hält den Löffel selbst und man packt nochmal was drauf?
Das ist ja mal ne Idee, da muss man den Löffel nicht erst gewaltsam entwenden. :lol:
Grüße
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Altraia
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Re: Füttern

Beitrag von Altraia »

Oder man füttert parallel mit einem zweiten Löffel. Das habe ich oft gemacht.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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